Das Ende einer Reise
Verfasst: Dienstag 15. November 2005, 14:49
Mehrere Wochen nun war es her, als Tjorwyn zusammen mit seinen Brüdern und Schwestern, gemeinsam am Tisch der Küche ihres Gutshof saßen und überlegten, wie es weitergehen sollte. Wie immer redeten sie wirr durcheinander und debatierten, denn eines war klar, sie konnten sich alle keine Zukunft in ihrer alten Heimat mehr vorstellen. Der König war ein finsterer Despot, der nur durch Lügen, Intriegen und durch Blendung an der Macht war. Doch die meisten der Untertanen und Getreuen ließen sich nur all zu gern von ihm blenden, etwas, was der Familie Thinelin zuwider war. Selbst Dirion, der Älteste von ihnen, legte eine Ämter und Titel nieder, welche er im jahrelangen treuen Dienst bei seinem Ritter erlangt hatte. Nun war er es, der das Wort ergriff und die anderen seiner Geschwister um Ruhe bat. Ruhig wie es seine Art war, sprach er recht gelasen zu ihnen: "Wir werden das Gut verkaufen und weggehen, um uns woanders eine neue Zukunft aufzubauen. In diesen Landen, wo der König nun Dämonen in Menschengestallt, ihre Anbeter und Schattenelfen einsezt, um an der Macht bleiben zu können, werden wir nie wirklich glücklich und frei sein können. Ich lassse es euch frei, wohin ihr gehen möchtet, solange wir nur irgendwie in Kontakt bleiben werden. Natürlich wäre ich froh, so wir nicht alle in verschiedene Gegenden reisen werden und zusammenbleiben, doch weiss ich, das unser Bruder Tjorwyn hier zum Beispiel, gerne in die Welt reisen möchte, um eigene Abenteuer zu bestehen, so wie ich es selber einst tat." Mit einem gütigen Lächeln blickte Dirion dabei seinem Bruder an, schloß sachte die Augen und nickte nur in stummer Zustimmung und Zuversicht, dann blickte er wieder in die Runde und sprach ruhig weiter. "Ich selber werde ein Schiff nehmen und mich auf machen in eine neue Welt. Ich habe am Hafen gehört, das einige tapfere und fleißige Hände benötigt werden, um eine Expedition zu unterstützen. Jeder von euch kann selber entscheiden, wohin ihn die Götter führen werden, doch werr von euch mit mir kommen möchte, dem verspreche ich kein leichtes oder gar besseres Leben. Das einzige was ich euch sagen kann ist, das wir eine Hoffnung in diesem Land haben werden, hart arbeiten müssen, um uns etwas neues aufzubauen. Doch wird dort kein König sein, der uns befiehlt und das Volk mit seinen Lügen irre leiten wird. Jeder von euch wird zu gleichen teilen etwas von dem Erlös bekommen, welches der Verkauf unseres Gutshof bringen wird."
Betroffenes Schweigen hüllte den Raum ein. Sie sahen sich an und nickten nur stumm, so entschlossen sie sich ihrem großen Bruder zu folgen, denn sie wußten, seitdem er seine Daira verloren hatte, war er recht alleine und sie versuchten ihm im Schoße der Familie etwas Trost zu spenden.
Die Tage verstrichen und die Vorbereitungen für ihre Abreise waren im vollen gang. Zwar hatten sie bereits einen Käufer für ihr Gestüt gefunden, doch wollte jener nicht all zu viel Geld dafür bezahlen, aber das trübte ihnen nicht ihre neue Hoffnung. Was ihr Geld in der neuen Welt wert sein würde, konnte eh keiner vorhersagen.
Dirion ritt noch einmal fort, doch er versprach innerhalb einer Woche zurück zu sein, er wollte sich noch von einigen Leuten verabschieden, die ihm doch noch am Herzen lagen.
So machte er sich auf in die großen Sümpfe, welche nahe dem Hexenwald lagen. Zum Lager der lezten Rechtschaffenen dieser Gefilde, welche nach einem verzweifelten Kampf gegen die Übermacht des finsteren Königs und seinen Schergen, ihre angestammte Heimat verloren hatten und nun in den Sümpfen versuchten, eine neue Heimat zu errichten. Doch die Götter schienen sie im Stich gelasssen zu haben, ihre Bemühungen, die alte Feste der Reiter Ayanyehs wieder aufzubauen schienen vom Pech verfolgt zu sein und so hausten sie noch immer recht provisorisch in den Ruinen der einst so stolzen Feste.
Einige Tage verbrachte Dirion dort unter ihnen, während seine Geschwister die Vorbereitungen abgeschlossen hatten.
Tjorwyn half ihnen so gut er konnte und erledigte einige ihn von Dirion aufgetragenen Arbeiten. Er war froh über diese Aufgabe, denn die glücklichen Gesichter der Schuldner seines Bruders, wlcher ihnen durch ein Schriftstück alle ihre Schulden erlies, lenkte ihn etwas von der Trennung von seiner Familie etwas ab.
Nachdem er auch den letzten Brief zugestellt hatte, ritt er zurück. Dirion kam ihm im Hof entgegen. Mit einem sachten Nicken und einer brüderlichen Umarmung empfing er ihn.
Am nächsten Tag würden sie sich trennen und wohl eine lange Zeit nicht mehr sehen, was Tjorwyn etwas betrübte, doch die Aussicht auf ein Leben voller Abenteuer stimmte ihn wiederum froh. Ein seltsames Gefühl machte sich in ihm breit, er war aufgewühlt.
Am Abend nahm er seine letzte gemeinsame Speise zusammen mit seinen geschwistern ein, denn am nächsten Morgen würden sie abreisen und auch sein Schiff wartete bereits am Hafen.
Die Nacht über lag er meist wach in seinem Bett und starrte nachdneklich die Decke an, bis ihn doch irgendwann der Schlaf überkam und er seelenruhig einschlummerte.
Der Abschied von seinen Geschwistern verlief herzlich und noch lange stand Tjorwyn an der Pier und winkte dem Schiff hinterher, welches seine Familie in andere, sichere Gestade bringen würde. Wieder wußte er seine Gefühle nicht recht zu deuten, war er doch einerseits über die Trennung traurig, doch andererseits froh darüber, das sie nun alle außerhalb der Reichweite des Königs und somit in Sicherheit waren.
Nachdenklich überprüfte er noch einmal seinen seesack und ging nun seinerseits auf das Schiff, welches ihn aus diesen verfluchten Landen bringen würde. Er dachte noch den ganzen Tag über die letzten Worte Dirions nach, welche er ihn mit auf seinem Weg gab: "Geh mit voller Zuversicht und demütigen Glauben an die lichten Götter und du wirst sehen, sie werden dich geleiten und führen in den Stunden der Not!"
Ein stetiger Wind blies von Backbord, während er an der reling stand und den Segeln hinterher blickte, welches seine Brüder und Schwestern in ihre neue Heimat bringen würde. Ihm fröstelte und als Tjorwyn aus seinen Gedanken zurück ins Diesseits kam, bemerkte er, das sich bereits die Sonne dem Horizont näherte und sich langsam sein Magen bemerkbar machte. Er schmunzelte, nahm seinen Seesack, der neben ihm noch immer an der Reling stand und ging unter Deck.
Betroffenes Schweigen hüllte den Raum ein. Sie sahen sich an und nickten nur stumm, so entschlossen sie sich ihrem großen Bruder zu folgen, denn sie wußten, seitdem er seine Daira verloren hatte, war er recht alleine und sie versuchten ihm im Schoße der Familie etwas Trost zu spenden.
Die Tage verstrichen und die Vorbereitungen für ihre Abreise waren im vollen gang. Zwar hatten sie bereits einen Käufer für ihr Gestüt gefunden, doch wollte jener nicht all zu viel Geld dafür bezahlen, aber das trübte ihnen nicht ihre neue Hoffnung. Was ihr Geld in der neuen Welt wert sein würde, konnte eh keiner vorhersagen.
Dirion ritt noch einmal fort, doch er versprach innerhalb einer Woche zurück zu sein, er wollte sich noch von einigen Leuten verabschieden, die ihm doch noch am Herzen lagen.
So machte er sich auf in die großen Sümpfe, welche nahe dem Hexenwald lagen. Zum Lager der lezten Rechtschaffenen dieser Gefilde, welche nach einem verzweifelten Kampf gegen die Übermacht des finsteren Königs und seinen Schergen, ihre angestammte Heimat verloren hatten und nun in den Sümpfen versuchten, eine neue Heimat zu errichten. Doch die Götter schienen sie im Stich gelasssen zu haben, ihre Bemühungen, die alte Feste der Reiter Ayanyehs wieder aufzubauen schienen vom Pech verfolgt zu sein und so hausten sie noch immer recht provisorisch in den Ruinen der einst so stolzen Feste.
Einige Tage verbrachte Dirion dort unter ihnen, während seine Geschwister die Vorbereitungen abgeschlossen hatten.
Tjorwyn half ihnen so gut er konnte und erledigte einige ihn von Dirion aufgetragenen Arbeiten. Er war froh über diese Aufgabe, denn die glücklichen Gesichter der Schuldner seines Bruders, wlcher ihnen durch ein Schriftstück alle ihre Schulden erlies, lenkte ihn etwas von der Trennung von seiner Familie etwas ab.
Nachdem er auch den letzten Brief zugestellt hatte, ritt er zurück. Dirion kam ihm im Hof entgegen. Mit einem sachten Nicken und einer brüderlichen Umarmung empfing er ihn.
Am nächsten Tag würden sie sich trennen und wohl eine lange Zeit nicht mehr sehen, was Tjorwyn etwas betrübte, doch die Aussicht auf ein Leben voller Abenteuer stimmte ihn wiederum froh. Ein seltsames Gefühl machte sich in ihm breit, er war aufgewühlt.
Am Abend nahm er seine letzte gemeinsame Speise zusammen mit seinen geschwistern ein, denn am nächsten Morgen würden sie abreisen und auch sein Schiff wartete bereits am Hafen.
Die Nacht über lag er meist wach in seinem Bett und starrte nachdneklich die Decke an, bis ihn doch irgendwann der Schlaf überkam und er seelenruhig einschlummerte.
Der Abschied von seinen Geschwistern verlief herzlich und noch lange stand Tjorwyn an der Pier und winkte dem Schiff hinterher, welches seine Familie in andere, sichere Gestade bringen würde. Wieder wußte er seine Gefühle nicht recht zu deuten, war er doch einerseits über die Trennung traurig, doch andererseits froh darüber, das sie nun alle außerhalb der Reichweite des Königs und somit in Sicherheit waren.
Nachdenklich überprüfte er noch einmal seinen seesack und ging nun seinerseits auf das Schiff, welches ihn aus diesen verfluchten Landen bringen würde. Er dachte noch den ganzen Tag über die letzten Worte Dirions nach, welche er ihn mit auf seinem Weg gab: "Geh mit voller Zuversicht und demütigen Glauben an die lichten Götter und du wirst sehen, sie werden dich geleiten und führen in den Stunden der Not!"
Ein stetiger Wind blies von Backbord, während er an der reling stand und den Segeln hinterher blickte, welches seine Brüder und Schwestern in ihre neue Heimat bringen würde. Ihm fröstelte und als Tjorwyn aus seinen Gedanken zurück ins Diesseits kam, bemerkte er, das sich bereits die Sonne dem Horizont näherte und sich langsam sein Magen bemerkbar machte. Er schmunzelte, nahm seinen Seesack, der neben ihm noch immer an der Reling stand und ging unter Deck.