Es schien ganz so, als habe das Lied selbst verspürt, dass an diesem Tag einiges anders werden würde als sonst, als habe die Welt für einen Moment den Atem angehalten, um einem neuen Platz zu lassen. Die kleine Insel des Ordens mit ihrem kleinen Sumpf, den verdorrten Bäumen und in ihrer Mitte einer gewaltigen Burg aus dunklen Gemäuer – in den letzten Tagen und Wochen war auch sie, wie der größte Rest Alathairs, in den strahlenden Schein einer sommerlichen Sonne getaucht und die schwarzen Mauersteine wirkten wie schwarze Löcher, wie bösartige, lichtscheue Geschöpfe, die der Welt ihre Freude rauben wollten. Selbst einige kleinere Tiere verirrten sich in das Gelände und fielen teilweise den magischen Übungen oder den Launen der Arkorither zum Opfer.
An diesem besagten Tag jedoch war alles anders. Während noch immer die sommerliche Stimmung den Rest des Landes überdeckte, zogen über der Burg der Arkorither langsam aber sicher Wolken herauf. Zunächst war es nur eine einzige, die in scheinbar gutmütiger Absicht ihren weißen wollenen Körper vor die Sonne schob und damit einen breiten Schatten auf die Insel warf. Der kleine Sumpf, aus dem sonst ständig ein nervtötendes Gequake breiter Froschmäuler bis in die Lehrräume der Burg drang, schien wie ausgestorben – nur einige wenige der amphibischen Bewohner trauten sich an die Oberfläche. Dann wurde aus der einen, kleinen Wolke ein dunkler Wolkenberg, der die Sonne verbarg und die Landschaft in einen vertraut trostlosen, grauen Farbton hüllte. Es war, als habe sich die Insel einen merkwürdigen Zorn zugezogen, und doch gab es keine Änderungen, keine Auffälligkeiten in den Klängen jenes Liedes, das Eluive einst zur Schöpfung sang. So war es wohl doch kaum mehr als ein Wetterumschwung – und doch Bote eines neuen Zeitalters, wie ein Schicksalswink, der einen letzten Ausweg vor dem Unvermeidlichen versprach.
Mit einem gewissen Argwohn stand der Magus und Gelehrte des Ordens Pavel auf der obersten Ebene des großen Turmes, der die Front der Ordensburg zierte, und sah durch die breiten Fenster hindurch in den wolkenverhangenen Himmel. Vielleicht war dies ein Zeichen, das er erwartet und gebraucht hatte, ein geisterhafter Wink, eine Hand, die er nur zu ergreifen brauchte, um all seine Ziele zu verwirklichen. Vielleicht verhießen all seine Studien, seine Geduld und Strebsamkeit endlich den Lohn, den er sich verhoffte. Und doch schreckte er vor diesem letzten Schritt zurück, wie ein Kind, das nicht in den heißen Topf langen will, um von dort die Leckereien zu erhaschen.
Er stand so eine Weile da und starrte trübsinnig in den dunklen Himmel und lauschte den Stimmen seines Herzens, den düsteren Schatten, die überall in der Burg hingen, den Gedanken, denen er nachging. Sie mussten wahnsinnig vorsichtig sein. SIE würde alles wissen, was in den Mauern ihrer Burg vor sich ging, sie wusste alles, was ihre Schüler taten. Ihr Freund und Stellvertreter, seine Blicke waren scharf und schienen bis auf den Grund ihrer Seelen sehen zu können. Es schien gänzlich unmöglich, sich ihrer Aufmerksamkeit zu entziehen und eigene Pläne zu schmieden. Doch es schien gelungen. War es wirklich gelungen? Oder spielte sie ein grausames Spiel mit ihnen, um ihre Rache bitter auszukosten?
Als er das leise Geräusch von Schritten hörte, wie jemand die Leitern im Turm empor stieg, griff der Magus in das Lied der Schöpfung ein. Wie aus dem Nichts erschien eine Klangfolge, die ihm sonst vertraut und getreu folgte, die sich an seine Töne schmiegte, als wäre sie nie fortgewesen. Aus seiner Hand jedoch kroch langsam ein Schatten hervor, zunächst langsam, als wolle er sich seiner Umgebung vergewissern, dann mit zunehmender Begeisterung, und formte sich zu einem langen Gebilde, das in einem weiteren Atemzug zu einem runenverzierten schwarzen Stab erstarrte. Als sich Pavel umdrehte, stand Jana bereits hinter ihm.
„Es ist soweit, Rilan. Er ist fort, wir können sie… um Rat fragen. Die anderen warten.“
Es dauerte einen Augenblick, bis er sich dazu durchringen konnte, ihr zu folgen. Achtsam, durchaus argwöhnisch folgte er mit seinem Blick ihren eleganten Bewegungen, mit denen sie wieder auf die Leiter und den Turm hinab stieg. Erstaunlich, wie weit sie sich ihm immer wieder offenbarte, obwohl er eigentlich kaum mehr als ein lästiger Konkurrent für sie sein konnte. Er unterschätzte sie nicht, sie wollte Macht, und sie hatte die Kraft und die Intelligenz, diese Macht zu erlangen. Er wusste jedoch nicht, wo sie beide standen, wer in einem Kampf obsiegen würde. Vielleicht käme schon alsbald die Gelegenheit, diese Frage zu beantworten.
Die List, die sie ausgedacht hatten, war ebenso perfide wie riskant gewesen. Sie hätten es niemals mit beiden gleichzeitig aufnehmen können, schienen sie doch noch aus alten Tagen vertraut und aufeinander eingespielt. Als Pavel die Leiter hinabstieg, drohte ein leises Bedauern aus seiner Brust aufzukeimen – ein Moment der Schwäche, in dem er bedauerte, dass die beiden nicht mehr in der Lage sein würden, ihre Vorzüge für den Orden auszuspielen. Doch schon einen Herzschlag später wischte er dieses Gefühl wieder fort und erfüllte seinen Geist mit den dunklen Schatten seines neuen Daseins. Sie war nicht in der Lage gewesen, den Orden zusammen zu halten, ihm zu der Macht zu verhelfen, die ihm zustand. Es war letztlich seine Pflicht, sein Leben allein dem Orden zu verschreiben und für sein Wohl zu leben – oder zu sterben.
Sie wussten, dass sie zu fünft eine Chance haben würden, den Orden von einer Schwäche zu bereinigen. Jeder von ihnen besaß außergewöhnliche Qualitäten, die sich als hilfreich erweisen konnten. Cecile beispielsweise entpuppte sich als eine Meisterin im Fälschen von offiziellen Schreiben. Vielleicht hätten sie ohne diese Qualität einen anderen Weg gefunden, sich des Elegidos zu entledigen – doch dies war mit Abstand der einfachste gewesen. Ein Treffen wurde ihm vorgegaukelt mit einem hohen Offizianten Rahals, der sich mit ihm wegen diplomatischer Belange treffen wollte. Ein glaubhaftes Schreiben, gerade zu diesem Zeitpunkt, als Rahal für den Orden der Arkorither im Zentrum des Denkens und Handelns stand. Cecile hatte all ihre Kunst aufgeboten und der Elegido scheinbar keinen Verdacht gehegt. Er war zur vereinbarten Zeit aufgebrochen und hatte damit den Weg frei gemacht.
Sie alle wussten auch, dass SIE zuerst fallen musste. Sie, die alles wusste, die alles sah und über jeden Schritt unterrichtet wurde, sie würde alle Zeit der Welt haben, sich vorzubereiten, sollte ihr Stellvertreter vor ihr den Weg ins Jenseits finden. Doch ihr durfte keine Zeit bleiben. Grimmig sah Pavel in die Augen der anderen vier Arkorither – Milyen, Cecile, Cordan und Cetus. Die letzte Erkenntnis, die er den Augen der Hintergangenen lesen wollte, war die des Verrats. Sie sollte keine Zeit bekommen für Enttäuschung, Entsetzen oder Wut. Auch darüber hatten sie – zwischen den Zeilen, wie sie vieles besprechen mussten in den letzten Tagen – diskutiert, und manch einer wollte den Augenblick ihres Untergangs weidlich auskosten, sie leiden lassen und Spielchen mit ihr treiben. Allein, es blieb zu riskant, sich dem Spieltrieb hinzugeben, die Gefahr zu ignorieren. Sie war gefährlich und unberechenbar, und man durfte sie nicht unterschätzen.
Erneut ließ Pavel den Blick über die anderen schwarzen Gestalten schweifen. Unter ihren dunklen Roben und Kapuzen, den Masken, die nur einen schmalen Sehschlitz frei hielten, waren sie kaum zu unterscheiden. Wie fünf dunkle Schatten, die gekommen waren, um ein Urteil zu sprechen und zu vollziehen. Ihm gefiel diese Aufmachung, sie hatte etwas… Dramatisches. Auch diesen Gedanken verdrängte er rasch wieder, es bedurfte absoluter Konzentration und Ernsthaftigkeit. Welche Motivation sie wohl hatten, alle diesen Umsturz zu wagen?
Da war zum einen Cetus, aus dem Pavel nicht ganz schlau wurde. War er machtgierig und schloss sich einfach der Seite der potentiellen Gewinner an, um mit mehr Einfluss aus dem Konflikt herauszugehen? Suchte er einfach nur den Kampf und erfreute sich eines Kräftemessens mit einem wesentlich stärkeren Gegner? In jedem Fall schien er einen Sieg für möglich zu halten. Das machte Pavel Mut, doch er gab sich nicht der Verlockung hin, diesem Manne zu trauen oder ihn zu unterschätzen.
Auch die anderen drei blieben mehr oder minder undurchdringlich. Wollte Milyen selbst die Macht an sich reißen? Oder genügte es ihr, jemanden an der Spitze zu sehen, den sie zu beeinflussen konnte? Oder Cecile – war sie nicht temperamentvoll und stark genug, sich alleine aufzuschwingen? Sie war ambitioniert und mächtig, es war nur eine Frage der Zeit gewesen, bis sie sich erhob – vielleicht hatte sie nur auf die anderen gewartet. Corban? Vielleicht zog er einfach nur mit Cecile mit, oder er hatte noch ganz andere, undurchdringliche Ziele – so wie das für jeden Arkorither gelten mochte.
Ein letzter Blick, den sie alle austauschten. Sie waren entschlossen. Das war jener Augenblick, von dem an es keinen Weg zurück mehr geben sollte. Während sie alle in der Eingangshalle der Burg stehen blieben, stieg Jana die Treppen bis zum Gemach der Maestra hinauf, um sie nach unten zu beten. Es gäbe Wichtiges zu besprechen wegen der Schüler, das keinen Aufschub dulde. Ein irrsinniger Grund, sie zu belästigen, aber vielleicht gerade deshalb umso authentischer. Die Schritte verstummten und die vier verbliebenen Arkorither hielten innerlich wie äußerlich den Atem an. Unwillkürlich griff der ein oder andere nach seinem Dolch oder dem magischen Stab.
Es verging schier unendlich viel Zeit, ehe Jana zusammen mit der Maestra wieder von oben herabstieg. Da war sie also, die Maestra des Ordens, groß, schlank, mächtig und auf unnatürliche Weise schön und bedrohlich zugleich. Wieder nagten Zweifel an Pavels Geist, doch inzwischen hatten die Schatten die Kontrolle übernommen, als ob sie selbst sich einer unliebsamen Gespielin entledigen wollten. So beobachtete er nur mit ausdrucksloser Miene, wie sie die letzten Stufen nahm und vor ihnen zum Stehen kam.
„Ich hoffe, es ist wichtig. Ihr wisst, dass ich Störungen überhaupt nicht leiden kann.“
Klang ihre Stimme erzürnt? Oder eher gelangweilt? Hatte sie vielleicht etwas bemerkt? Warum standen sie auch so kampfbereit in einem Halbkreis vor ihr – vielleicht würde ihnen genau das das Genick brechen! Es war zu offensichtlich. Pavel widerstand in letzter Sekunde dem tiefen Drang, die Augen zu schließen und innerlich nach Luft zu schnappen. Kein verräterisches Zeichen, noch war es zu früh. Es war an der Zeit zu beweisen, dass er hier nicht zu Unrecht stand, dass er seine Ausbildung beendet und damit auch sein altes Ich abgelegt hatte. Ein Schweigen war entstanden, weil keiner der Arkorither wagte, der Maestra zu antworten. Als sie nun den Blick achtsam über die fünf Arkorither schweifen ließ, hob sich leicht eine ihrer Augenbrauen. Pavel zwang sich, einen Schritt vorzutreten.
„Ich bin sicher, ihr werdet es wichtig finden. Lythiana.“
Er hatte erwartet, dass sie ihn mit ihrem Blick fixieren würde, vielleicht auch, dass sie sofort begreifen und ihn töten würde, noch ehe ihm die Möglichkeit zu einem Gegenschlag bliebe. Stattdessen führte sie ihre Bewegung bis zum Ende durch, ließ den Blick einen Moment auf Cetus ruhen und wandte sich erst dann zu Pavel herum.
„Wie war das?“
Und im gleichen Moment hatte Pavel das Gefühl, die Schatten in seinem Geist würden zu kreischen beginnen, als sie mit geisterhaften, magischen Fingern einen Weg zu ihm suchte, als sie ihre Stimme in seinen Kopf pflanzte, ihm Drohungen aussprach und ihn erkennen ließ, dass er ihr gehörte, seine Seele, dass sie der Orden sei und er noch zurück könne oder nie wieder einen Atemzug machen sollte. Sagte sie es wirklich? Oder bildete er sich ihre Stimme nur ein? Er musste einen kühlen Kopf bewahren, er kannte diese Applicatio und er wusste auch, sie zu unterbrechen. Es kostete mehr Anstrengung als bei einem schwächeren Magier, und sie wehrte sich, aber die Schatten kehrten zurück und sein Geist verschloss sich ihr erneut. Er hatte mit ihr gebrochen.
Auch die anderen Arkorither mussten diesen kleinen Kampf auf magischer Ebene beobachtet haben, denn kaum, dass er sie abgestreift und zurückgewiesen hatte, begann der eigentliche Kampf. In atemberaubender Geschwindigkeit sammelte die Herrin des Ordens die sekundäre Energie des Liedes und ein gewaltiger dunkler Schleier aus Schatten schien aus allen Ritzen und Fugen, aus allen dunklen Ecken der Halle zu kriechen und sich um sie zu legen, sie einzuhüllen. Auch zwei der Arkorither begannen, sich zu wandeln, wenngleich die Gestalt ihrer Metamorphosen als Gargylen weit weniger beeindruckend und einschüchternd wirkte als das wyrmartige Geschöpf, zu dem sich die Maestra verwandelt hatte.
Es entbrannte ein gewaltiges Schlachtfeuer mitten in der Eingangshalle der Ordensburg. So mag es damals zugegangen sein in jener Schlacht vor Varuna, als noch Korow die Arkorither anführte in einem gewaltigen, magischen Krieg. Die Luft knisterte und war richtiggehend greifbar, so aufgeladen war sie mit magischer Energie. Energiefunken zischten umher, trafen teilweise Möbel oder Wände und hinterließen selbst auf den dunklen Wänden sichtbare verbrannte Schatten. Auch die Maestra schleuderte neben einem mächtigen feurigen Atem magische Entladungen gegen ihre Gegner und als sie einen der Arkorither mit ihren Händen zu fassen bekam, schleuderte sie ihn quer durch die Halle, so dass er gegen die Wand knallte und für einen Moment regungslos dort verharrte.
Als eine kleine Heerschar von menschlich gewordenen Elementen aus den Seitenräumen hervor eilte, begann das Geschöpf zum ersten Mal zu straucheln, doch ihre Macht reichte, um sich Feuer und Wasser, Erde und Luft vom Hals zu halten. Pavel stand wie in Ekstase in einer Ecke der Halle, hatte seine eigene Verteidigung scheinbar ganz vergessen, zu sehr war er darauf besessen, mit seiner Konzentration das Lied nach seinen Wünschen zu beeinflussen. Doch es wurde schwieriger, denn im gleichen Maße, in dem der Kampf an Härte zunahm, erzitterte und erbebte auch das Lied so gewaltig, dass es nicht verwunderlich gewesen wäre, wenn dieser Ruck überall zu spüren gewesen wäre.
Der Kampf war so rasch vorbei, wie er begonnen hatte, und er endete so still, wie er vorher getost hatte. Als der Wyrm seinen letzten Hauch tat, ließ auch die magische Kraft nach und in einem neuen Schattenwirbel verlor die verblichene Herrin des Ordens ihre monströse Gestalt. Zurück blieb der blasse Leichnam einer Frau, deren Ordensgewand zerfetzt an ihr hing. Lythiana Cronor. Stille hatte sich breit gemacht, alle Arkorither standen weiterhin kampfbereit in ihren Ecken, bereit, jederzeit einen weiteren tödlichen Schlag zu setzen. Manche trugen deutliche Spuren ihres Kampfes, ihre Gewänder hingen zerfetzt an ihnen herab, die Stäbe waren angesplittert oder Haare angesengt.
Pavel stand der Leiche der Maestra noch am nächsten. Auch er hatte einiges abgekommen, seine Robe war dreckig und zerschlissen und sein Gesicht zierten zwei mächtige Brandnarben, die er sich zugezogen hatte, als er im letzten Augenblick einer magischen Entladung ausgewichen war. Er hielt einen Moment inne, dann zog er ein langes, rötliches Schwert aus seiner Scheide. Es war offensichtlich, dass er nicht gut damit umzugehen wusste, doch er tat damit, wofür er es besorgt hatte – ein Schnitt, und der Kopf lag abgetrennt am Fuß der Treppe. Damit war es geschehen, der Orden hatte sein Oberhaupt gestürzt, und dieses Mal würde sie sich schwer tun, wieder ihren Platz einzunehmen.
Eine Atempause trat ein, als die Magier ihre Waffen und Stäbe senkten, ihre Kreaturen zurückriefen oder sich wieder in ihre alten Gestalten wandelten. Der Kampf hatte sie viel Kraft und Energie gekostet, und doch war erst die Hälfte der Arbeit getan. Es bedurfte keiner überflüssigen Worte, keiner siegreichen Phrasen. Sie wandten sich allesamt um und verließen die Burg. Es gab genug Schüler, die beizeiten die Eingangshalle aufräumen konnten.
Valandor Vasgar, der Elegido des Ordens, erwartete sie bereits, als sie durch das schwarze Portal die Insel verließen. Er stand vor ihnen als Mensch, eingehüllt in seine schwarze Ordenstracht und damit mehr Schwarzmagier als die fünf Arkorither, die in ihren zerschlissenen Roben aus dem Haus traten. Sie standen einander eine Weile wortlos gegenüber. Valandor war niemand, der überflüssig Worte verloren hätte, und es war ihnen allen klar, dass es aus dieser Begegnung nur einen Sieger geben konnte, der das Feld lebendig verließe.
Diese Schlacht war nicht weniger eindrucksvoll, denn auch der Elegido wusste, wie er die Magie schmerz- und todbringend einsetzen konnte. Er schien deutlich im Vorteil, denn während er mit kühlen Verstand und ausgeruhten Kräften magische Entladungen und bemerkenswerte Kreaturen ins Feld schickte, erschienen die umtriebigen Arkorither ausgezehrt, geschwächt, kraftlos. Allein ihr Wille, diesen Kampf zu einem endgültigen Abschluss zu bringen, schien sie auf den Beinen zu halten.
Zum Schluss wusste niemand mehr, wer dem Elegido den Dolch in den Leib gerammt hatte und so den Kampf beendete. Sie saßen auf dem Boden, kauerten und versuchten, wieder zu Kräften zu kommen. Die Bäume und Sträucher der näheren Umgegend zeigten Brandspuren oder rauchten leicht an den Stellen, an denen die Entladungen ihr Ziel verfehlt hatten. Der Leichnam des stellvertretenden Ordensleiters lag mit Erde verdreckt auf dem Boden. Vielleicht war es Milyen, vielleicht auch Cecile, die ihre Kraft zusammen nahm und über den Leichnam stieg, ihm die Kapuze und die Maske vom Kopf riss und selbigen abtrennte. Damit war auch der Elegido endgültig beseitigt und der Weg frei für eine neue Ära.
Am nächsten Tag hatten die Wolken und dunklen Schatten die Burg wieder hinter sich gelassen und waren weiter nach Osten gezogen. Der Sonnenschein erstarb wieder wie gewohnt an den dunklen Mauern der Burg, die so stolz und erhaben im Licht stand, als habe am Vortag kein Kampf in ihrem Inneren gewütet, der seinesgleichen suchte.
In der verwüsteten Eingangshalle aber, neben der – unversehrt gebliebenen – Statue des Adaven Syrales, waren zu beiden Seiten die Köpfe der alten Ordensleiter als drohendes Mahnmal aufgestellt, ehe sie später in den Kammern der Überreste aufbewahrt würden. Den Schülern des Ordens aber würde auf Auskunft mitgeteilt, dass nunmehr ein neuer Meister und eine neue Elegida die Herrschaft über den Orden übernommen hätten.
((Und auch hier noch einmal: Danke für eure Mühen!))
Ein neuer Weg taucht aus den Schatten
-
Valterian de Valshess
Die Gedanken eines Arkorithers;
Das schwarz gefärbte Metall in der Hand von Valterian spiegelte sich im Angesicht der hoch aufstehenden Sonne. Dickflüssige Rote Tropfen suchten Ihren weg nieder zum Sand und färbte es in eine sehr eigenwillige Farbe. Die Schwarze Robe hing schlaff und zerrissen an seinem Körper. Jeder dieser Narben hatte seine eigene Geschichte und trägt zu Valterians entstellen Aussehen bei. So hat auch dieser Kampf neue Wunden hervorgebracht welche nur Langsam heilen werden. Ein weiteres Zeichen dafür das er noch am Leben ist. Denn der Schmerz des Lebens zeigt uns das wir noch Atmen können und uns an den Dinger dieser Welt erfreuen können. Es zeigt uns, dass wir Siegreich waren. Valterian stand am Strand auf Lameriast und sah in die Ferne hinaus und dachte in einem leisen selbst Gemurmel über die zurückliegenden Ereignisse nach.
In diesem Kampf entfesselte er all seine Künste, all sein Wissen das Ihm vermittelt wurde, er hielt sich nicht zurück. Denn hier Kräfte zu Sparen würde nur den eigenen Tot bedeuten. Was waren die beiden Gegner gewesen, welch Mächte sie haben Entfesseln können. Gut das man Sie hat trennen können, denn sonst wären wir es wohl gewesen die am Ende ohne einen Kopf im Staub am Boden liegen. Valterian hatte sich in diesem Kampf verausgabt, so stand er machtlos daneben und musste ansehen wie seine beiden einstigen Wegbegleiter das für sich in beanspruchten was den beiden Toten gehörte. Valterian würde es Aktzeptieren müssen. So hat er an diesem Tag nicht nicht aufsteigen können, dennoch war es auch für Ihm ein Sieg. Zwei Mächtige des Ordens sind gefallen. Zwei Konkurrenten weniger welche sich Valterians Zielen hätten in den Weg stellen können. Er fragte sich oft was wohl Lucan und Cecile dazu angetrieben hat an diesem Kampf sich zu beteiligen. Ob er die Antwort darauf jemals erfahren wird? Doch nach dem Kampf verließ Valterian den Ort des Geschehn sehr schnell, er würde den anderen keine Gelegenheit geben Ihn anzugreifen während er dem Ende seiner Kräfte war. Die verlockung in einer solchen Situation ist sicher sehr groß.
Aber wie geht es nun weiter? Würde Valterian jetzt wo er Blut hat lecken können wirklich vor dem neu gekrönten Pärchen den Kopf einziehen können?Oder war es Sinnvoller sie einstweilen zu Unterstützen um abzuwarten, zu lauern, auf eine Gelegenheit. Und selbst wenn, warum sich an die Spitze setzen, es bedeutet nur mehr Arbeit, Arbeit die einem Zeit nimmt sich um andere Dinge zu kümmern. Stets müsse man mit dem Gedanken leben das der nächste Dolch im Rücken auf einen wartet. Es hat schon seine Gründe, warum kaum ein Maestro des Ordens mehr als 1-2 Jahre es schafft am Leben zu bleiben. Nein, das war nicht Valterians Wunsch. Er wollte das Leben noch sehr lange genießen. So entschied sich der Magus lieber im Hintergrund zu verweilen. Der Fokus der Aufmerksamkeit soll ruhig jenen gehören welche an der Spitze stehen. Ihre Zeit wird auch kommen und Valterian war sich sicher, er würde in der nähe sein wenn es soweit Ist.
Das schwarz gefärbte Metall in der Hand von Valterian spiegelte sich im Angesicht der hoch aufstehenden Sonne. Dickflüssige Rote Tropfen suchten Ihren weg nieder zum Sand und färbte es in eine sehr eigenwillige Farbe. Die Schwarze Robe hing schlaff und zerrissen an seinem Körper. Jeder dieser Narben hatte seine eigene Geschichte und trägt zu Valterians entstellen Aussehen bei. So hat auch dieser Kampf neue Wunden hervorgebracht welche nur Langsam heilen werden. Ein weiteres Zeichen dafür das er noch am Leben ist. Denn der Schmerz des Lebens zeigt uns das wir noch Atmen können und uns an den Dinger dieser Welt erfreuen können. Es zeigt uns, dass wir Siegreich waren. Valterian stand am Strand auf Lameriast und sah in die Ferne hinaus und dachte in einem leisen selbst Gemurmel über die zurückliegenden Ereignisse nach.
In diesem Kampf entfesselte er all seine Künste, all sein Wissen das Ihm vermittelt wurde, er hielt sich nicht zurück. Denn hier Kräfte zu Sparen würde nur den eigenen Tot bedeuten. Was waren die beiden Gegner gewesen, welch Mächte sie haben Entfesseln können. Gut das man Sie hat trennen können, denn sonst wären wir es wohl gewesen die am Ende ohne einen Kopf im Staub am Boden liegen. Valterian hatte sich in diesem Kampf verausgabt, so stand er machtlos daneben und musste ansehen wie seine beiden einstigen Wegbegleiter das für sich in beanspruchten was den beiden Toten gehörte. Valterian würde es Aktzeptieren müssen. So hat er an diesem Tag nicht nicht aufsteigen können, dennoch war es auch für Ihm ein Sieg. Zwei Mächtige des Ordens sind gefallen. Zwei Konkurrenten weniger welche sich Valterians Zielen hätten in den Weg stellen können. Er fragte sich oft was wohl Lucan und Cecile dazu angetrieben hat an diesem Kampf sich zu beteiligen. Ob er die Antwort darauf jemals erfahren wird? Doch nach dem Kampf verließ Valterian den Ort des Geschehn sehr schnell, er würde den anderen keine Gelegenheit geben Ihn anzugreifen während er dem Ende seiner Kräfte war. Die verlockung in einer solchen Situation ist sicher sehr groß.
Aber wie geht es nun weiter? Würde Valterian jetzt wo er Blut hat lecken können wirklich vor dem neu gekrönten Pärchen den Kopf einziehen können?Oder war es Sinnvoller sie einstweilen zu Unterstützen um abzuwarten, zu lauern, auf eine Gelegenheit. Und selbst wenn, warum sich an die Spitze setzen, es bedeutet nur mehr Arbeit, Arbeit die einem Zeit nimmt sich um andere Dinge zu kümmern. Stets müsse man mit dem Gedanken leben das der nächste Dolch im Rücken auf einen wartet. Es hat schon seine Gründe, warum kaum ein Maestro des Ordens mehr als 1-2 Jahre es schafft am Leben zu bleiben. Nein, das war nicht Valterians Wunsch. Er wollte das Leben noch sehr lange genießen. So entschied sich der Magus lieber im Hintergrund zu verweilen. Der Fokus der Aufmerksamkeit soll ruhig jenen gehören welche an der Spitze stehen. Ihre Zeit wird auch kommen und Valterian war sich sicher, er würde in der nähe sein wenn es soweit Ist.
Zuletzt geändert von Valterian de Valshess am Donnerstag 30. Juli 2009, 18:39, insgesamt 2-mal geändert.
-
Sarya Lenia Vhelvet
Eine neue Ära brachte immer Veränderungen mit sich.
Diese neue Epoche des Ordens begann schneller als gedacht. Sarya saß noch in Rahal seelenruhig, als es schon einige Meilen entfernt zum Eklat kam.
Die Trostlosigkeit wenn man in die Burg kam war zum greifen nah und schon spührte man die Veränderungen die hier im Gange waren.
Die kleine Ahnung im Inneren wuchs und blühte dann als sie vor der Statue stand und die beiden Köpfe der so Vertrauten Lehrer vor sich sah.
Im Grunde hatte ihr der Anblick von Körperteilen und Blut immer ganz gut gefallen, doch fürchtete sie hier einen schweren Riss im Orden.
Das Missfallen darüber steigerte sich noch als sie erfuhr wer sich nun dem Thron annahm um den Orden zu leiten.
Dreck und Intrige klebten an allen von ihnen doch sie läuteten den Ordensalltag ein als wäre nichts geschehen.
Es gab auch nichts was man hätte erklären müssen, denn wer einmal gefallen war, der würde so schnell nicht wieder aus Nileth Azur auferstehen.
Es würde gewiss Schwierigkeiten geben, es gab immer Schwierigkeiten bei plötzlichen Veränderungen.
Hier herrschte das Gesetz des stärkeren. Sie alle waren in einem ewigen Konkurrenzkampf verstrickt und dieser würde nur im Tod enden.
Der Friede kehrte ein, man würde vorerst akzeptieren was im Gange war. Würde sehen wie es sich entwickelte und würde sich anpassen an die Gegebenheiten.
Die Ära konnte beginnen und sie begann auch hier und da mit kleinen Veränderungen.
Diese neue Epoche des Ordens begann schneller als gedacht. Sarya saß noch in Rahal seelenruhig, als es schon einige Meilen entfernt zum Eklat kam.
Die Trostlosigkeit wenn man in die Burg kam war zum greifen nah und schon spührte man die Veränderungen die hier im Gange waren.
Die kleine Ahnung im Inneren wuchs und blühte dann als sie vor der Statue stand und die beiden Köpfe der so Vertrauten Lehrer vor sich sah.
Im Grunde hatte ihr der Anblick von Körperteilen und Blut immer ganz gut gefallen, doch fürchtete sie hier einen schweren Riss im Orden.
Das Missfallen darüber steigerte sich noch als sie erfuhr wer sich nun dem Thron annahm um den Orden zu leiten.
Dreck und Intrige klebten an allen von ihnen doch sie läuteten den Ordensalltag ein als wäre nichts geschehen.
Es gab auch nichts was man hätte erklären müssen, denn wer einmal gefallen war, der würde so schnell nicht wieder aus Nileth Azur auferstehen.
Es würde gewiss Schwierigkeiten geben, es gab immer Schwierigkeiten bei plötzlichen Veränderungen.
Hier herrschte das Gesetz des stärkeren. Sie alle waren in einem ewigen Konkurrenzkampf verstrickt und dieser würde nur im Tod enden.
Der Friede kehrte ein, man würde vorerst akzeptieren was im Gange war. Würde sehen wie es sich entwickelte und würde sich anpassen an die Gegebenheiten.
Die Ära konnte beginnen und sie begann auch hier und da mit kleinen Veränderungen.
Zuletzt geändert von Sarya Lenia Vhelvet am Donnerstag 30. Juli 2009, 22:18, insgesamt 1-mal geändert.
-
Jana Layani Thyrmon
’Enttäuschend, nicht wahr?' erkundigte eine weibliche Stimme sich fast schon liebenswürdig, als der Plan endlich aufging. Erschreckend musste Jana feststellen, dass es ihre eigenen Worte waren.
Wie aus den Schatten materialisiert stand sie nun da, die Hände, die Kleidung und der Dolch blutverschmiert. Nichts deutete auf ihre Anwesenheit hin, keine Aura ... gar nichts. Nur die Tatsache, dass sie da war. Aber das reichte völlig aus. Sie starrte förmlich auf den Platz vor ihren Füßen. Eigentlich ein ekliges Bild, welches sich in ihren Augen spiegelte. Erst jetzt realisierte sie, was sie zusammen bewirkt haben. Und doch schob sich ein mattes Lächeln auf ihre blassen Lippen.
Enttäuschend, ja es war enttäuschend. Es war im nach hinein so einfach, doch hätte das Ganze auch schief gehen können, dann wären wir es jetzt gewesen, die dort liegen würden, zu keiner Regung mehr fähig. Tot. Aber es ging nicht schief. Es entstand eine neue Art von Macht. Der Orden gliederte sich neu. Rilan war es der sich als erstes das nahm, was die Maestra hatte und was die anderen vielleicht auch wollten. Warum Cecile und Cordan sich so zurückhielten war ein noch offenes Rätsel und trotzdem auch von Vorteil.
Vertrauen, wem sollte man denn jetzt noch vertrauen können.
Die Regeln des Ordens wurden mit dieser Tat, kurzzeitig, einfach weggewischt.
Jetzt musste man Angst haben, wer als nächstes der neuen Ordensleitung, den Dolch in den Rücken rammt. Aber war es nicht schon immer so? Ein bis zwei Jahre und wieder würde sich der Orden neu gestalten. Anders haben wir es bisher nicht erlebt, doch diesmal sollte es anders werden. Wachsam mussten ihre Augen bleiben und doch waren sie so müde, so erschöpft … sie musste hinaus, hinaus an die frische Luft. Eine neue Zeit begann.
Wie aus den Schatten materialisiert stand sie nun da, die Hände, die Kleidung und der Dolch blutverschmiert. Nichts deutete auf ihre Anwesenheit hin, keine Aura ... gar nichts. Nur die Tatsache, dass sie da war. Aber das reichte völlig aus. Sie starrte förmlich auf den Platz vor ihren Füßen. Eigentlich ein ekliges Bild, welches sich in ihren Augen spiegelte. Erst jetzt realisierte sie, was sie zusammen bewirkt haben. Und doch schob sich ein mattes Lächeln auf ihre blassen Lippen.
Enttäuschend, ja es war enttäuschend. Es war im nach hinein so einfach, doch hätte das Ganze auch schief gehen können, dann wären wir es jetzt gewesen, die dort liegen würden, zu keiner Regung mehr fähig. Tot. Aber es ging nicht schief. Es entstand eine neue Art von Macht. Der Orden gliederte sich neu. Rilan war es der sich als erstes das nahm, was die Maestra hatte und was die anderen vielleicht auch wollten. Warum Cecile und Cordan sich so zurückhielten war ein noch offenes Rätsel und trotzdem auch von Vorteil.
Vertrauen, wem sollte man denn jetzt noch vertrauen können.
Die Regeln des Ordens wurden mit dieser Tat, kurzzeitig, einfach weggewischt.
Jetzt musste man Angst haben, wer als nächstes der neuen Ordensleitung, den Dolch in den Rücken rammt. Aber war es nicht schon immer so? Ein bis zwei Jahre und wieder würde sich der Orden neu gestalten. Anders haben wir es bisher nicht erlebt, doch diesmal sollte es anders werden. Wachsam mussten ihre Augen bleiben und doch waren sie so müde, so erschöpft … sie musste hinaus, hinaus an die frische Luft. Eine neue Zeit begann.