Die Strafe der Unvorsichtigkeit (killing memories)

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Neroith
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Die Strafe der Unvorsichtigkeit (killing memories)

Beitrag von Neroith »

Es kam wie es kommen musste.
Hatte dieser unhöfliche, sterbliche Magier Neroith aus
einer Gestaltenwandlung gerissen als er sich in Skelettenform
einem Ungetüm nähern wollte.
Und hatte jener törichte Magier ihn dann auch noch bei einer
anderen Gegebenheit in Gewandung der Eisenwart erkannt.

Neroith musste nun sehr vorsichtig sein. Sein Burgherr berichtete
ihm von einer Morddrohung gegen seine sterbliche Hülle
und hegte er nun auch langsam Verdacht, dass sich hinter
der Fassade Aegoen noch etwas Anderes befinden musste.

Er zog sich in seine Bibliothek im Keller der Eisenwart zurück.
Neroith hatte mit dieser Identität seiner Zeit eine sehr gute Wahl getroffen.
Bewohnte doch nur er allein die Kellergewölbe.
Abgesehen von ein Paar Gefangenen im Kerker am Ende des
langen Ganges. Doch diese lebten üblicherweise nicht mehr
lange wenn sie einmal in jenen Zellen eingekerkert wurden.
Es musste der Ausgangspunkt dieser brikehren Situation angegangen
werden. Es musste eben jener Magier angegangen werden der
ihn in diese verzwickte Lange brachte. Er musste einen Weg finden
Janus Aethra zum schweigen zu bringen.

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Zuletzt geändert von Neroith am Dienstag 14. Juli 2009, 21:04, insgesamt 3-mal geändert.
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Neroith
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Auf der Suche nach einer Lösung

Beitrag von Neroith »

Neroith verbrachte die gesamte Nacht in dem Kellergewölbe.
Er konnte sich nicht mehr entsinnen wie oft er in dieser Nacht die dünne
Kerze zu seiner Rechten ausgetauscht hatte. Es war zu einer
Gewohnheit geworden die dem Selbstschutz dienlich war.
Brauchte er doch nur seinen Gott um Nachtsicht bitten und
würde selbst im tiefsten Keller taghell sehen. Doch würde dies sicher
die gelengentlich vorbeischauende Wache verwundern und ihn unnötig
in Erklärungsnot bringen.

Neroith blätterte einige alte Schriften durch.
Die Bebänderung war ruß-schwarz und einige unheilvolle
Symbole wurden scheinbar eingeprägt. Die vergilbten,
leicht gelblichen und teilweise schon recht brüchigen Seiten des Folianten
blätterte er suchende durch. Mit dem Zeigefinger durch die Zeilen
eilend, überflog er jeden einzelnen der Absätze.
Ernüchterung machte sich breit als er scheinbar nicht zu finden vermochte
wonach er sich so sehr sehnte. Eine Möglichkeit gegen einen
groß Magus bestehen zu können.

Neroiths Fechtkunst war beachtlich.
Doch würde er nie in einem Kampfe bestehen können.

Seine Kameraden in der Legion waren mutig.
Doch würden auch sie unterliegen.

Neroiths Gifte waren legendär.
Doch wie würde er sie einem Erzmagier verabreichen können?

Er schloss das Buch und ließ verzweifelt den den Kopf fallen.
Würde dies sein Ende sein? Sollte wirklich ein einziger Mann
all seine Pläne und gut inzinierten Intrigen dem Erdboden gleich
machen können?
Dann Schloss er die Augen. Jedoch nicht zum schlafe.
Keiner hätte es ihm verübeln können. Wusste er selbst nicht mal mehr
ob es schon Tag oder Nacht war.
Nein. Er schloss die Augen und begann zu sprechen.


Krathor, mein Herr und Meister. Erhöre meine Gebete.
Erweise einem deiner treuesten Diener deine Gunst und zeige
ihm den Weg. Gebe ihm ein Zeichen, auf dass er das drohende
Unglück abzuwenden vermag und auch weiterhin eine reiche
Ernte dir erbringen kann



Neroith führte sich all die großen Schlachten vor Augen,
die er im Namen Krathors gefochten hatte. Bajard, Berchgard
und nicht zuletzt Varuna in welcher er zusammen mit seinen
Rabenbrüdern und Schwestern die Seelen der Gefallen zu Massen
in das unendliche Reich der Finsternis geführt hatte.
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Kaim
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Beitrag von Kaim »

Sie waren gerade dem Dämon auf der Spur, weit konnte es nicht mehr sein. In seiner langjährigen Tätigkeit als Jagdmeister der Burg Eisenwart war Kaim zu einem geschickten Spurenleser geworden, und irgendwas beunruhigte ihn. Waren sie vorher noch der Spur eines Dämons und eines Mannes gefolgt so verlor sich die Spur des Mannes an einem Platz an dem ein heftiger Kampf getobt haben musste. Dafür fand sich dort eine Spur von einem Wesen dass Kaim nicht einzuordnen vermochte. Irgendwas stimmte hier ganz und garnicht. Sein Begleiter, der Burgschreiber, schien noch nichts zu ahnen. So folgten sie der Spur weiter, bis kurz vor die frostigen Höhlen als sie Kampfeslärm vernahmen. Sie eilten voran um noch eingreifen zu können falls nötig, aber was sie sahen versetzte sie beide in Schrecken. Eine große dunkle Gestalt wie sie beide noch nie zuvor eine sahen zerfetzte den Dämonen mühelos mit ihren Krallen. Hier war ihr Eingreifen wohl weder von Nöten noch Erwünscht. Langsam wollten sie sich zurück ziehen, doch da wurde die Kreatur auf sie aufmerksam. Als sie zu sprechen begann staunte Kaim nicht schlecht und warf vorsichtshalber einen Blick zu Aeogen um sicher zu sein dass er nicht träumte. Der Burgschreiber schien es auch zu hören, ja vielmehr wurde er direkt von der Kreatur angesprochen.
Aus irgend einem Grund hielt sie den Schreiber für einen Zauberer, nur Alatar weiß wie sie auf sowas kam. Als sie dann begann langsam näher zu kommen erhob der Jagdmeister seine Armbrust, bereit einen aussichtslosen Kampf auf sich zu nehmen. Und da schien er der Kreatur das erste mal aufzufallen. Doch anstatt die beiden einfach in Stücke zu reißen streckte diese beide Arme seitlich von sich und sprach wohl irgend einen Zauber. Wo eben noch eine Kreatur von unglaublicher Scheußlichkeit stand war nun ein Mann zu sehen den Kaim unter tausenden erkennen würde, der Erzmagier Janus Aethra.
Erleichtert ließ Kaim die Luft mit einem lauten Seufzer aus seinen Lungen entweichen die er zuvor wegen der großen Anspannung angehalten hatte. Er ließ die Armbrust sinken da er wusste dass der Magier nach seiner letzten Niederlage gegen die Legion geschworen hatte niemals mehr die Hand gegen diese zu erheben solange er und seine Liebsten nicht von ihr bedroht würden. Sie würden wohl unbehelligt wieder ihres Weges gehen können.

Aber nein. Aethra blieb weiterhin bei der Behauptung dass der Burgschreiber magisch begabt sei. Und er ging sogar noch weiter und beschuldigte Aeogen ein Diener des Raben zu sein. Von solcherlei Dingen verstand der Jagdmeister leider nur überhaupt nichts. Er lebte jetzt schon sehr lange Zeit mit Aeogen in der Burg, und es gab nie auch nur den leisesten Anschein dass mehr in dem Schreiber steckte als ein guter Bibliothekar und ein ganz anständiger Fechter für einen Schreiberling. Ohnehin war es egal was dieser Mann behauptete. Und wenn Alatar selbst solch absurde Anschuldigungen vorbringen würde so würde Kaim seinen Kameraden bis zu Tod verteidigen wie es sein Eid ihm gebot.

Zum Glück sah dies auch Meister Aethra und sah davon ab die beiden an Ort und Stelle in ihre kleinsten Bestandteile zu zerlegen. Er hielt wohl doch noch immer an dem Schwur fest den er damals leistete, und dass Kaim einer der Mannen war der ihn damals besiegte tat wohl sein übriges dazu. Das redete der Jagdmeister sich zumindest ein...
Diesmal waren sie noch davon gekommen, aber da der Magier nicht von seinen Anschuldigungen ablassen wollte würde diese Begegnung sicher noch einiges an Ärger nach sich ziehen...

Wie auch immer. Zum Glück musste Kaim sich nicht den Kopf darüber zerbrechen. Er war Soldat. Würde der Burgherr zu dem Entschluss kommen dass der Magier recht hatte so würde es schlecht für den Schreiber ausgehen. Und würde er anders entscheiden so würde Kaim dem Schreiber wie e und je zur Seite stehen.
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Tivadar Loric Deslon
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Registriert: Dienstag 21. April 2009, 04:39

Beitrag von Tivadar Loric Deslon »

Lebenslinien - Entscheidungen und Zufälle

Es war mitten in der Nacht, als Tivadar von seiner eigenen Vorsicht aus dem Schlaf gerissen wurde.

Das Kaminfeuer im Zimmer seines Bruder Khazkal Deslon, der ihm vor wenigen Tagen, er hatte sie nicht gezählt, das wohl wahnwitzigste Vorhaben aller Zeiten offenbarte, brannte noch etwas und eine rötlich-goldene Glut hatte die Oberhand gewonnen und wärmte das spartanisch eingerichtete Zimmer auf der Spitze der Festung Eisenwart.

Mit Schrecken erinnerte er sich an die Vorkommnisse des vergangenen Abends: Der Besuch des Arcoveneficus Aethra, seines Lehrmeisters; die bedenklichen Nachrichten die er überbrachte sowie ein ungeschicktes Aufeinandertreffen von Fakten und Täuschungen.

Der Mann Aeogen, ein sympathischer, zerstreuter und fleißiger Gelehrter mit besten Manieren, weckte seit der ersten Begegnung seine Vorsicht. Und es war kein Gefühl der Bedrohung, nein, es war mehr ein Gefühl, daß dieser stille Mann etwas zu verbergen hatte. Sein Bruder warnte Tivadar noch vor allgegenwärtigem Verrat und Täuschung, doch dachte er nicht daran, daß er sich derart schnell in diesem tückischen Sumpf aus vorgespielten Tatsachen und veränderlicher Loyalität wiederfinden würde.

Auch wenn es einige Menschen gab, mit denen Tivadar in diesen turbulenten Zeiten zuverlässig arbeiten konnte, gab es auch Menschen vor denen größte Vorsicht geboten war, ihre Zahl mindestens verdreifacht. Und größte Vorsicht war geboten, als Aeogen regelrecht instinktiv herausfand, daß der Arcoveneficus die Mauern der Festung besucht hatte um Tivadar von dem angeblichen Dämon in ihrer Mitte zu warnen.

Der älteste Sproß der Familie Deslon ist ein Mann, den so leicht nichts aus der Bahn wirft und den nicht vieles beeindruckt, doch bewirkte die Kombination aus den gefährlich verengten Augen und den leise gesprochenen Worten des Mannes Aeogen gefolgt von einem plötzlichen Anfall von aus heiterem Himmel kommenden Krämpfen, genau dieses.

Die Krämpfe hatten vor wenigen Stunden seinen Körper verzehrt, daß er gar nicht richtig realisierte, daß Rowan und Samira plötzlich bei ihm standen und Herr Aeogen den Raum verlassen hatte.

Samira...

sie lag neben ihm, die Farbe der Glut färbte ihre glatte edel gebräunte Haut aufregend und wunderschön zugleich, während die königsblaue Decke den begehrenswerten nackten Körper auf Hüfthöhe regelrecht trennte.

Er dachte anfangs, daß die viele ungewohnte Arbeit sich in diesen Krämpfen manifestierte, doch sollte er später erfahren, daß auch Samira, die gehorsam am Fuße seines Thrones kniete, zeitgleich die selben Veränderungen erlitt.

"Eine medizinische Erklärung und Erfassung dieser Krämpfe wird also auszuschließen sein...", dachte er, leise zu sich sprechend, laut und fürchtete den Moment, wenn er Gründe haben könnte, dem Arcoveneficus Aethra zuzustimmen.

Er sah zur Seite.

Auf dem schlichten Beistelltisch stand eine kleine, liebevoll artisanisch verzierte Phiole, in der sich eine durchsichtige rötliche Flüssigkeit mit dem sterbenden Licht der Glut um die Oberhand der Schönheit des Anblickes stritt.

Samira hatte also an eine stärkende Medizin gedacht, wie sie es angekündigt hatte. Er war schon immer stolz darauf, Samira zu besitzen, schon in Carythan ur Sjebaur hatten wenige eine derart schöne und intelligente Sklavin, die sich auch noch derart liebevoll um ihren Meister sorgte und stets ein weises Zitat aus dem "Buch der Weisen" parat hatte um eine jede Situation, und sei sie noch so unmöglich, überwindbar wirken ließ.

Zufrieden lächelnd leerte er die Phiole und sah noch eine Weile in die Glut, bis neben ihn ein leise gesprochenes "Mjeshter? Çfarë ndodhi?" daran erinnerte, daß er Samira wohl geweckt haben mußte.

Es würde noch vieles zu tun geben, das war klar. Und diese Situation würde nicht leicht aufzuklären sein, da es sich um eine brisante politische Situation handelte.

Doch zuerst würde er einmal wieder etwas tun, zu dem er schon seit vielen Tagen nicht mehr gekommen ist. Es war noch genug Zeit der Nacht übrig, das Morgengrauen noch fern und der neben ihm liegende Körper so voller jugendlicher Reize...
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My lie is your truth. So believe.
- T. L. D.
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Neroith
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Registriert: Freitag 31. Oktober 2008, 04:44

Eine überraschende Entwicklung

Beitrag von Neroith »

Neroith öffnete die Augen. Seine Wange schmerze und es pochte in seinem
Kopf. Schwerfällig blickte er sich um. Er fand sich über seinen Büchern,
mit dem Kopf auf dicken Einbänden und zerknitterten Papyrusblättern.
Er blinzelte einige Male. Schob seinen Oberkörper in eine sitzende Position
zurück. So hatte ihn die Müdigkeit wohl doch übermannt schien es ihm.

Als er tief gegen die Stuhllehne gelehnt verharrte und sich sammelte,
bemerkte er eine dünne Blutspur an seiner Kleidung hinunter, über die Tischplatte,
mündend in einer kleinen Lache auf dem ruß-schwarzen Buch.
Neroith erschrak. Reflexartig riss er seine Hand gen Stirn und fuhr diese fühlend ab.
Als er sich dann diese Handfläche vor Augen hielt und begutachtete, war auch sie
Mit blut benetzt. Ein kleines Tuch wurde aus seiner Manteltasche gezogen und verwendet
um die Stirn zu säubern. Danach tupfte er vorsichtig die Blutrinnsale auf dem Tisch ab und
machte sich danach an die Reinigung der Blutlache auf dem Buche. Zu seinem Erstaunen
ließ es sich rückstandslos aufnehmen. Lediglich eines der unheil versprechenden Symbole,
dessen Prägung einen Raben wohl darstellen mochte, hatte sich mit Blut gefüllt und schimmerte
nun matt rötlich im Kerzenschein. Neroith schlug den Folianten auf.
An der Stelle, auf welcher das Einband die Prägung eines Raben trug, schien etwas Blut
durch den Einband getreten sein und färbte die nachfolgenden Seiten punktiert rot.

"Wie kann das möglich sein!?"

Der Blutfleck nahm an Größe und Farbintensität nicht ab, wie normalerweise anzunehmen
sei. Gewann er im Gegenteil mit steigender Seitenzahl an Farbkraft und Form.
Mit jedem Blatt schien sich der Fleck zu verändern. Mochte er doch nun gar einige Zeichen
und Buchstaben bilden. Neroith war wie angestachelt und blätterte immer schneller,
bis er dann plötzlich stoppte.
Vor ihm manifestierte sich der noch Seiten zuvor kleine Blutflecken zu einem Text,
wie er ihn zuvor noch nie gesehen hatte. Detaillierte Beschreibungen eines Rituals und
denen dafür benötigten Hilfsmitteln. Besonders den letzten Punkt las er wieder und wieder.
Sagte er doch aus, dass dieses Ritual die Auslöschung von Erinnerungen zur Folge haben
Würde.

Er hatte seinen Herren und Meister dieses Mal nicht im Traume gesehen,
auch war ihm keiner seiner Boten erschienen. Doch wusste er, dass er weiter
in des Furchteinen Gunst stehen würde. Nun wusste er was zutun war.

[img]http://de.geocities.com/maik_fiedler/buch.jpg[/img]
Zuletzt geändert von Neroith am Samstag 11. Juli 2009, 13:10, insgesamt 2-mal geändert.
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Neroith
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Registriert: Freitag 31. Oktober 2008, 04:44

Besorgungen

Beitrag von Neroith »

Ein Schatten schlich durch die Festungsmauern. Die Kleidung getaucht in den
Siegelfarben der Eisenwart. Flink und leise. Hinter einer jeden der
zahlreichen Säulen für einen Moment verharrend. Unregelmäßig, auch mal
eine überspringend auf seinem Wege den langen Gang hinunter bis zu den
Fenstern. Neroith wusste, dass dieses Stück das gefährlichste sein würde.
Doch war er zuversichtlich. Er kannte die Pläne der Burg gut. Schließlich
lagen sie in seiner Obhut. Die Wachen würden sich erst in einigen Momenten
wieder vor dem großen Treppenhaus treffen und kreuzen, dann würde er
schon lange wieder weg sein. Der Burgherr hatte ihn nach der Morddrohung
zur eigenen Sicherheit einen Hausarrest erteilt. Verständlich. Würde er doch
gerade in dieser schwierigen Zeit ein großen Loch in der Burg hinterlassen.
Der Schatten sprang weiter. 2, 3 Säulen noch, dann würde er sein Ziel
erreicht haben.

Neroith blickte sich nochmals vergewissernd um. Dann öffnete er das
Fenster und sprach:

Krathor mein Herr und Meister. Lasse meine Robe dein Federkleid sein.
Forme meinen Leib nach dem Ebenbild deiner Boten und gib mir kraftvollen
Schwingen, die mich bis auf das Festland tragen.


Ein kurzer Lichtschwall erhellte den langen Gang. Von Dauer und Helligkeit
einem Blitzschlag ähnelnd. Dabei warfen die Schatten der Säulen
seltsame Schatten an die kalten, massiven Steinwände, welche sich dann
sofort wieder in der Dunkelheit verloren. Ein prachtvoller Rabe kauerte
nun dort, wo eben noch Noctimar; Aeogen stand. Er breitete seine Flügel
aus und unterbrach die nächtliche Stille innerhalb der Mauern mit einem
kraftvollem Krächzen.
Her erhob sich rasch. Machte einen Satz auf den Fenstersims. Einmal noch
schien er sich umzublicken, ehe er dann in die bläulich - schwarze Nachte
empor steig und sich schon bald im Nachtdunkel eintauchte. Der große
Vogel flatterte grob Richtung Norden. In Richtung Berchgards.

[img]http://2.bp.blogspot.com/_o8FUJBYVu70/Sf3PsM9C6yI/AAAAAAAADhA/tdfojSzhEZU/s400/Raven+by+the+Sea+-+full-sm.jpg[/img]
Zuletzt geändert von Neroith am Samstag 11. Juli 2009, 12:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Samira Nailah

Beitrag von Samira Nailah »

Auf dem Weg zum Gemach ihrers Mjeshters kam Samira an dem offenen Fenster vorbei. Der steten Kälte der Ländereien leid, schüttelte sie tadelnd den Kopf und schloss das Fenster. Wer ließ das denn offen? Man würde sich noch den Tod holen bei dem dauernden Luftzug in diesen Gemäuern.
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Neroith
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Registriert: Freitag 31. Oktober 2008, 04:44

Flug

Beitrag von Neroith »

Bisher war es ein anstrengender Flug gewesen. Immer wieder hatten
starke Windböen über dem offenen Meer ihn gefährlich nah hinunter zum
Wasser gedrückt. Endlich war Land in sicht. Das Felsmassiv vor Adoran
schimmerte silbrig im Mondschein. Bald auch wurden die Lichter der
Stadt sichtbar. Es war ein gigantischer Ausblick. Ihm war klar, dass ein
solcher Ausblick wohl den allermeisten verwehrt blieben würde.
Von dieser Höhe aus, schienen die Straßenfackeln und Licht aussendenden
Fenster umzingelt von den starken Mauern wie ein Kessel mit kochendem
Pfirsichsaft zu brodeln. Er spannte die Flügel weit aus. Hier war es
windruhig und irgendwie schien die Wärme der unter ihm liegenden Stadt
ihn zusätzlich an Höhe gewinnen zu lassen. Im Gleitfluge glitt er weiter
über kleine Flüsse, Wälder und weite Flächen. Immer näher kamen die
gewaltigen Berge von Berchgard. Er orientierte sich an den Fackeln, welche
die Schlucht mit dem inne liegendem Tal ausleuchteten und setzte zum
Landeanflug an. Nun, hockend auf der großen Palisade, den Blick gen
Mine gerichtet, verharrte er. Sich sammelnd von der anstrengenden Reise.
Spähend nach einer der Zutaten.

[img]http://de.geocities.com/maik_fiedler/rabenflug.jpg[/img]
Zuletzt geändert von Neroith am Samstag 11. Juli 2009, 13:55, insgesamt 3-mal geändert.
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Valterian de Valshess

Beitrag von Valterian de Valshess »

Immer ein Offenes Auge...

So düster und Finster die Nacht auch sein mag, für einen Magier existiert die Nacht wie es die „unbegabten“ kennen nicht wirklich. Ein Licht Zauber ließ die Nacht für einen „begabten“ stets wie heller Tag erscheinen, nur mit dem Unterschied das oben am Himmel der Mond steht anstatt die blendenden Sonne. Doch in manchen Nächten schwelgte Valterian in Erinnerungen, an Zeiten an welchen die Nacht noch so bedrohlich und Finster wirkte, an Zeiten wo das Schwert seine Waffe war und nicht seine Fähigkeit das Lied der Eluive nach seinem willen manipulieren zu können. Hier hoch oben auf dem Turm stand er, wie so oft und beobachtete, er beobachtete das Geschehen und die Ereignisse auf der Burg Eisenwart. An manchen Tagen konnten die Einwohner der Burg den schwarz verhüllten Magier offen sehen, fast so als wollte er gesehen werden, an anderen Tagen wieder herum sah man von dem Arkorither nichts. Unklar ob er Fort war oder sich einfach nur Verbarg um beobachten zu können, was die Einwohner der Burg wohl taten, wenn Sie das Gefühl haben das der Arkorither fort sei.

Doch so Personen auf der Burg anwesend sind, welche das Lied dieser Welt zu hören vermögen, würden diese Personen von Zeit zu Zeit, selbst an Tagen an welchen man keinen Blick auf den Kriegsmagier des Ordens werfen konnte, erkennen das er da war. Denn immer mal wieder, würde man bemerken das Jemand auf das Lied einwirkt, auf vergewaltigende Art, zu seinem Zwecken benutzt, in welcher Form auch immer dies sein mag. Nie konnte man sich wirklich sicher sein, gerade nicht beobachtet zu werden. Valterian würde weiter an diesem Ort verweilen, hier auf dieser Burg, wo er ein paar Antworten auf seine Fragen sucht.

Der Wechsel der Führung auf Eisenwart war Valterian ein Dorn im Auge, verstand er den ehemaligen Burgherren doch sehr gut. War dieser durch seinen Glauben an Alatar doch leichter zu beeinflussen, zu manipulieren als es wohl sein Nachfolger sein würde. Valterian ging sogar davon aus, das dieser sich sehr bewusst darüber war, verfolgte der Burgherr sicher seine eigenen Zwecke um die Macht eines Arkorithers für sich zu nutzen. Doch nun, Irgendwie hatte Valterian das Gefühl das es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis man Ihn freundlichst von der Burg verweisen würde, denn der neue Burgherr, war leider nicht durch seinen Glauben verblendet. Valterian selbst ist auch ein Gläubiger Alatars, doch an erster Stelle ist er ein Magus der Arkorither und die Interessen des Ordens, nein die Interessen der Maestra überstehen aller anderen Dinge dieser Welt. Jedoch galt es nun erstmal weiter zu beobachten, solange er noch dazu in der Lage ist, um die Antworten zu suchen welchen den Kriegsmagier so sehr beschäftigen.

Und seine letzte Beobachtung in dieser Nacht war, wie ein dunkler Rabe sich langsam in die Lüfte hinauf schwang um seinen Weg durch die Nacht zu wählen. Nicht unbedingt etwas außergewöhnliches, so dieser merkwürdige Lichtschwall vorher nicht gewesen wäre. Zwar konnte er nicht ausmachen woher er kam aus seiner Position auf dem Turm heraus, doch er war da gewesen, da war der Arkorither sich sicher....
Zuletzt geändert von Valterian de Valshess am Samstag 11. Juli 2009, 14:19, insgesamt 1-mal geändert.
Thancred

Beitrag von Thancred »

Lang und schweissreich war die Arbeit in den Tiefen des Berges
denn nur mit Schmerz und Schweiss , mit Fleiss und Wissen
konnte man den Vater des Berges fr die Schätze lohnen, welche er jenen schenkte, die unverzagt Felssturz und Wetterschlag trotzten und in den Gebeinen der Welt nach jenen suchten.

Schlicht, alle Knochen taten ihm weh und er war müde.
Doch er konnte zufrieden sein, Cirmias war grosszügig, und so beklagte er sich auch nicht, als er den schweren Sack zum wer weiss wievielten Male die steile Leiter hochschleppte, als krachend einige Steine von der Höhlendecke fielen, der Sack auf dem Rücken rettete dem Zausel wohl den Pelz,.. denn sonst hätten die faustgrossen Stücke ihn erschlagen die da mit allerlei Kies- und schottergrossem Geröll abgingen

Als sich sein Blick wieder klärte fasste er sich an den Kopf, die roten Flecken an seiner Hand und die Schmerzen im Schädel verrieten ihm dass er wohl noch am Leben sein muste.
Mit Ächzen stemmt er sich hoch und zerrte den Ledersack unter dem Geröll hervor, wankend und mit dem Vorsatz heute s mal mit der mine gut sein lassen zu wollen schleppte er sich zum Kontor

Den Riss im Ledersack und das Funkeln unter dem Geröll bemerkte er dabei wohl nicht.
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Neroith
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Gefunden!

Beitrag von Neroith »

Er hatte lange auf der Palisade kauern müssen. Erst als die Sonne ihr
wärmendes Licht über die Berge ins Tal hiefte, begann langsam das
rege Treiben der Handwerksstadt. Schon zusammen mit den ersten
Sonnenstrahlen machten sich fleißige Bergmannsleut auf die Mine
auszubeuten und dann mit ein paar kümmerlichen Brocken ihre Wurst
und Brot zu feilschen. Neroith hasste es. Wie ein kümmerlicher Stamm
Armeisen wiederholten die meisten Menschen jeden Tag aufs Neue ihre
Aufgabe. So ersetzbar. In ihm brodelte es. Schon bald würde er einige
ihrer Seelen in das Reich der Dunkelheit leiten. So Angst und schrecken
unter den fleißigen schüren und dies nicht nur um Krahtors ungestillten
Durst nach frischen Seelen zu besänftigen, nein auch um nur für einige
Tage sehen zu können, wie das Gewohnte zum Ungewohnten wird.
Doch musste er sich zuerst auf sein eigentliches Ziel kümmern.

Er vergingen weitere Stunden und die Sonne begann langsam von ihrem
höchsten Punkt zu fallen als er plötzlich einen sichtlicht mitgenommenen
Mann aus der Mine kamen sah. Er war verstaubt und schweißgebadet.
Sicherlich hatte er viele Stunden in dem Berge hart geschuftet.
Doch war sein prall gefüllter Ledersack von Interesse. Ein Riss gab die
Sicht auf den Innhalt frei. Neroith peilte die Öffnung an und breitete
gerade seine Schwingen aus um hinunter zu schießen und sich einen
der funkelnden Steine zu greifen, als ein solcher aus dem Riss zu Boden
fiel. Ruckartig veränderte er seinen Flug und stürzte sich auf das
funkelnde Stück. Mit den starken Krallen seines Rabenkörpers war es
ihm dann ein leichtes diesen Brocken zu packen und sich in das
schützende Geäst seines nahmen Baumes zu begeben.
Ein Brocken aus purem Diamant. Neroith war es egal, dass es ein roher
Stein war. So oder so. Nur das Material war von Bedeutung.
In der Ritualsschale würde es den selben Zweck erfüllen.
Und so breitete der Rabe erneut sein prächtiges Gefieder aus und
hob sich schnell in die Lüfte.
Er würde noch vor Einbruch der Nacht wieder in der Eisenwart sein
so ihm das Wetter keinen Strich durch die Rechnung machen würde.

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Zuletzt geändert von Neroith am Sonntag 12. Juli 2009, 14:52, insgesamt 5-mal geändert.
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Neroith
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wieder in der Burg

Beitrag von Neroith »

Die stattlichen Festungsmauern der Eisenwart waren in Sichtweite Gerückt.
Er nahm etwas Geschwindigkeit aus seinem Fluge. Würde er doch die Mauern
einige Male noch umrunden um einen sicheren Landeplatz auszusuchen.

Der schmale Gang zwischen dem Stall und dem Haupthaus wurde
auserwählt. Er war kaum einzusehen und es befanden sich auch keine
Wachen dort in der Nähe. Kaum hatte sein Brocken in den Krallen den
Boden des Weges berührt, erstreckte sich auch schon die menschliche
Gestalt Neroiths sich zwischen den Wänden. Gemächlich neigte er sich
gen Boden und griff nach dem Brocken Diamant. Er lächelte zufrieden
und begab sich ebenso schnell wieder zurück in seine Bibliothek.

"Es fehlen nur noch einige Henkerskappen und die Gebeine eines Dämons.
Dann sollte alles beisammen sein. Ashtar der Burgalchemist sollte dies
sicher in seinen Truhen haben."

Rasch verstaute er den Klumpen in einem kleinen Kästchen, verschloss
dieses und schritt zu den großen steinernen Treppen. Jene würden direkt
vor den Kammern des Alchemisten enden.
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Ashtar Dunyar
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Registriert: Samstag 28. Juni 2008, 04:42

Beitrag von Ashtar Dunyar »

*Ashtar saß an seinem Schreibtisch, vertieft darin, die wundersamen Wirkungen der Kräuter ferner Lande, über welche Samira ihm berichtet hatte, seinen Aufzeichnungen zuzufügen, als ein plötzliches lautes Pochen an der Türe ihn zusammenzucken ließ, so daß sich aus dem Federkiel ein häßlicher Klecks der schwarzen Tinte über seine so sorgsam gefertigten Aufzeichnungen ergoß. Mit einem ungehaltenen Stirnrunzeln erhob er sich, und sein "Herein?" klang ein wenig harscher, als man es von ihm gewohnt sein mochte. Schnell fand er jedoch seinen Gleichmut wieder und begrüßte den Eintretenden in der Art, wie es die Gepflogenheiten der Burg ihm vorschrieben.*

"Der Mauer Schutz, Herr Aeogen. Was kann ich für Euch tun?"
"Der Mauer Schutz, Ashtar! Ich benötige dringend einige Hekerskappen und Gebeine eines Dämons. Ihr habt diese doch sicherlich auf Lager?"

*Mit einem deutlich hörbaren, zischenden Laut atmete Ashtar laut ein, ein Zeichen seines Erstaunens. Schließlich gehörten die Gebeine eines Dämons zu seinen wertvollsten Habseligkeiten, und sein Vorrat daran war mehr als dürftig.*

"Mit solch einer Nachfrage habe ich in der Tat nicht gerechnet. Das ist ein recht kostspieliges Anliegen, welches Ihr da habt. Wozu benötigt Ihr denn solche Dinge?"
*Ein leichtes Lächeln flog über seine Lippen*
"Ihr wollt mir doch nicht etwa in der Kunst der Kräuterforschung Konkurrenz machen?"

"Oh, nein, gewiß nicht. Seid unbesorgt. Ein paar Anschauungsobjekte würden lediglich meinen Studien der alten Bücher dienlich sein."

*Noch immer fiel es Ashtar schwer, sich von diesen kostbaren Reagenzien zu trennen, jedoch hatte Aeogen ihm in der Vergangenheit ebenfalls in sehr großzügiger Weise bei seinen Forschungen geholfen, so daß er ihm diese Bitte kaum abschlagen konnte. Also beugte er sich schweren Herzens zu der großen Truhe hinab, förderte das Gewünschte aus deren Tiefen zutage und reichte es an Aeogen weiter, sorgsam eingehüllt in ein weiches Tuch.*

"Habt Dank, Ashtar. Heil der Eisenwart!"
"Heil der Eisenwart, Herr Aeogen.*

*Noch einmal nickten die beiden sich verabschiedend zu, dann verließ Aeogen das Labor, die Türe leise hinter sich zuziehend, während Ashtar eine kleine Phiole aus einem Regal nahm und den Inhalt mit einem Pinsel vorsichtig über den Tintenfleck in seinem Buch strich, um diesen so gut wie möglich zum Verschwinden zu bringen.*
Zuletzt geändert von Ashtar Dunyar am Sonntag 12. Juli 2009, 19:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Neroith
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Registriert: Freitag 31. Oktober 2008, 04:44

Zufiedenheit

Beitrag von Neroith »

Rasch schloss er die schwere Hozlstüre hinter sich und spurtete die Treppen
wieder hinunter. Ein zufriedener Gesichtsausdruck zierte sein Gesicht.
Nun hatte er alle Bestandteile für das Ritual zusammen. Alle bis auf Eine.
Die wohl wichtigste Zutat für sein Ritual fehlte noch.
In der Aufzeichnung im Buche wurde sie genannt als wenn es eine gänzlich
alltägliche wäre. Es wurde das frische Blut einer unberührten Frau
gefordert. Jenes sei in die Ritualschale zu füllen und nacheinander die
anderen Reagenzien hineinzugeben. Dann, wenn die Frau ihre letzten Züge
aushauchen würde, solle ihre Seele gebannt werden und auf dem Wege in
das Reich der ewigen Finsternis angewiesen werden, die gewünschten
Erinnerungen mit sich zu reißen. Auf das sie dort sicher und nimmer mehr
im Reiche der Lebenden bewusst werden würden. Er würde sich bald um
ein geeignetes Weib kümmern. Doch zuerst musste er seine Brüder und
Schwestern informieren. Er brauchte ihre Hilfe. War er doch noch nicht in
der Lage allein eine Seele bannen und sie zu instruieren. Hierfür würde
er die Kraft der Gemeinschaft nutzen müssen.
btw. : Ruhm und Ehre der Eisenwart!

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Neroith
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Registriert: Freitag 31. Oktober 2008, 04:44

bald...

Beitrag von Neroith »

Schon sehr bald würde es soweit sein. Nun hatte er alles beisammen.
Alle Vorbereitungen waren getroffen und seine Brüder und Schwestern
instruiert. Einige hatte er noch überzeuge müssen doch schlussendlich waren
sie alle bereit gewesen sich an dem Ritual zu beteiligen.
Er horchte auf.
Der bittere Klag eines weinenden Mädchens hallte von den massiven
Steinwänden bis zu ihm in seine Bibliothek. In der Zelle am Ende des
langen Ganges kauerte schluchzend eine junge Frau und klagte jämmerlich.

Sie kam Neroith wie gerufen. Ihr vergehen war es gewesen sich der Früchte
auf den Höfen der Eisenwart zu bedienen. Eine der Wachen hatte sie bei
ihrem Diebeszug ertappt und zur zeitweiligen Verwahrung in den Kerker
geworfen. Sie würde nicht vermisst werden in den Burgmauern und sicher
würde sie ihm bereitwillig folgen so er ihr die Freiheit versprechen würde.

Neroith breitete ein weites Tuch auf seinem ungewöhnlich aufgeräumten
Tisch aus und platzierte auf diesen die Reagenzien und das schwarze buch.
Er öffnete eine Schublade seines Schreibtisches und holte eine Schale
sowie einige Kerzen hervor. Auch jene wurden behutsam auf dem Tuche
platziert. Dann nahm er die Ecken des Tuches und vereinte sie mit einem
Knoten.
Mit schnellen Schritten machte er sich auf. Den Gang zum Verlies folgend,
mit dem Bündel in seiner Hand. Kurz vor den Gittern blieb er
stehen.

"Möchtest du deine Freiheit wiedererlangen und deine Straftat vergessen
wissen?"

Eifrig Nickte die junge Frau und fing sich langsam. Vom Funken der
Hoffnung scheinbar motiviert wischte sie sich die Tränen aus dem Gesicht
und drückte sich an der Wand hinauf. Ängstlich wirkend kam sie einige
Schritte auf die freiheitsverwärenden Gitterstäbe zu.

"So folge mir und keinen Laut!, mahnt er, "sonst wirst du auf ewig diese
nassen Wände dein Heim nennen dürfen"

Neroith legte einen schweren Schalter um. Knirschend und blechend
schob sich die Türe zu ihrer Zelle auf und die zierliche Dame trat hinaus.

"So komm und folge mir. Ich werde dich an einen Ort bringen wo du von
deinen Fesseln befreit sein wirst"

[img]http://fc09.deviantart.com/fs24/f/2008/017/1/1/Drow_girls_never_cry__by_the_second_blueL.jpg[/img]
Zuletzt geändert von Neroith am Samstag 18. Juli 2009, 19:59, insgesamt 1-mal geändert.
btw. : Ruhm und Ehre der Eisenwart!

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