Ein Lebenswandel
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Laviana Lloris
Ein Lebenswandel
Feli wollte an diesen Abend, wie die vorherigen wieder zurück zu Lili. Immerhin hatte sie ja versprochen, vor Einbruch der Dunkelhiet zurück zu sein. Nur... wo war sie hier eigentlich? Nachdenklich glitt ihr Blick durch die Straßen des kleinen Dorfes in das sie eben gelangte. Die Sonne stand schon tief am Himmel. Sie wollte eigentlich nur ein wenig durch den Wald streunen, die Gegend erkundigen. So wie sie es immer tat. Doch diesmal hatte sie sich offensichtlich verirrt. Zweifelnd lies sie den Blick streifen. Nun ja, irgendwo würde sie eine Kutsche finden, die sie zu einem ihr bekannten Ort bringen würde.
Suchend schlich sie im Schein der untergehenden Sonne durch die Straßen. Eine Kutsche konnte sie nicht entdecken. Vielleicht auf der anderen Seite des Dorfes?
Gerade als sie an einem der Häuser vorbei lief, öffnete sich knarzend eine Tür und aus dem Dunkel griffen zwei Arme nach ihr. Ehe sie sich versah, wurde sie in die Dunkelheit des kleinen Zimmers gezerrt. Eine grobe Hand vor ihrem Mund hinderte einen überraschten Aufruf.
"Rück all dein Gold raus Kleine und dir passiert nichts." Klang die Stimme einer zweiten Person aus dem Dunkel. Nur mühsam gewöhnten sich ihre Augen an das Zwielicht im Raum. Noch ehe sie irgendetwas machen konnte, wurde ihr ihre Tasche abgenommen und auf den Boden geschüttet. Einzelne Münzen klimperten über den Boden.
"Das lohnt sich aber nicht Kleine." Verärgert über die schmale Ausbeute, schlug der eine Dieb, der sie eben noch festgehalten hatte ins Gesicht.
Die alte Angst kroch in Felicitas wieder hoch. Sollte sie wieder an Menschen geraten sein, die ihr nur Übles wollten. Einer der Männer entfachte eine Kerze im Raum und sie konnte die Gesichter der beiden entdecken.
"Du bist ja echt noch ein Kind" Mit einem weiteren Blick musterte er ihre abgetragene, ärmliche Kleidung.
"Was machst du so spät noch auf den Straßen Kind? Hast du keine Eltern? Nein, hast du wohl nicht." Er gab ihr keine Zeit zum antworten und wendete sich nun an seinen Kumpanen. Felicitas am Arm festhaltend. "Was meinst du, das Gör könnte und noch nützlich sein, oder?" Dieser nickte nur schweigend, woraufhin sich der erste wieder zu Felicitas wendete, sich auf ein Knie stützte - so dass er mit ihr auf Augenhöhe war.
"Wenn du keinen Ärger mit uns bekommen willst, hörst du jetzt ganz genau zu."
Felicitas wollte keinen Ärger und sie lauschte seinen Worten. Hörte die Bedingungen, dass sie keinen Ärger bekam und irgendwann wieder gehen konnte. Sie sollte stehlen. Passanten auf der Strasse die Goldbeutel entwenden. Die beiden würden aufpassen, dass sie sich anstrengte, sie sollte gar nicht daran denken die beiden zu hintergehen. Schwer schluckend nahm sie die Drohungen zur Kenntnis.
Wie kam sie aus der lage nur wieder raus?
Suchend schlich sie im Schein der untergehenden Sonne durch die Straßen. Eine Kutsche konnte sie nicht entdecken. Vielleicht auf der anderen Seite des Dorfes?
Gerade als sie an einem der Häuser vorbei lief, öffnete sich knarzend eine Tür und aus dem Dunkel griffen zwei Arme nach ihr. Ehe sie sich versah, wurde sie in die Dunkelheit des kleinen Zimmers gezerrt. Eine grobe Hand vor ihrem Mund hinderte einen überraschten Aufruf.
"Rück all dein Gold raus Kleine und dir passiert nichts." Klang die Stimme einer zweiten Person aus dem Dunkel. Nur mühsam gewöhnten sich ihre Augen an das Zwielicht im Raum. Noch ehe sie irgendetwas machen konnte, wurde ihr ihre Tasche abgenommen und auf den Boden geschüttet. Einzelne Münzen klimperten über den Boden.
"Das lohnt sich aber nicht Kleine." Verärgert über die schmale Ausbeute, schlug der eine Dieb, der sie eben noch festgehalten hatte ins Gesicht.
Die alte Angst kroch in Felicitas wieder hoch. Sollte sie wieder an Menschen geraten sein, die ihr nur Übles wollten. Einer der Männer entfachte eine Kerze im Raum und sie konnte die Gesichter der beiden entdecken.
"Du bist ja echt noch ein Kind" Mit einem weiteren Blick musterte er ihre abgetragene, ärmliche Kleidung.
"Was machst du so spät noch auf den Straßen Kind? Hast du keine Eltern? Nein, hast du wohl nicht." Er gab ihr keine Zeit zum antworten und wendete sich nun an seinen Kumpanen. Felicitas am Arm festhaltend. "Was meinst du, das Gör könnte und noch nützlich sein, oder?" Dieser nickte nur schweigend, woraufhin sich der erste wieder zu Felicitas wendete, sich auf ein Knie stützte - so dass er mit ihr auf Augenhöhe war.
"Wenn du keinen Ärger mit uns bekommen willst, hörst du jetzt ganz genau zu."
Felicitas wollte keinen Ärger und sie lauschte seinen Worten. Hörte die Bedingungen, dass sie keinen Ärger bekam und irgendwann wieder gehen konnte. Sie sollte stehlen. Passanten auf der Strasse die Goldbeutel entwenden. Die beiden würden aufpassen, dass sie sich anstrengte, sie sollte gar nicht daran denken die beiden zu hintergehen. Schwer schluckend nahm sie die Drohungen zur Kenntnis.
Wie kam sie aus der lage nur wieder raus?
- Liliana van Drachenfels
- Beiträge: 723
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Besorgt blickte Lili die Straße hinunter. Es war schon dunkel geworden aber keine Spur von Felicitas. Sie wußte genau daß sie zu Hause sein mußte, wenn es dunkel geworden war und hatte dies bisher auch eingehalten. Wo kannte sie nur sein? Sie lief rüber zum Haus von Mia, doch dort war sie auch nicht. Sie lief zurück zum Heilerhaus und dort sattelte sie ihr Pferd. Sie ritte die Strassen Adoran's ab, rief nach ihr und hielt Auschau nach ihr. Einige Passanten befragte sie, dockh niemand hatte Felicitas gesehen. So lenkte sie ihr Pferd zur Stadt heraus, ritt sogar bis Bajard und fragte dort jedermann nach ihr, doch leider ebenfalls ohne Erfolg.
Betrübt ritt sie heim, hoffend Felicitas nun dort anzutreffen doch Kliara teilte ihr sogleich mit daß sie nicht zurück gekommen sei. Sie ging zu Bett, doch fand sie keinen Schlaf. Zusehr machte sie sich Sorgen darüber was Felicitas zugestossen sein könnte.
Betrübt ritt sie heim, hoffend Felicitas nun dort anzutreffen doch Kliara teilte ihr sogleich mit daß sie nicht zurück gekommen sei. Sie ging zu Bett, doch fand sie keinen Schlaf. Zusehr machte sie sich Sorgen darüber was Felicitas zugestossen sein könnte.

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Laviana Lloris
Die Nacht verbrachte sie weitesgehend schlaflos auf einem provisorischen lager in einem kleinen angrenzenden Raum. Die Tür war hinter ihr fest verschlossen worden. Ein wenig überflüssig, sie hätte eh nicht den Mut gehabt an den beiden Räubern im Vorraum vorbei nach draussen zu schleichen.
Sie hatte sich der Situation gefügt, immerhin wurde ihr in Aussicht gestellt, dass sie gehen könne, wenn sie genug Gold heran geschafft hatte.
Am nächsten Morgen durfte sie ihr Können auf dem hiesigen Marktplatz unter Beweis stellen. Die beiden Räuber standen abseits des Getümmels und behielten ein Auge auf das kleine Mädchen. Es dauerte auch nicht Lange und Felicitas konnte die erste Möglichkeit entdecken an etwas Gold zu kommen. Eine Frau an einem Stand mit Obst und Gemüse und allerlei anderen Zeug war so sehr im Gespräch mit ihrem Gegenüber vertieft, dass sie den halb geöffneten Rucksack nicht bemerkte.
Unauffällig schlich sich Felicitas näher und tat so, als würde sie sich die Auslagen an dem Stand genauer ansehen. Schritt für Schritt näherte sie sich dem Rucksack. Vorsichtig und mit leicht zitternden Fingern machte sie sich an der Schlaufe zu schaffen. Es gelang ihr auch den Rucksack unbemerkt weiter zu öffnen. Noch einmal holte sie tief Luft und griff dann hastig - zu hastig in den Rucksack und umklammerte den gut gefüllten Beutel.
Die Frau hatte den Zug an ihrem Gepäckstück bemerkt und drehte sich zu ihr rum. Felicitas blickte sie mit vor Schrecken geweiteten Augen an, ehe sie die Beine in die Hand nahm und so schnell es ging im Getümmel wieder untertauchte.
"He..du hast..." Verdattert schaute die Frau dem flüchtenden Mädchen hinterher, ehe sie die Situation richtig einordnen konnte.
"DIEB! Haltet Sie" Die Kleine hat mich bestohlen!". Doch Felicitas war bereits im Getümmel verschwunden. Auf der anderen Seite des Marktplatzes wurde sie von einem der Räuber unsanft gestoppt und etwas abseits gezogen. Er schimpfte mit leiser, für sie gut hörbaren Stimme auf sie ein, dass sie sich mehr konzentrieren solle. So, könne sie nie Erfolg haben und würde statt wieder gehen zu können im Kerker landen.
Das wollte Felicitas nicht. Schluckend nahm sie die Drohung zur Kenntnis. Allerdings beruhigte sich der Räuber wieder, als Feli ihm die Beute in die Hand drückte.
"Komm mit zurück zum Haus, das reicht für heute - Du hast genug Aufmerksamkeit erregt. Wir werden deine Haare abschneiden, wahrscheinlich suchen sie die nächsten Tage nach einem Mädchen."
Er schob sie mit einem abschätzenden Blick vor sich her. Mit den richtigen Klamotten würde man das Gör gewiss als Junge erscheinen lassen können.
Sie hatte sich der Situation gefügt, immerhin wurde ihr in Aussicht gestellt, dass sie gehen könne, wenn sie genug Gold heran geschafft hatte.
Am nächsten Morgen durfte sie ihr Können auf dem hiesigen Marktplatz unter Beweis stellen. Die beiden Räuber standen abseits des Getümmels und behielten ein Auge auf das kleine Mädchen. Es dauerte auch nicht Lange und Felicitas konnte die erste Möglichkeit entdecken an etwas Gold zu kommen. Eine Frau an einem Stand mit Obst und Gemüse und allerlei anderen Zeug war so sehr im Gespräch mit ihrem Gegenüber vertieft, dass sie den halb geöffneten Rucksack nicht bemerkte.
Unauffällig schlich sich Felicitas näher und tat so, als würde sie sich die Auslagen an dem Stand genauer ansehen. Schritt für Schritt näherte sie sich dem Rucksack. Vorsichtig und mit leicht zitternden Fingern machte sie sich an der Schlaufe zu schaffen. Es gelang ihr auch den Rucksack unbemerkt weiter zu öffnen. Noch einmal holte sie tief Luft und griff dann hastig - zu hastig in den Rucksack und umklammerte den gut gefüllten Beutel.
Die Frau hatte den Zug an ihrem Gepäckstück bemerkt und drehte sich zu ihr rum. Felicitas blickte sie mit vor Schrecken geweiteten Augen an, ehe sie die Beine in die Hand nahm und so schnell es ging im Getümmel wieder untertauchte.
"He..du hast..." Verdattert schaute die Frau dem flüchtenden Mädchen hinterher, ehe sie die Situation richtig einordnen konnte.
"DIEB! Haltet Sie" Die Kleine hat mich bestohlen!". Doch Felicitas war bereits im Getümmel verschwunden. Auf der anderen Seite des Marktplatzes wurde sie von einem der Räuber unsanft gestoppt und etwas abseits gezogen. Er schimpfte mit leiser, für sie gut hörbaren Stimme auf sie ein, dass sie sich mehr konzentrieren solle. So, könne sie nie Erfolg haben und würde statt wieder gehen zu können im Kerker landen.
Das wollte Felicitas nicht. Schluckend nahm sie die Drohung zur Kenntnis. Allerdings beruhigte sich der Räuber wieder, als Feli ihm die Beute in die Hand drückte.
"Komm mit zurück zum Haus, das reicht für heute - Du hast genug Aufmerksamkeit erregt. Wir werden deine Haare abschneiden, wahrscheinlich suchen sie die nächsten Tage nach einem Mädchen."
Er schob sie mit einem abschätzenden Blick vor sich her. Mit den richtigen Klamotten würde man das Gör gewiss als Junge erscheinen lassen können.
Zuletzt geändert von Laviana Lloris am Montag 15. Juni 2009, 16:10, insgesamt 2-mal geändert.
- Marye Larou
- Beiträge: 190
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Nachdenklich betrachtete Marye das Kind und beschloß der Sache nachzugehen, doch leider verlor sie das Mädchen im Gewimmel des Marktes und sie mochte sowieso keine Orte wo sich so viele fremde Menschen aufhielten. So zog sie sich wieder in den Wald zurück.
Zuletzt geändert von Marye Larou am Dienstag 16. Juni 2009, 21:20, insgesamt 1-mal geändert.
Alle sind gleich.. aber ein paar sind gleicher!
Die Realität ist beschissen genug, da muß ein Fantasy Online-Rollenspiel nicht auch noch realistisch sein!
Die Realität ist beschissen genug, da muß ein Fantasy Online-Rollenspiel nicht auch noch realistisch sein!
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Laviana Lloris
Sie war am nächsten Tag kaum wieder zu erkennen. Die Haare waren struppig kurz geschnitten, die Sachen bestanden aus einer alten - aber noch recht gut erhaltenen Hose und einem Hemd, dass ihr viel zu groß war. Aber Ärmel konnte man hochkrempeln und das, was zu lang war konnte man in die Hose stecken. Es hat Feli zwar nicht gefallen, dass sie derart umgestaltet wurde, nur traute sie sich auch nicht zu protestieren. Kommentarlos fügte sie sich, sie wollte keinen Ärger auf sich ziehen.
Der Marktplatz war an diesem Tage deutlich leerer als zuvor, die Händler preisten ihre waren auch eher lustlos an. Die vorhandenen potentiellen Kunden wussten wohl, was sie wollten. Ziellos ging die Kleine wieder auf Diebestour. Um den Stand vom Tag zuvor machte sie lieber einen großen Bogen. Auch wenn das Obst auf den Auslagen sehr gut aussah und sie sich selber was zu Essen besorgen sollte, wenn sie etwas frischeres als das matschige Obst der letzten Tage. So solle sie angehalten werden sich etwas mehr anzustrengen, waren die knappen Worte.
Leise seufzend schlich sie über den Marktplatz und zupfte sich immer wieder an den ungewohnten Sachen herum. Nach einigen Minuten hatte sie zumindest 2 Brötchen gegen den Hunger ergaunert. Und ihr war zumindest nicht aufgefallen, dass sie jemand beobachtete. Sie setzte sich etwas abseits des Marktes und aß die Brötchen. Nachdenklich strich ihr Blick zu den vorbeilaufenden Leuten. Als sie ein potentielles Opfer mit gut gefüllten Goldbeutel erkannte, stand sie langsam auf und folgte ihm. Es war ein junger Mann, er trug eine leichte Rüstung und ein für sie doch recht beeindruckend aussehendes Schwert trug. Wie sollte sie es anstellen? Verunsichert blieb sie stehen, ehe sie all ihren Mut zusammen nahm und rannte los. Sie rannte den Mann fast um, doch der stand wie ein Fels in der Brandung, sie dagegen war eher das Schilfrohr in der Brandung und fiel zur Seite auf den Boden.
Sie rollte ein Stück über den staubigen Boden, bevor sie hastig eine Entschuldigung murmelte.
"Tut mir leid werter Herr, ich habe nicht aufgepasst." Sie stützt sich mit den Händen nach hinten ab - den Beutel unauffällig unter ihrer Hand verbergend. Der Krieger starrte den dreckigen "Jungen" erzürnt an.
"Es tut mir aufrichtig leid, kann ich mein Versehen irgendwie wieder gut machen?" Sie meinte die Entschuldigung von Herzen ernst. Es tat ihr leid ihn angerempelt und vor allem ihn bestehlen zu haben. Sie senkte den Blick und traute sich nicht weiter ihn anzusehen. Er interpretierte ihr Verhalten in so weit richtig, dass sie wohl ehrlich beschämt war. Auch wenn er solche dreckigen Straßengören nicht leiden konnte, konnte er einem Kind doch nicht ernsthaft böse sein. Er nickte ihr nur kurz zu. "Schon gut, Junge." und wandte sich ab.
Erleichtert atmete Feli durch und erhob sich als der Krieger weg war. Der Beutel war gut gefüllt - konnte sie feststellen, als sie ihn verstaute. Vorsichtig sah sie sich um, ob sie jemand bemerkt hatte. Zwar schauten einige Marktbesucher zu ihr, aber keiner schien sich weiter um sie zu kümmern - zumindest bemerkte sie es nicht. Sie drehte sich um und schlenderte zurück zu der Gasse, wo die beiden Räuber schon auf sie warteten.
Am Abend, nach dem für sie anstrengenden Tag saß sie wieder in der besseren Besenkammer und wünschte sich leise zurück nach Adoran zu Lili. Oder auch zu Naischa. Es wäre schön wieder an einem Ort zu sein, wo sie willkommen war.
Der Marktplatz war an diesem Tage deutlich leerer als zuvor, die Händler preisten ihre waren auch eher lustlos an. Die vorhandenen potentiellen Kunden wussten wohl, was sie wollten. Ziellos ging die Kleine wieder auf Diebestour. Um den Stand vom Tag zuvor machte sie lieber einen großen Bogen. Auch wenn das Obst auf den Auslagen sehr gut aussah und sie sich selber was zu Essen besorgen sollte, wenn sie etwas frischeres als das matschige Obst der letzten Tage. So solle sie angehalten werden sich etwas mehr anzustrengen, waren die knappen Worte.
Leise seufzend schlich sie über den Marktplatz und zupfte sich immer wieder an den ungewohnten Sachen herum. Nach einigen Minuten hatte sie zumindest 2 Brötchen gegen den Hunger ergaunert. Und ihr war zumindest nicht aufgefallen, dass sie jemand beobachtete. Sie setzte sich etwas abseits des Marktes und aß die Brötchen. Nachdenklich strich ihr Blick zu den vorbeilaufenden Leuten. Als sie ein potentielles Opfer mit gut gefüllten Goldbeutel erkannte, stand sie langsam auf und folgte ihm. Es war ein junger Mann, er trug eine leichte Rüstung und ein für sie doch recht beeindruckend aussehendes Schwert trug. Wie sollte sie es anstellen? Verunsichert blieb sie stehen, ehe sie all ihren Mut zusammen nahm und rannte los. Sie rannte den Mann fast um, doch der stand wie ein Fels in der Brandung, sie dagegen war eher das Schilfrohr in der Brandung und fiel zur Seite auf den Boden.
Sie rollte ein Stück über den staubigen Boden, bevor sie hastig eine Entschuldigung murmelte.
"Tut mir leid werter Herr, ich habe nicht aufgepasst." Sie stützt sich mit den Händen nach hinten ab - den Beutel unauffällig unter ihrer Hand verbergend. Der Krieger starrte den dreckigen "Jungen" erzürnt an.
"Es tut mir aufrichtig leid, kann ich mein Versehen irgendwie wieder gut machen?" Sie meinte die Entschuldigung von Herzen ernst. Es tat ihr leid ihn angerempelt und vor allem ihn bestehlen zu haben. Sie senkte den Blick und traute sich nicht weiter ihn anzusehen. Er interpretierte ihr Verhalten in so weit richtig, dass sie wohl ehrlich beschämt war. Auch wenn er solche dreckigen Straßengören nicht leiden konnte, konnte er einem Kind doch nicht ernsthaft böse sein. Er nickte ihr nur kurz zu. "Schon gut, Junge." und wandte sich ab.
Erleichtert atmete Feli durch und erhob sich als der Krieger weg war. Der Beutel war gut gefüllt - konnte sie feststellen, als sie ihn verstaute. Vorsichtig sah sie sich um, ob sie jemand bemerkt hatte. Zwar schauten einige Marktbesucher zu ihr, aber keiner schien sich weiter um sie zu kümmern - zumindest bemerkte sie es nicht. Sie drehte sich um und schlenderte zurück zu der Gasse, wo die beiden Räuber schon auf sie warteten.
Am Abend, nach dem für sie anstrengenden Tag saß sie wieder in der besseren Besenkammer und wünschte sich leise zurück nach Adoran zu Lili. Oder auch zu Naischa. Es wäre schön wieder an einem Ort zu sein, wo sie willkommen war.
- Liliana van Drachenfels
- Beiträge: 723
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Am nächsten Tag reiste sie viel umher. Sie hatte einige Aushänge vorbereitet , diese sogar mit einer Skizze versehen und brachte diese an vielen belebten Orten in Adoran, Berchgard, Bajard und auch Lameriast an.
Zehn Kronen sind ausgelobt für den der mir etwas über den Aufenthaltsort dieses Kindes Auskunft geben kann, stand in großen Buchstaben über Felicita's Skizze.
Dadrunter beschrieb noch eine kleine Skizze den Weg zum Heilerhaus in Adoran.
Zehn Kronen sind ausgelobt für den der mir etwas über den Aufenthaltsort dieses Kindes Auskunft geben kann, stand in großen Buchstaben über Felicita's Skizze.
Dadrunter beschrieb noch eine kleine Skizze den Weg zum Heilerhaus in Adoran.

- Mia Mailinn Faris
- Beiträge: 17
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
"Susi und Felicitas suchen" lautete die Aufgabe. Zusammen mit ihrem Fuxerl machte sich Mia auf die Suche nach den beiden Ausreissern. Sie hoffte ja, dass sie Felicitas schneller finden würde als Susi. Schließlich konnte sich die Katze gut in jeder Baumkrone verstecken. Felicitas würde sich ihr doch zu erkennen geben, wenn sie Mia erblicken würde, hoffte Mia zumindest. Mia suchte zunächst an allen "Geheimplätzen", die sie kannte. Mit dem Hündchen an der Leine, der ihr wohl eher schlecht als recht folgen wollte, schlenderte sie zunächst dem Hafen entgegen. Am Hafen gab es nämlich einige Geheimplätze. Das wäre einmal der Feuerplatz am Zaun davor, dann das große Kistenlager und - nicht zu vergessen - die Taverne, in der es keinen Wirt gibt - ein guter Besprechungsplatz für geheime Sachen. Ganz leise war sie an den Plätzen gewesen um ein eventuelles Maunzen oder Rascheln oder Rufen nicht zu überhören. Natürlich hatte sie auch hinter jedem Kistenstapel nachgesehen, ob sich da nicht doch jemand versteckt. Doch sie hatte leider keinen Erfolg.
Weiter ging die Suche im Gartenhaus hinter dem großen leerstehenden Haus gegenüber der Heilerstube, dem Kistenlager bei der Mine und bei der kleinen Sitzecke hinter dem Gardestall, doch nirgends hatte sie Erfolg. Auch der kleine Fuxerl wurde schön langsam müde und wollte getragen werden. Seufzend hob sie ihn hoch, er kuschelte sich an ihre Schulter und weiter ging die Suche. Bei dem "Spaziergang"wurden ihre Beine auch immer müder. Der Hund hatte doch ganz schön zugelegt in den letzten Monaten. Zuletzt sah sie noch im Pferdeunterstand von Yette und Antonio nach. Vielleicht hatte sich die Katze ja in die Wärme des Strohs zurückgezogen…wieder nichts. Schön langsam war sie ein wenig demotiviert. Irgendwo musste sie ja einen der beiden finden. Vor die Stadt durfte sie ja im Moment nicht, da musste sie doch wenigstens in Adoran alle Plätze absuchen. Die Geheimplätze waren schließlich ein gutes Versteck und Felicitas kannte wahrscheinlich nicht alle dieser Plätze aber vielleicht doch einige. Als sie schließlich alle Geheimplätze, die sie kannte durch hatte, versuchte sie noch sämtliche Bäume in Adoran abzuklappern um Tante Lili wenigstens die Katze wieder bringen zu können. Mittlerweile schnarchte ihr der Hund sogar schon in die Ohren, was Mia noch mehr die Nerven raubte. Leider war ihre ganze Suchaktion deutlich daneben gegangen. Niemanden der Gesuchten konnte sie finden. Sie setzte sich müde auf ihr Bett, streifte die Schuhe ab und Fuxerl kuschelte sich in Mias Decke. Nur um ein wenig zu rasten, legte auch Mia ihr lockiges Köpfchen auf den Polster..nur einen Moment die Augen schließen...da war sie auch schon eingeschlafen. Die Suche müsste wohl an einem anderen Tag fortgesetzt werden.
Weiter ging die Suche im Gartenhaus hinter dem großen leerstehenden Haus gegenüber der Heilerstube, dem Kistenlager bei der Mine und bei der kleinen Sitzecke hinter dem Gardestall, doch nirgends hatte sie Erfolg. Auch der kleine Fuxerl wurde schön langsam müde und wollte getragen werden. Seufzend hob sie ihn hoch, er kuschelte sich an ihre Schulter und weiter ging die Suche. Bei dem "Spaziergang"wurden ihre Beine auch immer müder. Der Hund hatte doch ganz schön zugelegt in den letzten Monaten. Zuletzt sah sie noch im Pferdeunterstand von Yette und Antonio nach. Vielleicht hatte sich die Katze ja in die Wärme des Strohs zurückgezogen…wieder nichts. Schön langsam war sie ein wenig demotiviert. Irgendwo musste sie ja einen der beiden finden. Vor die Stadt durfte sie ja im Moment nicht, da musste sie doch wenigstens in Adoran alle Plätze absuchen. Die Geheimplätze waren schließlich ein gutes Versteck und Felicitas kannte wahrscheinlich nicht alle dieser Plätze aber vielleicht doch einige. Als sie schließlich alle Geheimplätze, die sie kannte durch hatte, versuchte sie noch sämtliche Bäume in Adoran abzuklappern um Tante Lili wenigstens die Katze wieder bringen zu können. Mittlerweile schnarchte ihr der Hund sogar schon in die Ohren, was Mia noch mehr die Nerven raubte. Leider war ihre ganze Suchaktion deutlich daneben gegangen. Niemanden der Gesuchten konnte sie finden. Sie setzte sich müde auf ihr Bett, streifte die Schuhe ab und Fuxerl kuschelte sich in Mias Decke. Nur um ein wenig zu rasten, legte auch Mia ihr lockiges Köpfchen auf den Polster..nur einen Moment die Augen schließen...da war sie auch schon eingeschlafen. Die Suche müsste wohl an einem anderen Tag fortgesetzt werden.
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Laviana Lloris
Wie lange machte sie das jetzt schon? Eine Woche? Zwei Wochen? Sie konnte zwar nicht sagen, dass es ihr hier schlecht ging. Niemand tat ihr was solange sie Beute mit zurück brachte. Sie hatte ein Lager für die Nacht und nahm sogar langsam wieder an Gewicht zu, da sie sich bei den Diebeszügen als erstaunlich geschickt bewies. Wohl fühlte sie sich hier dennoch nicht. Niemand redet mehr als nötig mit ihr und sie wusste, dass sie nur als Werkzeug diente. Sie hatte sich mittlerweile auch an die Jungensachen und die struppig kurzen Haare gewöhnt. Es gab zwei Ablaufschemata, die sie gelernt hatte. Zum einen das Klauen der Goldbeutel aus Taschen. Das war die kompliziertere Art, da die Tasche erst geöffnet werden musste und sie dann auf gut Glück nach dem gewünschten Objekt suchen musste. Die Gefahr war groß, dass jemand das Wühlen in der Tasche bemerkte, es war recht langwierig. Für die zweite erlernte Methode hatte sie eigens einen flachen Dolch bekommen, der zur Spitze hin in einem Bogen verlief. So konnte man problemlos Schnüre und andere Halterungen für die Beutel am Gürtel durchtrennen. Es ging schnell und außer einem kleinen Ruck und eben den Verlust des Gewichtes des Beutels merkte das Opfer nichts. Meistens reichte ein kurzer Anrempler aus, und sie hatte die Beute sicher in der Hand.
Die zuletzt genannte Variante wollte sie am nächsten Tag auch einsetzen. Der Markt war gut besucht und bald hatte sie jemanden entdeckt, der den Beutel gut sichtbar am Gürtel trug. Der Mann war groß und dunkel gekleidet. Jedoch, war das hier auf dem Markt keine Besonderheit. So schaute sie ihn nicht genauer an und ihr fiel auch nicht auf, dass sie früher schon einmal auf ihn getroffen war und ihm sogar ihren Namen verraten hatte. Sie blieb erst noch in sicherer Entfernung stehen und wartete, dass er seinen Weg in ihre Richtung fortsetzte. Angespannt umschloss sie ihren Dolch mit der Hand, so dass man ihn von Weitem nicht sehen konnte. Bald war er nah genug heran, dass sie sich ohne großes Aufsehen zu erregen nähern konnte - sie setzte einfach ihren Weg fort. Das Gedränge war groß genug, dass ein kurzes Anrempeln nicht weiter auffallen sollte. Sie atmete noch mal kurz durch und kämpfte ihre Nervosität nieder. Dann ging sie los - nur kurz war der Kontakt, als sie seitlich an den Mann herantrat. Ihre Hand schnellte möglichst unauffällig vor um den Beutel vom Gurt zu trennen. […]
Die zuletzt genannte Variante wollte sie am nächsten Tag auch einsetzen. Der Markt war gut besucht und bald hatte sie jemanden entdeckt, der den Beutel gut sichtbar am Gürtel trug. Der Mann war groß und dunkel gekleidet. Jedoch, war das hier auf dem Markt keine Besonderheit. So schaute sie ihn nicht genauer an und ihr fiel auch nicht auf, dass sie früher schon einmal auf ihn getroffen war und ihm sogar ihren Namen verraten hatte. Sie blieb erst noch in sicherer Entfernung stehen und wartete, dass er seinen Weg in ihre Richtung fortsetzte. Angespannt umschloss sie ihren Dolch mit der Hand, so dass man ihn von Weitem nicht sehen konnte. Bald war er nah genug heran, dass sie sich ohne großes Aufsehen zu erregen nähern konnte - sie setzte einfach ihren Weg fort. Das Gedränge war groß genug, dass ein kurzes Anrempeln nicht weiter auffallen sollte. Sie atmete noch mal kurz durch und kämpfte ihre Nervosität nieder. Dann ging sie los - nur kurz war der Kontakt, als sie seitlich an den Mann herantrat. Ihre Hand schnellte möglichst unauffällig vor um den Beutel vom Gurt zu trennen. […]
- Liliana van Drachenfels
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- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
[...] und sackte auch in ihre Hand, auf dass Sie schnellst möglich von dannen ziehen konnte. Er klimperte und war schwer, dies müsse ein großer Schatz mit vielen Goldmünzen sein.
Wer weiß, wielang und wohin sie rannte, doch entschwand Sie in eine sehr dunkle Ecke in der entlegensten Seitenstraße am Rahaler Hafenviertel. Dort, wo sich kein normaler Mensch hintrauen würde.
Begierig und voller Vorfreude öffnete Sie den Beutel, schon im Gedanken fragend, was Sie alles darin finden würde, welch Reichtümer Sie an Land bekam.
Arm sah jener großgewachsene Mann nicht aus. Gänzlichst in Schwarz gekleidet in einer schwarz, leicht glänzenden Lederrüstung aus Drachenschuppen.
Ja, solch armer Tölpel würde nicht glauben, dass man ihn beraubte, dass ein junges Mädchen sich den Beutel schnappen würde, den Malachai um seinen Gürtel angebunden hatte.
Ja, jener Tropf, der nur über den Markt schlenderte, um Zeit zu vertreiben, bis er seinen Termin einhalten würde.
Vorsichtig zog Sie das Bändchen des Beutels auf, ihre Augen mögen strahlen, als Sie dann das Gesicht verzieht und den Beutel entlerrte.
Runde, glatte Metallscheiben fielen hinab, auf den Boden klimpert. Einfaches Eisen, keine Münzen, nichts wertvolles.
"Du solltest nicht immer nach dem offensichtlichen Schauen und wirklich glauben, dass ein jeder seinen Schatz so einfach an seinen Gürtel gebunden hätte."
Die raue Stimme liess Sie wohl aufschrecken, eilends blickte Sie sich in jener spärlich beleuchteten Gasse um, als jene, schwarzgekleidete Person näher trat.
Was mag Sie gefühl haben in jenen Momenten?
Angst, nun gerichtet zu werden für ihre Diebstouren?
"Und vorallem, lasse dich von deiner eigenen Gier nicht leiten."
Der Schatten lichtet sich von seinem Körper, die Sonne gleitet hinab, bis Sie das Gesicht freilegt und vorallem die lange Narbe am Auge erkennbar wird. Vielleicht mag Felicitas nun jetzt erkennen, wer der Mann ist, den Sie ausrauben wollte.
Er greift unter seinen Umhang, 4 Schwerter sind für einen kurzen Moment sichtbar, blitzen im Sonnenlicht auf. Dann holt er einen anderen Beutel hervor und wirft in Felicitas klimpernd und laut vor die Füße.
"Damit du nicht mit leeren Händen von dannen gehst. Wenn du Interesse hast, so melde dich bei mir. Du weißt ja, Bajard...ich könnte dir einiges Beibringen, wie du effektiver wirst und vorallem ungebunden an irgendeine kleine Diebesvereinigung."
Dann wendet er sich ab, wieder gen des Schattens und es wirkt, als würde er mit jenen verschmelzen, gänzlichst entschwinden.
Felicitias selber kann nun jenen Beutel aufheben, welcher gut gefüllt mit einigen Gold und Silberstücken ist.
Wer weiß, wielang und wohin sie rannte, doch entschwand Sie in eine sehr dunkle Ecke in der entlegensten Seitenstraße am Rahaler Hafenviertel. Dort, wo sich kein normaler Mensch hintrauen würde.
Begierig und voller Vorfreude öffnete Sie den Beutel, schon im Gedanken fragend, was Sie alles darin finden würde, welch Reichtümer Sie an Land bekam.
Arm sah jener großgewachsene Mann nicht aus. Gänzlichst in Schwarz gekleidet in einer schwarz, leicht glänzenden Lederrüstung aus Drachenschuppen.
Ja, solch armer Tölpel würde nicht glauben, dass man ihn beraubte, dass ein junges Mädchen sich den Beutel schnappen würde, den Malachai um seinen Gürtel angebunden hatte.
Ja, jener Tropf, der nur über den Markt schlenderte, um Zeit zu vertreiben, bis er seinen Termin einhalten würde.
Vorsichtig zog Sie das Bändchen des Beutels auf, ihre Augen mögen strahlen, als Sie dann das Gesicht verzieht und den Beutel entlerrte.
Runde, glatte Metallscheiben fielen hinab, auf den Boden klimpert. Einfaches Eisen, keine Münzen, nichts wertvolles.
"Du solltest nicht immer nach dem offensichtlichen Schauen und wirklich glauben, dass ein jeder seinen Schatz so einfach an seinen Gürtel gebunden hätte."
Die raue Stimme liess Sie wohl aufschrecken, eilends blickte Sie sich in jener spärlich beleuchteten Gasse um, als jene, schwarzgekleidete Person näher trat.
Was mag Sie gefühl haben in jenen Momenten?
Angst, nun gerichtet zu werden für ihre Diebstouren?
"Und vorallem, lasse dich von deiner eigenen Gier nicht leiten."
Der Schatten lichtet sich von seinem Körper, die Sonne gleitet hinab, bis Sie das Gesicht freilegt und vorallem die lange Narbe am Auge erkennbar wird. Vielleicht mag Felicitas nun jetzt erkennen, wer der Mann ist, den Sie ausrauben wollte.
Er greift unter seinen Umhang, 4 Schwerter sind für einen kurzen Moment sichtbar, blitzen im Sonnenlicht auf. Dann holt er einen anderen Beutel hervor und wirft in Felicitas klimpernd und laut vor die Füße.
"Damit du nicht mit leeren Händen von dannen gehst. Wenn du Interesse hast, so melde dich bei mir. Du weißt ja, Bajard...ich könnte dir einiges Beibringen, wie du effektiver wirst und vorallem ungebunden an irgendeine kleine Diebesvereinigung."
Dann wendet er sich ab, wieder gen des Schattens und es wirkt, als würde er mit jenen verschmelzen, gänzlichst entschwinden.
Felicitias selber kann nun jenen Beutel aufheben, welcher gut gefüllt mit einigen Gold und Silberstücken ist.
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
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Laviana Lloris
Nachdem sie einen Blick auf ihre Beute geworfen hatte, wusste sie ihre Gedanken im ersten Moment nicht richtig einzuordnen. Wertloses Metall - ärgerlich, aber für sie wäre es eh nicht gewesen. Der Gedanke an die beiden beiden Räuber lies ihre Wut jedoch kurz hochkochen. Sicher würde sie ärger bekommen, andererseits musste ja niemand davon erfahren.
Als die raue Stimme hinter ihr erklang erstarrte sie vor Schreck und der Beutel glitt ihr aus den Fingern. Hatte der Sprecher sie beobachtet? Oder war das sogar der Bestohlene? Allerdings konnte sie sich nicht vorstellen, wie er so schnell dorthin gekommen sein sollte. Sie hatte nichts bemerkt. Statt ihrem Reflex einfach nachzugeben und wegzurennen, starrte sie auf die Schemen des Sprechers. Wenn er ihr bis hierhin gefolgt war oder sie beobachtet hatte, würde es wohl eh nichts bringen jetzt wegzulaufen.
Verwundert betrachtete das das dreckige Straßenkind die markanten Gesichtszüge des Mannes, als er aus dem Schatten trat. Es war der Mann, den sie eben bestohlen hatte und sie kannte ihn. Zumindest war sie schon ein paar Mal auf ihn getroffen.
<<[...]Bajard...ich könnte dir einiges Beibringen [...]>>
Beibringen? Nur langsam verstand sie die Bedeutung der Worte. Scheinbar hatte er nicht die Absicht sie für ihre Tat zu strafen - das Gegenteil schien ihn im Sinn zu stehen. Doch, wollte sie das? Wollte sie besser und geschickter sein andere Leute zu erleichtern? Im Moment wollte sie eigentlich nur von den Räubern weg.
<<Aber wie ... >>
Sie hielt mitten im Satz inne. Sie wollte fragen, wie sie von hier wegkommen könnte, doch der Mann war schon wieder verschwunden. Langsam glitt ihr Blick zu dem gut gefüllten Goldbeutel und sie verspürte einen Stich des Ärgers als ihr klar wurde, dass sie es nicht behalten würde. Kurz versicherte sie sich noch ob des Inhaltes und hob auch noch den zweiten Beutel mit den wertlosen Metallscheiben auf. Ein hinterhältiges Grinsen zog sich langsam über das staubige Gesicht. "Nicht auf das offensichtliche schauen" Sie würde mal ausprobieren, ob _ihre_ zwei Banditen diesen Rat kannten. Mit etwas Glück würde sie die Gelegenheit nutzen können um ihrer Gastfreundschaft zu entkommen.
Als die raue Stimme hinter ihr erklang erstarrte sie vor Schreck und der Beutel glitt ihr aus den Fingern. Hatte der Sprecher sie beobachtet? Oder war das sogar der Bestohlene? Allerdings konnte sie sich nicht vorstellen, wie er so schnell dorthin gekommen sein sollte. Sie hatte nichts bemerkt. Statt ihrem Reflex einfach nachzugeben und wegzurennen, starrte sie auf die Schemen des Sprechers. Wenn er ihr bis hierhin gefolgt war oder sie beobachtet hatte, würde es wohl eh nichts bringen jetzt wegzulaufen.
Verwundert betrachtete das das dreckige Straßenkind die markanten Gesichtszüge des Mannes, als er aus dem Schatten trat. Es war der Mann, den sie eben bestohlen hatte und sie kannte ihn. Zumindest war sie schon ein paar Mal auf ihn getroffen.
<<[...]Bajard...ich könnte dir einiges Beibringen [...]>>
Beibringen? Nur langsam verstand sie die Bedeutung der Worte. Scheinbar hatte er nicht die Absicht sie für ihre Tat zu strafen - das Gegenteil schien ihn im Sinn zu stehen. Doch, wollte sie das? Wollte sie besser und geschickter sein andere Leute zu erleichtern? Im Moment wollte sie eigentlich nur von den Räubern weg.
<<Aber wie ... >>
Sie hielt mitten im Satz inne. Sie wollte fragen, wie sie von hier wegkommen könnte, doch der Mann war schon wieder verschwunden. Langsam glitt ihr Blick zu dem gut gefüllten Goldbeutel und sie verspürte einen Stich des Ärgers als ihr klar wurde, dass sie es nicht behalten würde. Kurz versicherte sie sich noch ob des Inhaltes und hob auch noch den zweiten Beutel mit den wertlosen Metallscheiben auf. Ein hinterhältiges Grinsen zog sich langsam über das staubige Gesicht. "Nicht auf das offensichtliche schauen" Sie würde mal ausprobieren, ob _ihre_ zwei Banditen diesen Rat kannten. Mit etwas Glück würde sie die Gelegenheit nutzen können um ihrer Gastfreundschaft zu entkommen.
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Laviana Lloris
Vorsichtig hob sie alle heruntergefallenen Metallscheiben auf und begann dann die Beutel umzufüllen. Einige der Goldstücke versteckte sie sicherheitshalber in ihrer Hosentasche. Die restlichen Münzen blieben im Beutel, den sie widerum in den Beutel mit den wertlosen Metallscheiben hineinstopfte. Es dauerte ein wenig bis der Beutel so versteckt war, dass ihn alle Metallscheiben sicher verdeckten.
Sie musste den beiden Räubern ja ihre Beute präsentieren, sie hatten sicher gesehen, dass sie dem Mann erfolgreich den Beutel entwendet hatte. Wenn sie nun auch die Szene in Gasse hier verfolgt hatten, würde sie ein Problem bekommen, wenn sie nur einen Beutel präsentierte.
Sie schüttelte den Beutel noch einmal durch. Hoffentlich würde man den zweiten Beutel darin nicht bemerken. Aufgeregt aber bemüht sich das nicht anmerken zu lassen, gab sie einem der Räuber den Beutel. Dieser nahm den Beutel mit prüfendem Blick entgegen. Als er hineingriff und nur die wertlosen Metallscheiben in der Hand hatte, erntete sie einen strafenden Blick.
<<Ich kann doch nicht wissen, was in dem Beutel ist... >>
Die handvoll Münzen und der geöffnete Beutel segelten auf sie zu. Erschrocken versuchte sie den Beutel zu fangen, nicht auszudenken, wenn man nun ihren kleinen Trick durchschaute.
<<Bis heute abend bringst du was nützliches mit!>>
Sie nickte hastig und umschloss den Beutel mit den Fingern. Ein kurzer Blick über den Boden verriet ihr, dass keine der wertvollen Münzen hinaus gefallen war.
<<Den Beutel kannst du behalten, Kind.>>
Wieder nickte sie nur hastig, und wand ihr Gesicht ab, mühsam das triumphierende Lächeln verbergend. Als die beiden Räuber die Gasse verlassen hatte, ging Feli wieder auf Streifzug über den Markt - doch diesmal hielt sie nicht Wertgegenständen ausschau, sondern nach einer Gelegenheit wie sie unauffällig verschwinden konnte und das möglichst schnell.
Sie musste den beiden Räubern ja ihre Beute präsentieren, sie hatten sicher gesehen, dass sie dem Mann erfolgreich den Beutel entwendet hatte. Wenn sie nun auch die Szene in Gasse hier verfolgt hatten, würde sie ein Problem bekommen, wenn sie nur einen Beutel präsentierte.
Sie schüttelte den Beutel noch einmal durch. Hoffentlich würde man den zweiten Beutel darin nicht bemerken. Aufgeregt aber bemüht sich das nicht anmerken zu lassen, gab sie einem der Räuber den Beutel. Dieser nahm den Beutel mit prüfendem Blick entgegen. Als er hineingriff und nur die wertlosen Metallscheiben in der Hand hatte, erntete sie einen strafenden Blick.
<<Ich kann doch nicht wissen, was in dem Beutel ist... >>
Die handvoll Münzen und der geöffnete Beutel segelten auf sie zu. Erschrocken versuchte sie den Beutel zu fangen, nicht auszudenken, wenn man nun ihren kleinen Trick durchschaute.
<<Bis heute abend bringst du was nützliches mit!>>
Sie nickte hastig und umschloss den Beutel mit den Fingern. Ein kurzer Blick über den Boden verriet ihr, dass keine der wertvollen Münzen hinaus gefallen war.
<<Den Beutel kannst du behalten, Kind.>>
Wieder nickte sie nur hastig, und wand ihr Gesicht ab, mühsam das triumphierende Lächeln verbergend. Als die beiden Räuber die Gasse verlassen hatte, ging Feli wieder auf Streifzug über den Markt - doch diesmal hielt sie nicht Wertgegenständen ausschau, sondern nach einer Gelegenheit wie sie unauffällig verschwinden konnte und das möglichst schnell.
- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Langsam im Schutze der hohen Mauern, glitt Malachai über den Gassen Rahals. Immer wieder hinabblickend auf jene beide Gestalten, die sich gerade von dem Mädchen trennten.
Er hasste derlei Gesocks...Menschen, die sich so sehr an das Leid anderer bereicherten, mit Gewalt ihren Willen aufzwingen wollten.
Es kam, wie es kommen musste.
Das kleine Mädchen suchte nach einer Möglichkeit, zu entfliehen und jene beiden begannen, ihr zu folgen, Sie im Auge zu behalten.
Unwissend, lief Felicitas fern ab vom Markt, gen der riesigen Steintore Rahals und die beiden folgten ihr weiterhin.
Ihnen war wohl klar, dass man Sie hintergehen wollte, jene Peiniger und je weiter er Sie aus dem Schatten heraus beobachtete, umso größer wurde seine Wut.
Es sollte sich eh als passend ergeben, dass er Dampf ablassen musste. Wenn es anderen nützlich sei, umso besser.
Sie wichen in eine Seitenstraße aus und begannen zu rennen. In der Dunkelheit der von den Mauern geworfenen Schatten stellten sie sich an eine Ecke und zückten ihre Messer. Den Blick ruhig auf der Straße, wo ein junges Mädchen entlang ging, sicher, es würde nun die Freiheit geniessen dürfen.
Ein Windzug leiss einen der beiden hochschrecken, er drehte sich um, doch ehe er es vermochte, auch nur einen Schrei herauszulassen, hielt eine Hand seinen Mund fest zu, während die geweiteten Augen hinab auf das Schwert in seinem Bauche blickten und er tot zu Boden sackte. Der andere machte eine Geste, er solle ruhig sein, weiter den Blick auf der Straße, das Messer in der Hand.
Erst als eine Hand sich um seinen Kopf legte und auch ihm den Mund zu drückte, eine Kraft ihn aufstehen liess und an den Körper des hinter ihm stehenden Mannes drückte, wurde er aufmerksam.
"Ich hasse solch Gesindel wie euch. Ihr verdient keine Chance sondern nur den Tot. So erfreut euch, dass meine Zeit zu knapp ist, euch zu foltern und es schnell gehen wird."
Der Räuber weitete nun ebenfalls die Augen, wie es sein toter Kamerad tat, wollte etwas sprechen, doch auch das verstummte, als jene, lange Klinge sich durch den Bauch vom Rücken aus durchrammte und auch er tot zu Boden sackt.
Wenn Felicitas jene Ecke erreicht und hineinblickt, wird sie nichts ausser der Dunkelheit der Schatten erkennen und vielleicht einige Blutsspritzer an der Häuserwand, während die Körper jener Räuber auf ewig verschollen bleiben mögen.
Er hasste derlei Gesocks...Menschen, die sich so sehr an das Leid anderer bereicherten, mit Gewalt ihren Willen aufzwingen wollten.
Es kam, wie es kommen musste.
Das kleine Mädchen suchte nach einer Möglichkeit, zu entfliehen und jene beiden begannen, ihr zu folgen, Sie im Auge zu behalten.
Unwissend, lief Felicitas fern ab vom Markt, gen der riesigen Steintore Rahals und die beiden folgten ihr weiterhin.
Ihnen war wohl klar, dass man Sie hintergehen wollte, jene Peiniger und je weiter er Sie aus dem Schatten heraus beobachtete, umso größer wurde seine Wut.
Es sollte sich eh als passend ergeben, dass er Dampf ablassen musste. Wenn es anderen nützlich sei, umso besser.
Sie wichen in eine Seitenstraße aus und begannen zu rennen. In der Dunkelheit der von den Mauern geworfenen Schatten stellten sie sich an eine Ecke und zückten ihre Messer. Den Blick ruhig auf der Straße, wo ein junges Mädchen entlang ging, sicher, es würde nun die Freiheit geniessen dürfen.
Ein Windzug leiss einen der beiden hochschrecken, er drehte sich um, doch ehe er es vermochte, auch nur einen Schrei herauszulassen, hielt eine Hand seinen Mund fest zu, während die geweiteten Augen hinab auf das Schwert in seinem Bauche blickten und er tot zu Boden sackte. Der andere machte eine Geste, er solle ruhig sein, weiter den Blick auf der Straße, das Messer in der Hand.
Erst als eine Hand sich um seinen Kopf legte und auch ihm den Mund zu drückte, eine Kraft ihn aufstehen liess und an den Körper des hinter ihm stehenden Mannes drückte, wurde er aufmerksam.
"Ich hasse solch Gesindel wie euch. Ihr verdient keine Chance sondern nur den Tot. So erfreut euch, dass meine Zeit zu knapp ist, euch zu foltern und es schnell gehen wird."
Der Räuber weitete nun ebenfalls die Augen, wie es sein toter Kamerad tat, wollte etwas sprechen, doch auch das verstummte, als jene, lange Klinge sich durch den Bauch vom Rücken aus durchrammte und auch er tot zu Boden sackt.
Wenn Felicitas jene Ecke erreicht und hineinblickt, wird sie nichts ausser der Dunkelheit der Schatten erkennen und vielleicht einige Blutsspritzer an der Häuserwand, während die Körper jener Räuber auf ewig verschollen bleiben mögen.
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
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Laviana Lloris
Nach dem sie seit einigen Tage wieder bei Lili war, zog es sie doch wieder zurück. Nicht dass sie die Räuber unbedingt wiedersehen wollte, oder in die Situation zurück. Nein, das wollte sie auf keinen Fall. Doch ein Blick auf den markt würde ja nicht schaden. Sie hatte sich am Hafen ein wenig durchgefragt und herausgefunden, dass ein Schiff nach Rahal fährt. Sie wollte ja nicht lange bleiben..
Nachdem sie nun den halben Tag durch Adoran gestreunert war, und sich nun halbwegs auskannte, machte sie sich auf den Weg zum Schiff. Die Fahrt dauerte recht lange und sie war allein. Andererseits störte sie das nciht wirklich. Keine Erwachsenen bedeuteten auch keine Fragen. Als das Schiff anlegte, huschte sie schnell hinaus und verliess den Hafen in Richtung Markt.
Wie nicht anders zu erwarten herrschte dort das übliche Treiben und Handeln. Felicitas nahm einen Umweg in den Kauf, so dass sie den beiden Räubern nach Möglichkeit nicht gleich in die Arme lief. Es gelang ihr auch ohne weiteres das heruntergekommene Versteck der Räuber zu erreichen. Vorsichtig lugte sie durch das kleine, angelaufene Fenster. Doch drinnen war es dunkel. Sollte sie es wagen hineinzuschauen. Zu der Zeit müssten die beiden eigentlich unterwegs sein. Vorsichtig drückte sie die Hand gegen den Türknauf und wundersamer Weise, öffnete sich die Tür auch ohne jeglichen Widerstand. Scheinbar hatte sie niemand verschlossen.
Der Raum war kalt und unbehaglich wie immer, doch er wirkte verlassen. Alles sah so aus, als wäre hier seit Tagen niemand mehr gewesen. Das Essen gammelte auf dem Tisch vor sich hin und Fliegen schwirrten umher. Naserümpfend ging sie weiter in den Raum hinein.
Waren die Räuber seit ihrem Verschwinden gar nicht mehr hier gewesen, oder suchten sie sie etwa? Das Mädchen schluckte schwer, als ihr die gefahr bewusst wurde, in der sie schwebte. Schnell trat sie den Rückzug an. Nicht, dass die beiden doch noch auftauchten. Aus sicherer Entfernung beobachtete sie den Eingang noch eine Weile. Vielleicht würden die beiden ja doch noch auftauchen... Die Frage war nur... was dann? Hatte sie dann Gewissheit, dass sie sie nicht mehr suchen würde? und wenn nicht, was sollte sie schon gegen die beiden ausrichten können. Es hatte sich zwar herausgestellt, dass sie nicht gerade untalentiert im Taschendiebstahl war, doch das würde ihr rein gar nichts nützen. Die beiden waren ihr Haushoch überlegen. Doch sie wollte gewissheit haben, dass sie nicht nach ihr Suchen würden. Doch wie diese Gewissheit aussah, konnte sie nicht sagen.
Nachdem sie nun den halben Tag durch Adoran gestreunert war, und sich nun halbwegs auskannte, machte sie sich auf den Weg zum Schiff. Die Fahrt dauerte recht lange und sie war allein. Andererseits störte sie das nciht wirklich. Keine Erwachsenen bedeuteten auch keine Fragen. Als das Schiff anlegte, huschte sie schnell hinaus und verliess den Hafen in Richtung Markt.
Wie nicht anders zu erwarten herrschte dort das übliche Treiben und Handeln. Felicitas nahm einen Umweg in den Kauf, so dass sie den beiden Räubern nach Möglichkeit nicht gleich in die Arme lief. Es gelang ihr auch ohne weiteres das heruntergekommene Versteck der Räuber zu erreichen. Vorsichtig lugte sie durch das kleine, angelaufene Fenster. Doch drinnen war es dunkel. Sollte sie es wagen hineinzuschauen. Zu der Zeit müssten die beiden eigentlich unterwegs sein. Vorsichtig drückte sie die Hand gegen den Türknauf und wundersamer Weise, öffnete sich die Tür auch ohne jeglichen Widerstand. Scheinbar hatte sie niemand verschlossen.
Der Raum war kalt und unbehaglich wie immer, doch er wirkte verlassen. Alles sah so aus, als wäre hier seit Tagen niemand mehr gewesen. Das Essen gammelte auf dem Tisch vor sich hin und Fliegen schwirrten umher. Naserümpfend ging sie weiter in den Raum hinein.
Waren die Räuber seit ihrem Verschwinden gar nicht mehr hier gewesen, oder suchten sie sie etwa? Das Mädchen schluckte schwer, als ihr die gefahr bewusst wurde, in der sie schwebte. Schnell trat sie den Rückzug an. Nicht, dass die beiden doch noch auftauchten. Aus sicherer Entfernung beobachtete sie den Eingang noch eine Weile. Vielleicht würden die beiden ja doch noch auftauchen... Die Frage war nur... was dann? Hatte sie dann Gewissheit, dass sie sie nicht mehr suchen würde? und wenn nicht, was sollte sie schon gegen die beiden ausrichten können. Es hatte sich zwar herausgestellt, dass sie nicht gerade untalentiert im Taschendiebstahl war, doch das würde ihr rein gar nichts nützen. Die beiden waren ihr Haushoch überlegen. Doch sie wollte gewissheit haben, dass sie nicht nach ihr Suchen würden. Doch wie diese Gewissheit aussah, konnte sie nicht sagen.