Gerimor-Kurier, Ausgabe Nummer 2
Verfasst: Samstag 6. Juni 2009, 17:34
Wieder hockte sie in dem Zimmer, starrte auf ihre erbärmlichen Fetzen die sie Kleidung nannte und grummelte Frustriert vor sich hin. Es war ein grauenhafter Tag, gerade nach dem was sie gestern zu hören bekam. Und erneut kroch in ihr das Gefühl von Nutzlosigkeit empor. Sie könnte arbeiten gehen überlegte sie flüchtig, aber tat den Gedanken schnell ab. Statt der Arbeit sackte sie etwas tiefer in das unbequeme Bett, schob einige Haare zur Seite und begann in ihren Aufzeichnungen zu blättern, flüchtig überlegte sie ob sie sich an den Knecht der Vogelfreien ausliefern sollte, immerhin war sie dank ihm nun mehr Geld wert als sie in der Tasche hatte.
Rasch verscheuchte sie den Gedanken und besah ihre Mappe, nur noch 4 Papierstücke befanden sich darin. Wenn sie weiter schreiben wollte brauchtet sie dringend neues Papier, aber für einen Versuch würde es wohl noch reichen, so setzte sie sich auf und machte sich doch an die Arbeit.
Wenig später schmuggelte sie in ihrer Hose einen Aushang nach Adoran um dort fast ernüchternd festzustellen das die gesamte Stadt mit Wachen bemannt war. Überall standen sie, sahen umher, redeten, gingen auf und ab, lugten um Ecken, verglichen miteinander ihre Waffenlängen und betrachteten die Passanten. Nach einiger Zeit hatte sie dann endlich eine passende Stelle gefunden. Der Eingang zur örtlichen Taverne lag etwas in einer Nische und rings herum waren keine Wachen zu sehen, noch war ihr Rüstgeklapper zu hören. Rasch befestigte sie das handgeschriebene Plakat an der Tür und machte sich von dannen.
Ein weiteres Plakat findet sich an dem Gotteshaus zu Bajard, das nächste an der Kutsche die zwischen Bajard und Adoran verkehrt.
Gerimor-Kurier, Ausgabe Nummer 2
Überfall der Aristokratie
Adoran, Panik brach in den Straßen der Stadt aus als ein Schrei die die gesamte Umgebung erschütterte. Ängstlich kauerten sich die Menschen und andere Bewohner der Gassen zusammen und blickten mit großen Augen in den Himmel, würde der Drache erscheinen und die Stadt in Schutt und Asche legen? In zitternden Knäueln verharrten sie lang bis tief in die Nacht, aber Kampfesgeräusche gab es diesen Abend nur an einem Ort, in der Herberge.
Darna von Hohenfels, die 52 Jährige, welche ob ihrer tiefen Gesichtsfalten hinter der Hand auch in Adoran schon den Titel „Die Gefurchte“ trägt, zog mit ihrem Mann, der auf der Jagd nach Mägden einen Unfall erlitt und seither schwer verkrüppelt ist in die örtliche Herberge. Der Ortswechsel war nötig geworden nachdem die hohe Dame ihr Regiment mit vernichtenden Disziplinarstrafen auf ein fünftel Reduziert hatte. Vom Unmut der angehörigen Witwen getrieben flüchtete sich die tief gläubige Adlige nun in die Unterkunft im Westen von Adoran wo sie bei der ersten demontierenden Zimmerinspektion unter einer Bodendiele, in der Ecke des Zimmer nur leicht verborgen von einem drei mal fünf Schritt messenden Teppich, der unter einem Schränkchen lag das nur soviel wog wie ein gepanzerter Reiter mit Pferd, eben jenen Käfer fand der sie zum schreien brachte.
Kurz darauf folgte ein Heldenkampf zwischen dem tapferen Recken Luca, welcher sich selbstlos zwischen die Gräfin und die Bestie warf während der Herr von Hohenfels ihn krückenschwingend anfeuerte. Durch den epischen Sieg an seine eigene Jugend erinnert, fühlte sich der Graf sogleich verpflichtet seine Heldengeschichten zum besten zu geben und war sich selbst sein bester Zuhörer während die Gräfin die Stufen hinab stieg. Dort kauerte der Wirt hinter seiner Theke, wohl wissend was ihm bevorstand.
Er wurde unter Flehen und Flennen in den Kerker geschliffen, bettelte immer wieder und beteuerte seine Unkenntnis. Aber all das half nicht. Ohne zu zögern wurde das grausamste Register gezogen und Erindo, so war der Name des Wirts, sah ihn. Den Richter. Es gab Gefangene, sie bettelten um 30 weitere Peitschenhiebe statt noch eines seiner Worte ertragen zu müssen. Aber Adoran kannte keine Gnade.

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Spendet für die freie Berichterstattung aus ganz Gerimor! - neben dem Plakat in Bajard ist ein Spendenbeutel angebracht.
Rasch verscheuchte sie den Gedanken und besah ihre Mappe, nur noch 4 Papierstücke befanden sich darin. Wenn sie weiter schreiben wollte brauchtet sie dringend neues Papier, aber für einen Versuch würde es wohl noch reichen, so setzte sie sich auf und machte sich doch an die Arbeit.
Wenig später schmuggelte sie in ihrer Hose einen Aushang nach Adoran um dort fast ernüchternd festzustellen das die gesamte Stadt mit Wachen bemannt war. Überall standen sie, sahen umher, redeten, gingen auf und ab, lugten um Ecken, verglichen miteinander ihre Waffenlängen und betrachteten die Passanten. Nach einiger Zeit hatte sie dann endlich eine passende Stelle gefunden. Der Eingang zur örtlichen Taverne lag etwas in einer Nische und rings herum waren keine Wachen zu sehen, noch war ihr Rüstgeklapper zu hören. Rasch befestigte sie das handgeschriebene Plakat an der Tür und machte sich von dannen.
Ein weiteres Plakat findet sich an dem Gotteshaus zu Bajard, das nächste an der Kutsche die zwischen Bajard und Adoran verkehrt.
Gerimor-Kurier, Ausgabe Nummer 2
Überfall der Aristokratie
Adoran, Panik brach in den Straßen der Stadt aus als ein Schrei die die gesamte Umgebung erschütterte. Ängstlich kauerten sich die Menschen und andere Bewohner der Gassen zusammen und blickten mit großen Augen in den Himmel, würde der Drache erscheinen und die Stadt in Schutt und Asche legen? In zitternden Knäueln verharrten sie lang bis tief in die Nacht, aber Kampfesgeräusche gab es diesen Abend nur an einem Ort, in der Herberge.
Darna von Hohenfels, die 52 Jährige, welche ob ihrer tiefen Gesichtsfalten hinter der Hand auch in Adoran schon den Titel „Die Gefurchte“ trägt, zog mit ihrem Mann, der auf der Jagd nach Mägden einen Unfall erlitt und seither schwer verkrüppelt ist in die örtliche Herberge. Der Ortswechsel war nötig geworden nachdem die hohe Dame ihr Regiment mit vernichtenden Disziplinarstrafen auf ein fünftel Reduziert hatte. Vom Unmut der angehörigen Witwen getrieben flüchtete sich die tief gläubige Adlige nun in die Unterkunft im Westen von Adoran wo sie bei der ersten demontierenden Zimmerinspektion unter einer Bodendiele, in der Ecke des Zimmer nur leicht verborgen von einem drei mal fünf Schritt messenden Teppich, der unter einem Schränkchen lag das nur soviel wog wie ein gepanzerter Reiter mit Pferd, eben jenen Käfer fand der sie zum schreien brachte.
Kurz darauf folgte ein Heldenkampf zwischen dem tapferen Recken Luca, welcher sich selbstlos zwischen die Gräfin und die Bestie warf während der Herr von Hohenfels ihn krückenschwingend anfeuerte. Durch den epischen Sieg an seine eigene Jugend erinnert, fühlte sich der Graf sogleich verpflichtet seine Heldengeschichten zum besten zu geben und war sich selbst sein bester Zuhörer während die Gräfin die Stufen hinab stieg. Dort kauerte der Wirt hinter seiner Theke, wohl wissend was ihm bevorstand.
Er wurde unter Flehen und Flennen in den Kerker geschliffen, bettelte immer wieder und beteuerte seine Unkenntnis. Aber all das half nicht. Ohne zu zögern wurde das grausamste Register gezogen und Erindo, so war der Name des Wirts, sah ihn. Den Richter. Es gab Gefangene, sie bettelten um 30 weitere Peitschenhiebe statt noch eines seiner Worte ertragen zu müssen. Aber Adoran kannte keine Gnade.
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