Tavernenabend mal anders - oder hexische Tanzwut

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Nuria Mondin
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Tavernenabend mal anders - oder hexische Tanzwut

Beitrag von Nuria Mondin »

Hachja - was für ein Abend. Nuria fiel in die Felle - mit einem ziiiiiemlich breiten Grinsen im Gesicht. Was da wieder bei herumkam, wenn sie einfach nur mal mit guter Laune ausging.

Die Taverne wurde zum Tanzlokal. Hände, Tische und Dielen wurden zu Taktinstrumenten. Wildfremde Leute tanzten mehr oder weniger einträchtig - und zu fortgeschrittener Stunde hatte sie sogar noch ein Tavernenlied gekräht. Die Ritterin schien erst gar nicht so angetan, als sie sie zum tanzen - na ja, doch relativ offensiv anwarb. Aber dann hatte sie es mit Arun ja eine ganze Weile ausgehalten - und führen konnte er gut, das hatte sie vorher im Selbstversuch schon herausgefunden.

Und ein schönes Wiedersehen hatte es auch gegeben - wie sie sich gefreut hatte, als plötzlich Quilaya in der Türe stand! Und dazu noch ein junger Kasanova, die wohl ihre noch ein wenig mädchenhaften Reize zu schätzen wusste.

Was für ein Abend. Mit dem Tavernenlied im Hinterkopf schlief sie schließlich ein.

Es fliegen die Röcke, es tanzen die Frau'n.
Die Nacht ist wohl lang noch bis zum Morgengrau'n.
Wir klatschen im Takt und wir lachen dazu,
denn heut Nacht ist ein Fest, da gibt keiner hier Ruh!

Der Wein fließt heut reichlich, und noch mehr das Bier,
wir tanzen im Kreis, und zu zweit, und zu vier.
Ob Bauer, ob Schneider, das ist heut ganz gleich!
Wir tanzen noch weit nach dem Zapfenstreich!

Die Liese, die blonde, so jung und so schön,
nach ihr tun sich all die jungen Kerle umseh‘n.
Der Peter dem fall'n schon die Augen bald aus,
wenn er schaut, was aus ihrem Aussschnitt ragt raus.
Der Hans, der hat Augen nur für ihren Po,
wenn er sich im Takt schwingt, im Wechsel, eins, zwo.

Wir tanzen heut Nacht, bis die Füße uns qualmen,
die Dielen sich wiegen, unsre Schritt sie zermalmen,
wir feiern, als wenn es kein Morgen mehr gibt.
Warum? Weil es uns heute danach beliebt!

Wenn selbst die Ziegel vom Dach runter fallen,
und alle Gäste nur dummes Zeug lallen,
uns stört es nicht, denn heut haben wir frei!
Es lebe der Tanz, frisch im Takt, eins und zwei!

Und wenn die Schuh drücken, dann ist noch nicht Schluss.
Wer sagt, dass man mit Schuhwerk tanzen muss?
Barfuß sind wir auf die Welt wohl gekommen,
so ist‘s kein Verlust, wenn der Schuh wird genommen!

Liese, herrje, schau, der Saum von dem Kleid!
Er ist gerissen, bis zum Knie schon, recht weit!
Ob wohl die Männer das blanke Bein stört,
oder es weiter sie noch heut betört?

Fnf schlägt die Uhr schon, das Bier geht bald aus,
doch noch das Fest tobt ganz in Saus und Braus.
Doch wenn der Wirt mit dem Besen schon kehrt,
wird von uns eben die Straße beehrt!

Doch Schuh und Kleid schon herüber, drum nun
Liese geh besser nach Hause zu ruh'n.
Sonst wohl die Männer sich nicht mehr begnügen,
nur in dem Tanze sich mit dir zu vergnügen.
Zuletzt geändert von Nuria Mondin am Freitag 5. Juni 2009, 17:25, insgesamt 1-mal geändert.
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