Hochzeitsreise
- Malachai Schwarzmourne
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Hochzeitsreise
Wieder schlugen seine Augen auf einen Schlag auf in jener tiefen Nacht, langsam, ruhig erhebte er sich aus dem weichem Bette und wischte sich den Schweiß von der Stirn, ruhig atmend, obwohl sein Herz stetig am Pochen war.
Er blickte zur Seite, da lag Sie, Engelgleich in ihrem friedlichen Schlaf. Er gab Sienara einen kurzen Kuss auf ihre Stirn, sie rührte sich leicht, lächelte und schien weiter zu schlafen, als er sich gänzlichst erhob und hinaus ging, um einen Schluck Wasser zu sich zu nehmen.
Er wusste nicht, was es war. Ein Traum?
Nein, es war wieder dieses Gefühl, jenes Innere, was ihn zu sich rief und obwohl Malachai nicht wusste, wohin es wollte, noch was es dort gab, war er sich eines sicher: Es ging um seine Mutter.
Er spürte schon einmal vor langer Zeit jenes Gefühl, vor langer Zeit, als er ihn traf, als er erfuhr, was er war und ihn am Ende sterben sah. An jenen Tage, als er seinen Vater fand und begriff, dass all jene Wut auf die Eltern unbegründet waren, dass Sie ihm nie ein Leid antun wollten und gezwungen waren, jene Schritte zu tun, die getan werden mussten.
Er starrte aus dem Fenster, er würde reisen müssen, keine Ahnung wohin, keine Ahnung was ihn erwartete und keine Ahnung, wie lange es dauern würde. Doch es war mittlerweile leider nichts ungewöhnliches mehr.
Sein Kopf drehte sich zu der Treppe. Er müsse Sie alleine lassen. Doch warum? Sie war eine Schatten, eine fähige. Es war üblich für den Schattenlord, seinesgleichen an seiner Seite bei Reisen zu haben, warum auch nun nicht jetzt?
Gesellschaft könne er gut gebrauchen und auch diese Reise ist eine Angelegenheit für die Schatten. Zudem...er hatte in letzter Zeit so wenig Zeit für Sie...er misste Sie, er brauchte Sie. Er wollte Sie bei ihm haben.
Er nahm einen letzten Schluck, ehe er hinauf ging, leise ins Bett legend und Sie in den Arme nehmend. Er würde noch eine Nacht ruhen, dann ihr alles erzählen und sehen, ob Sie ihm begleiten würde.
Er blickte zur Seite, da lag Sie, Engelgleich in ihrem friedlichen Schlaf. Er gab Sienara einen kurzen Kuss auf ihre Stirn, sie rührte sich leicht, lächelte und schien weiter zu schlafen, als er sich gänzlichst erhob und hinaus ging, um einen Schluck Wasser zu sich zu nehmen.
Er wusste nicht, was es war. Ein Traum?
Nein, es war wieder dieses Gefühl, jenes Innere, was ihn zu sich rief und obwohl Malachai nicht wusste, wohin es wollte, noch was es dort gab, war er sich eines sicher: Es ging um seine Mutter.
Er spürte schon einmal vor langer Zeit jenes Gefühl, vor langer Zeit, als er ihn traf, als er erfuhr, was er war und ihn am Ende sterben sah. An jenen Tage, als er seinen Vater fand und begriff, dass all jene Wut auf die Eltern unbegründet waren, dass Sie ihm nie ein Leid antun wollten und gezwungen waren, jene Schritte zu tun, die getan werden mussten.
Er starrte aus dem Fenster, er würde reisen müssen, keine Ahnung wohin, keine Ahnung was ihn erwartete und keine Ahnung, wie lange es dauern würde. Doch es war mittlerweile leider nichts ungewöhnliches mehr.
Sein Kopf drehte sich zu der Treppe. Er müsse Sie alleine lassen. Doch warum? Sie war eine Schatten, eine fähige. Es war üblich für den Schattenlord, seinesgleichen an seiner Seite bei Reisen zu haben, warum auch nun nicht jetzt?
Gesellschaft könne er gut gebrauchen und auch diese Reise ist eine Angelegenheit für die Schatten. Zudem...er hatte in letzter Zeit so wenig Zeit für Sie...er misste Sie, er brauchte Sie. Er wollte Sie bei ihm haben.
Er nahm einen letzten Schluck, ehe er hinauf ging, leise ins Bett legend und Sie in den Arme nehmend. Er würde noch eine Nacht ruhen, dann ihr alles erzählen und sehen, ob Sie ihm begleiten würde.
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
- Malachai Schwarzmourne
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Die Seefahrt verlief ganz ruhig. Es war ungewohnt, einmal nicht in einem Sturm zu liegen oder als halbe Leiche unter Deck der ewigen Trauer nachzukommen. Vielleicht lag es auch an der charmanten und wunderschönen Begleitung, die Malachai´s Stimmung einmal nicht auf Weltuntergang trimmte. Ja, es war definitiv angenehm, eine Begleiterin zu haben, sogar mehr, wenn man jene Frau so sehr liebte.
Sie genossen die Zweisamkeit, einmal nicht stetig am Hause von jemanden und dessen Problemen gestört zu werden.
Er ging hinauf auf Deck, sie stand an der Reling, ihr Haar tanzte vom Winde getragen.
Er umschloss ihren Körper mit seinen Armen und blickte tief in die Ferne.
Die Reise würde nicht mehr lange dauern erwähnte der Kapitän, doch so friedvoll, so schön es war, sie hätte ruhig länger dauern können.
Er küsste Sie, hielt sie fest und wollte Sie nie mehr los lassen.
Doch ihr Ziel war in greifbarer nähe, die alte Heimat der Schatten. Er wusste nicht warum jener Ort, wusste nicht, was er in den Ruinen vergangener Tage finden würde, doch sein Gefühl, jenes, was ihn leider so selten täuschte, sagte ihm, er würde dort neue Antworten finden.
Doch auf welche Frage?
Es war immer dieses stetige Katz-und-Maus-Spiel, jener derbe Teil des Fluches, die leidige Geheimniskrämerei der Schatten und den Hang, alles planen zu können.
Er musste sich dessen Schicksal beugen und einfach akzeptieren, dass alles irgendwann Sinn ergeben würde.
Doch nun, seine Gedanken streiften wieder ab, als er in jene wunderschönen Augen sah und ihr zartes Lächeln wahr nahm.
Ja, es war definitiv die richtige Entscheidung, Sie mitzunehmen. Und bisher konnten Sie Ärger vermeiden.
Vielleicht wird es wirklich eine angenehme Reise ohne schlimmeren Vorfällen...doch so optimistisch war Malachai schon lange nicht mehr.
Sie genossen die Zweisamkeit, einmal nicht stetig am Hause von jemanden und dessen Problemen gestört zu werden.
Er ging hinauf auf Deck, sie stand an der Reling, ihr Haar tanzte vom Winde getragen.
Er umschloss ihren Körper mit seinen Armen und blickte tief in die Ferne.
Die Reise würde nicht mehr lange dauern erwähnte der Kapitän, doch so friedvoll, so schön es war, sie hätte ruhig länger dauern können.
Er küsste Sie, hielt sie fest und wollte Sie nie mehr los lassen.
Doch ihr Ziel war in greifbarer nähe, die alte Heimat der Schatten. Er wusste nicht warum jener Ort, wusste nicht, was er in den Ruinen vergangener Tage finden würde, doch sein Gefühl, jenes, was ihn leider so selten täuschte, sagte ihm, er würde dort neue Antworten finden.
Doch auf welche Frage?
Es war immer dieses stetige Katz-und-Maus-Spiel, jener derbe Teil des Fluches, die leidige Geheimniskrämerei der Schatten und den Hang, alles planen zu können.
Er musste sich dessen Schicksal beugen und einfach akzeptieren, dass alles irgendwann Sinn ergeben würde.
Doch nun, seine Gedanken streiften wieder ab, als er in jene wunderschönen Augen sah und ihr zartes Lächeln wahr nahm.
Ja, es war definitiv die richtige Entscheidung, Sie mitzunehmen. Und bisher konnten Sie Ärger vermeiden.
Vielleicht wird es wirklich eine angenehme Reise ohne schlimmeren Vorfällen...doch so optimistisch war Malachai schon lange nicht mehr.
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Sienara Schwarzmourne
Lächelnd lehnte sie sich an ihn, als sie seine Arme um sich spürte. Sie genoss die Schiffsreise wie sie es bisher noch von keiner dieser Reisen behaupten konnte. Mit bedauern blickte sie über das Meer hinaus… bald würde Land am Horizont auftauchen und sie dem Ziel der Reise näher bringen. Wenn es nach ihr ginge blieben sie hier, auf diesem Schiff, in ihrer kleinen Kabine, weit ab von Sorgen und unbestimmten Entdeckungen.
Wäre es doch wirklich einfach eine Hochzeitsreise, wie sie es ihrem Bruder und der Schwägerin geschrieben hatte.
Seufzend dachte sie einige Tage zurück, an dem Abend wo Malachai ihr eine wirre Geschichte von Träumen, Gefühlen und Ahnungen erzählte. Eine Suche nach Antworten die mit seiner Mutter zutun hatten. Sie wurde aus all dem nicht schlau… und das schlimmste… er wohl auch nicht.
Sie hatte ihn gebeten ihn begleiten zu dürfen. Sie wollte ihn nicht schon wieder ziehen lassen, und mit der Sorge um sein Wohl zurückbleiben. Außerdem hatten sie viel zu wenig Zeit miteinander verbracht seit ihrer Heirat. Sie würde über diesen Umstand nicht klagen, wusste sie ja worauf sie sich eingelassen hatte. Aber gab es eine Möglichkeit dieses zu ändern, dann würde sie jede Gelegenheit beim Schopfe packen.
Noch immer war sie ein wenig erstaunt dass er sie tatsächlich mit auf seine Suche nahm. Auch wenn sie vorher seiner unsinnigen Forderung nach Gehorsam mit einem Versprechen nachkommen musste. Ihn verlassen wenn er es sagte, ihn in unbestimmter Gefahr alleine lassen. Hatte er denn überhaupt keine Ahnung wie schwer ihr das fallen würde? Sie hoffte inständig dass er irgendwann einmal vergessen sollte, ihr dieses Versprechen abzunehmen. Dann würde kein Befehl, kein Bitten sie davon abhalten bei ihm zu bleiben um zu helfen oder an seiner Seite zu sterben.
Lächelnd nahm sie seine Hand und zog ihn mit einem vielsagenden Blick mit unter Deck, zurück zu ihrer kleinen Kabine. Sollten sie am Ziel der Reise wieder auf Gefahren stoßen, wie es bei den Schatten scheinbar unausweichlich war, dann wollte sie die kurze Zeit die ihnen hier auf dem Schiff blieb wenigstens so angenehm verbringen wie möglich.
Sich zu sorgen, dafür blieb ihr später noch genug Zeit. Und die Antworten würden noch schneller kommen als ihr lieb war.
Wäre es doch wirklich einfach eine Hochzeitsreise, wie sie es ihrem Bruder und der Schwägerin geschrieben hatte.
Seufzend dachte sie einige Tage zurück, an dem Abend wo Malachai ihr eine wirre Geschichte von Träumen, Gefühlen und Ahnungen erzählte. Eine Suche nach Antworten die mit seiner Mutter zutun hatten. Sie wurde aus all dem nicht schlau… und das schlimmste… er wohl auch nicht.
Sie hatte ihn gebeten ihn begleiten zu dürfen. Sie wollte ihn nicht schon wieder ziehen lassen, und mit der Sorge um sein Wohl zurückbleiben. Außerdem hatten sie viel zu wenig Zeit miteinander verbracht seit ihrer Heirat. Sie würde über diesen Umstand nicht klagen, wusste sie ja worauf sie sich eingelassen hatte. Aber gab es eine Möglichkeit dieses zu ändern, dann würde sie jede Gelegenheit beim Schopfe packen.
Noch immer war sie ein wenig erstaunt dass er sie tatsächlich mit auf seine Suche nahm. Auch wenn sie vorher seiner unsinnigen Forderung nach Gehorsam mit einem Versprechen nachkommen musste. Ihn verlassen wenn er es sagte, ihn in unbestimmter Gefahr alleine lassen. Hatte er denn überhaupt keine Ahnung wie schwer ihr das fallen würde? Sie hoffte inständig dass er irgendwann einmal vergessen sollte, ihr dieses Versprechen abzunehmen. Dann würde kein Befehl, kein Bitten sie davon abhalten bei ihm zu bleiben um zu helfen oder an seiner Seite zu sterben.
Lächelnd nahm sie seine Hand und zog ihn mit einem vielsagenden Blick mit unter Deck, zurück zu ihrer kleinen Kabine. Sollten sie am Ziel der Reise wieder auf Gefahren stoßen, wie es bei den Schatten scheinbar unausweichlich war, dann wollte sie die kurze Zeit die ihnen hier auf dem Schiff blieb wenigstens so angenehm verbringen wie möglich.
Sich zu sorgen, dafür blieb ihr später noch genug Zeit. Und die Antworten würden noch schneller kommen als ihr lieb war.
Zuletzt geändert von Sienara Schwarzmourne am Samstag 6. Juni 2009, 11:56, insgesamt 1-mal geändert.
- Malachai Schwarzmourne
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- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Langsam liess Malachai die Feder in seiner Hand um die Finger kreisend, die andere Hand am Griff des Kruges gelegt.
Still schweigend starrt er auf das sich bewegende Objekt in seiner Leichtigkeit, doch weniger geht sein Fokus darauf als mehr die Gedanken, die durch seinen Kopf gingen.
Die Reise war erfolgreich, er wusste nun, was er wissen musste...doch musste er wirklich? Warum nur, entschieden andere, was er tun und was er lassen sollte. Warum nur entschieden die Toten darüber, was wann getan werden musste.
Er hob den Krug an und nahm einen Schlug. Das Feuer im Kamin glühte nur noch vor sich hin und erhellten eher spärlich die Wohnräumlichkeit, während die Dunkelheit der Nacht durch das Fenster schienen.
Er liess das Geschehene Resume erscheinen.
Sie landeten nach Tagen der Schiffsfahrt entlich an jenen Kontinent, der im Buch der Schatten als jenes altes Quartier der Schatten verzeichnet waren. Sie galoppierten tief ins Landinnere, es war eine friedliche Reise. Nur eine Horde Banditen stellte sich ihnen in den Weg, doch flohen Sie angesicht der tänzelnden Schwerter und fliegenden Feuerbälle schneller, als es ihnen wohl lieb war.
Sie nächtigten in den heruntergekommensten Tavernen. Sowieso schien das Land von der Armut befallen zu sein. Alles war marodiert und veraltet. Holzhütten notdürftig repariert und kaum fruchtbare Ernte auf den Feldern.
Eine alte Dame mit Kopftuch sprach von einem Fluche, der seit Jahren diese Dürre hervorrief, Malachai selber dachte sich nur, dass es eher die Hitze sei, die hier nie aufhörte und daher den Farmern kaum Ernte einbrachten. Es ist der stetige Kreislauf. Ohne Ernte haben auch die Reichen kein Essen, der Preis für Obst steigt und Gold erfährt die Inflation. Das Land schien sich selber zu Grunde gerichtet zu haben.
Doch es war nicht ihr Problem, sie waren wegen anderes da.
Weiter und langsam trabten Sie durch Wälder und Dörfer, immer in eine Richtung: gen Norden.
Er blickte zu Sienara, ein unwohles Gefühl kam ihm in den Kopf, eine böse Vorahnung. Doch er wollte sich nichts anmerken lassen, sie nicht verunsichern. Ihr strahlend schönes Gesicht durch eine Intuition in die ernste,besorgte Miene wandeln, die sie manchmal so gerne auflegt.
Und schon bald, erreichten Sie eine heruntergekommene Burg, die kaum noch als Ruine zu bezeichnen war.
Es war die Tarnung, als würde ein Graf hier leben, doch befand sich das Areal der Schatten unter diesen Gebäude, in einem Komplex aus Tunneln und Kellern und nun galt es, den Eingang zu finden.
Ja, Malachai erinnerte sich gut. Er hob wieder an, ein weiterer Schluck und liess seine Gedanken durch den Kopf kreisen, unaufhaltsam und emotionslos, unwissend, wie er mit dem Erfahrenen umgehen sollte.
Still schweigend starrt er auf das sich bewegende Objekt in seiner Leichtigkeit, doch weniger geht sein Fokus darauf als mehr die Gedanken, die durch seinen Kopf gingen.
Die Reise war erfolgreich, er wusste nun, was er wissen musste...doch musste er wirklich? Warum nur, entschieden andere, was er tun und was er lassen sollte. Warum nur entschieden die Toten darüber, was wann getan werden musste.
Er hob den Krug an und nahm einen Schlug. Das Feuer im Kamin glühte nur noch vor sich hin und erhellten eher spärlich die Wohnräumlichkeit, während die Dunkelheit der Nacht durch das Fenster schienen.
Er liess das Geschehene Resume erscheinen.
Sie landeten nach Tagen der Schiffsfahrt entlich an jenen Kontinent, der im Buch der Schatten als jenes altes Quartier der Schatten verzeichnet waren. Sie galoppierten tief ins Landinnere, es war eine friedliche Reise. Nur eine Horde Banditen stellte sich ihnen in den Weg, doch flohen Sie angesicht der tänzelnden Schwerter und fliegenden Feuerbälle schneller, als es ihnen wohl lieb war.
Sie nächtigten in den heruntergekommensten Tavernen. Sowieso schien das Land von der Armut befallen zu sein. Alles war marodiert und veraltet. Holzhütten notdürftig repariert und kaum fruchtbare Ernte auf den Feldern.
Eine alte Dame mit Kopftuch sprach von einem Fluche, der seit Jahren diese Dürre hervorrief, Malachai selber dachte sich nur, dass es eher die Hitze sei, die hier nie aufhörte und daher den Farmern kaum Ernte einbrachten. Es ist der stetige Kreislauf. Ohne Ernte haben auch die Reichen kein Essen, der Preis für Obst steigt und Gold erfährt die Inflation. Das Land schien sich selber zu Grunde gerichtet zu haben.
Doch es war nicht ihr Problem, sie waren wegen anderes da.
Weiter und langsam trabten Sie durch Wälder und Dörfer, immer in eine Richtung: gen Norden.
Er blickte zu Sienara, ein unwohles Gefühl kam ihm in den Kopf, eine böse Vorahnung. Doch er wollte sich nichts anmerken lassen, sie nicht verunsichern. Ihr strahlend schönes Gesicht durch eine Intuition in die ernste,besorgte Miene wandeln, die sie manchmal so gerne auflegt.
Und schon bald, erreichten Sie eine heruntergekommene Burg, die kaum noch als Ruine zu bezeichnen war.
Es war die Tarnung, als würde ein Graf hier leben, doch befand sich das Areal der Schatten unter diesen Gebäude, in einem Komplex aus Tunneln und Kellern und nun galt es, den Eingang zu finden.
Ja, Malachai erinnerte sich gut. Er hob wieder an, ein weiterer Schluck und liess seine Gedanken durch den Kopf kreisen, unaufhaltsam und emotionslos, unwissend, wie er mit dem Erfahrenen umgehen sollte.
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- Malachai Schwarzmourne
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Starr und leer blickte er auf das kleine, schwarze Buch vor sich. Er hatte es lange nicht mehr aufgeschlagen. Er war sich sicher, wenn er den Schlüssel für das Tagebuch seines Vaters kennen würde, er nicht davon ab könnte, es zu lesen, wissbegierig und unaufhaltsam. Doch nun, soviele Tage nach ihrer Rückkehr, hat er es immer noch nicht geöffnet. Angst durchschlich seinen Körper, es zu lesen, die Wahrheit, aus seiner eigenen Feder und keine Ausflüchte können seine Gedanken mehr von diesen Momenten wegdrängen.
Er besann sich wieder.
Sie stiegen durch die alten Ruinen. Mächtige Statuten und Bollwerke rangen empor in dem Himmel, bildeten eine für sich eigene, chaotische und zerstörte Form.
Es war nicht genau beschrieben, wie man in den unterirdischen Gefilden kommt. Nur, dass es zwei Wege gäbe. Einer in der Burg nahe den Kerkern, der andere neben der Burg nahe einer großen Eiche. Doch beides war schwer auszufinden und so stieg man über die Trümmer, hebte jeden Stein und began, sich im Auge und Kopfe ein Bild des gesamten zu schustern.
Die Tage wurden zu Nächte. Man schlug ein Lager direkt an der Grenze der Zerstörung auf. Die Nächte...ja, sie waren das schönste. Wie er sich an seine Frau schmiegte, es genoss, sie um sich herum zu haben. Sie hatten Spaß, trotz jener Befürchtungen, jener Gedanken, die Malachai an diesen Orte hegte, Sie nahm ihn jene. Nichts, rein gar nichts, was er finden könne, könnte sein Leben zusammenbrechen lassen wir ein Kartenhaus. Nein, dafür war das Fundament zu stark...das Fundament gebaut aus Liebe und Leidenschaft zu seiner Frau Sienara.
Sie machte sich prächtig als Magierin. Sie liess große Felsbrocken entschweben und sprengte Sie förmlich in die Luft. Malachai behalf sich mit Körperkraft und Explosionstränken von Arsen. Doch sie lachten fiel. Sie verloren definitiv den Ernst dieser Reise...ja...es war eine Hochzeitsreise.
Ab und an kamen Personen an ihnen vorbei. Einige sagten nur amüsiert, dass in jenen Ruinen nichts mehr zu finden sei, seit ein riesiges Feuer das Anwesen und seine Bewohner hinrichtete, andere gingen nur Wortlos weiter. Ein alter Mann mit Augenklappe berichtete ihnen von dem Fluch der schönen, jungen Frau...und faselte etwas davon, dass Sie Schuld an dem Elend sei. Ja, Malachai und Sienara merkten, dass diese Insel ihre eigenen Interpretationen für ihr Leid schmiedeten und von sich trugen, wer weiß, was noch wahr ist und was erlogen.
Dennoch, es war eine nette Abwechslung, was die beiden mit einem schmunzeln von sich gaben.
Wieder ein neuer Tag, wieder frohen Mutes....innerlich hoffte Malachai, diese Zeit würde nie enden, sie würden keinen Eingang finden...doch gerade wenn soetwas kommt, passiert es. Es gab ein leichtes Beben, Malachai versuchte sich fest zu halten, als Sienara sich an einer Säule krallte, die Hand nach ihm ausstreckend und der Boden unter ihm nachgab und ihn samt einiger Felsbrocken in die dunkle Tiefe riss, noch Sienara Schrei hinterherhallend und dann dumpf aufschlagend.
Langsam strich Malachai sich über seinen Rücken. Er schmerzte noch immer ein wenig. Dann blickte er starr auf das Buch, ehe er danach griff und es einsteckte. Es gab anderes, wichtigeres zu tun. Ein Dämon musste verjagd und Informationen besorgt werden. Dies waren Aufgaben, die kommen würden, wenn die Zeit und der Kopf es zulassen würde.
Er besann sich wieder.
Sie stiegen durch die alten Ruinen. Mächtige Statuten und Bollwerke rangen empor in dem Himmel, bildeten eine für sich eigene, chaotische und zerstörte Form.
Es war nicht genau beschrieben, wie man in den unterirdischen Gefilden kommt. Nur, dass es zwei Wege gäbe. Einer in der Burg nahe den Kerkern, der andere neben der Burg nahe einer großen Eiche. Doch beides war schwer auszufinden und so stieg man über die Trümmer, hebte jeden Stein und began, sich im Auge und Kopfe ein Bild des gesamten zu schustern.
Die Tage wurden zu Nächte. Man schlug ein Lager direkt an der Grenze der Zerstörung auf. Die Nächte...ja, sie waren das schönste. Wie er sich an seine Frau schmiegte, es genoss, sie um sich herum zu haben. Sie hatten Spaß, trotz jener Befürchtungen, jener Gedanken, die Malachai an diesen Orte hegte, Sie nahm ihn jene. Nichts, rein gar nichts, was er finden könne, könnte sein Leben zusammenbrechen lassen wir ein Kartenhaus. Nein, dafür war das Fundament zu stark...das Fundament gebaut aus Liebe und Leidenschaft zu seiner Frau Sienara.
Sie machte sich prächtig als Magierin. Sie liess große Felsbrocken entschweben und sprengte Sie förmlich in die Luft. Malachai behalf sich mit Körperkraft und Explosionstränken von Arsen. Doch sie lachten fiel. Sie verloren definitiv den Ernst dieser Reise...ja...es war eine Hochzeitsreise.
Ab und an kamen Personen an ihnen vorbei. Einige sagten nur amüsiert, dass in jenen Ruinen nichts mehr zu finden sei, seit ein riesiges Feuer das Anwesen und seine Bewohner hinrichtete, andere gingen nur Wortlos weiter. Ein alter Mann mit Augenklappe berichtete ihnen von dem Fluch der schönen, jungen Frau...und faselte etwas davon, dass Sie Schuld an dem Elend sei. Ja, Malachai und Sienara merkten, dass diese Insel ihre eigenen Interpretationen für ihr Leid schmiedeten und von sich trugen, wer weiß, was noch wahr ist und was erlogen.
Dennoch, es war eine nette Abwechslung, was die beiden mit einem schmunzeln von sich gaben.
Wieder ein neuer Tag, wieder frohen Mutes....innerlich hoffte Malachai, diese Zeit würde nie enden, sie würden keinen Eingang finden...doch gerade wenn soetwas kommt, passiert es. Es gab ein leichtes Beben, Malachai versuchte sich fest zu halten, als Sienara sich an einer Säule krallte, die Hand nach ihm ausstreckend und der Boden unter ihm nachgab und ihn samt einiger Felsbrocken in die dunkle Tiefe riss, noch Sienara Schrei hinterherhallend und dann dumpf aufschlagend.
Langsam strich Malachai sich über seinen Rücken. Er schmerzte noch immer ein wenig. Dann blickte er starr auf das Buch, ehe er danach griff und es einsteckte. Es gab anderes, wichtigeres zu tun. Ein Dämon musste verjagd und Informationen besorgt werden. Dies waren Aufgaben, die kommen würden, wenn die Zeit und der Kopf es zulassen würde.
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- Selina Talmar
- Beiträge: 457
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Es war sehr spät geworden und obwohl sich Selina mehr als beeilte sah sie das Schiff nur noch ablegen. Sie zügelte das Pferd und schaute dem Schiff nach.
Verdammt. Wie hatte sie nur so die Zeit vergessen können. Es war das letzte Schiff gewesen. Nicht das sie ungern in Bajard schlief, aber Elira war nicht bei ihr. Sie ritt langsam zurück. Eine andere Wahl hatte sie eh nicht mehr gehabt, wenn sie nicht am Hafen schlafen wollte.
Leise knarrte die Tür zum kleinen Haus Malachais. Sie sah zum anderen hinüber eh sie hineinging und Licht machte. Sie ahnte wo Malachai saß und was er tat. Vermutlich würden beide diese Nacht das gleiche tun. Sie würden allein dasitzen und grübeln. Er drüben sie hier.
Sie seufzte leise. Lange war sie nachts nicht mehr allein gewesen und schon gar nicht mehr seit Eliras Geburt. Es dauerte ein wenig bis sie es geschafft hatte ein Feuer im Kamin zu entfachen.
Sie kauerte sich an den Kamin und suchte das Buch aus ihrer Tasche. Doch sie konnte sich nicht so recht auf die Worte konzentrieren, sie verschwammen immer wieder vor ihren Augen und ihre Gedanken wanderten rüber zum anderen Haus und zu den Worten die gesagt worden waren.
Sie hatte viel über ihre Vorfahren erfahren und ihre Neugierde einigermaßen befriedigen können.
Schattenwirker war sie wie ihr Vater, wieder glitt ihr Blick in das Buch. Diplomatie und wie man Leute Manipuliert. Sie lachte leise. Ja das passte zu allem, was sie bisher wusste. Und es war passend für sie. Beobachten, reden und manipulieren. Das grinsen wurde breiter. Endlich sie hatte eine Aufgabe und konnte sich nützlich machen. Doch die Freude darüber wurde schnell gebremst, durch den weiteren Verlauf des Abends.
Sie wusste schon eine ganze Weile, dass Malachai ein großes Geheimnis mit sich herumschleppte, was ihn belastete. Doch an diesem Abend hatten sie sich auf etwas geeinigt. Keine Geheimnisse mehr und sie würde seien Entscheidungen akzeptieren. Wieder wanderte ihr Blick zum Fenster. Drüben schien immer noch Licht ins Dunkel.
Vielleicht war es falsch gewesen sich so zu einigen. Aber er hatte Wort gehalten und zumindest eine Andeutung gemacht. Zum ersten Mal seit sie ihn kannte, hatte er zugegeben Angst zu haben. Eine Angst die begründet war und die sie seit dem Auftauchend es Abtrünnigen, wie eine Leise Warnung wahrgenommen hatte. Eine Ahnung nur, mehr nicht. Ein Gefühl und doch nie eine Sicherheit dafür. Doch ihr Gefühl hatte sie selten getäuscht und auch dies Mal nicht. Die Neuigkeit erschreckte sie nicht, sie bestätigte nur, was sie bereits geahnt hatte.
Und doch gab sie ihr Wort zu schweigen. War es richtig?
Nun war es egal, sie hatte ihm ihr Wort gegeben und sie würde es halten. Nein sie bereute es nicht. Malachai wusste in der Regel was er tat.
Sie hoffte es zumindest.
Wieder blickte sie auf das Buch, was er ihr gegeben hatte und was ein Mitbringsel von der Reise war.
Sie hatten die Trümmer gefunden der alten Schattenburg. Was genau sie gesucht hatten hatte sie nicht gefragt. Sie wusste nur, dass er einen Code gefunden hatte für das Tagebuch seines Vaters.
Nun ja er hatte gesagt keine Geheimnisse mehr und sie wusste er hielt sich daran.
Zumindest ihr gegenüber. Doch sie hatte ein ungutes Gefühl dabei. Aber die Zeit würde zeigen, was dabei heraus kam.
Sie hatte anderes zu tun, als darüber zu grübeln. Informationen besorgen. So lenkte sie sich mit dem Brief an Rafael ab und versuchte bis zum Morgen zu lesen. Schlafen konnte sie irgendwie eh nicht und die Nacht war noch lang.
So flackerte das Licht des Feuers bis zum Sonnenaufgang aus den Fenstern.
Verdammt. Wie hatte sie nur so die Zeit vergessen können. Es war das letzte Schiff gewesen. Nicht das sie ungern in Bajard schlief, aber Elira war nicht bei ihr. Sie ritt langsam zurück. Eine andere Wahl hatte sie eh nicht mehr gehabt, wenn sie nicht am Hafen schlafen wollte.
Leise knarrte die Tür zum kleinen Haus Malachais. Sie sah zum anderen hinüber eh sie hineinging und Licht machte. Sie ahnte wo Malachai saß und was er tat. Vermutlich würden beide diese Nacht das gleiche tun. Sie würden allein dasitzen und grübeln. Er drüben sie hier.
Sie seufzte leise. Lange war sie nachts nicht mehr allein gewesen und schon gar nicht mehr seit Eliras Geburt. Es dauerte ein wenig bis sie es geschafft hatte ein Feuer im Kamin zu entfachen.
Sie kauerte sich an den Kamin und suchte das Buch aus ihrer Tasche. Doch sie konnte sich nicht so recht auf die Worte konzentrieren, sie verschwammen immer wieder vor ihren Augen und ihre Gedanken wanderten rüber zum anderen Haus und zu den Worten die gesagt worden waren.
Sie hatte viel über ihre Vorfahren erfahren und ihre Neugierde einigermaßen befriedigen können.
Schattenwirker war sie wie ihr Vater, wieder glitt ihr Blick in das Buch. Diplomatie und wie man Leute Manipuliert. Sie lachte leise. Ja das passte zu allem, was sie bisher wusste. Und es war passend für sie. Beobachten, reden und manipulieren. Das grinsen wurde breiter. Endlich sie hatte eine Aufgabe und konnte sich nützlich machen. Doch die Freude darüber wurde schnell gebremst, durch den weiteren Verlauf des Abends.
Sie wusste schon eine ganze Weile, dass Malachai ein großes Geheimnis mit sich herumschleppte, was ihn belastete. Doch an diesem Abend hatten sie sich auf etwas geeinigt. Keine Geheimnisse mehr und sie würde seien Entscheidungen akzeptieren. Wieder wanderte ihr Blick zum Fenster. Drüben schien immer noch Licht ins Dunkel.
Vielleicht war es falsch gewesen sich so zu einigen. Aber er hatte Wort gehalten und zumindest eine Andeutung gemacht. Zum ersten Mal seit sie ihn kannte, hatte er zugegeben Angst zu haben. Eine Angst die begründet war und die sie seit dem Auftauchend es Abtrünnigen, wie eine Leise Warnung wahrgenommen hatte. Eine Ahnung nur, mehr nicht. Ein Gefühl und doch nie eine Sicherheit dafür. Doch ihr Gefühl hatte sie selten getäuscht und auch dies Mal nicht. Die Neuigkeit erschreckte sie nicht, sie bestätigte nur, was sie bereits geahnt hatte.
Und doch gab sie ihr Wort zu schweigen. War es richtig?
Nun war es egal, sie hatte ihm ihr Wort gegeben und sie würde es halten. Nein sie bereute es nicht. Malachai wusste in der Regel was er tat.
Sie hoffte es zumindest.
Wieder blickte sie auf das Buch, was er ihr gegeben hatte und was ein Mitbringsel von der Reise war.
Sie hatten die Trümmer gefunden der alten Schattenburg. Was genau sie gesucht hatten hatte sie nicht gefragt. Sie wusste nur, dass er einen Code gefunden hatte für das Tagebuch seines Vaters.
Nun ja er hatte gesagt keine Geheimnisse mehr und sie wusste er hielt sich daran.
Zumindest ihr gegenüber. Doch sie hatte ein ungutes Gefühl dabei. Aber die Zeit würde zeigen, was dabei heraus kam.
Sie hatte anderes zu tun, als darüber zu grübeln. Informationen besorgen. So lenkte sie sich mit dem Brief an Rafael ab und versuchte bis zum Morgen zu lesen. Schlafen konnte sie irgendwie eh nicht und die Nacht war noch lang.
So flackerte das Licht des Feuers bis zum Sonnenaufgang aus den Fenstern.
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Sienara Schwarzmourne
Warum waren sie auch gleich wieder nach Hause gefahren? Ihr konnte einfach kein Guter Grund dafür einfallen. Seit sie wieder hier waren sah sie ihn kaum noch. Ein sonderbares Ereignis jagt das andere in diesen Landen. Dämonen die Andreas verfolgen und seine kleine nette Familie. Abgetrennte Hände die als Botschaft verschickt werden und zu einem Treffen auffordern. Wo waren die Zeiten hin wo dafür ein schlichtes Pergament gereicht hätte? Schon der Gedanke an diesen Anblick der verwesenden Hand in der Schachtel trieb ihr wieder die Übelkeit hoch. Zu allem Überfluss hatte sie dieses Treffen dann auch noch verpasst, trotz seiner Bitte mit Selina im Verborgenen zu beobachten. Sie konnte sich nicht mal mehr genau erinnern wo sie war und womit sie ihre Zeit vertrödelt hatte. Wahrscheinlich lag sie zu Bett. Wie so oft seit ihrer Heimreise.
...Es war wirklich eine schöne Reise gewesen. Trotz der unerträglichen Hitze, der Armut und dem Leid der Bevölkerung dieser Insel. Wahrscheinlich stimmt es was gesagt wird, nur Verliebte haben das Talent über solche Dinge hinweg zu sehen und auch dann noch zu Lachen, wenn man sich einer unorganisierten Horde Wegelagerer gegenüber sieht. Hauptsache der Andere war bei einem. Und selbst die in Trümmern liegende Burg der Schatten, die ihr Reiseziel war, konnte sie als romantisch empfinden.
Mehr als einmal hätte sie sich bei den Arbeiten innerhalb der Ruinen fast mit einem Steinblock selbst erschlagen weil sein Lachen sie abgelenkt hatte. Er war ein ganz anderer Mann wenn er lachte und sie war jedes Mal aufs Neue hingerissen von diesem Anblick. Es könnte natürlich auch daran gelegen haben das er für die schweren Arbeiten sein Hemd abgelegt hatte, wenn die Mittagssonne am Himmel stand. Lächelnd erinnerte sie sich auch an ihr provisorisches Lager im Schatten einer halb eingestürzten Burgwand. Wer brauchte große Häuser um glücklich zu sein? Ihr hätte dieses Lager für den Rest ihres Lebens gereicht.
Warum hatten sie nur den Tunnel gefunden. Oder nein, warum hatte er ihn gefunden. Auf seine für ihn so typisch dramatischen Art. Ein Jeder hätte sicher einen Fels beiseite geschoben und wäre auf einen verborgenen Eingang gestoßen. Nicht so Malachai. Er nahm wie üblich den Hintereingang und stürzte mit sicher zwei Metern Tunneldecke in den Selbigen. Sie schrie nach ihm, daran konnte sie sich noch erinnern, griff nach ihm. Aber er war zu weit weg und es ging alles viel zu schnell. Erst als das Beben nachließ und die dichte Staubwolke sich gelegt hatte konnte sie die Öffnung am Boden ausmachen. Panisch ließ sie sich am Rand des Loches auf die Knie fallen um in die Dunkelheit zu blicken. Man kann sich die Erleichterung wohl vorstellen als der Sturz sich nicht als ganz so tief herausstellte wie befürchtet. Und auch das leise Fluchen das ihr aus dem Loch entgegen kam, ließen sie erleichtert Ausatmen. Er lebte, auch wenn er sich sicherlich verletzt hatte bei dieser Art mit der Tür ins Haus zu fallen.
Sie musste sich zwingen ein Seil um einen in der nähe gelegenen Felsblock zu binden um dieses ins Loch hinab zu lassen. Er hatte zwar den Eingang gefunden, aber ob sich das später für den Ausgang genauso gestallten würde, war fraglich. Es sei denn sie würden das Fliegen erlernen in der nächsten Zeit.
Um einiges langsamer als er, machte sie sich an den Abstieg. Es war dunkel und die plötzliche Kälte in diesem Tunnel ließen sie erschaudern. Erleichtert schloss sie ihn in die Arme. Er hatte schmerzen, das konnte sie selbst in der Dunkelheit erkennen, aber für solche Nebensächlichkeiten blieben ihm wohl keine Zeit. Gebannt blickt er der Schwärze des Tunnels entgegen. Ihr blieb also nichts anderes zutun als für etwas Licht zu sorgen und ihm vorsichtig zu folgen…
Leise Schritte auf der Veranda ließen sie aufblicken. Er kam nach Hause. Wo auch immer er wieder gewesen war. Müde erhob sie sich um auf das Öffnen der Tür zu warten. Warum war sie schon wieder so unendlich müde?
...Es war wirklich eine schöne Reise gewesen. Trotz der unerträglichen Hitze, der Armut und dem Leid der Bevölkerung dieser Insel. Wahrscheinlich stimmt es was gesagt wird, nur Verliebte haben das Talent über solche Dinge hinweg zu sehen und auch dann noch zu Lachen, wenn man sich einer unorganisierten Horde Wegelagerer gegenüber sieht. Hauptsache der Andere war bei einem. Und selbst die in Trümmern liegende Burg der Schatten, die ihr Reiseziel war, konnte sie als romantisch empfinden.
Mehr als einmal hätte sie sich bei den Arbeiten innerhalb der Ruinen fast mit einem Steinblock selbst erschlagen weil sein Lachen sie abgelenkt hatte. Er war ein ganz anderer Mann wenn er lachte und sie war jedes Mal aufs Neue hingerissen von diesem Anblick. Es könnte natürlich auch daran gelegen haben das er für die schweren Arbeiten sein Hemd abgelegt hatte, wenn die Mittagssonne am Himmel stand. Lächelnd erinnerte sie sich auch an ihr provisorisches Lager im Schatten einer halb eingestürzten Burgwand. Wer brauchte große Häuser um glücklich zu sein? Ihr hätte dieses Lager für den Rest ihres Lebens gereicht.
Warum hatten sie nur den Tunnel gefunden. Oder nein, warum hatte er ihn gefunden. Auf seine für ihn so typisch dramatischen Art. Ein Jeder hätte sicher einen Fels beiseite geschoben und wäre auf einen verborgenen Eingang gestoßen. Nicht so Malachai. Er nahm wie üblich den Hintereingang und stürzte mit sicher zwei Metern Tunneldecke in den Selbigen. Sie schrie nach ihm, daran konnte sie sich noch erinnern, griff nach ihm. Aber er war zu weit weg und es ging alles viel zu schnell. Erst als das Beben nachließ und die dichte Staubwolke sich gelegt hatte konnte sie die Öffnung am Boden ausmachen. Panisch ließ sie sich am Rand des Loches auf die Knie fallen um in die Dunkelheit zu blicken. Man kann sich die Erleichterung wohl vorstellen als der Sturz sich nicht als ganz so tief herausstellte wie befürchtet. Und auch das leise Fluchen das ihr aus dem Loch entgegen kam, ließen sie erleichtert Ausatmen. Er lebte, auch wenn er sich sicherlich verletzt hatte bei dieser Art mit der Tür ins Haus zu fallen.
Sie musste sich zwingen ein Seil um einen in der nähe gelegenen Felsblock zu binden um dieses ins Loch hinab zu lassen. Er hatte zwar den Eingang gefunden, aber ob sich das später für den Ausgang genauso gestallten würde, war fraglich. Es sei denn sie würden das Fliegen erlernen in der nächsten Zeit.
Um einiges langsamer als er, machte sie sich an den Abstieg. Es war dunkel und die plötzliche Kälte in diesem Tunnel ließen sie erschaudern. Erleichtert schloss sie ihn in die Arme. Er hatte schmerzen, das konnte sie selbst in der Dunkelheit erkennen, aber für solche Nebensächlichkeiten blieben ihm wohl keine Zeit. Gebannt blickt er der Schwärze des Tunnels entgegen. Ihr blieb also nichts anderes zutun als für etwas Licht zu sorgen und ihm vorsichtig zu folgen…
Leise Schritte auf der Veranda ließen sie aufblicken. Er kam nach Hause. Wo auch immer er wieder gewesen war. Müde erhob sie sich um auf das Öffnen der Tür zu warten. Warum war sie schon wieder so unendlich müde?
- Malachai Schwarzmourne
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Diese Achterbahn der Gefühle. Es gab soviel schönes nun in seinem Leben...und dennoch ebensoviele dunkle Ecken und schwarze Flecken. Er war glücklich, gar keine Frage...doch wielange würde dieses Glück anhalten? Was ist das nächste, was schreckliches geschehen mag. Wielange würde es dauern, bis er wieder einen Fehler mache, der soviel Leid hervorrufen würde?
Leise betrachtet er seine schlafende Schönheit neben sich. Wie firedlich Sienara schläft, ihre Hand auf Eliras Händchen gelegt. Schwanger...er war so glücklich...entlich strahlte er wieder. Er entsann sich, dass er es fühlte, während der Reise. Ja, er war sich damals sicher und Glück überkam ihn. Er würde mit ihr ein Kind bekommen, ein gemeinsames Wesen als Verbindung aus der Liebe, die Sie besitzen, entstanden aus der Zuneigung jener beiden Menschen.
Sie redeten zuvor lange, er konnte nicht inne mehr, er musste ihr sagen, was er erfuhr in den Katakomben der Schatten.
Langsam hebte er den Kopf, der Rücken schmerzte wie eigentlich jeder Zentimeter seines Körpers. Etwas spitzes drückte sich gegen seine Haut, eine scharfe Kante von einen dr Felsbrocken.
Er fasste sich an den Kopf, hustete den Staub aus seiner Lunge, während er langsam aber sicher ein Rufen wahr nahm.
Er blickte empor, das helle Licht des Tages raubte ihm seine Sehkraft. Er schloss Sie, versuchte einen klaren Gedanken zu fassen, als er es schlagartig hörte. Ein rufen, jemand rief ihn.
Er blickte sich um, er war in soetwas wie einer großen Halle gelandet. Er entsinnt sich, er sah Sie schon einmal. Hier wurde der Abtrünnige vernichtet...hier starben all die Schatten in einem dämonischen Kampf.
Er erhebte sich, es war kalt hier und der Boden war bedeckt mit der Asche des Brandes. Ein Seil kam hinab, Sienara schwang sich elegant herunter in seine Arme. Sie schaute besorgt, wer konnte es ihr übel nehmen. Sie untersuchte ihn sofort, wollte sich vergewissern, dass alle in Ordnung war und als ihm Blut die Stirn hinab rannte, blieb ihr Atem stehen. Eine Kopfverletzung, nichts ernsthaftes entgegnete er ihr. Er wollte weiter, er wollte nun wissen, was vor sich ginge, selbst wenn sein Inneres, dass ihn rief, auch gleich davor mahnte, zu gehen.
Zu dunkel, er sah nichts...doch welch Glück ein Mann hat, wenn die Frau, die er liebt, magische Fähigkeiten besitzt. Wie ein Schlauer aus Licht legte sich in sein inneres Auge und er sah die Umrisse.
Es lagen alte Waffen auf dem Boden, Steintische und Stühle waren umgeworfen und zerstört und die Wände waren ein Sammelsurium aus Brüchen und Kratzern, die von einem Kampf zwischen Schatten und Dämon zeugten.
Er nahm vorsichtig ihre Hand, Sie schwang wohl selber zwischen unbehagen und ehrfurcht vor jenen alten Hallen. Jener Vergangenheit ihrer Eltern.
Mit einem lauten knarzen und viel Kraft öffnete sich eine Tür, die einzige, die nicht verschüttet war oder dessen Tunnel nicht gleich nach wenigen Metern endete. Sie gingen einen langen Korridor entlang, Wände waren eingebrochen, Türen hingen schief und ausgehangen aus den Schanieren und überall verbrannte Erde und Asche. Es war, als würde es nur einen Weg geben, nur eine Möglichkeit...oder vielleicht wusste Malachai auch nur, wo er hingehen musste.
Ja, es kam ihm so bekannt vor...obwohl er das letzte mal hier als Säugling war, schien er alles einmal gesehen zu haben.
Er stoppte, er schaute zu einer Tür. Sie war schwarz, aber im Gegensatz zu den anderen, besass Sie goldene Türschrauben. Er stoppte, starrte auf ein Zeichen an jener, so etwas wie ein zweifaches S.
Er öffnete Sie, ohne Probleme schwang Sie auf. Es war wie ein Blitz, der ihn traf, der diesen zerstörten Raum wandelte. Fackeln erschienen brennend an den Wänden. Der umgeworfene Schreibtisch stand wieder an seinen rechten Platz, voll mit Unterlagen. Türen hakten sich von selber in die Türschieren, Bücher landeten im Regal und in der Mitte des Raumes war ein fein verziertes Holzbettchen, an welchem ein kleines Mobile hing. Eine wunderschöne, junge Frau mit langem, schwarzen Haar trat von einem anderen Raum hinein, strahlend im Gesicht und beugte sich über das Bettchen, wo sie ein kleines Kind, gerade mal einen Tag Alt hoch hob und fest in den Arm nahm.
Sie schloss die Augen, das Lächeln wich nicht aus ihrem Zügen. Ein Mann trat herein. Er sah Malachai so ähnlich, müsste im selben Alter sein wie er. Er trug feine Kleidung und eine stählerne, schwarze Rüstung. Einzig hatte er keinen Bart und die Narbe am Auge fehlte, ebenso kurzes Haar.
Marick trat auf seine Frau und seinenSohn zu.
"Aber meine Geliebte, was machst du denn da? Du hast gerade eine Geburt hinter dir und sollst dich doch schonen."
Sie ging mit dem Sohn zum Manne, sie lächelte weiter und streichelt ihm sanft über die Wange, ehe Sie ihm einen Kuss gibt.
"Ich konnte nicht, ohne bei unserem Sohn zu sein. Er ist so wunderschön...wie sein Vater."
Der Mann schaute weiter ein wenig verärgert, dass die Frau den Befehlen des Heilers trotzte und sich nicht schonte, begann dann aber in ihre Augen zu blicken und strahlte über das Gesicht, dann nimmt er Sie vorsichtig in den Arm, drückt seinen kleinen schlafenden Sohn einen Kuss auf die Stirn und dann seiner Frau.
"Ich will doch bloss nicht, dass euch etwas passiert."
"Das weiß ich Marick, und deswegen Liebe ich dich so sehr. Aber es geht mir gut."
Das Feuer in den Fackeln beginnt vom Winde sich zu winden, alles bricht wieder in sich zusammen, wie als würde etwas böses das Familienglück in der Mitte angreifen, jene Personen, die sich nicht regten und langsam verschwanden vor dem geistigen Auge und der zerstörte Raum wieder so zu sehen war, wie er eigentlich ist.
Malachai schrie kurz auf, ehe er in sich am Türrahmen zusammensackte.
Da kam wieder dieser Gedanke. Hat er sich alles nur eingebildet? Hat Sienara nicht das gesehen, was er sah?
Oder schweigt sie darüber, vielleicht zur vorsicht, um die Wunden nicht zu erhöhen.
Langsam beugt er sich hinüber zu ihr, gibt ihr einen sanften kuss und streichelt ihr vorsichtig über den Bauch. Dann legt er sich hin, die Augen schliessend, doch schlaf fand er keinen...nein...zuviele Gedanken kreisen durch seinen Kopf, zuviele Gefühle durchlaufen seine Bahnen...zuviel passiert im Leben und die Angst, in jener schönen Zeit, wird etwas finsteres kommen, wächst.
Leise betrachtet er seine schlafende Schönheit neben sich. Wie firedlich Sienara schläft, ihre Hand auf Eliras Händchen gelegt. Schwanger...er war so glücklich...entlich strahlte er wieder. Er entsann sich, dass er es fühlte, während der Reise. Ja, er war sich damals sicher und Glück überkam ihn. Er würde mit ihr ein Kind bekommen, ein gemeinsames Wesen als Verbindung aus der Liebe, die Sie besitzen, entstanden aus der Zuneigung jener beiden Menschen.
Sie redeten zuvor lange, er konnte nicht inne mehr, er musste ihr sagen, was er erfuhr in den Katakomben der Schatten.
Langsam hebte er den Kopf, der Rücken schmerzte wie eigentlich jeder Zentimeter seines Körpers. Etwas spitzes drückte sich gegen seine Haut, eine scharfe Kante von einen dr Felsbrocken.
Er fasste sich an den Kopf, hustete den Staub aus seiner Lunge, während er langsam aber sicher ein Rufen wahr nahm.
Er blickte empor, das helle Licht des Tages raubte ihm seine Sehkraft. Er schloss Sie, versuchte einen klaren Gedanken zu fassen, als er es schlagartig hörte. Ein rufen, jemand rief ihn.
Er blickte sich um, er war in soetwas wie einer großen Halle gelandet. Er entsinnt sich, er sah Sie schon einmal. Hier wurde der Abtrünnige vernichtet...hier starben all die Schatten in einem dämonischen Kampf.
Er erhebte sich, es war kalt hier und der Boden war bedeckt mit der Asche des Brandes. Ein Seil kam hinab, Sienara schwang sich elegant herunter in seine Arme. Sie schaute besorgt, wer konnte es ihr übel nehmen. Sie untersuchte ihn sofort, wollte sich vergewissern, dass alle in Ordnung war und als ihm Blut die Stirn hinab rannte, blieb ihr Atem stehen. Eine Kopfverletzung, nichts ernsthaftes entgegnete er ihr. Er wollte weiter, er wollte nun wissen, was vor sich ginge, selbst wenn sein Inneres, dass ihn rief, auch gleich davor mahnte, zu gehen.
Zu dunkel, er sah nichts...doch welch Glück ein Mann hat, wenn die Frau, die er liebt, magische Fähigkeiten besitzt. Wie ein Schlauer aus Licht legte sich in sein inneres Auge und er sah die Umrisse.
Es lagen alte Waffen auf dem Boden, Steintische und Stühle waren umgeworfen und zerstört und die Wände waren ein Sammelsurium aus Brüchen und Kratzern, die von einem Kampf zwischen Schatten und Dämon zeugten.
Er nahm vorsichtig ihre Hand, Sie schwang wohl selber zwischen unbehagen und ehrfurcht vor jenen alten Hallen. Jener Vergangenheit ihrer Eltern.
Mit einem lauten knarzen und viel Kraft öffnete sich eine Tür, die einzige, die nicht verschüttet war oder dessen Tunnel nicht gleich nach wenigen Metern endete. Sie gingen einen langen Korridor entlang, Wände waren eingebrochen, Türen hingen schief und ausgehangen aus den Schanieren und überall verbrannte Erde und Asche. Es war, als würde es nur einen Weg geben, nur eine Möglichkeit...oder vielleicht wusste Malachai auch nur, wo er hingehen musste.
Ja, es kam ihm so bekannt vor...obwohl er das letzte mal hier als Säugling war, schien er alles einmal gesehen zu haben.
Er stoppte, er schaute zu einer Tür. Sie war schwarz, aber im Gegensatz zu den anderen, besass Sie goldene Türschrauben. Er stoppte, starrte auf ein Zeichen an jener, so etwas wie ein zweifaches S.
Er öffnete Sie, ohne Probleme schwang Sie auf. Es war wie ein Blitz, der ihn traf, der diesen zerstörten Raum wandelte. Fackeln erschienen brennend an den Wänden. Der umgeworfene Schreibtisch stand wieder an seinen rechten Platz, voll mit Unterlagen. Türen hakten sich von selber in die Türschieren, Bücher landeten im Regal und in der Mitte des Raumes war ein fein verziertes Holzbettchen, an welchem ein kleines Mobile hing. Eine wunderschöne, junge Frau mit langem, schwarzen Haar trat von einem anderen Raum hinein, strahlend im Gesicht und beugte sich über das Bettchen, wo sie ein kleines Kind, gerade mal einen Tag Alt hoch hob und fest in den Arm nahm.
Sie schloss die Augen, das Lächeln wich nicht aus ihrem Zügen. Ein Mann trat herein. Er sah Malachai so ähnlich, müsste im selben Alter sein wie er. Er trug feine Kleidung und eine stählerne, schwarze Rüstung. Einzig hatte er keinen Bart und die Narbe am Auge fehlte, ebenso kurzes Haar.
Marick trat auf seine Frau und seinenSohn zu.
"Aber meine Geliebte, was machst du denn da? Du hast gerade eine Geburt hinter dir und sollst dich doch schonen."
Sie ging mit dem Sohn zum Manne, sie lächelte weiter und streichelt ihm sanft über die Wange, ehe Sie ihm einen Kuss gibt.
"Ich konnte nicht, ohne bei unserem Sohn zu sein. Er ist so wunderschön...wie sein Vater."
Der Mann schaute weiter ein wenig verärgert, dass die Frau den Befehlen des Heilers trotzte und sich nicht schonte, begann dann aber in ihre Augen zu blicken und strahlte über das Gesicht, dann nimmt er Sie vorsichtig in den Arm, drückt seinen kleinen schlafenden Sohn einen Kuss auf die Stirn und dann seiner Frau.
"Ich will doch bloss nicht, dass euch etwas passiert."
"Das weiß ich Marick, und deswegen Liebe ich dich so sehr. Aber es geht mir gut."
Das Feuer in den Fackeln beginnt vom Winde sich zu winden, alles bricht wieder in sich zusammen, wie als würde etwas böses das Familienglück in der Mitte angreifen, jene Personen, die sich nicht regten und langsam verschwanden vor dem geistigen Auge und der zerstörte Raum wieder so zu sehen war, wie er eigentlich ist.
Malachai schrie kurz auf, ehe er in sich am Türrahmen zusammensackte.
Da kam wieder dieser Gedanke. Hat er sich alles nur eingebildet? Hat Sienara nicht das gesehen, was er sah?
Oder schweigt sie darüber, vielleicht zur vorsicht, um die Wunden nicht zu erhöhen.
Langsam beugt er sich hinüber zu ihr, gibt ihr einen sanften kuss und streichelt ihr vorsichtig über den Bauch. Dann legt er sich hin, die Augen schliessend, doch schlaf fand er keinen...nein...zuviele Gedanken kreisen durch seinen Kopf, zuviele Gefühle durchlaufen seine Bahnen...zuviel passiert im Leben und die Angst, in jener schönen Zeit, wird etwas finsteres kommen, wächst.
Zuletzt geändert von Malachai Schwarzmourne am Donnerstag 18. Juni 2009, 19:44, insgesamt 1-mal geändert.
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
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Sienara Schwarzmourne
Oh bitte nicht schwanger. Sie hatte es eine ganze Weile schon geahnt und wollte es nicht wahr haben. Am besten gar nicht dran denken, dann muss man sich den Tatsachen auch nicht stellen. Zumindest bis zu dem Abend, als er es ihr auf den Kopf zu gesagt hat. Laut ausgesprochen kam es näher als einem lieb ist.
Schon als er den Abend das Haus betrat wusste sie, dass etwas nicht stimmt. Erst dachte sie noch er sei böse wegen des verpassten Treffens, aber es steckte mehr dahinter. Wieder quälten ihn die alten Sorgen. Seine Ängste die selben Fehler zu begehen wie einst sein Vater. Die Sorge was mit seinem Sohn geschehen sollte oder mit den Schatten. Was hatte er genau dort unten gesehen und ahnte er was sie erlebt hatte? Sie hatte geschwiegen. Wollte ihn nicht wieder in diese Zweifel stürzen wie beim letzten Mal, als der Traum erwähnt wurde. Natürlich war da auch ihre Angst er könnte sie verlassen deswegen. Wenn er auch nur wirklich einen Moment glauben müsste er könnte ihr oder seinem Sohn etwas antun, dann würde er gehen. Und jetzt noch ein weiteres Kind um das er sich sorgen würde.
Sie zuckte zusammen als er von selbst den Traum von damals zur Rede brachte. Aber nein, er wusste es nicht, konnte es gar nicht wissen
…Diese Zerstörung! Man konnte förmlich das Leid spüren das hier vor sich gegangen war. Dicke Asche- und Staubschichten verschlangen die Geräusche ihrer Schritte. Mehr als einmal musste sie darauf achten nicht über ein zerstörtes Möbelteil oder eine am Boden liegende Waffe zu stolpern. Immer wieder mussten sie ihre Richtung ändern weil dicke Felsbrocken den Weg versperrten. Und dann auf einmal diese Tür. Scheinbar hatten Zeit und Feuer ihr wenig anhaben können. Mühelos ließ sie sich öffnen und Malachai ging voran in den Raum um dann wie vom Donner gerührt stehen zu bleiben. Besorgt über sein plötzliches Innehalten und den leeren Ausdruck in seinen Augen berührte sie ihn am Arm.
Ein Bild, nur ein kurzes Aufflackern einer Szene. Für einen Moment dachte sie in die glückliche Zukunft zu blicken. Viel Liebe ging von diesem kurzen Bild aus. Die selbe Liebe die sie jedes mal empfand, wenn sie in die Augen Malachais blickte. Aber nein, das war nicht sie die dort mit dem Kind im Arm stand. Und der Mann war nicht ihr Mann, auch wenn sie sich auf unheimliche weise sehr ähnlich sahen. Erschrocken zog sie ihre Hand zurück und das Bild verschwand um einem neuen Platz zu machen. Ein verzerrtes Gesicht, eine aufblitzende Waffe und ein Schmerz im Leib der sie auf die Knie trieb. Und dann dieses irre Lachen des Mannes der die Waffe geführt hat. Sie kannte dieses Bild nur zu gut, hatte es schon einmal gesehen und als unmöglich abgetan. Mit Aufbringung all ihrer Kräfte verschloss sie ihren Geist vor diesem Bild, wollte nicht noch mehr sehen. Nie wieder an die über ihr schwebende Gefahr denken. Es war dieser Raum, irgendetwas ging von ihm aus, sie musste hier raus…
Wie von selbst wandert ihre Hand auf den noch flachen Bauch. Nein, so weit würde es nie kommen. Er würde nicht den selben Fehler begehen wie sein Vater. Er würde nicht mit dem schwarzen Blut spielen, würde keinen Abtrünnigen erschaffen und er würde ihr und seinem ungeborenem Kind niemals etwas antun. Und sie würde auch nicht weiter darüber nachdenken das sie in diesem grauenhaften Traum nie ein eigenes Kind gesehen hatte. Würde sich nicht erlauben darüber nachzudenken was mit ihrem Kind geschehen war. Ein Traum, einfach nur ein Traum.
Was mit ihr geschah war ihr egal, aber nun musste sie sich um das Leben sorgen das in ihr heran wuchs. Sie würde anfangen müssen ihn zu beobachten und hoffen, dass all das nur den Ängsten ihres Mannes entsprungen war, wie sie versucht hatte ihm zu erklären. Sie durfte nicht anfangen an ihm zu zweifeln. Für keinen Augenblick.
Lächelnd beobachtete sie sein Spiel mit Elira, die für das Treffen seiner Eltern mit Rafael noch einen Tag bei ihnen blieb. Konnte dieser Mann wirklich fähig sein einem Kind, ihrem Kind, etwas anzutun? Unsinn, genug mit den Sorgen und Ängsten. Es war Zeit sich über das was die Zukunft brachte zu freuen. Sie würden bald eine Familie sein. Ein guter Anfang wäre es, ihm die glückliche Botschaft auch jedem mitteilen zu lassen.
Schon als er den Abend das Haus betrat wusste sie, dass etwas nicht stimmt. Erst dachte sie noch er sei böse wegen des verpassten Treffens, aber es steckte mehr dahinter. Wieder quälten ihn die alten Sorgen. Seine Ängste die selben Fehler zu begehen wie einst sein Vater. Die Sorge was mit seinem Sohn geschehen sollte oder mit den Schatten. Was hatte er genau dort unten gesehen und ahnte er was sie erlebt hatte? Sie hatte geschwiegen. Wollte ihn nicht wieder in diese Zweifel stürzen wie beim letzten Mal, als der Traum erwähnt wurde. Natürlich war da auch ihre Angst er könnte sie verlassen deswegen. Wenn er auch nur wirklich einen Moment glauben müsste er könnte ihr oder seinem Sohn etwas antun, dann würde er gehen. Und jetzt noch ein weiteres Kind um das er sich sorgen würde.
Sie zuckte zusammen als er von selbst den Traum von damals zur Rede brachte. Aber nein, er wusste es nicht, konnte es gar nicht wissen
…Diese Zerstörung! Man konnte förmlich das Leid spüren das hier vor sich gegangen war. Dicke Asche- und Staubschichten verschlangen die Geräusche ihrer Schritte. Mehr als einmal musste sie darauf achten nicht über ein zerstörtes Möbelteil oder eine am Boden liegende Waffe zu stolpern. Immer wieder mussten sie ihre Richtung ändern weil dicke Felsbrocken den Weg versperrten. Und dann auf einmal diese Tür. Scheinbar hatten Zeit und Feuer ihr wenig anhaben können. Mühelos ließ sie sich öffnen und Malachai ging voran in den Raum um dann wie vom Donner gerührt stehen zu bleiben. Besorgt über sein plötzliches Innehalten und den leeren Ausdruck in seinen Augen berührte sie ihn am Arm.
Ein Bild, nur ein kurzes Aufflackern einer Szene. Für einen Moment dachte sie in die glückliche Zukunft zu blicken. Viel Liebe ging von diesem kurzen Bild aus. Die selbe Liebe die sie jedes mal empfand, wenn sie in die Augen Malachais blickte. Aber nein, das war nicht sie die dort mit dem Kind im Arm stand. Und der Mann war nicht ihr Mann, auch wenn sie sich auf unheimliche weise sehr ähnlich sahen. Erschrocken zog sie ihre Hand zurück und das Bild verschwand um einem neuen Platz zu machen. Ein verzerrtes Gesicht, eine aufblitzende Waffe und ein Schmerz im Leib der sie auf die Knie trieb. Und dann dieses irre Lachen des Mannes der die Waffe geführt hat. Sie kannte dieses Bild nur zu gut, hatte es schon einmal gesehen und als unmöglich abgetan. Mit Aufbringung all ihrer Kräfte verschloss sie ihren Geist vor diesem Bild, wollte nicht noch mehr sehen. Nie wieder an die über ihr schwebende Gefahr denken. Es war dieser Raum, irgendetwas ging von ihm aus, sie musste hier raus…
Wie von selbst wandert ihre Hand auf den noch flachen Bauch. Nein, so weit würde es nie kommen. Er würde nicht den selben Fehler begehen wie sein Vater. Er würde nicht mit dem schwarzen Blut spielen, würde keinen Abtrünnigen erschaffen und er würde ihr und seinem ungeborenem Kind niemals etwas antun. Und sie würde auch nicht weiter darüber nachdenken das sie in diesem grauenhaften Traum nie ein eigenes Kind gesehen hatte. Würde sich nicht erlauben darüber nachzudenken was mit ihrem Kind geschehen war. Ein Traum, einfach nur ein Traum.
Was mit ihr geschah war ihr egal, aber nun musste sie sich um das Leben sorgen das in ihr heran wuchs. Sie würde anfangen müssen ihn zu beobachten und hoffen, dass all das nur den Ängsten ihres Mannes entsprungen war, wie sie versucht hatte ihm zu erklären. Sie durfte nicht anfangen an ihm zu zweifeln. Für keinen Augenblick.
Lächelnd beobachtete sie sein Spiel mit Elira, die für das Treffen seiner Eltern mit Rafael noch einen Tag bei ihnen blieb. Konnte dieser Mann wirklich fähig sein einem Kind, ihrem Kind, etwas anzutun? Unsinn, genug mit den Sorgen und Ängsten. Es war Zeit sich über das was die Zukunft brachte zu freuen. Sie würden bald eine Familie sein. Ein guter Anfang wäre es, ihm die glückliche Botschaft auch jedem mitteilen zu lassen.
Zuletzt geändert von Sienara Schwarzmourne am Freitag 19. Juni 2009, 11:49, insgesamt 1-mal geändert.
- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Langsam ging er durch die knarzende Holztür in das Kinderzimmer. Fest im Arme seinen Sohn, der leise atmete, die Augen fest verschlossen schon in den verrücktesten und spaßigsten Träumen.
Vorsichtig legt er ihn ins Bett und deckt ihn zu, ein letzter Kuss auf die Stirn, dann erlischt das Licht und lautlos, fast gleitend wandert er zurück zur Tür, an jener stehen bleibend, noch einmal wendend und auf die dunklen Umrisse blickend, die tief und fest schliefen.
Er seufzt leicht, er hatte ihn bei sich, seinen Sohn und er war glücklich. Doch angesichts des Grundes, warum er bei ihm sein musste, warum er ihn von dem schönen Haus bei seiner Mutter entreissen musste, stimmten ihn doch ein wenig traurig.
Er war ein Schatten, sich dessen vielleicht noch nicht im Ganzen bewusst, doch war Marick ein Schatten und er musste ausgebildet werden...vorbereitet auf all jenes, was kommen mag in seinem Leben.
Langsam fasste er sich an den Kopf, sich hochdrückend vom Boden, die Augen nur spärlich öffnend und hineinblickend in jenes abermals zerstörte Zimmer.
Was war das?
Eine Vision?
Oder der Wahnsinn höchst persönlich?
Began er, nun den Verstand zu verlieren?
Sienara blickte ihn nicht minder sorgenvoll an, natürlich schaute sie so...er schien aufgeschrien zu haben, ehe er zusammen sackte...wie merkwürdig mag es erst ihr vorkommen...oder....hat sie es auch gesehen? War er doch nicht verrückt?
Er nahm ihre Hand, gab ihr einen Kuss, jener Kuss, der ihr zeigen sollte, das Sie sich keine Sorgen machen musste, aber auch nicht nachfragen sollte.
Er wollte es nicht erörtern, er wusste, er musste weiter...was auch immer geschehen mag, was auch immer er finden sollte, er war nahe dran, es herauszufinden.
Immer tiefer gingen Sie durch die dunklen Gänge der Schattenenklave, wie Sie das Buch der Schatten nannte....jene Gewölbe, in welcher die Gemeinschaft der Schatten hausten und lebten.
Viele Türen zu allen Seiten, beschriftet mit Namen, die ihm gar unbekannt waren. Andere nur mit merkwürdigen Zeichen versehen und immer wieder stolperten Sie über Skelettkörper, denen Arme oder Beine fehlten, die aussehen, als wären die letzten Sekunden ihres Lebens die Qualvollsten gewesen.
Doch sicher, er wusste, was geschah...Malachai erfuhr es, die Geschichte um die erste Vernichtung. Die riesigen Krallen- und Kratzspuren an den Wänden sind Zeitzeugen, die ein gutes Bild von jenen dämonischen Kreaturen machten, welche der Abtrünnige einst heraufbeschwor.
Die Wege wurden immer verzwickter, doch Zielsicher ging Malachai um die Ecken, durch andere Räume hindurch, bis er vor einer massiven Eisentür stand, mindestens so hoch wie 2 Mannen. Er öffnete Sie, mit aller Kraft und lautem Geräusch quitschender Scharnieren öffnete Sie, ein fauliger, starker Windhauch bliess den Staub aus jenen Raume hinaus, liess Malachai schützend seine Frau in den Arm nehmend und den Umhang vor beide legend, ehe er seinen Kopf erhebt und durch diese Tür trat. Das Unbehagen mochte in beiden berechtigt sein, ein Berg voller verwester Leichnahme zeigte sich ihnen, ja, dies war der Raum, indem der Abtrünnige das Schlachten began, in welchem seine Herscharren über die Ahnungslosen, zusammen getriebenen Schatten fielen. Dies war der Raum des Beginnens, die riesigen Hallen, die einst für alle Festlichkeiten, alle Gespräche, alle Versammlungen herhielt. Ja, die Halle der großen Vieren nannte man Sie, jener Dreh und Angelpunkt alles Handelns der Schatten, das Zentrum der Enklave und in der Mitte ein schwarzer, steinerner Thron, auf dessen Platze der Schattenlord sitzen musste.
Er machte den ersten Schritt hinein, als wieder die Hallen begannen sich zu verformen. Fackeln erschienen an den Wänden, Tische stellten sich alleine wieder auf, Bücher erschienen, lange, riesige schwarze Banner rollten sich auf an den Wänden, ein riesiges, reges Treiben von Personen, die begannen, rückwärts zu laufen, bis Sie alle verschwanden waren und nur am Throne ein Mann saß, der immer wieder so verblüffend ähnlich seinem Sohne schien, elegant, in Schwarz gehüllt.
Ein weiterer Mann tritt durch die Hallen, zornesröte in seinem Gesicht, mit festem Schritte, während sein riesiges Breitschwert seinen Rücken ziert.
Er tritt hervor und verbeugt sich, Marick winkt ab und so erhebt sich jener Mann.
"Warum, mein Schattenlord....",brüllt er aus sich heraus, die Wut mag nun spürbar sein. "Warum schicktet ihr Evelina nach Ankorhed, warum? Sie war nicht für diese Aufgabe bereit...es war nicht ihr Fachgebiet? Warum schicktet ihr Sie, auf dass Sie nun zurück kam in einen Sarg? Was brachte euch nur dazu?"
Tränen brechen jenen wutentbrannten Mann nun hinaus, gleiten seiner Wange hinab, um dann wie der Schlag einer Kanone zu Boden zu fallen.
"Meralon", sprach Marick in ruhigem Tone. "Ein jeder muss bis zu seinen Grenzen gehen. Ein jeder Schatten weiß um das Risiko, dass er trägt. Es gibt für alle Verluste, jeder hat seine Bürde zu tragen, wenn..."
"UNSINN.", schrie Meralon und obwohl er es nicht sehen konnte, erkannte Malachai in jenen Bilde, direkt neben dem Umhang, eine weitere, dritte Person. Jemand blickte auf ihn herab, jemand, so tief im Schatten stehend, dass man ihn als Unsichtbar schimpfen könnte...und dennoch...Malachai sah ihn.
"Eure Frau wäre eine bessere Wahl gewesen, sie kannte das Gebiet. Sie kannte den Kontaktmann und sie war bei weitem eine bessere Kämpferin. Warum habt ihr Sie..."
Ehe er den Satz weiter sprechen konnte, war Marick schon vom Stuhle erhoben und binnen eines Bruchteils einer Sekunde glitt seine Hand an den Hals des Schattens, dessen Tränen und schluchzen sofort erstarben, als er in die Augen des Schattenlords blickte.
"Wage es nicht, deine Trauer in Wut gegen meine Frau zu richten. Wage es nicht, mich glauben zu lassen, du wärest eine Gefahr."
Es mag die Vernunft gewesen sein, die Marick dazu brachte, den Schatten los zu lassen, ihn auf seine Knie fallend...oder aber auch das leise, kaum hörbare Geräusch eines Messers, der langsam aus einer Scheide aus dem Ärmel hinausglitt.
"Und nun gehe, und vertraue mir, dass ich weder will, dass ein Schatten stirbt, noch bewusst jemand in den Tot schicken würde."
Meralon nickt, erhebt sich und geht hinaus. Gerade, als die Tür sich schliesst, tritt eine kurzhaarige, recht kräftige Gestalt mit schwarzen Haaren aus dem Schatten heraus, wieder etwas in den Ärmel steckend. Die markanten Gesichtszüge von Arsens Vater hat er definitiv an seinen Sohn weiter vererbt.
"Mein Schattenlord, Meralons Bedenken sind nicht unbegründet. Es gab keinen Schatten für diese Person, ausser seine und deine Frau. Und die deinige wäre besser prädistiniert für diese Aufgabe gewesen. Sie wäre nicht gescheitert."
Marick hebt die Hand, den Kopf senkend.
"Schweig Schattenmeister...ich bin mir dessen durchaus bewusst, welch Bild all dies auf mich wirft. Ich gebe zu...vielleicht habe ich falsch gehandelt...ich gebe zu...", er seufzt einmal,ehe er leise weiter spricht: "...vielleicht wollte ich meine Frau nicht in Gefahr bringen."
"Ihr kennt das Leben und das Gesetz der Schatten. Wer danach lebt, der weiß darum, dass die Gefühle eines einzelnen nicht über den Schutz des Gleichgewichtes stehen und dass ein jeder, die selbe Gefahr trägt. So wie Meralon in die Gefahr zieht, so tut ihr es auch. Und ebenso eure Frau. Die Geburt eures Sohnes liegt ein halbes Äeon zurück, sie ist bei bester Gesundheit und bei vollen Kräften. Sie darf nicht bevorzugt behandelt werden, nur weil Sie eure Frau ist...nein, darüber steht, dass Sie eine Schatten ist und als Schattenlord ist es eure Aufgabe, sie in den Mission als eben jenes zu betrachten."
Die stimme von Arsens Vater klingt fest und sachlich, unterschwellig mahnend mit einem Befehlston.
Dann tritt er näher, legt die Hand auf die Schulter von Marick, welcher ebenso die Hand auf seine legt.
"Lass mich nicht glauben, mein guter Freund, dass du beginnst, falsch zu handeln und den Verstand zu verlieren. Dass deine Gefühle sorgsam und über jenen der Allgemeinheit stehen...du weißt, was ich sonst tun muss?"
Marick nickt, den Kopf weiter gesenkt. Wieder beginnt sich alles zu verformen, wieder entsteht das Chaos, dass diesen Raum dominierte, als er ihn betraf. Dieses mal war Malachai darauf gefasst, er wankte nur, hielt sich an der schweren Eisentür fest, unterdrückte den Schrei und sackte nur auf einem Beine zusammen, als er die Augen öffnete und wieder den Berg Leichen vor sich sah.
Er schloss vorsichtig die Tür zum Kinderzimmer, ging die Treppen hinab. Es war alles so verwirrend, so merkwürdig. Es konnte kein Zufall sein, nein, nicht, dass sich die Geschichte so sehr wiederholte, Arsens Vater, der ebenso wie sein Sohn selber als Schattenmeister und guter Freund zum Schattenlord stand, der aber ebenso jene kühnheit und jene emotionslosigkeit besass, um seinen Freund im Falle der Vorsorge, zu töten.
Malachai stieg hinab in den Keller, setzte sich an die Bettkannte und streichelte sanft über den Kopf seiner wunderschönen Frau.
Vieles spiegelt sich von ihm im Leben seines Vaters wieder...vieles...auch die schlechten Eigenschaften und er musste wirklich abwägen, ob auch er eine Gefahr werden kann für das, was ihm am liebsten ist.
Vorsichtig legt er ihn ins Bett und deckt ihn zu, ein letzter Kuss auf die Stirn, dann erlischt das Licht und lautlos, fast gleitend wandert er zurück zur Tür, an jener stehen bleibend, noch einmal wendend und auf die dunklen Umrisse blickend, die tief und fest schliefen.
Er seufzt leicht, er hatte ihn bei sich, seinen Sohn und er war glücklich. Doch angesichts des Grundes, warum er bei ihm sein musste, warum er ihn von dem schönen Haus bei seiner Mutter entreissen musste, stimmten ihn doch ein wenig traurig.
Er war ein Schatten, sich dessen vielleicht noch nicht im Ganzen bewusst, doch war Marick ein Schatten und er musste ausgebildet werden...vorbereitet auf all jenes, was kommen mag in seinem Leben.
Langsam fasste er sich an den Kopf, sich hochdrückend vom Boden, die Augen nur spärlich öffnend und hineinblickend in jenes abermals zerstörte Zimmer.
Was war das?
Eine Vision?
Oder der Wahnsinn höchst persönlich?
Began er, nun den Verstand zu verlieren?
Sienara blickte ihn nicht minder sorgenvoll an, natürlich schaute sie so...er schien aufgeschrien zu haben, ehe er zusammen sackte...wie merkwürdig mag es erst ihr vorkommen...oder....hat sie es auch gesehen? War er doch nicht verrückt?
Er nahm ihre Hand, gab ihr einen Kuss, jener Kuss, der ihr zeigen sollte, das Sie sich keine Sorgen machen musste, aber auch nicht nachfragen sollte.
Er wollte es nicht erörtern, er wusste, er musste weiter...was auch immer geschehen mag, was auch immer er finden sollte, er war nahe dran, es herauszufinden.
Immer tiefer gingen Sie durch die dunklen Gänge der Schattenenklave, wie Sie das Buch der Schatten nannte....jene Gewölbe, in welcher die Gemeinschaft der Schatten hausten und lebten.
Viele Türen zu allen Seiten, beschriftet mit Namen, die ihm gar unbekannt waren. Andere nur mit merkwürdigen Zeichen versehen und immer wieder stolperten Sie über Skelettkörper, denen Arme oder Beine fehlten, die aussehen, als wären die letzten Sekunden ihres Lebens die Qualvollsten gewesen.
Doch sicher, er wusste, was geschah...Malachai erfuhr es, die Geschichte um die erste Vernichtung. Die riesigen Krallen- und Kratzspuren an den Wänden sind Zeitzeugen, die ein gutes Bild von jenen dämonischen Kreaturen machten, welche der Abtrünnige einst heraufbeschwor.
Die Wege wurden immer verzwickter, doch Zielsicher ging Malachai um die Ecken, durch andere Räume hindurch, bis er vor einer massiven Eisentür stand, mindestens so hoch wie 2 Mannen. Er öffnete Sie, mit aller Kraft und lautem Geräusch quitschender Scharnieren öffnete Sie, ein fauliger, starker Windhauch bliess den Staub aus jenen Raume hinaus, liess Malachai schützend seine Frau in den Arm nehmend und den Umhang vor beide legend, ehe er seinen Kopf erhebt und durch diese Tür trat. Das Unbehagen mochte in beiden berechtigt sein, ein Berg voller verwester Leichnahme zeigte sich ihnen, ja, dies war der Raum, indem der Abtrünnige das Schlachten began, in welchem seine Herscharren über die Ahnungslosen, zusammen getriebenen Schatten fielen. Dies war der Raum des Beginnens, die riesigen Hallen, die einst für alle Festlichkeiten, alle Gespräche, alle Versammlungen herhielt. Ja, die Halle der großen Vieren nannte man Sie, jener Dreh und Angelpunkt alles Handelns der Schatten, das Zentrum der Enklave und in der Mitte ein schwarzer, steinerner Thron, auf dessen Platze der Schattenlord sitzen musste.
Er machte den ersten Schritt hinein, als wieder die Hallen begannen sich zu verformen. Fackeln erschienen an den Wänden, Tische stellten sich alleine wieder auf, Bücher erschienen, lange, riesige schwarze Banner rollten sich auf an den Wänden, ein riesiges, reges Treiben von Personen, die begannen, rückwärts zu laufen, bis Sie alle verschwanden waren und nur am Throne ein Mann saß, der immer wieder so verblüffend ähnlich seinem Sohne schien, elegant, in Schwarz gehüllt.
Ein weiterer Mann tritt durch die Hallen, zornesröte in seinem Gesicht, mit festem Schritte, während sein riesiges Breitschwert seinen Rücken ziert.
Er tritt hervor und verbeugt sich, Marick winkt ab und so erhebt sich jener Mann.
"Warum, mein Schattenlord....",brüllt er aus sich heraus, die Wut mag nun spürbar sein. "Warum schicktet ihr Evelina nach Ankorhed, warum? Sie war nicht für diese Aufgabe bereit...es war nicht ihr Fachgebiet? Warum schicktet ihr Sie, auf dass Sie nun zurück kam in einen Sarg? Was brachte euch nur dazu?"
Tränen brechen jenen wutentbrannten Mann nun hinaus, gleiten seiner Wange hinab, um dann wie der Schlag einer Kanone zu Boden zu fallen.
"Meralon", sprach Marick in ruhigem Tone. "Ein jeder muss bis zu seinen Grenzen gehen. Ein jeder Schatten weiß um das Risiko, dass er trägt. Es gibt für alle Verluste, jeder hat seine Bürde zu tragen, wenn..."
"UNSINN.", schrie Meralon und obwohl er es nicht sehen konnte, erkannte Malachai in jenen Bilde, direkt neben dem Umhang, eine weitere, dritte Person. Jemand blickte auf ihn herab, jemand, so tief im Schatten stehend, dass man ihn als Unsichtbar schimpfen könnte...und dennoch...Malachai sah ihn.
"Eure Frau wäre eine bessere Wahl gewesen, sie kannte das Gebiet. Sie kannte den Kontaktmann und sie war bei weitem eine bessere Kämpferin. Warum habt ihr Sie..."
Ehe er den Satz weiter sprechen konnte, war Marick schon vom Stuhle erhoben und binnen eines Bruchteils einer Sekunde glitt seine Hand an den Hals des Schattens, dessen Tränen und schluchzen sofort erstarben, als er in die Augen des Schattenlords blickte.
"Wage es nicht, deine Trauer in Wut gegen meine Frau zu richten. Wage es nicht, mich glauben zu lassen, du wärest eine Gefahr."
Es mag die Vernunft gewesen sein, die Marick dazu brachte, den Schatten los zu lassen, ihn auf seine Knie fallend...oder aber auch das leise, kaum hörbare Geräusch eines Messers, der langsam aus einer Scheide aus dem Ärmel hinausglitt.
"Und nun gehe, und vertraue mir, dass ich weder will, dass ein Schatten stirbt, noch bewusst jemand in den Tot schicken würde."
Meralon nickt, erhebt sich und geht hinaus. Gerade, als die Tür sich schliesst, tritt eine kurzhaarige, recht kräftige Gestalt mit schwarzen Haaren aus dem Schatten heraus, wieder etwas in den Ärmel steckend. Die markanten Gesichtszüge von Arsens Vater hat er definitiv an seinen Sohn weiter vererbt.
"Mein Schattenlord, Meralons Bedenken sind nicht unbegründet. Es gab keinen Schatten für diese Person, ausser seine und deine Frau. Und die deinige wäre besser prädistiniert für diese Aufgabe gewesen. Sie wäre nicht gescheitert."
Marick hebt die Hand, den Kopf senkend.
"Schweig Schattenmeister...ich bin mir dessen durchaus bewusst, welch Bild all dies auf mich wirft. Ich gebe zu...vielleicht habe ich falsch gehandelt...ich gebe zu...", er seufzt einmal,ehe er leise weiter spricht: "...vielleicht wollte ich meine Frau nicht in Gefahr bringen."
"Ihr kennt das Leben und das Gesetz der Schatten. Wer danach lebt, der weiß darum, dass die Gefühle eines einzelnen nicht über den Schutz des Gleichgewichtes stehen und dass ein jeder, die selbe Gefahr trägt. So wie Meralon in die Gefahr zieht, so tut ihr es auch. Und ebenso eure Frau. Die Geburt eures Sohnes liegt ein halbes Äeon zurück, sie ist bei bester Gesundheit und bei vollen Kräften. Sie darf nicht bevorzugt behandelt werden, nur weil Sie eure Frau ist...nein, darüber steht, dass Sie eine Schatten ist und als Schattenlord ist es eure Aufgabe, sie in den Mission als eben jenes zu betrachten."
Die stimme von Arsens Vater klingt fest und sachlich, unterschwellig mahnend mit einem Befehlston.
Dann tritt er näher, legt die Hand auf die Schulter von Marick, welcher ebenso die Hand auf seine legt.
"Lass mich nicht glauben, mein guter Freund, dass du beginnst, falsch zu handeln und den Verstand zu verlieren. Dass deine Gefühle sorgsam und über jenen der Allgemeinheit stehen...du weißt, was ich sonst tun muss?"
Marick nickt, den Kopf weiter gesenkt. Wieder beginnt sich alles zu verformen, wieder entsteht das Chaos, dass diesen Raum dominierte, als er ihn betraf. Dieses mal war Malachai darauf gefasst, er wankte nur, hielt sich an der schweren Eisentür fest, unterdrückte den Schrei und sackte nur auf einem Beine zusammen, als er die Augen öffnete und wieder den Berg Leichen vor sich sah.
Er schloss vorsichtig die Tür zum Kinderzimmer, ging die Treppen hinab. Es war alles so verwirrend, so merkwürdig. Es konnte kein Zufall sein, nein, nicht, dass sich die Geschichte so sehr wiederholte, Arsens Vater, der ebenso wie sein Sohn selber als Schattenmeister und guter Freund zum Schattenlord stand, der aber ebenso jene kühnheit und jene emotionslosigkeit besass, um seinen Freund im Falle der Vorsorge, zu töten.
Malachai stieg hinab in den Keller, setzte sich an die Bettkannte und streichelte sanft über den Kopf seiner wunderschönen Frau.
Vieles spiegelt sich von ihm im Leben seines Vaters wieder...vieles...auch die schlechten Eigenschaften und er musste wirklich abwägen, ob auch er eine Gefahr werden kann für das, was ihm am liebsten ist.
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Anveena Midame
- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Ruhig saß er da, leise atmend, schaute er nach vorne auf das glückliche Paar, das gerade im Stande war, den heiligen Bund der Ehe zu schliessen.
Er erinnerte sich zurück, an seine Hochzeit....an seine Hochzeiten.
Mit Inara...damals, in der Waldlichtung, von Khazkal getraut.
Mit Sienara, im Zeichen der Schatten auf dem Schattenaltar hoch im Berge und auf dem Gelände der Akademie mit diesen lustigen, falschen Priester.
Er seufzte, drehte leicht seinen Ring an seinem Finger und schaute zur Seite.
Er war alleine da. Wie so oft.
Er erzählte Andreas, Sienara ginge es wegen der Schwangerschaft nicht gut...aber das war leider gelogen.
Er sah seine Frau kaum noch, sie schien ihm auszuweichen, hatte immer irgendetwas zu tun und mehr, als einen flüchtigen Kuss, konnte er nicht erhaschen.
Was war mit ihr los?
Bildete er sich das nur ein vielleicht?
Und dann Inara und Rafael, nicht gerade ein ruhiger Pol, der seine Stimmung erheben konnte. Nein, wie von einem Assgeier angefallen auf den verstaubten, alten Leichnahm, fauchte Rafael förmlich vor Berchgard, als er ihm unterstellte, er wäre die letzten Nächte bei Inara gewesen.
War er von Sinnen?
Wie naiv kann ein Mensch sein, nicht einfach bei seiner Angebetenen zu klopfen und nachzuschauen?
Ein Pferd, dass auf ihrem Hofe steht, unverkennbar schwarz....das er so närrisch sei und nicht einfach einmal schlussfolgern könne, das Pferd ist geliehen? Oder, für einen Bauernhof und eine Pferdezüchterin nicht untypisch, zur Pflege und Zucht da?
Es machte ihn wieder wütend.
Er hatte ihnen gesagt, er würde sich garantiert nicht in deren Liebesleben einmischen, würde fern von ihrem Treiben bleiben...doch dann soetwas?
Merkten Sie nicht, dass auch ihm noch der Schmerz zuteil wurde, wenn er Sie sah, seine ehemalige Frau, jene, die er für Tot hielt, nun in den Armen seines guten Freundes?
Er seufzte abermals, leise, um die Traugemeinschaft nicht auf sich zu ziehen.
Er bereute nie seine Entscheidung, er würde Sie nie bereuen. Aber das hiesse nicht, er könne seine Gefühle, jene Verbindung einfach so abstellen.
Und diese Distanz von Sienara, machte es bei weitem nicht besser.
Einbildung?
Möglich...doch wenn nicht, könnte er es ihr nicht einmal verübeln.
Das was Sie wusste...und er war sich sicher um ihr Wissen, würde jeden wohl verschrecken.
Zu erfahren, welch schlimme Gene zwischen Vater und Sohne herschen und dann Schwanger werden, könnten jeden ins Grübeln bringen.
Er dachte wieder an jenen verfluchten Orte, welcher seine schöne Heimat hätte werden können und nun Brutstädte des Leides und Todes war.
Langsam gewöhnte er sich an die Zusammenbrüche, verstand, was geschehen mag. Es war ein Puzzle, eine lebende Geschichte, die sich ihm offenbarte und Sie wollte ihm etwas sagen...ihm seine Vergangenheit aufzeigen.
Es muss mit seinem Vater zu tun haben, dies war ihm klar...dies wäre sogar einem Kleindkind klar.
Er erhob sich, er ging weiter, griff wie im Affekt Sienaras Hand und zog Sie hinter sich. Er musste es sehen, er musste die Wahrheit erkennen und herausfinden, was das alles solle. Wie im Wahn, begierig darauf, das nächste Teil zu erkennen, obwohl sein inneres aufschrie, sich dagegen wehren wollte, weil es doch Schmerz bedeuten könne.
Doch er ging festen Schrittes, schnell, die Wände wirkten Verschwommen, als ob eine helle Linie ihn den Weg zeigen würde, wo es lang ging. Bis er vor der Tür stehen blieb. Ihm stockte der Atem, er Schaudern kam ihm über den Rücken. Er wusste was es war, er wusste, welcher Raum sich dahinter verbergen würde. Er wollte Sie nicht öffnen, er wollte sich nicht erinnern, doch wie von einem Geist besessen, ergriff er den bronzenen Türgriff und die Tür, wie von einem inneren Sog, riss auf und er blickte hinein. Im Bruchteil einer Sekunde huschten schemenhafte Gestalten durch die Räumlichkeit, Gegenstände bäumten sich auf, setzten sich zusammen und ein dampfender Rauch kam aus den diversen Reagenziengläsern der Alchemiekammer.
"Mein Lord, es ist Wahnsinn. Ihr könnt es nicht tun, es ist gegen den Kodex."
Der schmächtige Mann in der Alchemistenrobe schaute erschrocken, als Marick die Klinge an seinen Arm hielt.
"Forschen mit dem schwarzen Blute...ihr seit unvernünftig, ihr handelt wie die Verdammten, die die großen Vieren erschufen. Es darf nicht gemacht werden. Es ist das Verhalten eines Narren und widerspricht unserem Glauben gegen die Macht."
Marick drehte nur den Kopf, schaute zu dem Alchemisten.
"Mein lieber Tevodar, ist es unvernünftig, zu wissen, was in einem steckt und jene Kraft, die man uns gab, die wir vererbt bekommen haben, zu erforschen, um Sie zum wohlen Zwecke zu nutzen? Ist es unvernünftig, sich besser zu Rüsten mit einem guten Schwerte, wenn man es besitzen kann? Wenn man die Schützen kann, die man liebt."
Tevodar macht einen Schritt auf ihn zu und greift nach der Hand, die das Schwert hielt.
"Ihr seit unvernünftig. Eurer Frau und eurem Sohne geht es gut. Der Attentäter wurde gestellt, eure Schatten haben hervorragende Arbeit geleistet. Es geschieht ihnen nichts und es wird ihnen nichts geschehen. Eure Künste alleine reichen, um Sie zu beschützen und eure Gemahlin ist auch nicht wehrlos und euer Sohn...bedenkt, was die Taufe ergab...er ist aussergewöhnlich...das Blut ist sehr stark in ihm. Diese Konstellation aus euch und eurer Frau hat ihn besonders gesegnet....er wird nicht hilflos sein. Doch bitte...ich flehe euch an...lasst ab von solchen Unterfangen."
Marick schaut ihm in die Augen, sein Blick ist ernst, wutunterlaufen. Tevodar mag dies spüren, er kriegt abermals die Angst, während seine Hand sich langsam von der des Schattenlords löst und er wieder einen Schritt zurück macht.
"Das ist der Beginn einer neuen Ära, einer neuen Generation Schatten. Unaufhaltsam, wird nie wieder jemand wagen, uns entgegen zu stellen, uns Schaden zu wollen. Niemand würde so Dumm sein, meine Frau und meinen Sohn schaden zufügen zu wollen."
Dann ritzt er sich in den Arm, das Blut quillt heraus, langsam hinab. Dunkelrot, verfärbt es sich dann, schwarz, dickflüssig, wie eine Schlange bildet es seinen Weg über den Arm, ehe es dann hinabfällt in eine kochende Flasche mit einer blaudunklen Essenz, die daraufhin sofort zu bibbern beginnt, der Dampf sich ins unermässliche Verfielfältigt und ein Knall ertönt.
Malachai reisst es abermals vom Boden, als er aufblickt, ist alles wieder zerstört, über die Jahre verfault und angegammelt.
Wieder dreht er seinen Ehering um den Finger, den Blick anhebend und das Ehepaar betrachtend, das gerade ihren Liebesschwur vorgetragen hat. Die Gäste erheben sich, man macht sich auf dem Weg zu den Feierlichkeiten in Berchgard. Auch er erhebt sich langsam, ein letztes Nicken gen Andreas, dann hinaus.
Ihm war nicht nach Feiern zumute. Nicht alleine, während er das unbeschwerte Leben und Glück der anderen sah, während das seinige es wohl nie verdient haben sollte. Nicht bei dieser Vergangenheit, nicht bei diesen Eltern....nicht bei diesem Fluch.
Er erinnerte sich zurück, an seine Hochzeit....an seine Hochzeiten.
Mit Inara...damals, in der Waldlichtung, von Khazkal getraut.
Mit Sienara, im Zeichen der Schatten auf dem Schattenaltar hoch im Berge und auf dem Gelände der Akademie mit diesen lustigen, falschen Priester.
Er seufzte, drehte leicht seinen Ring an seinem Finger und schaute zur Seite.
Er war alleine da. Wie so oft.
Er erzählte Andreas, Sienara ginge es wegen der Schwangerschaft nicht gut...aber das war leider gelogen.
Er sah seine Frau kaum noch, sie schien ihm auszuweichen, hatte immer irgendetwas zu tun und mehr, als einen flüchtigen Kuss, konnte er nicht erhaschen.
Was war mit ihr los?
Bildete er sich das nur ein vielleicht?
Und dann Inara und Rafael, nicht gerade ein ruhiger Pol, der seine Stimmung erheben konnte. Nein, wie von einem Assgeier angefallen auf den verstaubten, alten Leichnahm, fauchte Rafael förmlich vor Berchgard, als er ihm unterstellte, er wäre die letzten Nächte bei Inara gewesen.
War er von Sinnen?
Wie naiv kann ein Mensch sein, nicht einfach bei seiner Angebetenen zu klopfen und nachzuschauen?
Ein Pferd, dass auf ihrem Hofe steht, unverkennbar schwarz....das er so närrisch sei und nicht einfach einmal schlussfolgern könne, das Pferd ist geliehen? Oder, für einen Bauernhof und eine Pferdezüchterin nicht untypisch, zur Pflege und Zucht da?
Es machte ihn wieder wütend.
Er hatte ihnen gesagt, er würde sich garantiert nicht in deren Liebesleben einmischen, würde fern von ihrem Treiben bleiben...doch dann soetwas?
Merkten Sie nicht, dass auch ihm noch der Schmerz zuteil wurde, wenn er Sie sah, seine ehemalige Frau, jene, die er für Tot hielt, nun in den Armen seines guten Freundes?
Er seufzte abermals, leise, um die Traugemeinschaft nicht auf sich zu ziehen.
Er bereute nie seine Entscheidung, er würde Sie nie bereuen. Aber das hiesse nicht, er könne seine Gefühle, jene Verbindung einfach so abstellen.
Und diese Distanz von Sienara, machte es bei weitem nicht besser.
Einbildung?
Möglich...doch wenn nicht, könnte er es ihr nicht einmal verübeln.
Das was Sie wusste...und er war sich sicher um ihr Wissen, würde jeden wohl verschrecken.
Zu erfahren, welch schlimme Gene zwischen Vater und Sohne herschen und dann Schwanger werden, könnten jeden ins Grübeln bringen.
Er dachte wieder an jenen verfluchten Orte, welcher seine schöne Heimat hätte werden können und nun Brutstädte des Leides und Todes war.
Langsam gewöhnte er sich an die Zusammenbrüche, verstand, was geschehen mag. Es war ein Puzzle, eine lebende Geschichte, die sich ihm offenbarte und Sie wollte ihm etwas sagen...ihm seine Vergangenheit aufzeigen.
Es muss mit seinem Vater zu tun haben, dies war ihm klar...dies wäre sogar einem Kleindkind klar.
Er erhob sich, er ging weiter, griff wie im Affekt Sienaras Hand und zog Sie hinter sich. Er musste es sehen, er musste die Wahrheit erkennen und herausfinden, was das alles solle. Wie im Wahn, begierig darauf, das nächste Teil zu erkennen, obwohl sein inneres aufschrie, sich dagegen wehren wollte, weil es doch Schmerz bedeuten könne.
Doch er ging festen Schrittes, schnell, die Wände wirkten Verschwommen, als ob eine helle Linie ihn den Weg zeigen würde, wo es lang ging. Bis er vor der Tür stehen blieb. Ihm stockte der Atem, er Schaudern kam ihm über den Rücken. Er wusste was es war, er wusste, welcher Raum sich dahinter verbergen würde. Er wollte Sie nicht öffnen, er wollte sich nicht erinnern, doch wie von einem Geist besessen, ergriff er den bronzenen Türgriff und die Tür, wie von einem inneren Sog, riss auf und er blickte hinein. Im Bruchteil einer Sekunde huschten schemenhafte Gestalten durch die Räumlichkeit, Gegenstände bäumten sich auf, setzten sich zusammen und ein dampfender Rauch kam aus den diversen Reagenziengläsern der Alchemiekammer.
"Mein Lord, es ist Wahnsinn. Ihr könnt es nicht tun, es ist gegen den Kodex."
Der schmächtige Mann in der Alchemistenrobe schaute erschrocken, als Marick die Klinge an seinen Arm hielt.
"Forschen mit dem schwarzen Blute...ihr seit unvernünftig, ihr handelt wie die Verdammten, die die großen Vieren erschufen. Es darf nicht gemacht werden. Es ist das Verhalten eines Narren und widerspricht unserem Glauben gegen die Macht."
Marick drehte nur den Kopf, schaute zu dem Alchemisten.
"Mein lieber Tevodar, ist es unvernünftig, zu wissen, was in einem steckt und jene Kraft, die man uns gab, die wir vererbt bekommen haben, zu erforschen, um Sie zum wohlen Zwecke zu nutzen? Ist es unvernünftig, sich besser zu Rüsten mit einem guten Schwerte, wenn man es besitzen kann? Wenn man die Schützen kann, die man liebt."
Tevodar macht einen Schritt auf ihn zu und greift nach der Hand, die das Schwert hielt.
"Ihr seit unvernünftig. Eurer Frau und eurem Sohne geht es gut. Der Attentäter wurde gestellt, eure Schatten haben hervorragende Arbeit geleistet. Es geschieht ihnen nichts und es wird ihnen nichts geschehen. Eure Künste alleine reichen, um Sie zu beschützen und eure Gemahlin ist auch nicht wehrlos und euer Sohn...bedenkt, was die Taufe ergab...er ist aussergewöhnlich...das Blut ist sehr stark in ihm. Diese Konstellation aus euch und eurer Frau hat ihn besonders gesegnet....er wird nicht hilflos sein. Doch bitte...ich flehe euch an...lasst ab von solchen Unterfangen."
Marick schaut ihm in die Augen, sein Blick ist ernst, wutunterlaufen. Tevodar mag dies spüren, er kriegt abermals die Angst, während seine Hand sich langsam von der des Schattenlords löst und er wieder einen Schritt zurück macht.
"Das ist der Beginn einer neuen Ära, einer neuen Generation Schatten. Unaufhaltsam, wird nie wieder jemand wagen, uns entgegen zu stellen, uns Schaden zu wollen. Niemand würde so Dumm sein, meine Frau und meinen Sohn schaden zufügen zu wollen."
Dann ritzt er sich in den Arm, das Blut quillt heraus, langsam hinab. Dunkelrot, verfärbt es sich dann, schwarz, dickflüssig, wie eine Schlange bildet es seinen Weg über den Arm, ehe es dann hinabfällt in eine kochende Flasche mit einer blaudunklen Essenz, die daraufhin sofort zu bibbern beginnt, der Dampf sich ins unermässliche Verfielfältigt und ein Knall ertönt.
Malachai reisst es abermals vom Boden, als er aufblickt, ist alles wieder zerstört, über die Jahre verfault und angegammelt.
Wieder dreht er seinen Ehering um den Finger, den Blick anhebend und das Ehepaar betrachtend, das gerade ihren Liebesschwur vorgetragen hat. Die Gäste erheben sich, man macht sich auf dem Weg zu den Feierlichkeiten in Berchgard. Auch er erhebt sich langsam, ein letztes Nicken gen Andreas, dann hinaus.
Ihm war nicht nach Feiern zumute. Nicht alleine, während er das unbeschwerte Leben und Glück der anderen sah, während das seinige es wohl nie verdient haben sollte. Nicht bei dieser Vergangenheit, nicht bei diesen Eltern....nicht bei diesem Fluch.
Zuletzt geändert von Malachai Schwarzmourne am Samstag 25. Juli 2009, 18:03, insgesamt 1-mal geändert.
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
- Selina Talmar
- Beiträge: 457
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Rums. Die Tür flog ins Schloss so laut, das sämtliche Vögel in der Umgebung erschrocken aufflogen. Dem Krachen folgten zornige Worte.
" Wach endlich auf, du kannst nicht alles Allein machen, aber wenn du es so willst dann mach es doch."
Die Erwiderung war genervt und es klang ebenso verhaltene Wut in ihr mit.
" Lass mich in Ruhe"
Wieder flog die Tür ins Schloss. Und es legte sich Ruhe über das Haus nahe Bajard. Doch die beiden Menschen betraf dies nicht. Der eine ging unruhig und aufgebracht im Haus herum, die andere ließ einen großen Teil ihrer Wut bei den Spinnen vor Bajard. Wobei die Spinnen einem leid getan hätten, so wütend fegten die diamantenen Krallen durch die Spinnen und zerfetzten ihre Körper. Die Frau jedoch schien nichts zu merken. Die Rüstung war ungenügend und ließ ihren Bauch frei. Etliche Risse und Kratzer zierten nach wenigen Minuten den Körper der Frau. Doch sie hielt nicht eher inne bis die letzte Spinne aufgehört hatte zu zucken.
Erst dann hüllte sie sich wieder in die Robe und verbarg sich im Schatten um zurück nach Lameriast zu reisen.
Auf dem Schiff war sie auf Deck um sich weiter zu beruhigen. Doch es klappte nicht. Immer wieder kochte die Wut in ihr hoch, doch jetzt war dies noch gemischt mit dem Spinnengift, was sich nun nachhaltig auswirkte. Sie krampfte sich zusammen.
Irgendwann wurde einer der Seemänner auf sie aufmerksam, doch als er ihr seine Hilfe anbot, bereute er es schnell. Er bekam die geballte Wut und den Schmerz der Frau zu spüren. Obwohl durch das Gift geschwächt, brachte sie noch die Kraft auf, ihn weg zu schleudern. Der Dolch, der ihn nur um Haaresbreite verfehlte, tat sein übriges, damit der Mann sah, dass er weg kam. Danach näherte sich ihr keiner mehr.
Sie ging ungehindert an Land und zog sich auf ihr Pferd. Der Ritt zum Haus, war schnell und halsbrecherisch und dennoch wollte sich die Wut nicht legen.
Es war mittlerweile dunkel, als sie zu Hause ankam. Normalerweise wäre sie leise gewesen um ihre Tochter nicht zu wecken, doch heute gelang es ihr nicht. Sie schleuderte die Tür ins Schloss, das es nur so krachte und wie gedacht, von unten kam das Plärren von Elira. Doch es war nicht Elira die sie aufhorchen ließ. Ein anderer Laut ließ sie zusammenzucken. Sie hätte es ahnen können. Auf der Kellertreppe stand Arsen. Seine Augen blitzen und die Worte die folgten, passten gut zu ihrer eigenen Stimmung.
"Würdest du das nächste Mal sagen, wo du hingehst wenn du deine Tochter schon den ganzen tag alleine lässt?"
Sie blitzte ihn an, mit einem Blick, der ihn getötet hätte, wäre dies möglich. Wut stand in ihrem Blick. Doch sie sagte nichts. Sie zog lediglich die Robe aus. Und sämtliche Schnitte und Bisse kamen zum Vorschein. Als sie dann in das Licht trat, kam auch die, durch das Gift hervorgerufene, Blässe zum Vorschein
Als sie an ihn vorbei gehen wollte, tat das Gift seine letzte Wirkung und sie brach zusammen.
Dunkelheit umgab sie. Und doch spürte sie die Anwesenheit eines anderen. Und diese behagte ihr nicht. Ihre haut kribbelte vor Abwehr und doch war die Person vertraut.
Sie taste in der Dunkelheit um zu erahnen wo sie war, doch sie konnte ihre Finger nicht bewegen. Sie spürte, wie sie auf dem Boden lag, doch sie konnte nicht sagen, was es für ein Boden war, ob Gras, Holz oder Stein oder etwas ganz anderes. Sie hatte kein Raumgefühl geschweige denn Zeitgefühl.
Gelächter drang durch die Dunkelheit zu ihr. Gehässig und kalt.
" Habe ich dich nicht gewarnt, dass so etwas passiert?"
Klang es kalt durch die Dunkelheit, die Stimme war vertraut und doch unbekannt. " Du wolltest es nicht glauben, nun wirst du sterben, wie es dein Vater tat, dein Gatte wird dir bald folgen. Aber du kannst dich freuen. Deine Tochter wartet schon auf dich." Sie schrie auf. Nein es durfte nicht wahr sein. " NEIN" gellend und schrill klang der Schrei und prallte von den Wänden zurück. Sie musste in einem Raum sein.
" Du bist es nicht, es kann nicht wahr sein. Du bist nicht so, komm wieder zu dir, du bist es nicht". Wieder und wieder Schrie sie die Worte. Sie flehte ihn an. Und als Antwort bekam sie nur das Lachen. Dann hörte sie wie irgendwo eine Kerze entzündet wurde.
" Schau her und glaube es"
Sie sah sein Gesicht vor sich und doch war es das nicht, es war verzerrt und teilweise entstellt. " Mein Lord, nein!" sie schrie wieder auf. " Besinn dich doch.“ Sie richtete sich auf und suchte nach ihren Waffen, es war Zeit, dass zu tun, was sie tun musste. Die Krallen fügten sich in ihre Hände, doch sie konnte sie nicht bewegen. Ihre Arme schmerzten, sie konnte sich nicht aufrichten. Sie war schwach. Sie konnte nichts tun.
Sie brach beim Versuch die Arme zu heben zusammen. Und wurde noch vom Gelächter verspottet.
Sie hatte versagt.
Ihr Tot war die Strafe dafür.
Tränen rannen ihr über die Wangen. Elira tot. Arsen, wo war er? Wahrscheinlich auch tot. Er hatte sie überrascht und sie konnten nichts tun. Alles war verloren.
Die Tränen brannten auf ihrer Haut. Und dennoch konnte sie nicht an sich halten.
Doch etwas anderes war da. Sie spürte es. Es kochte in ihr. Nein so leicht war es nicht. Sie konnte nicht aufgeben.
Wie Feuer brannte das Blut in ihren Adern. Sie konnte auch anders Kämpfen.
Sie sah das Pulsieren des Blutes auf ihrem Handrücken. Und doch hatte sie eher das Gefühl flüssiges Feuer in ihrem Körper zu haben als Blut.
Wie von Sinnen kam sie auf die Beine und griff erneut nach ihren Waffen. Und ehe er sich versah, traf ein einziger Dolch ihn. Doch Selina sah davon nichts mehr, sie brach wieder zusammen und versank in Dunkelheit.
Sie spürte eine brennende Flüssigkeit in ihrer Kehle. Sie würgte und hustete dann darauf. Was war das? Unter ihren Wimpern hindurch sah sie gedämpftes Licht. Wo war sie?
Dann spürte sie eine Hand auf ihrer Stirn, welche ihr Haar aus dem Gesicht strich. Ganz langsam kam sie wieder zu sich. Ihre Adern brannten immer noch, doch nicht mehr wie Feuer. Irgendwann war sie soweit, dass sie die Augen öffnen konnte und Blickte in die besorgten Augen Arsens. Was war geschehen?
Irgendwo am Rande ihres Bewusstseins hörte sie ein leises " Maaaaaaaaaaaaaamaaaaaaaaaaaaaaaaa?" fragend und unsicher. Dann spürte sie die Hände Eliras an ihrer Wange. Sie wusste, sie musste eine Erklärung abgeben, aber sie konnte es nicht, sie schloss wortlos das kleine Mädchen in ihren Arm und sucht mit der anderen Arsens Hand und schloss wieder die Augen.
" Wach endlich auf, du kannst nicht alles Allein machen, aber wenn du es so willst dann mach es doch."
Die Erwiderung war genervt und es klang ebenso verhaltene Wut in ihr mit.
" Lass mich in Ruhe"
Wieder flog die Tür ins Schloss. Und es legte sich Ruhe über das Haus nahe Bajard. Doch die beiden Menschen betraf dies nicht. Der eine ging unruhig und aufgebracht im Haus herum, die andere ließ einen großen Teil ihrer Wut bei den Spinnen vor Bajard. Wobei die Spinnen einem leid getan hätten, so wütend fegten die diamantenen Krallen durch die Spinnen und zerfetzten ihre Körper. Die Frau jedoch schien nichts zu merken. Die Rüstung war ungenügend und ließ ihren Bauch frei. Etliche Risse und Kratzer zierten nach wenigen Minuten den Körper der Frau. Doch sie hielt nicht eher inne bis die letzte Spinne aufgehört hatte zu zucken.
Erst dann hüllte sie sich wieder in die Robe und verbarg sich im Schatten um zurück nach Lameriast zu reisen.
Auf dem Schiff war sie auf Deck um sich weiter zu beruhigen. Doch es klappte nicht. Immer wieder kochte die Wut in ihr hoch, doch jetzt war dies noch gemischt mit dem Spinnengift, was sich nun nachhaltig auswirkte. Sie krampfte sich zusammen.
Irgendwann wurde einer der Seemänner auf sie aufmerksam, doch als er ihr seine Hilfe anbot, bereute er es schnell. Er bekam die geballte Wut und den Schmerz der Frau zu spüren. Obwohl durch das Gift geschwächt, brachte sie noch die Kraft auf, ihn weg zu schleudern. Der Dolch, der ihn nur um Haaresbreite verfehlte, tat sein übriges, damit der Mann sah, dass er weg kam. Danach näherte sich ihr keiner mehr.
Sie ging ungehindert an Land und zog sich auf ihr Pferd. Der Ritt zum Haus, war schnell und halsbrecherisch und dennoch wollte sich die Wut nicht legen.
Es war mittlerweile dunkel, als sie zu Hause ankam. Normalerweise wäre sie leise gewesen um ihre Tochter nicht zu wecken, doch heute gelang es ihr nicht. Sie schleuderte die Tür ins Schloss, das es nur so krachte und wie gedacht, von unten kam das Plärren von Elira. Doch es war nicht Elira die sie aufhorchen ließ. Ein anderer Laut ließ sie zusammenzucken. Sie hätte es ahnen können. Auf der Kellertreppe stand Arsen. Seine Augen blitzen und die Worte die folgten, passten gut zu ihrer eigenen Stimmung.
"Würdest du das nächste Mal sagen, wo du hingehst wenn du deine Tochter schon den ganzen tag alleine lässt?"
Sie blitzte ihn an, mit einem Blick, der ihn getötet hätte, wäre dies möglich. Wut stand in ihrem Blick. Doch sie sagte nichts. Sie zog lediglich die Robe aus. Und sämtliche Schnitte und Bisse kamen zum Vorschein. Als sie dann in das Licht trat, kam auch die, durch das Gift hervorgerufene, Blässe zum Vorschein
Als sie an ihn vorbei gehen wollte, tat das Gift seine letzte Wirkung und sie brach zusammen.
Dunkelheit umgab sie. Und doch spürte sie die Anwesenheit eines anderen. Und diese behagte ihr nicht. Ihre haut kribbelte vor Abwehr und doch war die Person vertraut.
Sie taste in der Dunkelheit um zu erahnen wo sie war, doch sie konnte ihre Finger nicht bewegen. Sie spürte, wie sie auf dem Boden lag, doch sie konnte nicht sagen, was es für ein Boden war, ob Gras, Holz oder Stein oder etwas ganz anderes. Sie hatte kein Raumgefühl geschweige denn Zeitgefühl.
Gelächter drang durch die Dunkelheit zu ihr. Gehässig und kalt.
" Habe ich dich nicht gewarnt, dass so etwas passiert?"
Klang es kalt durch die Dunkelheit, die Stimme war vertraut und doch unbekannt. " Du wolltest es nicht glauben, nun wirst du sterben, wie es dein Vater tat, dein Gatte wird dir bald folgen. Aber du kannst dich freuen. Deine Tochter wartet schon auf dich." Sie schrie auf. Nein es durfte nicht wahr sein. " NEIN" gellend und schrill klang der Schrei und prallte von den Wänden zurück. Sie musste in einem Raum sein.
" Du bist es nicht, es kann nicht wahr sein. Du bist nicht so, komm wieder zu dir, du bist es nicht". Wieder und wieder Schrie sie die Worte. Sie flehte ihn an. Und als Antwort bekam sie nur das Lachen. Dann hörte sie wie irgendwo eine Kerze entzündet wurde.
" Schau her und glaube es"
Sie sah sein Gesicht vor sich und doch war es das nicht, es war verzerrt und teilweise entstellt. " Mein Lord, nein!" sie schrie wieder auf. " Besinn dich doch.“ Sie richtete sich auf und suchte nach ihren Waffen, es war Zeit, dass zu tun, was sie tun musste. Die Krallen fügten sich in ihre Hände, doch sie konnte sie nicht bewegen. Ihre Arme schmerzten, sie konnte sich nicht aufrichten. Sie war schwach. Sie konnte nichts tun.
Sie brach beim Versuch die Arme zu heben zusammen. Und wurde noch vom Gelächter verspottet.
Sie hatte versagt.
Ihr Tot war die Strafe dafür.
Tränen rannen ihr über die Wangen. Elira tot. Arsen, wo war er? Wahrscheinlich auch tot. Er hatte sie überrascht und sie konnten nichts tun. Alles war verloren.
Die Tränen brannten auf ihrer Haut. Und dennoch konnte sie nicht an sich halten.
Doch etwas anderes war da. Sie spürte es. Es kochte in ihr. Nein so leicht war es nicht. Sie konnte nicht aufgeben.
Wie Feuer brannte das Blut in ihren Adern. Sie konnte auch anders Kämpfen.
Sie sah das Pulsieren des Blutes auf ihrem Handrücken. Und doch hatte sie eher das Gefühl flüssiges Feuer in ihrem Körper zu haben als Blut.
Wie von Sinnen kam sie auf die Beine und griff erneut nach ihren Waffen. Und ehe er sich versah, traf ein einziger Dolch ihn. Doch Selina sah davon nichts mehr, sie brach wieder zusammen und versank in Dunkelheit.
Sie spürte eine brennende Flüssigkeit in ihrer Kehle. Sie würgte und hustete dann darauf. Was war das? Unter ihren Wimpern hindurch sah sie gedämpftes Licht. Wo war sie?
Dann spürte sie eine Hand auf ihrer Stirn, welche ihr Haar aus dem Gesicht strich. Ganz langsam kam sie wieder zu sich. Ihre Adern brannten immer noch, doch nicht mehr wie Feuer. Irgendwann war sie soweit, dass sie die Augen öffnen konnte und Blickte in die besorgten Augen Arsens. Was war geschehen?
Irgendwo am Rande ihres Bewusstseins hörte sie ein leises " Maaaaaaaaaaaaaamaaaaaaaaaaaaaaaaa?" fragend und unsicher. Dann spürte sie die Hände Eliras an ihrer Wange. Sie wusste, sie musste eine Erklärung abgeben, aber sie konnte es nicht, sie schloss wortlos das kleine Mädchen in ihren Arm und sucht mit der anderen Arsens Hand und schloss wieder die Augen.
Zuletzt geändert von Selina Talmar am Donnerstag 30. Juli 2009, 20:40, insgesamt 1-mal geändert.
- Arsen Talmar
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Ein leises Plätschern war zu hören als der heiße, dampfende Tee langsam aus der Schöpfkelle in den bereitgestellten Becher floss, bevor die Kelle an einem Ring neben dem Kaminfeuer ihren Platz fand. Zwei Hände ergriffen vorsichtig den sich schnell erwärmenden Becher und dann erst bewegte sich der riesige Schatten an der Wand des kleinen Holzhauses auf Lameriast. Langsam wurde aus dem Schatten eine menschliche Gestalt und als diese ans Fenster trat und das Licht der aufgehenden Sonne sie traf wurde aus ihr ein Großgewachsener, schwarzhaariger Mann, dessen Augen wie Eiskristalle glitzerten. Weder die Strahlen der Sonne noch die Hitze des Tees, die nach einigen Schlucken langsam den Leib empor kroch, brachten dieses Eis zum schmelzen und es gab nicht wenige die meinte, dass nichts, aber auch wirklich gar nichts dieses Eis zum schmelzen brächte. Die wenigen, welche es besser wußten, schwiegen lächelnd dazu.
Eine leichte Müdigkeit milderte allerdings an diesem Morgen die Kälte der Augen, denn Arsen hatte wieder einmal eine schlaflose Nacht hinter sich, oder waren es doch die rotgoldenen Strahlen der Morgensonne die das bewirkten? Seine Gedanken jedenfalls waren es nicht, manche von ihnen nährten eher dieses Eis noch, waren dunkel und düster und würden seiner Frau noch weniger gefallen als jene, welche er vor zwei Tagen ausgesprochen hatte. Wie zu einer Skulptur erstarrt lauschte er kurz in die Richtung jener Treppe, die ins Herz des kleinen Hauses führte, dort wo Selina endlich in tiefen, ruhigen Schlaf gefallen war, ihre kleine Tochter im Arm. Nein, nicht ein Laut war zu hören und die Statue wurde wieder ein Mensch aus Fleisch und Blut, mit Sorgen und Ängsten wie andere auch. Ein weitere Schluck Tee, Wärme die das Innerste durchflutete, die Gedanken nun völlig erweckend, quälende, sorgenvolle aber auch dunkle, todbringende.
Quälend und sorgenvoll, ja auch zu solchen war Arsen fähig und immer waren sie wie ein Spinnennetz um seine kleine Familiegewebt, dieses Mal besonders um Selina. Nicht so sehr wegen ihren Verletzungen und dem Gift in ihren Adern, dagegen konnte er mit fast traumhafter Geschicklichkeit etwas tun. Schon als die Robe voller Wut eine Ecke flog zeigten ihm die Bisswunden was geschehen und vor allem wo sie gewesen war. Ihre vor Wut funkelnden Augen, die ihn trafen als er sie anfuhr, ließen ihn völlig kalt, er achtete nur darauf zur Stelle zu sein sobald sie ohnmächtig wurde und als dieser Augenblick nur wenig später kam fing er sie ohne Mühe auf bevor sie zu Boden fiel. Er bettete sie auf den Fellen vor dem Kamin, vorsichtig ein Gegengift einflössend, während er versuchte Elira zu beruhigen, die ängstlich zu ihm aufsah, so dicht es nur ging an ihn gedrängt, Sie hatte ihre Mutter noch nie so sehen müssen und zitterte regelrecht vor Angst, aber als Selina kurz zu sich kam und sie in den Arm nahm beruhigte sich das kleine Mädchen und schlief bald zusammen mit seiner Mutter ein.
Nein, was ihm Sorgen bereitete war in diesem Fall Selinas Hang zur Selbstaufopferung wenn es um ihre Familie ging und jene, die sie in ihr Herz geschlossen hatte. Dieses Mal schien sie zu weit zu gehen, zumindest war das genau Arsens Sorge. Dass sie bei Malachai gewesen war, ja er hatte es eh erwartet, sie wollte ja unbedingt wissen was geschehen war auf der so genannten Hochzeitsreise. Die Bisswunden, von den riesigen Spinne bei Bajard verursacht, und das Gift hatten ihm die nötige Bestätigung seiner Vermutung gegeben. Doch normal kam sie zwar besorgt aber nicht voll solch schäumender Wut zurück, dieses Mal war etwas anders gewesen als sonst, schien sie wohl zu sehr darauf vertraut zu haben dass der Schattenlord nachgeben und ihr alles erzählen würde. Er hatte ihre Fieberträume gespürt, ja dieses mal bewusst gesehen; zwar traute man es ihm oft nicht zu aber er war nicht einer der Unbegabtesten unter den Schatten wenn es um diese Fähigkeit ging, nur nutzte er sie selten. Dieses Mal aber musste er wissen was geschehen war und die Fieberträume, zusammen mit ihren wirren Reden im Schlaf, hatten für ihn die losen Teile zu einem Ganzen zusammengefügt und nun war der Zeitpunkt gekommen wo sie loslassen musste, nun war es Zeit dass die Schattenwirkerin zu handeln begann und für eine Weile Selina zur Seite schob, sonst würde sie sich aufzehren.
Hier machten die quälenden, sorgenvollen Gedanken nun den dunklen, todbringenden mit einem Male Platz, und diese hatten nur ein einziges Ziel und das hieß Malachai Schwarzmourne. Malachai, der Schattenlord, Malachai, der Zauderer, Malachai, der Dämon. Ja, er nannte ihn in diesem Augenblick Dämon, weil er sah und spürte wie Selina litt. Vor der Reise hätte Malachai nie zugelassen dass sie in solcher Verfassung die Heimreise angetreten hätte, doch nun schien er sich zu verändern. Seit der Hochzeitsreise schienen sich seine Schwester und Malachai regelrecht aus dem Weg zu gehen, wurde der Lord immer mürrischer, in sich gekehrter. Was war dort geschehen, was hatten beide gesehen dass sie sich so verändert hatten? Einiges gaben Selinas Träume preis, einiges konnte sich Arsen selbst zusammenreimen, genug um ihm zu zeigen dass es nun an der Zeit für ein Gespräch war, aber kein Gespräch unter Freunden, Schwägern oder vom Vater zum Patenonkel seiner Tochter. Hier musste der Schattenmeister mit seinem Lord reden denn Malachai war dabei Arsens Dolch immer gefährlicher werden zu lassen, etwas vor dem vor allem Selina Angst hatte. Der Schatten in Malachais Rücken wurde von Tag zu Tag größer, gefährlicher, tödlicher, doch noch war Zeit zum handeln bevor dass unausweichliche geschah, wenn auch nicht mehr viel wie es Arsen vorkam.
Warme, weiche Arme, die Wärme eines weiblichen Körpers vertreiben so vieles, aber am meisten dunkle Gedanken, in denen Tod und verderben herrscht. Arsen kam schnell in die Gegenwart zurück als Selina sich hinter ihm an ihn schmiegte und ihn umarmte. „Ich liebe dich!“ Einfache drei Worte und doch der größte Schatz den es geben kann wenn sie so aus tiefstem Herzen kommen, mit solcher Zärtlichkeit wie sie jetzt in Selinas Stimme lag. „Kommst du?“ Welcher Mann würde einem solchen Wunsch mit Ablehnung begegnen, ja gar verweigern? Arsen sicher nicht, doch bevor er sich vom Fenster abwandte und sich von seiner Frau nach unten ziehen ließ warf er noch einen Blick dorthin wo Bajard lag, wo Malachai mit seiner Schwester lebte und Worte formten sich in Gedanken und gingen auf die Reise. ´Ich werde bald erscheinen, mein Lord, und dann will ich die Antworten, die dem Schattenmeister zustehen!´ Und vielleicht war auch Malachai in diesem Moment wach und verspürte ein leichtes Frösteln und eisige, blaue Augen in seinem Rücken….
Eine leichte Müdigkeit milderte allerdings an diesem Morgen die Kälte der Augen, denn Arsen hatte wieder einmal eine schlaflose Nacht hinter sich, oder waren es doch die rotgoldenen Strahlen der Morgensonne die das bewirkten? Seine Gedanken jedenfalls waren es nicht, manche von ihnen nährten eher dieses Eis noch, waren dunkel und düster und würden seiner Frau noch weniger gefallen als jene, welche er vor zwei Tagen ausgesprochen hatte. Wie zu einer Skulptur erstarrt lauschte er kurz in die Richtung jener Treppe, die ins Herz des kleinen Hauses führte, dort wo Selina endlich in tiefen, ruhigen Schlaf gefallen war, ihre kleine Tochter im Arm. Nein, nicht ein Laut war zu hören und die Statue wurde wieder ein Mensch aus Fleisch und Blut, mit Sorgen und Ängsten wie andere auch. Ein weitere Schluck Tee, Wärme die das Innerste durchflutete, die Gedanken nun völlig erweckend, quälende, sorgenvolle aber auch dunkle, todbringende.
Quälend und sorgenvoll, ja auch zu solchen war Arsen fähig und immer waren sie wie ein Spinnennetz um seine kleine Familiegewebt, dieses Mal besonders um Selina. Nicht so sehr wegen ihren Verletzungen und dem Gift in ihren Adern, dagegen konnte er mit fast traumhafter Geschicklichkeit etwas tun. Schon als die Robe voller Wut eine Ecke flog zeigten ihm die Bisswunden was geschehen und vor allem wo sie gewesen war. Ihre vor Wut funkelnden Augen, die ihn trafen als er sie anfuhr, ließen ihn völlig kalt, er achtete nur darauf zur Stelle zu sein sobald sie ohnmächtig wurde und als dieser Augenblick nur wenig später kam fing er sie ohne Mühe auf bevor sie zu Boden fiel. Er bettete sie auf den Fellen vor dem Kamin, vorsichtig ein Gegengift einflössend, während er versuchte Elira zu beruhigen, die ängstlich zu ihm aufsah, so dicht es nur ging an ihn gedrängt, Sie hatte ihre Mutter noch nie so sehen müssen und zitterte regelrecht vor Angst, aber als Selina kurz zu sich kam und sie in den Arm nahm beruhigte sich das kleine Mädchen und schlief bald zusammen mit seiner Mutter ein.
Nein, was ihm Sorgen bereitete war in diesem Fall Selinas Hang zur Selbstaufopferung wenn es um ihre Familie ging und jene, die sie in ihr Herz geschlossen hatte. Dieses Mal schien sie zu weit zu gehen, zumindest war das genau Arsens Sorge. Dass sie bei Malachai gewesen war, ja er hatte es eh erwartet, sie wollte ja unbedingt wissen was geschehen war auf der so genannten Hochzeitsreise. Die Bisswunden, von den riesigen Spinne bei Bajard verursacht, und das Gift hatten ihm die nötige Bestätigung seiner Vermutung gegeben. Doch normal kam sie zwar besorgt aber nicht voll solch schäumender Wut zurück, dieses Mal war etwas anders gewesen als sonst, schien sie wohl zu sehr darauf vertraut zu haben dass der Schattenlord nachgeben und ihr alles erzählen würde. Er hatte ihre Fieberträume gespürt, ja dieses mal bewusst gesehen; zwar traute man es ihm oft nicht zu aber er war nicht einer der Unbegabtesten unter den Schatten wenn es um diese Fähigkeit ging, nur nutzte er sie selten. Dieses Mal aber musste er wissen was geschehen war und die Fieberträume, zusammen mit ihren wirren Reden im Schlaf, hatten für ihn die losen Teile zu einem Ganzen zusammengefügt und nun war der Zeitpunkt gekommen wo sie loslassen musste, nun war es Zeit dass die Schattenwirkerin zu handeln begann und für eine Weile Selina zur Seite schob, sonst würde sie sich aufzehren.
Hier machten die quälenden, sorgenvollen Gedanken nun den dunklen, todbringenden mit einem Male Platz, und diese hatten nur ein einziges Ziel und das hieß Malachai Schwarzmourne. Malachai, der Schattenlord, Malachai, der Zauderer, Malachai, der Dämon. Ja, er nannte ihn in diesem Augenblick Dämon, weil er sah und spürte wie Selina litt. Vor der Reise hätte Malachai nie zugelassen dass sie in solcher Verfassung die Heimreise angetreten hätte, doch nun schien er sich zu verändern. Seit der Hochzeitsreise schienen sich seine Schwester und Malachai regelrecht aus dem Weg zu gehen, wurde der Lord immer mürrischer, in sich gekehrter. Was war dort geschehen, was hatten beide gesehen dass sie sich so verändert hatten? Einiges gaben Selinas Träume preis, einiges konnte sich Arsen selbst zusammenreimen, genug um ihm zu zeigen dass es nun an der Zeit für ein Gespräch war, aber kein Gespräch unter Freunden, Schwägern oder vom Vater zum Patenonkel seiner Tochter. Hier musste der Schattenmeister mit seinem Lord reden denn Malachai war dabei Arsens Dolch immer gefährlicher werden zu lassen, etwas vor dem vor allem Selina Angst hatte. Der Schatten in Malachais Rücken wurde von Tag zu Tag größer, gefährlicher, tödlicher, doch noch war Zeit zum handeln bevor dass unausweichliche geschah, wenn auch nicht mehr viel wie es Arsen vorkam.
Warme, weiche Arme, die Wärme eines weiblichen Körpers vertreiben so vieles, aber am meisten dunkle Gedanken, in denen Tod und verderben herrscht. Arsen kam schnell in die Gegenwart zurück als Selina sich hinter ihm an ihn schmiegte und ihn umarmte. „Ich liebe dich!“ Einfache drei Worte und doch der größte Schatz den es geben kann wenn sie so aus tiefstem Herzen kommen, mit solcher Zärtlichkeit wie sie jetzt in Selinas Stimme lag. „Kommst du?“ Welcher Mann würde einem solchen Wunsch mit Ablehnung begegnen, ja gar verweigern? Arsen sicher nicht, doch bevor er sich vom Fenster abwandte und sich von seiner Frau nach unten ziehen ließ warf er noch einen Blick dorthin wo Bajard lag, wo Malachai mit seiner Schwester lebte und Worte formten sich in Gedanken und gingen auf die Reise. ´Ich werde bald erscheinen, mein Lord, und dann will ich die Antworten, die dem Schattenmeister zustehen!´ Und vielleicht war auch Malachai in diesem Moment wach und verspürte ein leichtes Frösteln und eisige, blaue Augen in seinem Rücken….
Zuletzt geändert von Arsen Talmar am Montag 3. August 2009, 17:10, insgesamt 2-mal geändert.
- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Die Wut kochte in ihm. Er spürte die Hitze in seinem Kopfe steigen. Ziellos ging er durch die Wälder nahe Bajard. Immer schneller werdend, bis er rannte.
Wieder ging ihm alles durch den Kopf, das Gespräch mit Selina...sie verstand einfach nicht, keiner wollte verstehen, was er wusste. Was er alleine wusste.
Doch konnte er es riskieren, dieses Wissen preis zu geben?
Konnte er es wagen, seine Geheimnisse zu teilen?
Oder wäre es am Ende sein eigener Todesstoss, den er sich selbst zusetzte.
Vielleicht war es besser so...vielleicht sollte es so sein.
Er blieb aprubt stehen, mitten in einer Lichtung, in der das vage Mondlicht schien.
Alleine....das war er....das sollte er immer sein.
Nicht hier und jetzt, nein...sondern im Leben.
Immer und immer wieder werden ihm die Menschen aus seinen kalten Händen gerissen, wo er so krampfhaft versucht, sie zu halten.
Vielleicht war es das Los...wie sein Urahn vor langer Zeit...alleine zu bleiben, ein Aussenseiter dieser Gemeinschaft.
Vielleicht hat er nun alles getan, was getan werden musste und das Schicksal will ihm zeigen, dass es an der Zeit ist, zu gehen.
Jedes Wesen soll seine Aufgabe haben, seine Zeit auf diesen Boden wandelnd....und seine...ist es egoistisch gedacht, zu bleiben und somit eine bleibende Gefahr zu sein?
Oder bildete er sich nur allerlei Schwachsinn wieder ein.
Am Ende ist es sowieso egal, wie man sich entscheiden mag, es wird immer die falsche Entscheidung bleiben und das Leid wird früher oder später wieder vor treten und seinen Tribut fordern.
Und so sollte es weiter gehen?
Er schaute sich um, nur Bäume um ihn. Er liess Selina alleine, sein Kopf kühlte sich ab, er began, klar zu denken. Sie ist sicherlich schon von dannen gegangen, ebenfalls mit einer mörderischen Wut im Körper...er hätte nicht einfach abhauen sollen...sie alleine lassen sollen...sie alleine ziehen lassen sollen...Arsen wird mächtig wütend sein.
Doch vielleicht erkennt sein Schattenmeister nun den Ernst der Lage, erkennt, dass die Dinge im Wandel sind und keine schöne, keine prunkvolle Ära auf Sie zukommen mögen.
Ja, die Schatten wanderten immer im Dreck...aber so tief bisher noch nie.
Und das schlimmste, er weiß, was passiert, er ist im Gegensatz zu seinem Vater nicht im unklaren...und er hasste sich dafür...er hasste sein Anglitz, sein Bild...er würde es sofort beenden...sich die Klinge nehmen und durch den Körper rammen...doch er war Feige...er fürchtete sich vor dem, was dann kommen würde...und dem, ob es dann am Ende nicht die Erkenntnis gäbe, er handelte abermals falsch und dann wäre es nicht möglich, etwas zu richten.
Die Bilder drängten sich wieder in seinem Kopf. Die Bilder der Ruine, das Wissen, was ihm aufgedrängt wurde, was er vergessen wollte...warum nur, war es nicht möglich, einfach zu Leben?
Er sackte auf die Knien, seine Hände fassten an seinen Kopf, er kämpfte dagegen an, er wollte sie nicht wieder sehen, er wollte es nicht wissen, am besten vergessen.
Bruchstückhaft erschienen sie vor ihm.
Er geht an den zerstörten Alchemietisch.
Er bricht zusammen.
Er sieht eine Person, mit schwarzer, dickflüssiger Masse überzogen.
Er lacht.
Er schreit.
Er weicht zurück.
Er hat schmerzen.
Er hat ihn unterschätzt.
Er entzieht ihm seine Kraft.
Er eignet sie sich selber an.
Er hat das Monster erschaffen.
Die Augen schliessend, bohren sich seine Finger in den Boden, schwer atmend. Er wollte die Gedanken ablegen, an was schönes denken...was schönes....doch was?
Sienara...die ihm ausweicht?
Marick, dessen Schicksal ebenso besiegelt ist wie seines?
Inara, die mit seinem guten Freund rumliebelt?
Selina, die voller Wut durch Bajard streift?
Arsen, der seine Klinge wetzt?
Cyrion, der seine Probleme mit dem Liebesleben auskämpft?
Leah, die ihn für seine Taten verabscheut, wie eigentlich der Rest der Welt?
Nein...es war schwer...und es würde nur schwerer werden und irgendwann, wird das innere Monster siegen, sich triumphierend über ihn stellen, mit einem hämischen Grinsen im Gesicht, dass verrät, das er alles verloren hat, wofür er lebte... und dass das Ende seines auch das Ende aller sein könnte...aller...die ihm wichtig waren.
So verblieb er des Nachtes in jener Lichtung, mit dem Schmerz der quallvollen Gedanken verharrend, auf das sich ihm ein neuer, dritter Weg offenbaren möge.
Wieder ging ihm alles durch den Kopf, das Gespräch mit Selina...sie verstand einfach nicht, keiner wollte verstehen, was er wusste. Was er alleine wusste.
Doch konnte er es riskieren, dieses Wissen preis zu geben?
Konnte er es wagen, seine Geheimnisse zu teilen?
Oder wäre es am Ende sein eigener Todesstoss, den er sich selbst zusetzte.
Vielleicht war es besser so...vielleicht sollte es so sein.
Er blieb aprubt stehen, mitten in einer Lichtung, in der das vage Mondlicht schien.
Alleine....das war er....das sollte er immer sein.
Nicht hier und jetzt, nein...sondern im Leben.
Immer und immer wieder werden ihm die Menschen aus seinen kalten Händen gerissen, wo er so krampfhaft versucht, sie zu halten.
Vielleicht war es das Los...wie sein Urahn vor langer Zeit...alleine zu bleiben, ein Aussenseiter dieser Gemeinschaft.
Vielleicht hat er nun alles getan, was getan werden musste und das Schicksal will ihm zeigen, dass es an der Zeit ist, zu gehen.
Jedes Wesen soll seine Aufgabe haben, seine Zeit auf diesen Boden wandelnd....und seine...ist es egoistisch gedacht, zu bleiben und somit eine bleibende Gefahr zu sein?
Oder bildete er sich nur allerlei Schwachsinn wieder ein.
Am Ende ist es sowieso egal, wie man sich entscheiden mag, es wird immer die falsche Entscheidung bleiben und das Leid wird früher oder später wieder vor treten und seinen Tribut fordern.
Und so sollte es weiter gehen?
Er schaute sich um, nur Bäume um ihn. Er liess Selina alleine, sein Kopf kühlte sich ab, er began, klar zu denken. Sie ist sicherlich schon von dannen gegangen, ebenfalls mit einer mörderischen Wut im Körper...er hätte nicht einfach abhauen sollen...sie alleine lassen sollen...sie alleine ziehen lassen sollen...Arsen wird mächtig wütend sein.
Doch vielleicht erkennt sein Schattenmeister nun den Ernst der Lage, erkennt, dass die Dinge im Wandel sind und keine schöne, keine prunkvolle Ära auf Sie zukommen mögen.
Ja, die Schatten wanderten immer im Dreck...aber so tief bisher noch nie.
Und das schlimmste, er weiß, was passiert, er ist im Gegensatz zu seinem Vater nicht im unklaren...und er hasste sich dafür...er hasste sein Anglitz, sein Bild...er würde es sofort beenden...sich die Klinge nehmen und durch den Körper rammen...doch er war Feige...er fürchtete sich vor dem, was dann kommen würde...und dem, ob es dann am Ende nicht die Erkenntnis gäbe, er handelte abermals falsch und dann wäre es nicht möglich, etwas zu richten.
Die Bilder drängten sich wieder in seinem Kopf. Die Bilder der Ruine, das Wissen, was ihm aufgedrängt wurde, was er vergessen wollte...warum nur, war es nicht möglich, einfach zu Leben?
Er sackte auf die Knien, seine Hände fassten an seinen Kopf, er kämpfte dagegen an, er wollte sie nicht wieder sehen, er wollte es nicht wissen, am besten vergessen.
Bruchstückhaft erschienen sie vor ihm.
Er geht an den zerstörten Alchemietisch.
Er bricht zusammen.
Er sieht eine Person, mit schwarzer, dickflüssiger Masse überzogen.
Er lacht.
Er schreit.
Er weicht zurück.
Er hat schmerzen.
Er hat ihn unterschätzt.
Er entzieht ihm seine Kraft.
Er eignet sie sich selber an.
Er hat das Monster erschaffen.
Die Augen schliessend, bohren sich seine Finger in den Boden, schwer atmend. Er wollte die Gedanken ablegen, an was schönes denken...was schönes....doch was?
Sienara...die ihm ausweicht?
Marick, dessen Schicksal ebenso besiegelt ist wie seines?
Inara, die mit seinem guten Freund rumliebelt?
Selina, die voller Wut durch Bajard streift?
Arsen, der seine Klinge wetzt?
Cyrion, der seine Probleme mit dem Liebesleben auskämpft?
Leah, die ihn für seine Taten verabscheut, wie eigentlich der Rest der Welt?
Nein...es war schwer...und es würde nur schwerer werden und irgendwann, wird das innere Monster siegen, sich triumphierend über ihn stellen, mit einem hämischen Grinsen im Gesicht, dass verrät, das er alles verloren hat, wofür er lebte... und dass das Ende seines auch das Ende aller sein könnte...aller...die ihm wichtig waren.
So verblieb er des Nachtes in jener Lichtung, mit dem Schmerz der quallvollen Gedanken verharrend, auf das sich ihm ein neuer, dritter Weg offenbaren möge.
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