Einsame Entscheidung
Verfasst: Montag 11. Mai 2009, 13:29
Sie warf einen letzten Blick auf das kleine Hafendörfchen das sie in letzter Zeit Heimat genannt hatte, dann wand sie sich um. Mit einer Bewegung rückte sie ihre Tasche auf der Schulter zurecht und trottete los. Die Tasche enthielt ihre Habseligkeiten, nichts hatte sie in dem kleinen Schränkchen der Herberge zurückgelassen. Jepp und die anderen würden das Bett bald einer anderen zur verfügung stellen. Keiner würde ich nachtrauern, Siran erinnerte sich nichteinmal mehr an sie.
Ihre Füsse folgten dem Weg entlang in die Dunkelheit. Im erschöpften trott bewältigte sie die Strecke die sie von Bajard fort führte. Ihre Gedanken waren bei der rothaarigen Gestalt welche sich keine Stunde zuvor von ihr Richtung Hafen entfernt hatte. Er hatte seine Entscheidung getroffen, und sie die ihre. Sie hatte ihn gemocht, ihm Vertraut und ein Teil von ihr hatte sich noch mehr erhofft. Sie hatte nie darüber geredet, hatte Angst den Freund zu verlieren und zu verschrecken. Wenn man auf der Strasse aufgewachsen war, dann war einem ein Freund schonmal wichtiger als eine Liebschaft.
Als Siran sich zu ihr hinabbeugte und ihr sagte wer die Frau neben Perrin war, wusste sie einen Moment nicht wie sie damit umgehen sollte. Sie hätte sich freuen sollen.
Vielelicht hätte sie es sogar.
Vielleicht.
Aber Perrin hatte ihren Blick gemieden und betont langsam, dafür oft hintereinander getrunken. Wie er es immer tat wenn er einer unangenehmen Situation entfliehen wollte. Auch seine Freundin hatte er nicht angesehen, sich gewunden wie ein Kind das den Eltern erzählte welchen Unsinn es angestellt hatte...und sich dafür schämte.
Hätte er nicht zumindest in jenem Moment etwas sagen können?
Irgendetwas?
Aber er tat es nicht, und sie fühlte sich verletzt und hintergangen. Hanna hatte ihm vertraut, doch er hatte nichteinmal das Wissen um sein Glück mit ihr teilen wollen.
Hannas Schritte folgten einem Weg. Die Wegweise zeigten in verschiedene Richtungen, aber sie konnte sie sowieso nicht lesen. Die eine Richtung würde sie ins zerstörte Varuna führen, die andere irgendwohin.
Irgendwohin...klang gut.
Irgendwohin...klang nach der Strasse der sie einfach folgen würde und sehen würde was sie fand.
So wie immer in ihrem Leben.
Eine rothaarige Streunerin.
Er war ihr gefolgt, in die dunkelheit der Nacht. Hatte sie angesprochen, hatte geredet. Aber es gab kein entrinnen aus diesem Strudel. Hätte er es ihr selbst gesagt, sie hätte sich gefreut. Aber so...
Sie nannte ihn einen Betrüger, und er hatte das Wort aufgenommen, gab ihr recht. Dennoch wollte er sie nicht mehr sehen. Wand sich ab von ihr.
"Lebe wohl Hanna"
Die Worte fühlten sich an wie glühende Eisen die man ihr in den Magen getrieben hatte. Er hatte sich abgewand und war gen Hafen gegangen, sah ihre Tränen nicht mehr.
Tränen um einen verlorenen Freund.
"Wer da? Gebt euch der Stadtgarde von Rahal zu erkennen!"
Die Worte rissen die Stille der dunkelheit entzwei, und holten Hanna aus ihren Trüben gedanken. Sie sah sich um, nahm erst jetzt die Bauruinen wahr die am Waldrand standen, und auch den Mann mit der Stangenwaffe der gerüstet vor ihr stand.
"Ihr solltet vorsichtig sein, es treiben sich Räuber in den Wäldern herum."
Hanna konnte nur matt lächeln. Ihre Antwort war leise, aber er Vrstand sie. Hanna glaubte das er sie nicht nur in Worten, sondern auch im Sinn verstand denn seine Züge wurden freundlicher und er geleitete sie bis vor die Stadttore.
"Mir kann man nichts stehlen ausser meinem Kummer."
Und so betrat eine rothaarige Streunerin die schwarze Stadt, auf der Suche nach Ablenkung, Vergessen und mit einer Sehnsucht im Herzen die sie lange nicht mehr gespürt hatte. Sehnsucht nach denen welche ihre Freunde waren.
Darindel und Kyle waren verschwunden.
Soraya führte ein glückliches Leben das keine Sorge brauchen konnte.
Und Perrin hatte sich abgewand.
Ihre Füsse folgten dem Weg entlang in die Dunkelheit. Im erschöpften trott bewältigte sie die Strecke die sie von Bajard fort führte. Ihre Gedanken waren bei der rothaarigen Gestalt welche sich keine Stunde zuvor von ihr Richtung Hafen entfernt hatte. Er hatte seine Entscheidung getroffen, und sie die ihre. Sie hatte ihn gemocht, ihm Vertraut und ein Teil von ihr hatte sich noch mehr erhofft. Sie hatte nie darüber geredet, hatte Angst den Freund zu verlieren und zu verschrecken. Wenn man auf der Strasse aufgewachsen war, dann war einem ein Freund schonmal wichtiger als eine Liebschaft.
Als Siran sich zu ihr hinabbeugte und ihr sagte wer die Frau neben Perrin war, wusste sie einen Moment nicht wie sie damit umgehen sollte. Sie hätte sich freuen sollen.
Vielelicht hätte sie es sogar.
Vielleicht.
Aber Perrin hatte ihren Blick gemieden und betont langsam, dafür oft hintereinander getrunken. Wie er es immer tat wenn er einer unangenehmen Situation entfliehen wollte. Auch seine Freundin hatte er nicht angesehen, sich gewunden wie ein Kind das den Eltern erzählte welchen Unsinn es angestellt hatte...und sich dafür schämte.
Hätte er nicht zumindest in jenem Moment etwas sagen können?
Irgendetwas?
Aber er tat es nicht, und sie fühlte sich verletzt und hintergangen. Hanna hatte ihm vertraut, doch er hatte nichteinmal das Wissen um sein Glück mit ihr teilen wollen.
Hannas Schritte folgten einem Weg. Die Wegweise zeigten in verschiedene Richtungen, aber sie konnte sie sowieso nicht lesen. Die eine Richtung würde sie ins zerstörte Varuna führen, die andere irgendwohin.
Irgendwohin...klang gut.
Irgendwohin...klang nach der Strasse der sie einfach folgen würde und sehen würde was sie fand.
So wie immer in ihrem Leben.
Eine rothaarige Streunerin.
Er war ihr gefolgt, in die dunkelheit der Nacht. Hatte sie angesprochen, hatte geredet. Aber es gab kein entrinnen aus diesem Strudel. Hätte er es ihr selbst gesagt, sie hätte sich gefreut. Aber so...
Sie nannte ihn einen Betrüger, und er hatte das Wort aufgenommen, gab ihr recht. Dennoch wollte er sie nicht mehr sehen. Wand sich ab von ihr.
"Lebe wohl Hanna"
Die Worte fühlten sich an wie glühende Eisen die man ihr in den Magen getrieben hatte. Er hatte sich abgewand und war gen Hafen gegangen, sah ihre Tränen nicht mehr.
Tränen um einen verlorenen Freund.
"Wer da? Gebt euch der Stadtgarde von Rahal zu erkennen!"
Die Worte rissen die Stille der dunkelheit entzwei, und holten Hanna aus ihren Trüben gedanken. Sie sah sich um, nahm erst jetzt die Bauruinen wahr die am Waldrand standen, und auch den Mann mit der Stangenwaffe der gerüstet vor ihr stand.
"Ihr solltet vorsichtig sein, es treiben sich Räuber in den Wäldern herum."
Hanna konnte nur matt lächeln. Ihre Antwort war leise, aber er Vrstand sie. Hanna glaubte das er sie nicht nur in Worten, sondern auch im Sinn verstand denn seine Züge wurden freundlicher und er geleitete sie bis vor die Stadttore.
"Mir kann man nichts stehlen ausser meinem Kummer."
Und so betrat eine rothaarige Streunerin die schwarze Stadt, auf der Suche nach Ablenkung, Vergessen und mit einer Sehnsucht im Herzen die sie lange nicht mehr gespürt hatte. Sehnsucht nach denen welche ihre Freunde waren.
Darindel und Kyle waren verschwunden.
Soraya führte ein glückliches Leben das keine Sorge brauchen konnte.
Und Perrin hatte sich abgewand.