Geheimnisvolle Nachrichten auf ganz Gerimor
Verfasst: Freitag 8. Mai 2009, 19:09
…aus der Nachwelt, von potentiellen Feinden oder gelangweilten Schmierfinken! Was auch immer es war, es wurde von den Anguren mit dem höchsten Maß der Skepsis und Vorsicht behandelt. Nicht viele der Wilden konnten sich einen Reim darauf machen, wie aus undurchschaubaren Zeichen auf Pergament wieder Worte werden konnten. Die, die das Prinzip verstanden, waren dahingegen sehr selten und viele von denen wiederum bauten ihre Sicherheit mehr auf einer Behauptung des Könnens statt dem tatsächlich gelehrten Wissen auf. Perfekte Zustände also, um sich mit der neuen Herausforderung, die die Welt an sie stellte, zu beschäftigen.
Diese bestand nicht etwa aus einem zu überwältigenden Feind oder einer weiteren Naturkatastrophe. Nein, es war nur ein kleines Buch, welches – wann auch immer – direkt vor den Toren des Notlagers der Nordmänner abgelegt wurde. Von einigen ignoriert, ob nun aus Unwissen oder der Vorahnung, ein böses Omen besser nicht anzufassen, war es schließlich doch in die Pranken des Hocherhabenen und Unfehlbarsten aller Anguren gekommen – Jall. So oder so ähnlich jedenfalls wirkte der Alte, während er immer wieder durch das Buch blätterte und einen wichtigen Blick nach dem anderen in die Welt entließ.
Das Äußere:
„Hrrrm.. aye, d’s ganz klar ne Nachricht von.. mhrrrm..!“
„Von wem d’nn?“
„Hrrrm… na schau d’ch hin! ‘s Ding hier, und d’s.. und dann d’s, naahrr?“
„Uhm.. Ahrrr… Aye, von .. Mhrrrm..!“
Die Alten im Lager berieten sich recht eifrig, doch gleich, wie nah sie daran waren, Inhalte zu erwähnen - alles ging in einem inhaltsschwangeren Brummen unter. Doch immerhin konnten Anwesende die Blicke deuten, die gewechselt wurden zwischen den bärtigen Urgesteinen nordischer Herkunft. Diese schienen.. ebenso inhaltsschwanger, doch kein Stück leichter lesbar. Aber wenn alte Männer so ernst und selbstsicher mit sonorem Brummen die Übersetzung des Schreibens meisterten – was konnte dann noch schiefgehen?
Das Innere:
W’s bei’n Warzen Ulfgards is’n d’s für ein Dreck, dammich?!
Der kann d’s? Dies‘s Gekritz’l? Hex’rei!
Woh’r soll’ch’n wissen, von wem, eh? Scheißt’n Bär’n an!
W’s soll ich da seh’n.. hä? W’s? D’s is‘ doch.. arrg!
Völlige Ahnungslosigkeit, gepaart mit der Sturheit, sich auch ja nicht die Blöße zu geben, fehlendes Wissen vor der versammelten Angurerschaft einzugestehen. Die Alten kannten die Rolle, die sie zu spielen hatten. Eine davon war definitiv und zweifelsohne die, Sicherheit und Weisheit zu mimen, wenn beides denn nicht tatsächlich zur Verfügung stand. In diesem Fall spielten die hohen Herren meisterlich, wenn auch jeder in den Falten des anderen lesen konnte, dass hier die Meinung eines Kenners eingeholt werden musste.
So löste sich die Zusammenkunft auf. Zurück blieben einzig zwei, drei Ältere, die stillschweigend abnickten, als der Mimir das Schreiben in eine der zahllosen Taschen, die an ihm hingen, packte.
Die Jagd auf einen Übersetzer war hiermit eröffnet.
Diese bestand nicht etwa aus einem zu überwältigenden Feind oder einer weiteren Naturkatastrophe. Nein, es war nur ein kleines Buch, welches – wann auch immer – direkt vor den Toren des Notlagers der Nordmänner abgelegt wurde. Von einigen ignoriert, ob nun aus Unwissen oder der Vorahnung, ein böses Omen besser nicht anzufassen, war es schließlich doch in die Pranken des Hocherhabenen und Unfehlbarsten aller Anguren gekommen – Jall. So oder so ähnlich jedenfalls wirkte der Alte, während er immer wieder durch das Buch blätterte und einen wichtigen Blick nach dem anderen in die Welt entließ.
Das Äußere:
„Hrrrm.. aye, d’s ganz klar ne Nachricht von.. mhrrrm..!“
„Von wem d’nn?“
„Hrrrm… na schau d’ch hin! ‘s Ding hier, und d’s.. und dann d’s, naahrr?“
„Uhm.. Ahrrr… Aye, von .. Mhrrrm..!“
Die Alten im Lager berieten sich recht eifrig, doch gleich, wie nah sie daran waren, Inhalte zu erwähnen - alles ging in einem inhaltsschwangeren Brummen unter. Doch immerhin konnten Anwesende die Blicke deuten, die gewechselt wurden zwischen den bärtigen Urgesteinen nordischer Herkunft. Diese schienen.. ebenso inhaltsschwanger, doch kein Stück leichter lesbar. Aber wenn alte Männer so ernst und selbstsicher mit sonorem Brummen die Übersetzung des Schreibens meisterten – was konnte dann noch schiefgehen?
Das Innere:
W’s bei’n Warzen Ulfgards is’n d’s für ein Dreck, dammich?!
Der kann d’s? Dies‘s Gekritz’l? Hex’rei!
Woh’r soll’ch’n wissen, von wem, eh? Scheißt’n Bär’n an!
W’s soll ich da seh’n.. hä? W’s? D’s is‘ doch.. arrg!
Völlige Ahnungslosigkeit, gepaart mit der Sturheit, sich auch ja nicht die Blöße zu geben, fehlendes Wissen vor der versammelten Angurerschaft einzugestehen. Die Alten kannten die Rolle, die sie zu spielen hatten. Eine davon war definitiv und zweifelsohne die, Sicherheit und Weisheit zu mimen, wenn beides denn nicht tatsächlich zur Verfügung stand. In diesem Fall spielten die hohen Herren meisterlich, wenn auch jeder in den Falten des anderen lesen konnte, dass hier die Meinung eines Kenners eingeholt werden musste.
So löste sich die Zusammenkunft auf. Zurück blieben einzig zwei, drei Ältere, die stillschweigend abnickten, als der Mimir das Schreiben in eine der zahllosen Taschen, die an ihm hingen, packte.
Die Jagd auf einen Übersetzer war hiermit eröffnet.