Ignoranz - oder:"Wo ist die Ehrfurcht hin?"

Antworten
Anveena Midame

Ignoranz - oder:"Wo ist die Ehrfurcht hin?"

Beitrag von Anveena Midame »

Ignoranten, dumme Bauern dachte die Rabendienerin, als Sie ihren Fußmarsch zurück zum Turme began.
Die Wut wie die Schmach standen ihr weiter im Gesicht geschrieben.
Wo waren Sie hin, die Zeiten, als alleine ihr Auftreten für Angst und Schrecken gesorgt haben?
Was mag geschehen sein, dass man Sie nun freundlichst grüßte, ihr lächelnd zuwinkte und weiter den alltäglichen Dingen nachging, statt einen großen Bogen um Sie zu machen, fern ab von dieser unheilbaren Pest in menschlicher Gestalt?
Wo war die Ehrfurcht vor den Dienern des einen wahren, jenen, die nach den Seelen der Menschen lechzten, um Sie ihren Gott als köstliche Speißen zu präsentieren, in einer Welt der ewigen Qualen und Finsternis...für alle Ewigkeiten.
Mit einem Schornsteinfeger verglich man Sie, zeigte nur ein müdes Lächeln, als die knochrigen Finger des Untoten sich aus dem Boden erhebten.
Und warum dies?
Weil Scharlartane ihr Unwesen trieben.
Und dann erdreiste sich jener Mann in der Herberge auch noch, zu behaupten, einer Rabenmutter, wie er sie nannte, einer Schwester und Dienerin des Einen, würde es missfallen, wenn man sich der Herberge annehmen würde.
Sypathisierten einige Diener nun mit dem Abfall der Welten?
Gingen Sie nun dem Glauben nach, der Tot sei etwas verwerfliches?
Wechselten Sie die Seiten für Menschen...liessen Sie gar Gefühle für Sie los?
Wer auch immer diese Rabenmutter sein mochte, musste unter den Brüdern und Schwestern gefunden werden.
Wer auch immer diese Scharlartarne waren, mussten für ihre Dreistigkeit leiden.
Und Bajard selbst wird die Plagen des wahren Einen zu spüren bekommen, auf das Sie wieder Ehrfurcht zeigen und ihre Ignoranz entschwunden ist.
Die Bewohner werden erzittern unter ihren Qualen, wenn Sie erkennen, was ein lächeln für Auswirkungen haben kann und welch Zorn Spott zu sich zieht.
Ja, es wird Zeit, dass sich die Brüder und Schwestern sammeln und einem großen, mächtigen Ritual beiwohnen und so wahr Anveena ihre Seele Krathor zugesprochen hat, wird Bajard 5 Plagen erwarten, auf dass Sie nur mit Angst in der Stimme über die Diener des Rabens sprechen würden, auf das Sie glauben mögen, der Gedanke an jene, wäre ein Fluch.
Die alte Zeit wird wiederkommen und selbst der Schutz der Priester wird machtlos sein, wenn am Ende Menschen sterben.
Benutzeravatar
Siran van Zac
Beiträge: 620
Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2008, 04:47

Beitrag von Siran van Zac »

Der Rücken schmerzte zusätzlich nun zu seinen Verletzungen an Schulter und linkem Arm. Er konnte einfach nicht mehr liegen und die Unruhe tatenlos einfach zu warten bis es ihm besser ging fraß ihn innerlich auf.
So schlich er sich durch die Herberge putzte hier und da ein paar imaginäre Krümel vom Tisch und wartete darauf das jemand kommen würde, für den er sorgen konnte und durch den er Unterhaltung erfahren würde.
Dazwischen verbrachte er Zeit mit der täglichen Post und Berichten zu Vorgängen rund um Bajard.

Doch oft ist es so, lange Zeit ist keiner da und auf einmal ist das Haus voller Leute. Es war wieder einmal soweit, er musste etwas vor die Tür, um die Schmerzen des Kopfes an der kühlenden Abendluft abklingen zu lassen.

Noch etwas benommen, die Augen bemühten sich gerade an das Halbdunkel, stand vor ihm eine Person, welche als Frau zu deuten war.
Schwarze Kleidung, mürrisch, wer weis ob sie etwas leckeres zum Abend hatte, schoss es ihm durch den Kopf, versuchte sie ihm ihre schlechte Laune begreifbar zu machen.
Er schüttelte nur leicht mit dem Kopf in Gedanken daran, wie viele in letzter Zeit in dieser Schornsteinfegerverkleidung hier erschienen sind und sich als was weis ich Bösewicht ausgaben.
Auch wenn sein Äußeres eine trügerische Leichtigkeit und Überlegenheit ausstrahlte, müsste sein Aufzug, den anders konnte man diese zahlreichen Verbände gar nicht deuten, wie der einer Teilmumie gewirkt haben. Doch im inneren war er höchst aufmerksam und gespannt, lauernd auf jede Bewegung seiner Gegnerin.

Ihr mit Eurer Schonsteinfegerkleidung, meint ihr hier kann sich jeder als Rabendiener ausgeben? Das hatten wir schon zu oft in letzter Zeit. Wenn ich dies der Rabenmutter erzähle, das ihr hier wieder die Herberge bedrohen wollt, wird sie sicherlich nicht erfreut sein.
Mit diesen Worten versuchte er ihr gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen, doch das Erwachen einer knöchrigen Gestalt aus dem Boden, ließen ihn dann doch etwas gegensteuern.
Nun gut bei Euch scheint das ja dann wohl nicht so zu sein, meinte er einvernehmlicher.

Ihre Hand streckte sich zu seinem Kopf aus und so sandte sie ihm schreckliche Bilder von Tod und Verwüstung vor sein inneres Auge. Mühevoll versuchte er diese Bilder zu verdrängen und fand Episoden aus seiner Erinnerung von glücklich lachenden und spielenden Kindern und Eltern die sich liebevoll um diese bemühten. Blühende Landschaften zogen vorbei, die mit stechenden Schmerzen untermalt wieder zu den von Ihr gesandten Bildern verzerrt wurden. Mehrere laute Aufschreie, dem Schmerzen nachgebend, bereiteten dem Kampf der Bilder dann doch ein Ende und sie zog ihre Hand zurück.
Viel bekam er nicht mehr mit, denn es brauchte noch etwas Zeit sich zu sammeln und er hörte sich selbst wie durch dicke Watte rufen:
MEINE SEELE BEKOMMT IHR NICHT.
Asthar Llastobhar

Beitrag von Asthar Llastobhar »

Der Geruch nach frischem Blut drang in seine Nase und ein fahles lächeln umspielte die Lippen des Weißhaarigen. Dieses Dorf, das sich Bajard nannte es war verabscheuungswürdig... die Menschen waren zu dumm und zu eitel um zu begreifen das ihre sogenannte Neutralität und Freiheit sie in Fesseln legte, die sie niemals begreifen würden. Fesseln des Lebens, Fesseln des Leidens, nicht mehr als Spielbälle im Flusse der Zeit.
Und mehr als das... Spielbälle der Politik der warhaft Mächtigen... und doch so von sich selbst überzeugt, so maßlos unverschämt. Und wieder der Geruch von Blut in den Straßen.

Dort erhob sich der Fischer in seiner zusammengewürftelten Rüstung aus Rost und Schrott, dort der Krieger der vermutlich niemals ein Schwert wirklich gehalten hatte und dort der Milizionär, der wohl wenig am Leben hängen mochte. Und sie alle Lehnten sich auf zum einen Gegen ihre Fesseln und zum anderen gegen die Narretei mit der sie ihr Leben frissteten. Und in diesem blinden Kampfe schlugen sie wild um sich und verärgerten jene, die warhaft Mächtiger waren... jene derren Hand älter war und länger reichte als sie es erahnen konnten. Und wieder der Geruch von Blut in den Straßen.

Und nun lagen gar die Gerüchte von Krieg in der Luft. Ein Fischerdorf das Krieg führen wollte, Krieg gegen eine Gemeinschaft aus Professionellen Kriegern. Krieg gegen jene hinter diesen Kriegern, die noch weitaus gefährlicher Einzustufen waren und nicht nur das sie maßten sich an auch noch die letzten warhaft Freien, die durch die Straßen Bajards eilten, der Graberde entbunden... zu attackieren und die Boten zu beleidigen, die die einzig Wahre Botschaft verkündeten und wieder Lag der Geruch von Blut in den Straßen.

Es wurde Zeit das man Bajard... das Fischerdorf... diese dummen und einfältigen Narren an die Macht zu erinnern, die sie sich zum Feind machten mit jeder ihrer Taten. Auf das der Geruch des Blutes niemals enden möge und Leid und Plage die einzige Gewissheit in diesem Ort sein mögen.
Anveena Midame

Beitrag von Anveena Midame »

Langsam glitten ihre Finger an den Büchern vorbei. Jedes einzelne leicht anstubsen, den Blick aber vom Regale abgewandt, sturr gerade aus.
Soviele Gedanken durch ihren Kopf, soviele Ideen...doch keine brachte das zum Ausdruck, was Bajard erfahren sollte: Die Angst, die die Bewohner eines Fischerdorfes immer haben sollten, wenn Sie keine steinernen Wälle zum Schutze und keine Armee zur Verteidigung hatte.
Sie beobachtete dieses stinkende Kaff, so nahe am Meer, dessen Wege der Menschen sich meist nur durch den hiesigen Hafen kreuzten.
Es hat sich nichts geändert.
Die Ignoranz, die Sie bewiesen, wurde nur noch mehr und mehr in den Vordergrund gerückt. Doch es mangele ihnen nicht an den nötigen Respekt gegenüber der Macht eines Rabendieners, nein, sie verhohlten sich gegenseitig, untereinander.
Trugen kleine Schaukämpfe aus, um zu beweisen, wer der stärkere ist.
Narren...elendige.
Als ob ihre geraubte Klinge die göttlichkeit einer Rabendienerin jemals in den Schatten stellen könnten.
Doch da war mehr.
Dreistigkeit in der Bank, als sich eine Frau vordrängelte und das Wort Diskretion als eine Speiße für den Adel aufnahm.
Ein Märchenerzähler in der Taverne, der lauthals seine Anekdoten von sich gab, was für ein großer Krieger er doch sei, wieviele Monster er doch erlegt und in wievielen Schlachten er mitgekämpft hätte.
Ja, das Maß war voll, als er verhöhnte, wie er die Rabendiener vor Varuna verjagte.
Ein verlumpter, dreckiger und stinkender Mann soll die Kraft besitzen, was Ritter und Gardisten nicht haben? Keine Wunde zierte seinen Körper, kein Zeichen, das er jemals etwas über einer Mücke hinaus getötet hätte.
Er sollte seine Zeichen bekommen, er sollte Geschichten erzählen, die sich lohnen zu erzählen.
Ja, der Alkohol vermag den Geist zu benebeln und die Sinne zu berauben. Es war leicht ihm zu folgen, leichter ihn niederzuschlagen und auf den Friedhof zu zerren. Knochen aus den Boden spriessen zu lassen und ihn an ein Monoment zu binden.
Doch genüsslicher waren die Schreie, die er von sich gab, als er die Augen öffnete und kurz danach das Chaos und die Zerstörung in seinen Geist drangen. Als er all diese schrecklichen Bilder sah und Anveena sich an ihnen ergötzte. Doch es sollte mehr sein. Entstellungen, Brandmarkungen, die alles zu einem führten: Ehrfurcht.
Solch junger Mann, solch große Lügen.
Er würde bekommen, wonach er sich doch so sehr sehnte, wenn er laut schallend im Suff die Besucher der Taverne mit seinen Lügengeschichten folterte. Er sollte das Aussehen eines Mannes haben, der jede einzelne seiner Geschichten erlebt hatte und die Veränderung des Körpers, das innere verbrennen der Eingeweide liessen sicher ganz Gerimor aufschrecken.
Es waren Stunden der Folter, stunden der Qualen...ja Anveena vermisste dies und die Ehrfurcht sah man förmlich als Angst in seinen Augen. Er würde nicht mehr herumbrüllen, dass er Rabendiener bezwungen hat, nein...aber Anveena würde ihm ein Geschenk mitgeben. Etwas, was seine Amenmärchen nur bestätigen würde und wenn jener Manne, der so sehr nach Vergebung und Erlösung durch den Tot bettelte, erwache und in den Spiegel schaue, wird er sein eigentlich doch hübsches Gesicht vermissen, wird entstellt sein, als eine Art Monstrum durch die Landen ziehen, wo alleine sein Anblick reicht, um unbehagen in den Menschen aufzurufen, gewürzt mit der richtigen Prise Verachtung.
Ja, die Narben verstellen sein Gesicht, die Wangenknochen verschoben, Zähne entfernt, das Haar fast gänzlichst abgestorben. Ein Ohr ab, ein Auge halb zugewachsen. Dieser junge Krieger, würde sicher am Ende den Tot wählen und dabei denkend, dass er es niemals mehr wagen sollte, so leichtfertig von den Dienern des Einen zu sprechen.
Anveena blieb stehen, den Finger auf ein Buch gedrückt. Sie überlegte kurz, dann griff Sie nach jenen und zog es heraus. Staub bedeckte den schwarzen Umschlag, es war seit Jahren nicht angerührt worden und als Sie es öffnet, spürt Sie förmlich die Schmerzensschreie jener Wesen, die ihr Blut als Ersatz der Tinte hergaben und ihre Haut die Seiten ersetzten. Ja, dies wäre das richtige Buch. Dort sind die Rituale, die es braucht, um Bajard erzittern zu lassen und ihnen zu zeigen, wovor man sich fürchten sollte.
Beim nächsten Blutmond, ist es soweit.
Anveena Midame

Beitrag von Anveena Midame »

Es war geschehen. Das Ritual war erfolgreich.
Langsam, sehr bedächtig geht Anveena zu dem Tische, wie eine alte Frau wirkt Sie. Es hat ihr viel Kraft gekostet, doch nicht zu viel. Es waren genug Brüder und Schwester anwesend, die ihre Macht mit ihr teilten und Sie unterstützten bei jenen altehrwürdigen Ritual für den Geist. Und er erschien, anmutend, prächtig und so machtvoll.
Sie blickt auf ihre dreckig und blutverschmierte, bandagierte Hand. Das Opfer wurde angenommen, nun hiess es warten und den Dingen ihren Lauf zu lassen, ehe man weiter handeln könnte...dann, wenn Sie wieder genug Kraft hatte und das nächste Ritual folgen würde.
Ja, die Zeit war gekommen.
Anveena Midame

Beitrag von Anveena Midame »

"Ich Närrin", fluchte sie in die dunklen Katakomben hinein, als sie langsam schleifend den schwer beleuchteten Gang hinabglitt. Sich fest an die Wand pressend und schwer atmend, während ihre Hand auf ihrer Brust ruht.
Es war zu früh, viel zu früh.
Sie hatte sich vom ersten Ritual noch nicht erholt und wollte ihn nun abermals rufen, um das Leid des Fischerdorfes zu beginnen.
Doch sie hätte klüger sein müssen, sie hätten sehen müssen, dass Sie und ihre Macht noch zu schwach für diesen Streich waren und nun, ja nun musste Sie wieder ausharren und die Zeit verstreichen lassen.
Nun hiess es abermals abwarten und Kräfte sammeln, ehe Sie es vagen könnte, jenen Geist der 5 Plagen erneut zu beschwören, auf das er sein unheilvolles Werk beginnen könne.
Ja, langsam schleift Sie weiter, in der Dunkelheit der Katakomben verschwindent und ruhend, bis der Tag kommen wird, andem sich ihre Brüder und Schwester sammeln und erneut nach Rache sinnen für die Ignoranten, die dort wohnten. In der Dunkelheit, in der Einsamkeit, heilt die Zeit alle Wunden.
Zuletzt geändert von Anveena Midame am Dienstag 19. Mai 2009, 20:41, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Drakhon Sokarth
Beiträge: 612
Registriert: Donnerstag 13. März 2008, 03:43

Beitrag von Drakhon Sokarth »

Einweiteres mal erfüllten gedämpfte Laute die modrigen unterirdischen Hallen, als sich die Dienerschaft des Raben einweiteres mal zusammen fand. Einem jedem war der Anlass wohl bekannt und wohl jeder von ihnen war vom Eifer und der Vorfreude ergriffen, das kleine, blasphemische Fischerdorf in den Würgegriff zu nehmen.
Noch immer sah man ihr, der Urheberin dieses finsteren Planes die Anstrengungen der letzten Beschwörung an, gebeugt und geschwächt schien der Geist noch immer an ihren Kräften zu zehren doch, weder war dies die Zeit sie zu bedauern noch hätte sie jenes wohl gewollt, denn alles kostet seinen Preis und wer wusste dies besser als die Diener des Seelenfressers.

So war er selbst es, der von ihr berufen wurde an diesem Abend die Ausführung des Ritual zu übernehmen, der erste einer langen Reihe von Schritten um Bajard und seine Bewohner daran zu erinnern, wo ihr Platz in dieser Welt war. Der erste Schritt schien so simpel wie einleuchten, um die Moral der Bewohner ins Wanken geraten zu lassen, sollte ihnen etwas essenzielles, etwas selbstverständliches entzogen werden, Nahrung.
Es kam Bewegung in die kleine Scharr Rabendiener, nach und nach schlossen sie einen Kreis um das Zentrum der kleinen Kammer, wo das Gesichtlose Abbild ihres Herren ihr tun schweigend beobachtete.
Er war sich durchaus bewusst, würden sie den folgenden Fluch einfach über das Dorf verhängen, würde es keine Woche dauern, bis der fette Priester der jenes Kaff sein Heim nannte einen Weg gefunden hätte ihren Bann gleich einem Fetzen nassem Papiers zu zerreißen.
Eine vorsichtige Drehung des Oberkörpers, ein Griff in den leinenen Beutel um den kleinen, noch verhüllten Gegenstand hervor zu heben. Seine Mundwinkel zuckten als er den kleinen Gegenstand langsam aus dem ihn verhüllenden Tuch zu wickeln begann um ihn schlussendlich zwischen sich und seinen Brüdern und Schwestern auf den steinernen Boden abzulegen. Er wirkte so klein, so zerbrechlich und nichts sagend, und doch würden sie genau darin den Fluch einweben und versiegeln auf das er Verderben über Bajard bringen solle.
Nach wenigen weiteren Handgriffen waren die Vorbereitungen abgeschlossen und ein leiser okkulter Singsang begann den Raum zu erfüllen, umschlossen von einem silbrigen See begann ie kleine Gemeinschaft den Fluch zu weben und dessen Wesen und Essenz in das ausgewählte Objekt fließen zu lassen.
Konzentriert, einzig fixiert auf das Ziel ihrer hiesigen Anstrengungen spendete jeder der Anwesenden seine Kraft und seinen Glauben. Ein jeder leistete seinen Beitrag zum großen ganzen dieses Abends und so sollte es geschehen, das sie mit dem Glücken des Rituals belohnt werden sollten, welches sie sich im Angesicht ihres Schweißes und ihr Blutes erarbeitet hatten.
Doch noch war es nicht vollbracht, eine Kleinigkeit musste noch getan werden ehe sie wieder auseinander gehen konnten. Ein weiteres mal würde der Geist gerufen werden, welcher wartend im Stab Anveena`s ruhte und wartete bis sie seiner Dienste erneut bedurften.

Schließlich also war es so weit, gebeugt und gezeichnet von der vergangenen Beschwörung hob sie den Stab und aus unwirklichem, schimmerndem Nebel stieg schließlich die leuchtende Siluette des Geistes empor. Bedachte seine Peiniger mit trotzigen Blicken und Worten, ehe er nur widerwillig dazu gedrängt werden konnte seine Aufgabe anzutreten.

Er sollte nicht der Bringer der ersten Plage sein, nein, zudem solle er die durch Hunger und dessen Begleiterscheinungen anwachsende Wut lenken, mit simplen Worten und einer gleißenden, makellosen Erscheinung würde er die Verantwortung für die Plagen auf den Göttern des Lichten Panteon abwälzen. Mit seiner Aufgabe betraut schwebte der Geist von dannen um sein grausiges Werk zu beginnen.

Aus den Schatten heraus würden sie es sein, die verfolgen, wie Angst, Hunger und Chaos das kleine Dorf heim suchen würden und sie würden sich weiden, am Leid derer die es wagten über sie zu spotten.
Antworten