Was kostet Neutralität?

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Siran van Zac
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Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2008, 04:47

Was kostet Neutralität?

Beitrag von Siran van Zac »

Teil 1

Der Tag begann recht friedlich. Der Termin mit der Bruderschaft war für den Abend eingeplant und soweit auch vorbereitet. Es war noch Zeit und Siran wollte sich mal wieder in den Tiefen des Sumpfes erproben, ob er nicht schon alles vergessen hätte. Sein letzer Gang war nun doch schon eine Weile her.
Er schärfte sorgfältig seine Waffen, polierte ein paar Kratzer aus der Rüstung und ging los, um gegen die Ausgeburten der Unterwelt zu kämpfen. Anfangs noch etwas träge, fand er doch langsam wieder zu seiner alten Form zurück. Mit ein zwei Runden durch die dunklen Gewölbe war für Tierfutter der Herberge ausreichend gesorgt.
Noch bevor er nach Adoran aufbrechen wollte, ging er auf einen seiner regelmäßigen Kontrollritte durch Bajard.
Dabei stieß er plötzlich auf Untote, die aus Richtung des Friedhofes kamen.
Alarm rufend ritt er durch das ganze Dorf und versuchte soviel wie möglich Streiter zu mobilisieren, damit diese den zahlreichen Untoten den Garaus machen konnten.
Eine kurze Inspektion des Friedhofes zeigte einige aus Blut bestehende Zeichen. Da der Termin in Adoran drängte, machte er sich auf den Weg dorthin.
Natürlich traf er dort nicht pünktlich ein. Dies ärgerte ihn persönlich sehr, doch was sollte man machen gegen das Schicksal.
Mit Erleichterung nahm er zur Kenntnis, dass die avisierte Gesprächsperson noch da war. Er stellte sich sodann als Junker Melakur Vidor vor.
Man hielt sich nicht lange mit gesalbten Floskeln auf, denn für Siran war es wichtig zu klären, ob die Kriegserklärung der Bruderschaft, welche er am Stadtstein vorfand nur ein übler Lausbubenstreich war.
Mit Entsetzen musste er jedoch feststellen, das die Bruderschaft allem Ernstes Bajard den Krieg erklärt hatte. Für ihn war es vollkommen unverständlich, warum es dazu nicht mal eine offizielle diplomatische Note gab? War die Bruderschaft so hinterhältig?
Siran lies geduldig Drohungen und Worte über sich ergehen und versicherte Vigor schlussendlich, das er der Bruderschaft so nun nicht mehr helfen könne, falls sie in Bajard verschleppt oder angegriffen werden würden. Weiter würde er bewaffnete und gerüstete Bruderschaftler in Bajard als Angriff oder Überfall ansehen müssen.
Für ihn war es vollkommen unverständlich, warum sie sich nun noch mehr neue Feinde schaffen wollten. Warum jammerten sie über alte Wunden und Vergangenes? Warum waren sie nicht an einem ruhigen und neutralen Bajard interessiert und waren so fanatisch mit Scheuklappen versehen?
Wenn Temora gewollt hätte, würde es Bajard so wie es ist nie geben!
Es gab nichts mehr zu bereden, alle Meinungen und Standpunkte waren ausgetauscht und mit einem wohl unguten Gefühl ging er vom Gasthaus nahe dem Stadttor weiter nach Adoran hinein, um sich dann später auf ein paar Felle zu knien und in einem Buch zu blättern.
Er kannte darin fast jede Zeile fast schon auswendig, doch jedesmal wenn er ratlos schien, schöpfte er daraus neue Kraft.
Es schien mal wieder Zeit weitere Zeilen hinzuzufügen, welches er sich auch fest vornahm.
Er strich noch einmal über das derzeit verlassene Kissen und drückte es an sein Gesicht um die Reste des geruches in sich aufzunehmen.
Er erhob sich, packte noch ein paar Sachen ein und brach wieder nach Bajard auf. Es galt am Friedhof noch nach einigen Spuren zu suchen, die etwas zur Herkunft der Untoten offenbaren würden.
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