Eines Tages war sie einfach fort.
Fort aus Sicht der anderen.
Die Gemeinschaft wurde nie wieder die selbe, Xinthras erhebung zur Anführerin, verlief zwar glücklich, doch waren es grade die jüngeren Schwestern die dies scheinbar ablehnten.
Viel zu oft kam es zu streiterein, viel zu selten wurden jene geschlichtet und am Kampfesmut mangelte es den meisten jüngeren.
Grade jene jungen Schwestern waren es jedoch in die Ronya ihre ganze Hoffnung setzte.
Doch es kam anders.
Die jüngeren Frauen der Gemeinschaft, waren ein zusammengewürfelter Haufen aus ehemaligen Bäuerinnen, Mägden und Abenteuerlustigen jungen Mädchen die nur mal was anderes ausprobieren wollten.
Warscheinlich um dann im nachhinein in ihren Daunengestopften Federbetten irgendeines Prachthauses drüber nachzudenken, wie gut es ihnen doch eigentlich ging.
Doch das alles war geschichte.
Eines Tages war sie einfach fort.
In den frühen stunden des Morgens, sattelte sie ihr Pferd, stieg auf und blickte sich noch ein letztes mal in der Festung um.
Sie blickte zu den Hütten, zur Statue der Nyame und letztlich zu den Bäumen ausserhalb des Dorfes der Schwesternschaft.
traurigkeit überfiel sie, Wehmut und ein starker Drang nur weg zu müssen.
Je weiter sie sich von der festung entfernte umso stärker wurden die Gefühle.
Tränen flossen wie kleine Wasserfälle aus den Augen und machten das sehen fast unmöglich.
" Nur Fort " dachte sie.
" Weit fort von all dem das mir lieb und teuer ist ".
Es war eine fast unbeschreibliche Fülle an Gefühlen die auf die Kriegerin einströmten.
Sie wurde völlig davon überwältigt und es gab nur einen Ausweg - diesen Ort verlassen.
Vielleicht für Immer, vielleicht nur für eine kurze zeit.
Sie wusste wohin sie gehen würde.
Dahin wo alles begann, wo sie einst an der Spitze der Schwesternschaft stand und nie damit gerechnet hätte auch nur einmal im Kampf zu unterliegen.
ihre alte Anführerin sagte einmal, " wenn alles zu ende geht, besinnt man sich auf den Anfang. "
Und genau dorthin wandte sie sich jetzt.
Ein Schiff war schnell gefunden, eine kleine Schalluppe, die sie auf die Insel brachte.
Die Insel auf der alles begann.
Einige Wochen lebte sie nun schon hier inmitten der Hölzernen Ruinen.
Sie lebte von der jagt, kleidete sich in felle und Leder wie früher und kam langsam wieder zu sich.
Was hatte sie hier erhofft zu finden ?
Sie wusste es selber kaum noch.
Antworten auf die fragen wieso die gemeinschaft so zerbrach hatte sie selber genug.
Sie hatte versagt, das redete sie sich ein.
Hier auf der Insel war sie unbesiegbar, eine kriegerin die jeden Stein kannte und jeden Baum.
Doch drüben auf Lameriast, wo sie zwar zu den ersten entdeckern des Eilandes gehörte, hatte sie versagt.
plötzlich musste sie sich in schwere Metalrüstungsplatten zwängen um überhaubt eine Chance zu haben im Kampf zu bestehen.
Plötzlich war sie mit Diplomatie konfrontiert, einer Sache die sie selbst heute noch als absolutes versagen betrachtete.
Diplomatie ist der Anfang vom Ende der eigenen identität.
Das wusste sie nun und das war es was sie als Lehre aus all dem zog.
Aus Wochen wurden Monate und ihre gedanken kehrten mit jedem neuen Morgen zurück.
zurück zu Xinthra, Torina, Tajara und allen anderen, doch eben ganz besonders zu jenen dreien, waren sie es doch die am Ende immer für die gemeinschaft da waren.
SIE waren die eigentliche Schwesternschaft.
Sie dachte an die vielen Opfer aus den eigenen Reihen und mit Stolz flogen Ihren Gedanken zu allen toten Feinden.
Wieder packte sie die Satteltaschen und verharrte einige Tage in dem kleinen, einzigen Dorf der Insel, bis endlich ein mickriges Handelschiff anlegte und für die Passage nach Gerimor ein Vermögen verlangte.
Gold - auch eines dieser notwendigen übel das sie HIER nie gebraucht hatte.
Sie würde nie verstehen wieso alle Welt drüben diesen Münzen nachjagte.
Nach einigen Tagen unbequemer Überfahrt legte der Wurmstichige Seelenverkäufer schlieslich in Bajard an und ohne sich auch nur umzusehen, führte sie ihr Pferd zur nahen Fähre Richtung Lameriast.
" Ob sie noch da sind ?"
" Ob sie mich für Tot halten ? "
" Ob sie mich vielleicht einfach fortjagen weil ich ohne Abschied verschwand ? "
Wieder übermannten sie vielfältige Gefühle doch waren sie diesmal eher ängstlicher Natur.
Angst den Schwestern wieder unter die Augen zu treten.
Sie fühlte sich wie eine Veräterin.
Zu Recht ?
Tot geglaubte leben länger.
-
Xinthra
Nichts war wie zu der Zeit, als die alten Schwestern noch beisammen waren. Zerbrochen am zweiten lamerischen Krieg, die Schwestern in alle Winde, so auch Ronya. War es verständlich, dass alle gingen, die sich einen Eid aufs Blut gegeben hatten, füreinander einzustehen? Möglicherweise hatte selbst dies Grenzen. Wenn niemand da war, für den man einstehen konnte, machte dieser ehemals so hehre Schwur keinen Sinn mehr. Vorwürfe waren Fehl am Platze und wenn Xinthra welche machte, dann höchstens ihrem eigenen Versagen gegenüber, den Bruch nicht verhindern zu können.
Doch in letzter Zeit konnte man die Hoffnung nicht nur schöpfen, nein sie floß geradezu in Strömen und wurde zu Zuversicht und Euphorie. Vielleicht wieder verfrüht? Sonst würde nichts fruchten. Einige ihrer Schwestern hatten nach der Zeit wieder einen Boden gefunden, sich aufgerichtet, Personen die damals schon Freunde waren waren nun mehr. Das musste akzeptiert werden und es wäre vielleicht nicht das schlechteste, nun Stärke zu beweisen und sich trotz der Widrigkeiten in der letzten Zeit wieder zusammenzufinden, die Gemeinschaft auf Lameriast wieder aufleben zu lassen und die verloren gegangene Macht zu erneuern. Sicherlich wären die Schwestern lange nicht so zahlreich wie einst, doch das war auch nicht nötig. Eine jede die wiederkehrte, war willkommen, denn sie hatten sich alle nicht mit Ruhm bekleckert als sie die Gemeinschaft verlassen hatten.
Oft dachte Xinthra an die anderen Schwestern, insbesondere Ronya der sie ihr Sein zu verdanken hatte. Tauchte sie vielleicht nicht wieder auf, weil sie ihr Gewissen plagte? Solche Fragen wischte Xinthra oft schnell wieder aus ihrem Gedächtnis. Gerade Ronya, die stolzeste unter ihnen sollte solche Gefühle hegen? Andererseits hatte sie nicht sehr oft Einblick in sich gewährt. Es bestand eben immer noch ein Unterschied zwischen einer Bäckerhilfe wie Xinthra, die das Kämpfen lernte und einer Frau wie Ronya, die seit jeher Sonyame gewesen war.
Vielleicht hatte sie auch die Wechsehaftigkeit ihrer Schwester bemerkt und würde deshalb nicht wiederkommen. Wo hatte Xinthra nicht überall versucht, Fuß zu fassen. Hauptfrau und Bürgermeisterin in Bajard war sie gewesen, Hauswache im Haus Elbenau wollte sie werden, Ritter der Temora gar, schließlich landete sie bei den Sternenjüngern als Obristin, doch nichts was sie anfasste wollte gelingen. Seien es die widrigen Umstände in Bajard, die Abwehrende Haltung im Haushalt Elbenau, die nicht einmal von der Hausherrin selbst ausging, die beschwichtigenden Worte einer Priesterin, die sie von dem Knappenwunsch abbrachten oder der drohende Bürgerkrieg auf Lameriast, der sie als Obristin in ihre Heimat rief. Vielleicht Winks des Schicksals. So war der Entschluss, Sonyame zu bleiben, nur zu leicht gefasst und momentan schien er nicht der verkehrteste zu sein.
Vielleicht, dachte sie sich, würden andere Schwestern ähnliches durchleben, ähnliche Gedanken haben, ähnliche Gefühle hegen und wieder zurückkommen. Hier, nach Lameriast, dort wo sie wieder lebten: Die Schwestern der Nyame.
Doch in letzter Zeit konnte man die Hoffnung nicht nur schöpfen, nein sie floß geradezu in Strömen und wurde zu Zuversicht und Euphorie. Vielleicht wieder verfrüht? Sonst würde nichts fruchten. Einige ihrer Schwestern hatten nach der Zeit wieder einen Boden gefunden, sich aufgerichtet, Personen die damals schon Freunde waren waren nun mehr. Das musste akzeptiert werden und es wäre vielleicht nicht das schlechteste, nun Stärke zu beweisen und sich trotz der Widrigkeiten in der letzten Zeit wieder zusammenzufinden, die Gemeinschaft auf Lameriast wieder aufleben zu lassen und die verloren gegangene Macht zu erneuern. Sicherlich wären die Schwestern lange nicht so zahlreich wie einst, doch das war auch nicht nötig. Eine jede die wiederkehrte, war willkommen, denn sie hatten sich alle nicht mit Ruhm bekleckert als sie die Gemeinschaft verlassen hatten.
Oft dachte Xinthra an die anderen Schwestern, insbesondere Ronya der sie ihr Sein zu verdanken hatte. Tauchte sie vielleicht nicht wieder auf, weil sie ihr Gewissen plagte? Solche Fragen wischte Xinthra oft schnell wieder aus ihrem Gedächtnis. Gerade Ronya, die stolzeste unter ihnen sollte solche Gefühle hegen? Andererseits hatte sie nicht sehr oft Einblick in sich gewährt. Es bestand eben immer noch ein Unterschied zwischen einer Bäckerhilfe wie Xinthra, die das Kämpfen lernte und einer Frau wie Ronya, die seit jeher Sonyame gewesen war.
Vielleicht hatte sie auch die Wechsehaftigkeit ihrer Schwester bemerkt und würde deshalb nicht wiederkommen. Wo hatte Xinthra nicht überall versucht, Fuß zu fassen. Hauptfrau und Bürgermeisterin in Bajard war sie gewesen, Hauswache im Haus Elbenau wollte sie werden, Ritter der Temora gar, schließlich landete sie bei den Sternenjüngern als Obristin, doch nichts was sie anfasste wollte gelingen. Seien es die widrigen Umstände in Bajard, die Abwehrende Haltung im Haushalt Elbenau, die nicht einmal von der Hausherrin selbst ausging, die beschwichtigenden Worte einer Priesterin, die sie von dem Knappenwunsch abbrachten oder der drohende Bürgerkrieg auf Lameriast, der sie als Obristin in ihre Heimat rief. Vielleicht Winks des Schicksals. So war der Entschluss, Sonyame zu bleiben, nur zu leicht gefasst und momentan schien er nicht der verkehrteste zu sein.
Vielleicht, dachte sie sich, würden andere Schwestern ähnliches durchleben, ähnliche Gedanken haben, ähnliche Gefühle hegen und wieder zurückkommen. Hier, nach Lameriast, dort wo sie wieder lebten: Die Schwestern der Nyame.
- Tajara Nair
- Beiträge: 609
- Registriert: Montag 28. August 2006, 16:57
Der Frühling hielt endlich langsam Einzug - früher als anderswo in den Landen wich der Schnee, und damit die spuren, welche Xinthra gesehen haben will. Mit der fließenden Hoffnung floss auch das Wasser vom Himmel. Gebirgsbäche wurden zu reißenden Strömen und Tümpel wurden zu kleinen Teichen, versuchend das Wasser aufzunehmen in den noch gefrorenen Boden.
Xinthras Vermutung lag nahe, Ronya sollte mit ihrem behuften Pferd, welches das alte Symbol Nyames trug kürzlich durchgeritten sein. War es so, dann war die Tatsache gegeben, dass langsam wieder die verbliebenen Schwestern zusammenfanden. Es war vielleicht ein gutes Zeichen. Gerade Ronya, welche als Kriegerin gefürchtet und gleichsam verehrt wurde. Würde sie zurückfinden?
Solche Gedanken kreisten im Kopf der Waldläuferin umher als sie an den Gestaden Lameriasts stand und hinaus auf die wilde See blickte. Hinter ihr schlief die Insel in dieser Nacht. Es waren Jahre vergangen, seit sich die Wege trennten, und sie zogen nicht spurlos an ihr vorüber.
Ein lange in ihr vorherrschender Gedanke würde sich mit dem Moment erfüllen, wo Ronya zurückkehrte. Tajara versuchte ihn noch zu verbergen, zu verdrängen. Doch wenn Ronya zurück kehren würde, dann war ihre Aufgabe erfüllt. Andere Pflichten warteten. Doch worüber musste man sich dann noch Sorgen machen, wenn Ronya zurück kehrte? Schwestern auf Ewig, das war das Geschäft, das war das Versprechen. Und danach hatte vor allen Dingen Xinthra jemanden, der (oder vielmehr die) auf sie achten konnte.
Es wurde besser. Und so schlich sie in Hoffnung und Erwartung über die Insel, durchstreifte die Wälder und hielt ausschau nach eienr hochgewachsenen stolzen Frau. Hoffnung; sie war überall zu spüren.
Xinthras Vermutung lag nahe, Ronya sollte mit ihrem behuften Pferd, welches das alte Symbol Nyames trug kürzlich durchgeritten sein. War es so, dann war die Tatsache gegeben, dass langsam wieder die verbliebenen Schwestern zusammenfanden. Es war vielleicht ein gutes Zeichen. Gerade Ronya, welche als Kriegerin gefürchtet und gleichsam verehrt wurde. Würde sie zurückfinden?
Solche Gedanken kreisten im Kopf der Waldläuferin umher als sie an den Gestaden Lameriasts stand und hinaus auf die wilde See blickte. Hinter ihr schlief die Insel in dieser Nacht. Es waren Jahre vergangen, seit sich die Wege trennten, und sie zogen nicht spurlos an ihr vorüber.
Ein lange in ihr vorherrschender Gedanke würde sich mit dem Moment erfüllen, wo Ronya zurückkehrte. Tajara versuchte ihn noch zu verbergen, zu verdrängen. Doch wenn Ronya zurück kehren würde, dann war ihre Aufgabe erfüllt. Andere Pflichten warteten. Doch worüber musste man sich dann noch Sorgen machen, wenn Ronya zurück kehrte? Schwestern auf Ewig, das war das Geschäft, das war das Versprechen. Und danach hatte vor allen Dingen Xinthra jemanden, der (oder vielmehr die) auf sie achten konnte.
Es wurde besser. Und so schlich sie in Hoffnung und Erwartung über die Insel, durchstreifte die Wälder und hielt ausschau nach eienr hochgewachsenen stolzen Frau. Hoffnung; sie war überall zu spüren.
[img]http://i40.tinypic.com/21omptl.jpg[/img]
-
Ronya Sotan
Ihr weg führte direkt zum Dorf.
Von Ferne konnte sie schon die Stolzen Palisaden ausmachen und der Wald am ende des Pfades den die Schwestern mit eigener hand Gepflanzt hatten.
Ein wenig war sie schon stolz auf das ganze.
Als sie vor jahren hier ankamen war dies eine Ebene.
Kein baum, kein Strauch.
Und jetzt konnte man die Bäume von ferne schon sehen, zwar waren sie noch immer recht jung aber man hatte sich seinerzeit für Schnellwachsende nadelbäume entschieden und den einen oder anderen Laubbaum der keine 100 Jahre Wachstum brauchte um schatten zu spenden.
Da waren Personen auf der Palisade zu sehen, mehr als gewöhlich.
War die Schwesternschaft während ihrer abwesenheit so stark angewachsen das nun dutzende auf der Umfassung stehen konnten die Wache hielten ?
Sie ritt näher und erkannte seltsamme Farben, merkwürdige Kopfbedeckungen und fremde Flaggen.
Kaum trennte sie noch ein Steinwurf von der feste als sie es erkannte - Menekaner.
Menekaner ?
War die Schwesternschaft etwa mit ihnen in den Krieg geraten und hatte verloren ?
Nein das konnte nicht sein, das durfte nicht sein.
Die Menekaner waren zwar nicht die besten Freunde, doch war dies eines von wenigen Völkern das die Schwesternschaft seit jeher respektierte und mochte.
Was war hier nur passiert.
Wo waen die Schwestern, waren sie vielleicht sklavinen irgendeines menekanischen Adligen geworden ?
Sie beschloss das Lager eine Weile zu beobachten, zu sehen wer kam und ging, doch zuvor wollte sie die gräber besuchen und dann ein nachlager in der nähe des dorfes aufschlagen.
Am besten eignete sich hier der Waldrand im osten.
Hier konnte sie auch in Richtung der Feste Eisenwart sehen, vielleicht traf sie ja jemanden den sie kannte.
Von Ferne konnte sie schon die Stolzen Palisaden ausmachen und der Wald am ende des Pfades den die Schwestern mit eigener hand Gepflanzt hatten.
Ein wenig war sie schon stolz auf das ganze.
Als sie vor jahren hier ankamen war dies eine Ebene.
Kein baum, kein Strauch.
Und jetzt konnte man die Bäume von ferne schon sehen, zwar waren sie noch immer recht jung aber man hatte sich seinerzeit für Schnellwachsende nadelbäume entschieden und den einen oder anderen Laubbaum der keine 100 Jahre Wachstum brauchte um schatten zu spenden.
Da waren Personen auf der Palisade zu sehen, mehr als gewöhlich.
War die Schwesternschaft während ihrer abwesenheit so stark angewachsen das nun dutzende auf der Umfassung stehen konnten die Wache hielten ?
Sie ritt näher und erkannte seltsamme Farben, merkwürdige Kopfbedeckungen und fremde Flaggen.
Kaum trennte sie noch ein Steinwurf von der feste als sie es erkannte - Menekaner.
Menekaner ?
War die Schwesternschaft etwa mit ihnen in den Krieg geraten und hatte verloren ?
Nein das konnte nicht sein, das durfte nicht sein.
Die Menekaner waren zwar nicht die besten Freunde, doch war dies eines von wenigen Völkern das die Schwesternschaft seit jeher respektierte und mochte.
Was war hier nur passiert.
Wo waen die Schwestern, waren sie vielleicht sklavinen irgendeines menekanischen Adligen geworden ?
Sie beschloss das Lager eine Weile zu beobachten, zu sehen wer kam und ging, doch zuvor wollte sie die gräber besuchen und dann ein nachlager in der nähe des dorfes aufschlagen.
Am besten eignete sich hier der Waldrand im osten.
Hier konnte sie auch in Richtung der Feste Eisenwart sehen, vielleicht traf sie ja jemanden den sie kannte.
- Tajara Nair
- Beiträge: 609
- Registriert: Montag 28. August 2006, 16:57
Währenddessen war der gedanke an eine mögliche Sichtung einer verschollenen Schwester schon wieder beinahe in den Hintergrund gerückt. Xinthra war vollauf beschäftigt mit einem Bau eines kleinen Lagers. Die Tiefländer mussten noch ihre Zustimmung geben, das Holz musste herbeigeschafft werden - woher auch immer. Gerade zuu dieser Jahreszeit....
Mehrere Bäume waren durch die langanhaltende Finsterniss abgestorben und würden keine Knospen tragen die austreiben würden. Tajara war vollends damit beschäftigt solche Bäume auszumachen und zu markieren. Dieses Holz eignete sich immerhin zum Bau von Pallisaden.
Sie hatte wenig scheu, sich ungeschützt unter den menekanischen Wachen hindurchzubewegen, ging sie doch davon aus, dass die Bewohner dieser Feste informiert waren. Vermutlich besaßen sie, so hoffte sie zumindest, genügend Ansand, dies zu respektieren. Da fielen ihr im Schlamm der Straße merkwürdige Spuren auf, Schweres Hufgetrampel, Tritte.
Hufe - beschlagene Hufe - waren nicht mehr all zu selten auf Lameriast, doch gerade aus purer Langeweile vertrieb sie sich, während sie tote Bäume aussondierte gerne die Zeit damit, eventuellen Spuren zu folgen.
Torina hatte das Pferd einst selbst beschlagen - und wenn Xinthra recht hatte, dann hatte jemand entweder Ronyas Pferd Argo geklaut, oder aber schlicht und ergreifend - Ronya war zurück...
Zurück??8/i]
Die Spuren, sie führten doch in Richtung...
Geduckt ging sie weiter, es sah beinahe so aus als würde die Jägerin auf allen Vieren wie ene Katze umherkriechen als sie mit ihren ungeschützten Fingerspitzen den Boden abtastete und vor sich blickte.
Sie pfiff mit einem hellen durchdringenden Ton durch die Finger. Ihr Vogel kam herbeigeflattert, kaum dass der Pfiff verklungen war.
Sie band ein rotes Tuch um dessen Beinchen, ehe er wieder davonflatterte. Sollte Xinthra dieses Zeichen erhalten würde ihr sehr schnell klar werden, dass sie dem Vogel folgen sollte, in die Richtng in welche er zurückfliegen würde, sobald er kurz vor dem Zelt gelandet war.
Er flog in Richtung des ehemaligen Sturmwipfel.
Mehrere Bäume waren durch die langanhaltende Finsterniss abgestorben und würden keine Knospen tragen die austreiben würden. Tajara war vollends damit beschäftigt solche Bäume auszumachen und zu markieren. Dieses Holz eignete sich immerhin zum Bau von Pallisaden.
Sie hatte wenig scheu, sich ungeschützt unter den menekanischen Wachen hindurchzubewegen, ging sie doch davon aus, dass die Bewohner dieser Feste informiert waren. Vermutlich besaßen sie, so hoffte sie zumindest, genügend Ansand, dies zu respektieren. Da fielen ihr im Schlamm der Straße merkwürdige Spuren auf, Schweres Hufgetrampel, Tritte.
Hufe - beschlagene Hufe - waren nicht mehr all zu selten auf Lameriast, doch gerade aus purer Langeweile vertrieb sie sich, während sie tote Bäume aussondierte gerne die Zeit damit, eventuellen Spuren zu folgen.
Torina hatte das Pferd einst selbst beschlagen - und wenn Xinthra recht hatte, dann hatte jemand entweder Ronyas Pferd Argo geklaut, oder aber schlicht und ergreifend - Ronya war zurück...
Zurück??8/i]
Die Spuren, sie führten doch in Richtung...
Geduckt ging sie weiter, es sah beinahe so aus als würde die Jägerin auf allen Vieren wie ene Katze umherkriechen als sie mit ihren ungeschützten Fingerspitzen den Boden abtastete und vor sich blickte.
Sie pfiff mit einem hellen durchdringenden Ton durch die Finger. Ihr Vogel kam herbeigeflattert, kaum dass der Pfiff verklungen war.
Sie band ein rotes Tuch um dessen Beinchen, ehe er wieder davonflatterte. Sollte Xinthra dieses Zeichen erhalten würde ihr sehr schnell klar werden, dass sie dem Vogel folgen sollte, in die Richtng in welche er zurückfliegen würde, sobald er kurz vor dem Zelt gelandet war.
Er flog in Richtung des ehemaligen Sturmwipfel.
[img]http://i40.tinypic.com/21omptl.jpg[/img]
-
Fuad Ifrey
Das Lager es war nur sperrig besetzt. Lasst es rund ein dutzend an gelangweilten menekanischen Wachen sein, die derzeit im Lager stationiert sind.
Die Palisaden waren ebenso nur notdürftig besetzt. So machte wohl keiner der wachhabenden Soldaten, als dass sie zurzeit eine besondere Angst vor einen unliebsamen Übergriff hätten.
Vielmehr warteten alle derzeit Stationierten auf die schon etwas überfällige Karawane, welche neue Vorräte, Materialien und Männer mit sich führen sollte.
Versuchte man dem inneren treiben des Lagers ein Ohr abzugewinnen, würde man wohl nur ab und an ein paar Hämmerschläge vernehmen, die wohl von einigen versuchen zeugten, mit bereits vorhandenen Materialen das Lager etwas in Schuss zu bringen.
Die Palisaden waren ebenso nur notdürftig besetzt. So machte wohl keiner der wachhabenden Soldaten, als dass sie zurzeit eine besondere Angst vor einen unliebsamen Übergriff hätten.
Vielmehr warteten alle derzeit Stationierten auf die schon etwas überfällige Karawane, welche neue Vorräte, Materialien und Männer mit sich führen sollte.
Versuchte man dem inneren treiben des Lagers ein Ohr abzugewinnen, würde man wohl nur ab und an ein paar Hämmerschläge vernehmen, die wohl von einigen versuchen zeugten, mit bereits vorhandenen Materialen das Lager etwas in Schuss zu bringen.
-
Xinthra
In der Tat war letzten wenig Zeit, um an andere Dinge als die Beschaffung von Holz zu denken. Doch nicht nur aus Holz sollte ihr kleines neues Lager bestehen, sondern es war auch ein großes Zelt geplant. Zurück zu den Wurzeln, das war das Motto. Mit dem neuen Sturmwipfel, welches die Menekaner nun besetzten und offensichtlich ausbauten, hatten sie sich einfach übernommen. Vielleicht ebenfalls ein Grund für die Zersplitterung, doch es war müßig, über einen "Schuldigen" zu schimpfen, den es in der Form gar nicht gab. Xinthra ging umher, mit der Holzfälleraxt und ohne ihre Rüstung, nichts weiter als praktische Kleidung und ihr Schwert dabei und zwei kräftige Pferde, welche die Holzschleppe hinter sich her zogen. Tajara hatte Bäume markiert, die abgestorben waren oder auf dem Wege dahin, Sie und Marie hatten ein Auge dafür. Beschwerlich war es sicherlich, diese Bäume zu Fall zu bringen, manches mal blieb die Axt einfach in dem trockenen Holz stecken und es brauchte Xinthras ganze Anstrengung, diese aus dem hölzernen Gefängnis wieder zu befreien. Die schmerzenden Muskeln zeigten ihr deutlich, wie faul sie geworden war und doch genoss sie dieses Gefühl, sich nicht mehr den Kopf zerbrechen zu müssen. Ihre Axt war unbarmherzig und absolut, die Bäume fielen und wurden mitgenommen, sie beschwerten sich nicht, drohten keine Sanktionen an oder planten keinen Aufstand den es zu beschwichtigen galt.
In ihrer Fahrt übersah sie beinahe den Vogel, der sich ihr näherte und sich auf ihrer Axt niederließ. Vom nächsten Schlag absehend, bemerkte sie das rote Tüchlein um dessen Fuß und gleich wusste sie, dass dieser Vogel von Tajara gesandt wurde. Sie hatte das schon öfter gemacht und Anfangs hielt sie dies für einen Scherz, was es dann auch war, Tajara grinste dann ihrer Schwester ins Gesicht und versprach daraufhin, den Vogel nur noch zu schicken wenn es ernst sei. Diesmal müsste es also ernst sein, sie löste die Holzschleppe von den Pferden, schwang sich auf eines und ritt los, das andere Tier gleich dabei. Wahrlich, der Vogel brachte sie auf direktem Weg zu Sturmwipfel, wo Tajara sie schon erwartete. Was diese ihr dort zu sagen hatte, das hätte sie selbst nicht geglaubt wenn sie es nicht mit eigenen Augen sehen würde. Frische Spuren? meinte sie leise, das Nicken ihrer Schwester bestätigte die Annahme. Sie zeigte Richtung Eisenwart, wo die Spuren hin führten. Gleich darauf fand sich auch Tajara auf dem Pferd wieder und beide Schwestern waren auf dem Weg, diesen Spuren nach.
In ihrer Fahrt übersah sie beinahe den Vogel, der sich ihr näherte und sich auf ihrer Axt niederließ. Vom nächsten Schlag absehend, bemerkte sie das rote Tüchlein um dessen Fuß und gleich wusste sie, dass dieser Vogel von Tajara gesandt wurde. Sie hatte das schon öfter gemacht und Anfangs hielt sie dies für einen Scherz, was es dann auch war, Tajara grinste dann ihrer Schwester ins Gesicht und versprach daraufhin, den Vogel nur noch zu schicken wenn es ernst sei. Diesmal müsste es also ernst sein, sie löste die Holzschleppe von den Pferden, schwang sich auf eines und ritt los, das andere Tier gleich dabei. Wahrlich, der Vogel brachte sie auf direktem Weg zu Sturmwipfel, wo Tajara sie schon erwartete. Was diese ihr dort zu sagen hatte, das hätte sie selbst nicht geglaubt wenn sie es nicht mit eigenen Augen sehen würde. Frische Spuren? meinte sie leise, das Nicken ihrer Schwester bestätigte die Annahme. Sie zeigte Richtung Eisenwart, wo die Spuren hin führten. Gleich darauf fand sich auch Tajara auf dem Pferd wieder und beide Schwestern waren auf dem Weg, diesen Spuren nach.
- Tajara Nair
- Beiträge: 609
- Registriert: Montag 28. August 2006, 16:57
Sie bedeutete Xinthra zu warten während Tajara sich ein Stück weiter vom Pferd schwang. Sie waren in Sichtweite Eisenwarts. Tajara konnte es vermeiden, gesehen zu werden, wenn es ihren Zwecken entsprach, und so hielt sie Xinthra an, mit dem Finger am Mund Ruhe zu geben ehe sie erneut auf alle Viere ging und den Kopf auf den Boden lag.
Vermutlich war es ein Tick von ihr in Xinthras Augen, dass sie in letzter Zeit in Verhalten immer mehr Wildkatzen nachzuahmen gedachte. Wenn sie auf Bäumen saß, wenn sie auf dem Boden entlang schlich, doch war es für die junge Frau so einfacher, zu verstehen, und sie gewöhnte sich daran, auf diese Weise tatsächlich Spuren aufzunehmen - oder wie sie es gerne nannte "zu wittern", obwohl sie die Gerüche nie wahrnahm, soviel Zivilisation hatte sie sich beibehalten, nicht wie Wolf zum Beispel tatsächlich zu glauben, sie wäre ein Tier.
In jedem Wall hielt sie still... und lauschte.... und lauschte. Sie msuste die Störgeräusche der kierenden Schweine in der Nähe heraushören, das leise Stampfen der Pferde.... Da.... Schritte. Blecherne Schritte eines wohl das tor verlassenden Eisenwarters... Aber da war noch etwas anderes. Doch sie wartete einige Minuten reglos ehe sie mit einem Mal aufsprang und im Gewirr der büsche und Bäume im Wald entspwand.
Für Xinthra dürfte das Zeichen genug sein. Aus dem Gewirr drang erneut ein schriller Pfiff als der Vogel auf ihrer Schulter landete. Das Rote Tuch war noch um Frêas (der Name des Vogels) Beine gebunden, und dieser erhob sich um einen Flug um die Burg zu unternehmen, in der Hoffnung, die richtige Person würde den Vogel erkennen.... Ronya.
Vermutlich war es ein Tick von ihr in Xinthras Augen, dass sie in letzter Zeit in Verhalten immer mehr Wildkatzen nachzuahmen gedachte. Wenn sie auf Bäumen saß, wenn sie auf dem Boden entlang schlich, doch war es für die junge Frau so einfacher, zu verstehen, und sie gewöhnte sich daran, auf diese Weise tatsächlich Spuren aufzunehmen - oder wie sie es gerne nannte "zu wittern", obwohl sie die Gerüche nie wahrnahm, soviel Zivilisation hatte sie sich beibehalten, nicht wie Wolf zum Beispel tatsächlich zu glauben, sie wäre ein Tier.
In jedem Wall hielt sie still... und lauschte.... und lauschte. Sie msuste die Störgeräusche der kierenden Schweine in der Nähe heraushören, das leise Stampfen der Pferde.... Da.... Schritte. Blecherne Schritte eines wohl das tor verlassenden Eisenwarters... Aber da war noch etwas anderes. Doch sie wartete einige Minuten reglos ehe sie mit einem Mal aufsprang und im Gewirr der büsche und Bäume im Wald entspwand.
Für Xinthra dürfte das Zeichen genug sein. Aus dem Gewirr drang erneut ein schriller Pfiff als der Vogel auf ihrer Schulter landete. Das Rote Tuch war noch um Frêas (der Name des Vogels) Beine gebunden, und dieser erhob sich um einen Flug um die Burg zu unternehmen, in der Hoffnung, die richtige Person würde den Vogel erkennen.... Ronya.
Zuletzt geändert von Tajara Nair am Sonntag 22. März 2009, 04:24, insgesamt 1-mal geändert.
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