Dagnars Wehr

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Gieselbart Knochenbrecher

Dagnars Wehr

Beitrag von Gieselbart Knochenbrecher »

Es waren viele Tage ins Land gegangen und noch mehr war passiert. Die Weisung von Kalurs Geist bei der letzten großen Ratssitzung hatte bleibenden Eindruck hinterlassen und die Zwerge hatten sich einmal mehr zusammen gerauft. Die Aufgaben sind klarer verteilt worden und auch mit den Feuerklingen hatte man sich wieder etwas angenähert. Das Volk der Zwerge erstarkte aufs neue und man hatte eine gemeinsame Linie gefunden auf der man weiter aufbauen wollte.

So kam es das der Geist des großen Kalurs bestimmt hatte das sich die Knochenbrecher um die äussere Sicherheit Nilzadans kümmern sollten. Es war von jeh her so das die Knochenbrecher Tat vor Wort stehen liessen und so war es nicht verwunderlich das neuerliche Entscheidungen getroffen werden mussten. Zum Schutze Nilzadans und vorallem auch um die anderen Zwerge nicht immer in ihre Angelegenheiten mit hinein zu ziehen. Es war schon immer Art der Knochenbrecher die Probleme zu lösen, auch wenn dies oftmals eine Lösung mit der Axt beinhaltete, was vielen anderen Zwergen oftmals nicht schmeckte.

Die Langbeiner hatten wieder einmal ihr Wort gebrochen und der versprochene Bergzoll mit dem sie im Rückstand waren blieb aus. Auch bahnte sich eine alte Fehde wieder ihren Weg zurück in die Köpfe der Zwerge. Die Langbeiner von Menek Ur standen schon lange bei den Zwergen in Verdacht mit dem Panther zu paktieren und so verwunderte es viele der alten Graubärte nicht sonderlich als dieses Gerücht gar bestätigt wurde.

Die Knochenbrecher wollten diese Sache nicht ungesühnt lassen und schon lange beobachteten sie die Entwicklungen auf der Oberfläche aufmerksam und beharrlich.Wäre es an jenem Tag in Berchgard nicht zu dieser ungeheuerlichen und weitreichend verhängnisvollen Begegnung gekommen hätten die Knochenbrecher ihre schon vor längerer Zeit geplanten Vorhaben wohl noch eine ganze Weile unangetastet gelassen.

Doch so war der Entschluss nun klar! Man wollte nicht das ein Konflikt der Knochenbrecher mit irgendwelchen Langbeinern ,schlecht auf die gesammte Zwergenschaft wirkte.

Gieselbart hatte schon vor Monden damit begonnen Pläne aufzusetzen , die einen Auszug aus Nilzadan zum Ziel hatten. Man wollte die Brüder und Schwestern von ausserhalb des Berges verteidigen ohne das sie für ihre Handlungen Nachteile erhalten sollten. Man wollte eine Festung errichten. Als Anlaufpunkt für die rechtschaffenden Verbündeten der Zwergenschaft an der Oberfläche und um eine bessere Operationsbasis für Angriffe auf den ketzerischen Feind ihres Volkes.

Viele Tage und Nächte brütete Gieselbart über den Berechnungen und Kostenaufstellungen für einen derart großen Bau. Er sollte ein Bollwerk werden, eine Demonstration zwergischer Baumeisterkunst an der Oberfläche.
Wieder und wieder gingen sie alle Eventualitäten durch , ein ums andere mal alles über den Haufen werfend um neue Berechnungen anzustellen. Auch wurden Kundschafter ausgeschickt einen geigneten Bauplatz auf der Oberfläche zu finden. Man wollte Nilzadan nicht den Rücken kehren und schon garnicht mit den Brüdern und Schwestern brechen. Jedoch hielten die Knochenbrecher Angriff stehts für die bessere Verteidigung und vertraten die Ansicht das Cirmias ihr Handeln schon mit Wohlwollen betrachten würde. Natürlich gingen hier die Meinungen auseinander.....

Weithin waren die Hammerschläge in Nilzadan zu vernehmen. Knochenbrecher brachen Granit und schlugen ihn in Form. Immer wieder und wieder konnte man große Karawanen von Steinbeissern unter der Bewachung einiger Knochenbrecher sehen, die den Berg verließen, aufs schwerste beladen mit riesigen Steinquadern.
Auch in den Wäldern Gerimors tat sich einiges. Wie es schien wurden Langbeiner damit beauftragt grössere Mengen fester Eichenstämme zu schlagen die ihren Weg auf den Rücken nach Nilzadan fanden um dort auf Steinbeisser verladen zu werden.

Im Osten Gerimors wurden Zelte aufgeschlagen und Gerüste zusammengeschraubt. Immer höher und höher wurden sie in den Himmel gebaut. Ein alter Zwerg, dessen Gesicht so verwittert schien wie ein vom Regen zermahlener Fels brüllte Befehle , gab Anweisungen und stapfte mit Plänen unter dem Arm zwischen den Arbeitern hin und her.

"Dagnars Wehr muß fertig werden! Also strengt euch an Brüder"! trieb der alte Zwerg die Arbeiter immer wieder und wieder an. Tag und Nacht war das klingen der Hämmer und das Schnarren der Sägen zu vernehmen. Es schien fast so als ob die unermüdlichen Arbeiter nie eine Pause zu machen schienen. Nur ein aufmerksamer Beobachter konnte feststellend das die Zwerge wohl nach einem sehr disziplinierten Schichtplan arbeiteten. So die eine Schicht ihre Arbeit neider legte um etwas zu ruhen, begann die nächste Schicht sogleich damit weiter zu machen. Es kam allenfalls zu Arbeitsverzögerungen so der Granit aus Nilzadan ausblieb oder die Langbeiner die das Holz zu schlagen hatten mit dem immensen Bedarf nicht hinterherkamen. Diese zeit nutzen die Zwerge die an dem Bau beteiligt waren jedoch nicht für ausschweifende Gelage sondern sorgten dafür das ihre Werkzeuge in Stand gehalten wurden.

Auch hatten die Zwerge einen großen hölzernen Turm errichtet mit einem massiven Ausleger aus Stahl. Mit dem über verschiedene Seilzüge die großen Quader in die Höhe gehoben werden konnten um sie weiter oben verbauen zu können. An Einfallsreichtum schien des den baumeistern nicht zu mangeln.

Gieselbart war guter Dinge. Der Bau der Festung schritt gut voran, wenngleich ihm der gestrige Unfall noch immer schwer im magen lag. Einer der Brüder war vom Lastenkrahn gestürzt
als eines der mit Eisenfäden verstärkten seile gerissen war. Sein bruder hatte sich das Bein gebrochen. Gieselbart seufzte als sein Blick über die Baustelle schweifte. Seine Arbeitskraft würde fehlen und die Sache in die Länge ziehen.
Es würde nicht einfach werden den Bau weiterhin so gut voran zu treiben. Er hatte Vilbur jedoch sein Wort gegeben sein best möglichstes zu versuchen und so zog er sich schnaufend an einem Gerüst empor ,nahm Meissel und Hammer zur Hand. Die Festung sollte nicht nur wehrhaft werden sondern auch von hoher Kunstfertigkeit zeugen. So hatte er in unzähligen Kohlezeichnungen einige Fresken entworden die Cirmias ehren sollten sowie ihr großes Vorbild Dagnar.
So wurden die Wehrmauern die fertig gestellt waren und nur darauf warteten das der Mörtel trocknete mit unzähligen Abbildungen versehen, die sowohl die Geschichte der Knochenbrecher erzählten wie auch Lobpreisungen an Cirmias, ihren Herren selbst.

Über dem Hauptportal wurde in zwergischen Runen eine Inschrift in den Fels gemeisselt

Rog Angrog tarosch,
Rog Angrog ka mortar,
Rog Angrog marosch,
Rog Angrog Angranoth,
Cirmias!


Für Zwerge wird dort zu lesen sein:

Dir zu Ehren dienen wir,
dir zu Ehren wachen wir,
dir zu Ehren halten wir aus,
dir zu Ehren leben wir,
Cirmias (Vater)!!
Zuletzt geändert von Gieselbart Knochenbrecher am Sonntag 25. Januar 2009, 15:39, insgesamt 4-mal geändert.
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