Man sieht sich immer zweimal... dreimal... viermal ...
Verfasst: Donnerstag 30. Oktober 2008, 12:51
Traumhaft!
Schon wieder stand dieses elende Gesindel in Bajard. Und kurz nachdem sie ihm ins Auge fielen, folgte auch der für dieses Pack übliche Gestank. Schwer zu sagen, ob dieser Geruch von den Dienern selbst ausging oder von den Kreaturen, die sie herbeigerufen hatten.
Das Ergebnis war jedenfalls das gleiche. Würgereiz und sich sträubende Nackenhaare.
Schnell fort hier und erstmal in die Taverne.
Ein Schluck Wein, oder zumindest das, was man in dieser Taverne als solchen ausschenkte, würde ihn schon auf andere Gedanken bringen.
Guten Abend die Herrschaften!
Verfluchte Höflichkeit. Wieder einmal war die Zunge schneller als der Kopf. Fatal in diesem Fall. Hatten ihn die Diener des Göttersklaven bis dahin noch gar nicht erblickt, wendeten sie sich nun zu ihm und schenkten ihm ihre volle Aufmerksamkeit.
Schnellen Schrittes, aber dennoch möglichst unauffällig ging er weiter gen Taverne. Wenige Meter vergingen als einer der Diener ihm nachrief.
Halt!
Traumhaft!
Er wandte sich langsam um. Acht funkelnde Augen schauten ihn an. Die Fratzen hinter hässlichen Masken verborgen. Dennoch war die Abneigung und der Triumph ihn einmal alleine zu erwischen förmlich zu spüren.
Wie meinen?
Schon wieder zu höflich. Ihn sofortig in Brand zu setzen wäre wohl eine passendere Antwort gewesen.
Es war ein Fehler her zu kommen! Krathor wird sich an deiner Seele erfreuen!
Zischte einer. Wohl der Wortführer und kam langsam auf Aram zu.
Na das werden wir ja mal sehen!
Dachte sich dieser und beginn sich langsam auf das Lied zu konzentrieren. Die sanften Klänge der Allmutter waren klar vernehmbar und so war es eine Leichtigkeit einige Stärkungs- und Schutzzauber auf sich selbst zu wirken.
Keine Sekunde zu spät, denn scheinbar wollten die Diener nicht viel Zeit mit Geschwafel verschwenden. Das für diese Kunstbanausen typische kreischen im Lied deutete darauf hin, dass es gleich ungemütlich würde.
Im Bruchteil von Sekunden spürte er, wie einige Angriffe von seinem magischen Schild abgeschwächt wurden. Das machte den Schmerz erträglich und gab ihm die Möglichkeit sich dem Großmaul vor ihm anzunehmen. Ein Wink mit der rechten Hand und dem gleichzeitig gewirkten Schwächungszauber lies ihn wanken und kurz darauf mit wackeligen Beinen zusammen brechen.
Einer weniger. Dumm nur, dass die anderen das nicht so einfach auf sich sitzen ließen und sofort begannen selbiges mit Aram zu tun. Das noch standhaltende Schild fing einen grossteil der Zauber ab, doch konnte er es nicht mehr lange genug aufrecht erhalten und die große Maße der Flüche brachte ihn ins trudeln. Eher reflexartig schaffte er es noch einen eher schwachen Feuerball auf eine der Dienerinnen zu wirken. Der Feuerball verfehlte sein Ziel nicht, doch geschah etwas, womit er weniger gerechnet hatte. Der Ball ändere sofort seine Richtung als er das Weib traf und flog ohne Umwege zu dem Absender zurück.
Völlig überrumpelt versuchte Aram gar nicht erst auszuweichen und so geschah es, dass der Ball ihn am linken Bein traf und seinen Mantel dort ankokelte. Dank seines Schildes, hatte er sich nicht selbst in Flammen gehüllt. Doch waren durch diesen Fehler die Kraft des Schildes und auch seine Konzentration versiegt.
Immer noch wankend und ein wenig verzweifelt blieb ihm nur noch der Rapier. Hastig zog er diesen. Keine Sekunde zu spät. Denn der Krathorie, der vor ihm auf dem Boden gegen seine wabbeligen Beine ankämpfte, war inzwischen zu ihm gekrochen und hatte mit seinem Rapier zu einem Schlag ausgeholt. Dank seines eigenen Rapiers, konnte Aram diesen Hieb jedoch problemlos abwehren.
Mit aufgerissenen Augen und starr am ganzen Körper endete die Fechterei plötzlich. Aram sackte auf die Knie und Speichel lief aus seinem Mund. Das Rapier immer noch fest umklammert. Der Schmerz war unerträglich und wollte auch nicht nachlassen.
Schluss jetzt!
Erklang plötzlich eine weibische und kalte Stimme hinter ihm.
Eine der Diener hatte sich während des Kampfes hinter ihn geschlichen und ihm ihren Rapier in den Rücken gerammt.
Sie schien die Tatsache zu genießen und ließ die Klinge noch ein paar Sekunden in seinem Rücken stecken, ehe sie sie eher unsanft und kräftig heraus zog.
Einen Augenblick später, sackte Aram dann auf alle viere zusammen. Das warme Blut lief ihm über den Rücken und hatte seine Kleidung an der Stelle schnell in ein schönes Rot gefärbt.
Zu seinem Glück, hatten die restlichen Rabendiener wohl Langeweile und befassten sich gleichzeitig mit zwei Anguren die mit dem gewohnt dümmlichen Blick von ihren Pferden aus zusahen. Als die Anguren sich dann mehr und mehr bedroht fühlten und dann ebenfalls mit den Dienern einen völlig aussichtslosen Kampf einginge, kroch der verletze Magier langsam und gen Bankgebäude. Er kam nicht weit, bis ihn zwei Hände am Kragen packten.
Jetzt ist es aus!
Schoss sofort durch seinen Kopf und sein Herz überschlug sich.
Dieser Angstzustand änderte sich jedoch schlagartig, als eine nicht unbekannte Stimme zusicherte ihm zu helfen.
Komm Aram, ich bring dich hier fort!
Leandro Montego. Leandro war wegen seiner Politik in Bajard und seinem hin und wieder unverständlichen Verhalten nicht überall beliebt, doch war er in diesem Moment der einzige und Beste Freund den Aram hatte.
Leandro wartete gar nicht erst auf eine Antwort von Aram und zog ihn sofort weg von der Rabenbrut. Als vorläufige Unterkunft würde Leandros Laden am Hafen genügen.
Kurz darauf lag er dort schon in einem provisorisch hergerichteten Bett und wurde notdürftig zusammen geflickt. Bei einem solchen Hieb ist es jedoch fraglich, ob er ohne die Hilfe eines Heilers die Nacht überleben würde. Immerhin könnten lebenswichtige Organe verletzt worden sein. Durchgegangen war das Rapier zum Glück jedoch nicht.
Ich suche dir einen Heiler!
Aram schloss die Augen als Leandro zur Tür herausstürmte.
Viel Erfolg!
Dachte er sich. Dumm war er gewesen. Selbst ein Hofnarr würde ihn für solche Dummheit auslachen. Sich offen mit vier Dienern des Göttersklaven einzulassen kam einem Selbstmord gleich. Er hätte es besser wissen müssen. Der Kampf war schon verloren als er begann!
Die Tür flog auf und Leandro kam herein. Arams wässrige Augen machten es ihm schwer zu erkennen, wer da noch in den Laden kam. Einzig das goldene Haar konnte er deuten. Erleichtert atmete er einmal tief durch als es ihm dämmerte.
Der Freiherr zögerte nicht lange und begann sofort mit der Versorgung der Wunden…
Schon wieder stand dieses elende Gesindel in Bajard. Und kurz nachdem sie ihm ins Auge fielen, folgte auch der für dieses Pack übliche Gestank. Schwer zu sagen, ob dieser Geruch von den Dienern selbst ausging oder von den Kreaturen, die sie herbeigerufen hatten.
Das Ergebnis war jedenfalls das gleiche. Würgereiz und sich sträubende Nackenhaare.
Schnell fort hier und erstmal in die Taverne.
Ein Schluck Wein, oder zumindest das, was man in dieser Taverne als solchen ausschenkte, würde ihn schon auf andere Gedanken bringen.
Guten Abend die Herrschaften!
Verfluchte Höflichkeit. Wieder einmal war die Zunge schneller als der Kopf. Fatal in diesem Fall. Hatten ihn die Diener des Göttersklaven bis dahin noch gar nicht erblickt, wendeten sie sich nun zu ihm und schenkten ihm ihre volle Aufmerksamkeit.
Schnellen Schrittes, aber dennoch möglichst unauffällig ging er weiter gen Taverne. Wenige Meter vergingen als einer der Diener ihm nachrief.
Halt!
Traumhaft!
Er wandte sich langsam um. Acht funkelnde Augen schauten ihn an. Die Fratzen hinter hässlichen Masken verborgen. Dennoch war die Abneigung und der Triumph ihn einmal alleine zu erwischen förmlich zu spüren.
Wie meinen?
Schon wieder zu höflich. Ihn sofortig in Brand zu setzen wäre wohl eine passendere Antwort gewesen.
Es war ein Fehler her zu kommen! Krathor wird sich an deiner Seele erfreuen!
Zischte einer. Wohl der Wortführer und kam langsam auf Aram zu.
Na das werden wir ja mal sehen!
Dachte sich dieser und beginn sich langsam auf das Lied zu konzentrieren. Die sanften Klänge der Allmutter waren klar vernehmbar und so war es eine Leichtigkeit einige Stärkungs- und Schutzzauber auf sich selbst zu wirken.
Keine Sekunde zu spät, denn scheinbar wollten die Diener nicht viel Zeit mit Geschwafel verschwenden. Das für diese Kunstbanausen typische kreischen im Lied deutete darauf hin, dass es gleich ungemütlich würde.
Im Bruchteil von Sekunden spürte er, wie einige Angriffe von seinem magischen Schild abgeschwächt wurden. Das machte den Schmerz erträglich und gab ihm die Möglichkeit sich dem Großmaul vor ihm anzunehmen. Ein Wink mit der rechten Hand und dem gleichzeitig gewirkten Schwächungszauber lies ihn wanken und kurz darauf mit wackeligen Beinen zusammen brechen.
Einer weniger. Dumm nur, dass die anderen das nicht so einfach auf sich sitzen ließen und sofort begannen selbiges mit Aram zu tun. Das noch standhaltende Schild fing einen grossteil der Zauber ab, doch konnte er es nicht mehr lange genug aufrecht erhalten und die große Maße der Flüche brachte ihn ins trudeln. Eher reflexartig schaffte er es noch einen eher schwachen Feuerball auf eine der Dienerinnen zu wirken. Der Feuerball verfehlte sein Ziel nicht, doch geschah etwas, womit er weniger gerechnet hatte. Der Ball ändere sofort seine Richtung als er das Weib traf und flog ohne Umwege zu dem Absender zurück.
Völlig überrumpelt versuchte Aram gar nicht erst auszuweichen und so geschah es, dass der Ball ihn am linken Bein traf und seinen Mantel dort ankokelte. Dank seines Schildes, hatte er sich nicht selbst in Flammen gehüllt. Doch waren durch diesen Fehler die Kraft des Schildes und auch seine Konzentration versiegt.
Immer noch wankend und ein wenig verzweifelt blieb ihm nur noch der Rapier. Hastig zog er diesen. Keine Sekunde zu spät. Denn der Krathorie, der vor ihm auf dem Boden gegen seine wabbeligen Beine ankämpfte, war inzwischen zu ihm gekrochen und hatte mit seinem Rapier zu einem Schlag ausgeholt. Dank seines eigenen Rapiers, konnte Aram diesen Hieb jedoch problemlos abwehren.
Mit aufgerissenen Augen und starr am ganzen Körper endete die Fechterei plötzlich. Aram sackte auf die Knie und Speichel lief aus seinem Mund. Das Rapier immer noch fest umklammert. Der Schmerz war unerträglich und wollte auch nicht nachlassen.
Schluss jetzt!
Erklang plötzlich eine weibische und kalte Stimme hinter ihm.
Eine der Diener hatte sich während des Kampfes hinter ihn geschlichen und ihm ihren Rapier in den Rücken gerammt.
Sie schien die Tatsache zu genießen und ließ die Klinge noch ein paar Sekunden in seinem Rücken stecken, ehe sie sie eher unsanft und kräftig heraus zog.
Einen Augenblick später, sackte Aram dann auf alle viere zusammen. Das warme Blut lief ihm über den Rücken und hatte seine Kleidung an der Stelle schnell in ein schönes Rot gefärbt.
Zu seinem Glück, hatten die restlichen Rabendiener wohl Langeweile und befassten sich gleichzeitig mit zwei Anguren die mit dem gewohnt dümmlichen Blick von ihren Pferden aus zusahen. Als die Anguren sich dann mehr und mehr bedroht fühlten und dann ebenfalls mit den Dienern einen völlig aussichtslosen Kampf einginge, kroch der verletze Magier langsam und gen Bankgebäude. Er kam nicht weit, bis ihn zwei Hände am Kragen packten.
Jetzt ist es aus!
Schoss sofort durch seinen Kopf und sein Herz überschlug sich.
Dieser Angstzustand änderte sich jedoch schlagartig, als eine nicht unbekannte Stimme zusicherte ihm zu helfen.
Komm Aram, ich bring dich hier fort!
Leandro Montego. Leandro war wegen seiner Politik in Bajard und seinem hin und wieder unverständlichen Verhalten nicht überall beliebt, doch war er in diesem Moment der einzige und Beste Freund den Aram hatte.
Leandro wartete gar nicht erst auf eine Antwort von Aram und zog ihn sofort weg von der Rabenbrut. Als vorläufige Unterkunft würde Leandros Laden am Hafen genügen.
Kurz darauf lag er dort schon in einem provisorisch hergerichteten Bett und wurde notdürftig zusammen geflickt. Bei einem solchen Hieb ist es jedoch fraglich, ob er ohne die Hilfe eines Heilers die Nacht überleben würde. Immerhin könnten lebenswichtige Organe verletzt worden sein. Durchgegangen war das Rapier zum Glück jedoch nicht.
Ich suche dir einen Heiler!
Aram schloss die Augen als Leandro zur Tür herausstürmte.
Viel Erfolg!
Dachte er sich. Dumm war er gewesen. Selbst ein Hofnarr würde ihn für solche Dummheit auslachen. Sich offen mit vier Dienern des Göttersklaven einzulassen kam einem Selbstmord gleich. Er hätte es besser wissen müssen. Der Kampf war schon verloren als er begann!
Die Tür flog auf und Leandro kam herein. Arams wässrige Augen machten es ihm schwer zu erkennen, wer da noch in den Laden kam. Einzig das goldene Haar konnte er deuten. Erleichtert atmete er einmal tief durch als es ihm dämmerte.
Der Freiherr zögerte nicht lange und begann sofort mit der Versorgung der Wunden…