Man sieht sich immer zweimal... dreimal... viermal ...

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Aram Inos

Man sieht sich immer zweimal... dreimal... viermal ...

Beitrag von Aram Inos »

Traumhaft!

Schon wieder stand dieses elende Gesindel in Bajard. Und kurz nachdem sie ihm ins Auge fielen, folgte auch der für dieses Pack übliche Gestank. Schwer zu sagen, ob dieser Geruch von den Dienern selbst ausging oder von den Kreaturen, die sie herbeigerufen hatten.
Das Ergebnis war jedenfalls das gleiche. Würgereiz und sich sträubende Nackenhaare.


Schnell fort hier und erstmal in die Taverne.

Ein Schluck Wein, oder zumindest das, was man in dieser Taverne als solchen ausschenkte, würde ihn schon auf andere Gedanken bringen.

Guten Abend die Herrschaften!

Verfluchte Höflichkeit. Wieder einmal war die Zunge schneller als der Kopf. Fatal in diesem Fall. Hatten ihn die Diener des Göttersklaven bis dahin noch gar nicht erblickt, wendeten sie sich nun zu ihm und schenkten ihm ihre volle Aufmerksamkeit.
Schnellen Schrittes, aber dennoch möglichst unauffällig ging er weiter gen Taverne. Wenige Meter vergingen als einer der Diener ihm nachrief.


Halt!

Traumhaft!

Er wandte sich langsam um. Acht funkelnde Augen schauten ihn an. Die Fratzen hinter hässlichen Masken verborgen. Dennoch war die Abneigung und der Triumph ihn einmal alleine zu erwischen förmlich zu spüren.

Wie meinen?

Schon wieder zu höflich. Ihn sofortig in Brand zu setzen wäre wohl eine passendere Antwort gewesen.

Es war ein Fehler her zu kommen! Krathor wird sich an deiner Seele erfreuen!

Zischte einer. Wohl der Wortführer und kam langsam auf Aram zu.

Na das werden wir ja mal sehen!

Dachte sich dieser und beginn sich langsam auf das Lied zu konzentrieren. Die sanften Klänge der Allmutter waren klar vernehmbar und so war es eine Leichtigkeit einige Stärkungs- und Schutzzauber auf sich selbst zu wirken.
Keine Sekunde zu spät, denn scheinbar wollten die Diener nicht viel Zeit mit Geschwafel verschwenden. Das für diese Kunstbanausen typische kreischen im Lied deutete darauf hin, dass es gleich ungemütlich würde.
Im Bruchteil von Sekunden spürte er, wie einige Angriffe von seinem magischen Schild abgeschwächt wurden. Das machte den Schmerz erträglich und gab ihm die Möglichkeit sich dem Großmaul vor ihm anzunehmen. Ein Wink mit der rechten Hand und dem gleichzeitig gewirkten Schwächungszauber lies ihn wanken und kurz darauf mit wackeligen Beinen zusammen brechen.
Einer weniger. Dumm nur, dass die anderen das nicht so einfach auf sich sitzen ließen und sofort begannen selbiges mit Aram zu tun. Das noch standhaltende Schild fing einen grossteil der Zauber ab, doch konnte er es nicht mehr lange genug aufrecht erhalten und die große Maße der Flüche brachte ihn ins trudeln. Eher reflexartig schaffte er es noch einen eher schwachen Feuerball auf eine der Dienerinnen zu wirken. Der Feuerball verfehlte sein Ziel nicht, doch geschah etwas, womit er weniger gerechnet hatte. Der Ball ändere sofort seine Richtung als er das Weib traf und flog ohne Umwege zu dem Absender zurück.
Völlig überrumpelt versuchte Aram gar nicht erst auszuweichen und so geschah es, dass der Ball ihn am linken Bein traf und seinen Mantel dort ankokelte. Dank seines Schildes, hatte er sich nicht selbst in Flammen gehüllt. Doch waren durch diesen Fehler die Kraft des Schildes und auch seine Konzentration versiegt.
Immer noch wankend und ein wenig verzweifelt blieb ihm nur noch der Rapier. Hastig zog er diesen. Keine Sekunde zu spät. Denn der Krathorie, der vor ihm auf dem Boden gegen seine wabbeligen Beine ankämpfte, war inzwischen zu ihm gekrochen und hatte mit seinem Rapier zu einem Schlag ausgeholt. Dank seines eigenen Rapiers, konnte Aram diesen Hieb jedoch problemlos abwehren.

Mit aufgerissenen Augen und starr am ganzen Körper endete die Fechterei plötzlich. Aram sackte auf die Knie und Speichel lief aus seinem Mund. Das Rapier immer noch fest umklammert. Der Schmerz war unerträglich und wollte auch nicht nachlassen.


Schluss jetzt!

Erklang plötzlich eine weibische und kalte Stimme hinter ihm.
Eine der Diener hatte sich während des Kampfes hinter ihn geschlichen und ihm ihren Rapier in den Rücken gerammt.
Sie schien die Tatsache zu genießen und ließ die Klinge noch ein paar Sekunden in seinem Rücken stecken, ehe sie sie eher unsanft und kräftig heraus zog.
Einen Augenblick später, sackte Aram dann auf alle viere zusammen. Das warme Blut lief ihm über den Rücken und hatte seine Kleidung an der Stelle schnell in ein schönes Rot gefärbt.

Zu seinem Glück, hatten die restlichen Rabendiener wohl Langeweile und befassten sich gleichzeitig mit zwei Anguren die mit dem gewohnt dümmlichen Blick von ihren Pferden aus zusahen. Als die Anguren sich dann mehr und mehr bedroht fühlten und dann ebenfalls mit den Dienern einen völlig aussichtslosen Kampf einginge, kroch der verletze Magier langsam und gen Bankgebäude. Er kam nicht weit, bis ihn zwei Hände am Kragen packten.


Jetzt ist es aus!

Schoss sofort durch seinen Kopf und sein Herz überschlug sich.
Dieser Angstzustand änderte sich jedoch schlagartig, als eine nicht unbekannte Stimme zusicherte ihm zu helfen.


Komm Aram, ich bring dich hier fort!

Leandro Montego. Leandro war wegen seiner Politik in Bajard und seinem hin und wieder unverständlichen Verhalten nicht überall beliebt, doch war er in diesem Moment der einzige und Beste Freund den Aram hatte.
Leandro wartete gar nicht erst auf eine Antwort von Aram und zog ihn sofort weg von der Rabenbrut. Als vorläufige Unterkunft würde Leandros Laden am Hafen genügen.

Kurz darauf lag er dort schon in einem provisorisch hergerichteten Bett und wurde notdürftig zusammen geflickt. Bei einem solchen Hieb ist es jedoch fraglich, ob er ohne die Hilfe eines Heilers die Nacht überleben würde. Immerhin könnten lebenswichtige Organe verletzt worden sein. Durchgegangen war das Rapier zum Glück jedoch nicht.


Ich suche dir einen Heiler!

Aram schloss die Augen als Leandro zur Tür herausstürmte.

Viel Erfolg!

Dachte er sich. Dumm war er gewesen. Selbst ein Hofnarr würde ihn für solche Dummheit auslachen. Sich offen mit vier Dienern des Göttersklaven einzulassen kam einem Selbstmord gleich. Er hätte es besser wissen müssen. Der Kampf war schon verloren als er begann!

Die Tür flog auf und Leandro kam herein. Arams wässrige Augen machten es ihm schwer zu erkennen, wer da noch in den Laden kam. Einzig das goldene Haar konnte er deuten. Erleichtert atmete er einmal tief durch als es ihm dämmerte.

Der Freiherr zögerte nicht lange und begann sofort mit der Versorgung der Wunden…
Zuletzt geändert von Aram Inos am Donnerstag 30. Oktober 2008, 15:19, insgesamt 1-mal geändert.
Wihelt Pranerova

Beitrag von Wihelt Pranerova »

Wahn war es welcher ihn lenkte, das Verlangen nach einer Seele am heutigen Abend war mehr als nur gross. Erst Sebastian, doch flüchtete er sich geschickt davon. Ein unbekannter in Bajard doch dann stand ER dort, allein am Dorfeingang mit losem Mundwerk. Wahnsinn trieb den Diener voran, er wollte sie ihm heute noch nehmen, sie Temora entreissen.

Temora?

Wieder war es nach kurzer Zeit nur blinde Wut welche Aram leitete. Temora war vergessen, die Tugenden vergessen. Der Diener kannte das Handeln doch mehr von Alatars Anhängern.

Er blickte auf Aram hinab als er vor ihm lag und genuss kam in ihm auf. Die Hand streckte sich nach seinem Kopf aus um ihn leicht anzuheben. Er wollte sein Gesicht sehen in dem Augenblick, wenn seine Schwester Temora beraubt.

Hexn!

Riss ihn aus seiner trance, der Austoss erlangte seine Aufmerksamkeit. Dicht gefolgt von den Worten erklangen metallerne Geräusche, ein kurzes Beben als die beiden Hühnen ihre Pferde verliessen. Es zerriss den Diener innerlich, vor ihm lag das wonach er sich schon lange sehnte, zur Seite jedoch erblickte er "Frischfleisch". Wieder erschallt es laut "Hexer!" Nun musste er reagieren die beiden Riesen kamen immer näher. Seine Geschwister begannen sie zu bearbeiten, doch im Stich konnte er sie nicht lassen, er kannte die Raserei der Hühnen nur zu gut. Der Kampf flammte auf auch wenn er nur von kurzer dauer war, doch lange genug damit Aram sich davon steheln konnte. Wuterfüllt blickte er auf den Hühnen herab und zuckte die Schultern leicht. Er beugte sich zum leblosen Leib herab um wenigstens den "Durst" zu stillen. Wieder eine kurze Ablenkung und ehe er sich versah schleppte sich der Riese mit letzter Kraft auf sein Pferd welches ihn rasch davon trug. Abermals ging er leer aus.............vergnügen das hatte er.


Der nächste Tag neigte sich dem Ende zu. Einige letzte verkäufe in dem Dorfe dann würde er sich zur Ruhe begeben. Nichtsahnend gewogen in Sicherheit trat er den Weg zum Dorfausgang an. Seine Augen weiteten sich etwas als er Aram wieder erblickte. Die Überraschung jedoch war nur von kurzer dauer, der Gedanke an vergangenen Abend lies ihn lächeln auch wenn er es diesmal war welcher Begleitung hatte. Was war es das den Diener zur gleichen törrichten Tat trieb wie sein Kontrahent es am vergangenen Abend machte. Neugierde...........

Wenige Worte wurden gewechselt würde er sich wieder von dem leiten lassen was er so verabscheut, gar versucht zu bekämpfen? Der Heiler hatte scheinbar sein Handwerk verstanden, kein Schmerz mehr zeigte sich in Arams Gesichtszügen, nur Hass erfüllte ihn. Getrieben von ihm zückte er voreilig seine Waffe und trat wenn auch bedacht vor. Wie würden seine Begleiter darauf regieren? Schoss es ihm durch den Kopf während er begann das Lied auf schrille Tonweise zu vergewaltigen. Als er dem ersten seiner Begleitung Schmerz in den Kopf setzte wurde er überrascht. Noch ein weiterer welcher in der Lage war die Klänge Eluives zu verstehen, doch war er zu schwach um dagegen anzukämpfen. Aram fuhr herum und begann eine süsse Note einzufügen um seine Begleitung zu schützen. Der Krieger unter ihnen verhielt sich ruhig er schien mehr wie ein beobachter, starr wie eine Statue zu stehen. Der Zauber verlor mit Arams Einflussnahme immer mehr an Wirkung, der Diener merkte selbst es hatte kaum nutzen ihn aufrecht zu erhalten. Doch der Krieger er würde sicher nicht dagegen ankommen. Seine ausgestreckte Hand schoss zu dem Plattenträger hinüber, der Schmerz bohrte sich in sein Haupt. "Temora hilf mir" Vernahm der Diener noch als Aram hervorschoss, das Rapier bereit nach Fleisch zu trachten legte sich an seinen Hals heran. Das kalte Metall verspürend betrachtete er Aram, wie dumm nur konnte er sein? Studien seinem Schutz vorzuziehen. Er musste etwas unternehmen, Aram zögerte zwar doch wie lange würde es andauern bis sein Hass ihn überwältigt. Die Faust schnellte hinauf und flog auf Aram zu bis sie sich in seine Wange grub, einige Hautfetzten riss das Metall der Handschuhe mit. Aram scheinte jedoch besessen zu sein und nur kurz lies er sich davon aufhalten. Genug Zeit um das Lied zu verändern, seine Konzentration zu mehren um doch letztendlich nur noch einen dumpefen schlag zu vernehmen als er einige Hände beschworen hat welche nach aus dem Boden heraus nach Aram trachteten. Schmerz schoss durch seinen Kopf doch die Augen verdunkelten sich zunehmend, der Körper begann allmählich zu erschlaffen und fiel ähnlich eines Sackes zu Boden.

Gelehnt an einen Baum kam er langsam wieder zu sich. Der Schmerz hielt nur schwach an, dabei zierte eine leichte erhebung sein Haupt. Hastig blickte er sich an, suchte nach verletzungen doch schienen sie ihn verschont zu haben. Waren andere gekommen? Aram hätte sicherlich seine Seele zum Raben geleitet. Was war geschehen?
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