Ein Tag der alles veränderte

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Hudgarr Stolzenfels
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Ein Tag der alles veränderte

Beitrag von Hudgarr Stolzenfels »

Als Hudgarr an diesem Morgen aufwachte wusste er noch nicht das es einer der schlimmsten in seinem leben werden würde!
Als er sich wie jeden Tag zur Festung der Allianz aufmachte, wurde er dort bereits am Eingang, mit dem Worten empfangen, er solle sich doch umgehend im Schloss melden. Seine ersten Gedanken kreisten um Adrian, ob er ihn wohl so früh schon als Leibwache benötigte? Als er das Schloss erreichte, blieb ihm das „Guten Morgen“ fast im Halse stecken, als seine Hoheit auf ihn zu kam und ihm mitteilte, dass Florence nicht auf zu finden sei, doch wurde bereits nach ihr gesucht.

Jetzt hielt Hudgarr nichts mehr, er nickte Adrian knapp zu und stürmte aus dem Schloss. Seine Frau, seine Flo nicht aufgetaucht. Die Gedanken schlugen Purzelbäume, dass sie einfach verschwand und nicht auf zu finden war, passte ganz und gar nicht zu ihr.

Sein Weg führte ihn zurück nach Hause, wo er hoffte das sie ihm mit einem Lächeln im Gesicht einen „Schönen Morgen“ wünschte. Er riss die Tür auf. „Flo….“ Hallte es in dem grossen haus wieder. Aber niemand antwortete, keine Flo weit und breit. Sein Herz raste und das Blut rauschte in seinen Ohren. Er verdrängte das ungute Gefühl, welches in ihm aufstieg. So machte er sich Ergebnis los zurück zum Schloss.

Adrian blickte ihn mit einem seltsamen Ausdruck in den Augen an. Mit seiner ruhigen Art und Weise erklärte er Hudgarr, dass man Flo gestern Nacht schon gefunden hatte. Er selbst wollte schon erleichtert aufatmen, dann war ja alles in Ordnung? Doch irgendetwas an Adrians reden ließen ihn wieder unsicher werden. Das Regiment hatte sie zwar gefunden, doch nicht lebend. Die grausigen Wölfe, welche seit Tagen ihr Unwesen um Varuna trieben, hatten sie angefallen und getötet. Ihren Leichnam brachte man in die Kirche zu Varuna, wo sie mit einem Schutzzauber belegt wurde.

Alles in ihm wollte aufschreien, wollte Adrian ins Gesicht sagen das dass doch nicht stimmen konnte. Nicht seine Flo, da musste eine Verwechslung vorliegen. Als hätte Adrian geahnt das Hudgarr es nicht wirklich wahr haben wollte, begleitete er ihn in die Kirche. Dort lag sie aufgebahrt, so friedlich lag sie da, als würde sie einfach nur Schlafen und jeden Moment aufwachen. Er ging auf die Knie und faltete die Hände, wie zu einem stummen Gebet ineinander. Nun gab es keine Zweifel mehr, die Tote vor ihm war seine geliebte Flo. Dann fuhr es ihm durch Mark und Bein, Fleur! Er musste dringend zurück ins Schloss, sie musste es erfahren, bevor irgendeiner der Wachen etwas ausplauderte.

Als wäre sämtliches Leben aus den gestandenen Krieger gewichen, schritt er die Wege entlang zum Schloss. In dem Gebäude angekommen, hörte er auch schon die feine Kinderstimme seiner Tochter. Es schnürte sein Herz zu, doch er straffte die Schultern und betrat den Raum.

Es kam schlimmer noch als er erwartet hatte. Fleur wehrte sich mit Händen und Füssen gegen die Tatsache das ihre Mama nicht mehr zurück kam. „Wir gehen sie holen, wir gehen zu Eluive sie holen.“ Hudgarr wusste einfach nicht was er tun sollte, er war innerlich selbst völlig fertig. Als er Fleur so sah wurde ihm noch begreiflicher das er Flo`s Lachen nie wieder hören würde, sie nie wieder in den Armen halten können oder ihr durch das Haar streichen und ihre Wärme und Nähe spüren. All dies war vorbei, sie war nicht mehr in dieser Welt.

Als er den Kopf Fleurs an seiner Schulter spürte, kam er wieder zurück in die Gegenwart. Sanft nahm er den kleinen Kinderkörper in seine Arme und vergrub sein Gesicht in die weichen Locken seiner kleinen. Er musste jetzt stark sein, schon alleine um Fleurs willen.
Antares von Falkenburg

Beitrag von Antares von Falkenburg »

Als Tari nach einer Weile, nach oben in sein Zimmer ging, staunte er nicht schlecht als er Fleur in seinem Bett liegen sah. Tief in die Kissen gekuschelt und die Decke eng um den zierlichen Mädchenleib geschlungen, schien sie einen sehr unruhigen Schlaf zu haben. Ab und an schüttelte ein tiefer Seufzer, dass kleine Mädchen. Unschlüssig stand der junge Graf mitten im Zimmer, er war ein Gentleman, die Etikette verbot es ihm im selben Raum mit einer schlafenden weiblichen Person zu verweilen. Schon wollte er wieder kehrt machen, als Fleur leise nach ihrer Mama rief. Er stockte und schaute wieder zu ihr. Dann ging er auf das Bett zu, schob ein Stuhl in deren Nähe und setzte sich darauf, die schlafende Fleur beobachtend.

Er wusste, was in der kleinen vor sich ging, wusste wie sie sich fühlte und welcher ohnmächtige Schmerz auf diese kleine Kinderseele lag. Er würde sie so gern davor beschützen, doch leider war es etwas mit dem jeder selbst fertig werden musste. Er konnte ihr lediglich beistehen, ihr seine Schultern anbieten und seine Arme, welche sie vorhin schon beruhigt hatten. Er verstand selbst nicht warum Kinder ihre Eltern verloren, warum sie dann plötzlich allein da standen. Tari zog die Beine eng an seinen Körper und legte das Kinn auf die Knie. Ihm war selbst hundeelend, er hatte Florence auch gekannt und sie gemocht. Doch als wäre ihr tragischer Tod nicht schon schlimm genug, erfuhr er mal so nebenbei, dass auch Rafael etwas schlimmes zugestossen war. Er war immer so böse zu Raf gewesen, obwohl er es eigentlich gar nicht wollte und er hoffte nun inständig das er Rafael wieder sah um ihn zu sagen das er ihn lieb hatte.

Tapfer unterdrückte der Junge seine Tränen. Er wusste zwar das jene keine Schande waren, doch er wollte stark sein, stark für andere.
Fleur Stolzenfels

Beitrag von Fleur Stolzenfels »

Es war wohl einer der Momente, in denen man zum letzten Mal das klare Lachen des Mädchens hören würde in den Gängen des Schlosses, als die unheilvolle Nachricht in dem Raum der Küche erklang:
„Fleur....ich muss mit dir reden.“
Der kleine Lockenkopf erschrak sehr. Sie wollte wirklich nicht das Kissen kaputt machen, als sie es wild durch den Raum geworfen hatte bei der Kissenschlacht! Das war ganz von alleine so passiert. Papi würde das verstehen...
Doch dann diese ernste Miene, die Worte, die wie ein Beben von diesem großen, starken Mann auszugehen schienen. Lügte er sie an? Das konnte doch nicht alles wahr sein, das musste einfach nur eine Lüge sein! Bestimmt wollte er sie bestrafen, weil sie was schlimmes getan hatte und durfte Mami einfach nur nicht sehen...nein, Eluive hat da sicher einen Fehler gemacht. Das konnte, durfte nicht sein!

Ein kräfteraubender Kampf folgte. Ein Kampf mit Tränen, mit Geschrei, mit dem gewohnten Sturkopf des kleinen Rotschopfes. Sie hatte sicher mehr als ihre eigenen Nerven strapaziert, hatte für ratlose Mienen bei den Erwachsenen gesorgt. Wie sollte man vernünftig erklären, dass sie ihre Mutter nicht mehr holen könnte? Ein jeder hatte seine eigenen Wunden zu versorgen, das eigene Herz musste wieder erst normal schlagen können, bis so ein Schicksalsschlag verkraftet war. Ein Leben, eine Seele, die in ihrer vollen Blüte stand; entrissen und geraubt von dem Schicksal, dass erbarmungslos einschritt, wenn die Zeit gekommen war. Alle wollten stark sein, wollten ihre Haltung, so gut es ging, wahren. Doch das kleine Mädchen, mit dem roten Kopf, den nassen Wangen und dem verwirrten Blick wollte nicht stark sein. Es wollte weinen, wollte schreien. Die Worte der Erwachsenen waren schon bald wieder verblasst und nur der Zorn blieb in dem kleinen Wesen zurück. Zorn über die Ungerechtigkeit, über diese blöden Wölfe und am besten der ganzen Welt, die sich gegen sie verschworen hatte Sie wollte doch nur ihre Mama...wollte sie doch nur noch einmal drücken, wollte ihr ganz viel erzählen, wollte ihr sagen, dass sie sie lieb hat. Tausend Dinge schossen durch den kleinen Kopf und wollten keinen Sinn ergeben, schon gar nicht in der Welt der Erwachsenen.
„Du kannst sie nicht wieder holen Fleur. Eluive passt nun auf sie auf.“
Sie wollte aber! Wollte Mama holen und heile machen. Es war doch noch zu früh, viel zu früh...das musste doch Eluive verstehen! Die Flucht in die Bibliothek folgte, weg von den Blicken der Erwachsenen, die sie eh nicht verstanden, weg von andren Menschen. Sie wollte eine Karte finden...Karten zeigten jeden Weg, da musste es doch auch eine zu Eluive geben. Dann würde sie Mama finden und holen oder bei ihr bleiben, aye!

Die Fantasie bei Kindern ist geradezu grenzenlos und nur ungerne lassen sie sich jene verbieten. Sie sträuben sich gegen die Wahrheit, gegen die Welt, die ihnen gezeigt und erklärt wird. Sie lieben das Unbekannte, die Zauberwesen wie Feen und verwünschte Prinzessinnen. Erwachsen zu werden kann warten, es ist viel interessanter, hinter die Fassade zu blicken und Geheimnisse zu entdecken. Es gibt nichts, was Unmöglich ist und selbst das größte Hindernis scheint viel zu einfach und simpel. Und irgendwo...irgendwo würde es sicher auch eine Karte geben, die den Weg zu den Göttern weist.


Das Herz mir aus der Brust gerissen. Wo bist du hin? Es tut so weh dich zu vermissen.
Ohne dich, ohne dich macht nichts mehr Sinn.
Sag wo bist du jetzt? Bist du hoch zu Eluive wo die Sterne blinken?
Ach, wie hat dein Weg gehen mich verletzt und ich beginne in Trauer zu versinken.
Ohne dich, ohne dich kann sich die Welt nicht weiter drehen.
Warum nur ließt du mich allein.
So lass mich dich ein letztes mal noch sehen.
Ohne dich, ohne dich ist alles so unglaublich schwer.
Du warst meine Sonne, mein Halt
Oh bitte komme doch wieder her...ohne deine Wärme ist mir kalt.
Dort wo du jetzt bist, sende mir ein Lächeln
Es wird jemand von ganzen Herzen vermisst und das bist Du!
Bitte erfülle mir diesen letzten Wunsch.
So lass mich dich ein letztes Mal noch sehen...oder hole mich zu dir.
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