Wenn der Mond am höchsten steht...
Verfasst: Sonntag 24. August 2008, 00:25
Die ersten kühlen Nebelschwaden durchzogen das Unterholz, als Alverus seinen routinierten Ausflug durch die nahen Wälder Varunas machte. Die Luft umschloss ihn mit einer Frische, wie er sie erst seit kurzem spürte und kündigte die baldigen Herbsttage an.
„Bald werden die Bären wieder aggressiver.“, schoss es ihm durch den Kopf. Das Fluchtwild würde bald zu kleineren Gruppen werden, die ersten alten Tiere sterben und die derzeit jungen Spunde frühzeitig durch ihren Leichtsinn zu Futter werden. Ja, man müsste im Herbst und Winter wieder darauf achten, dass die Viecher nicht zu nahe an den Wegrand kommen würden, so ausgehungert, wie ein Bär schon sein könnte.
Kurz huschte ein Schmunzeln über Alverus Züge, als er daran dachte, wie er das Stadttor verlassen hatten. Die Wachen hatten ihn angesehen, als würde er eine Greueltat begehen. Irgendwas von Wölfen hatten sie gestammelt. Der erfahrene Jäger kannte sich im Wald aus, wusste, dass man einem Rudel Wölfe aus dem Weg gehen sollte, wenn sie hungrig waren. Aber hier hatten sie doch noch genug, die Wildbestände waren in Ordnung und keiner musste um Hungerneid beim anderen fürchten. Ein leises Lachen, ein Kopfschütteln erkeimte bei ihm, sich den Weg weiterbahnend. Er mochte diese morgendliche Ruhe, die Stille, in der er weder klingende Äxte von Handwerkern, noch das Knacken von Ästen durch andere Personen hören musste. Doch irgendwas war anders als sonst. Kaum den Gedanken aufgefangen, glitt sein Blick neben sich. Einige Äste waren zur Seite geknickt, die Büsche zum Teil zertrampelt. Ein schmaler Weg war so eingeschlagen worden. Er konnte sich nicht erklären, welche Tier so unvorsichtig seinen Weg sich suchen würde, als sein Blick auf die Blutspur fiel.
Ein Verletzter?
Rasch folgte nun ein Schritt nach dem anderen, den Bogen dabei abschulternd. Geradezu akribisch nahm der Blick die Umgebung auf, als er der Spur folgte; die Ohren gespitzt, als würden sie jederzeit ein Geräusch aufnehmen können. Nach einigen Metern dann die Erkenntnis: Ein Bär. Im Stand hätte er ihn sicher übertrumpft, doch jener war nur noch eine Mischung aus zerrissenem Fell und abgerissenen Fleischstücken. „Bei den Göttern, wer..?“, außerstande, die Frage zu vollenden, glitt Alverus Blick weiter, erkannte eine weitere Schneise und folgte jener.
Es war bereits früher Mittag, als der Jägersmann aus dem Wald wieder schritt. Die Miene besorgt, ungewohnt starr für den sonst so lebenslustigen Mann. Mindestens ein Dutzend Rehe hatte er ausmachen können, sowie noch einen weiteren Bären. Nein, gewöhnliche Tiere hatten kaum solchen Hunger und würden auch die Hälfte nicht so liegen lassen. Auf jeden Fall lief da draussen etwas, dass nicht nur aus der Not des Hungers heraus jagte.
Er würde sich noch einmal in der Stadt umhören...oder....wie war das nochmal mit den Wachen und ihren Gesichtern? Er würde es herausfinden, ganz sicher.
[Bei Informationsbedarf - Seer Aegir]
„Bald werden die Bären wieder aggressiver.“, schoss es ihm durch den Kopf. Das Fluchtwild würde bald zu kleineren Gruppen werden, die ersten alten Tiere sterben und die derzeit jungen Spunde frühzeitig durch ihren Leichtsinn zu Futter werden. Ja, man müsste im Herbst und Winter wieder darauf achten, dass die Viecher nicht zu nahe an den Wegrand kommen würden, so ausgehungert, wie ein Bär schon sein könnte.
Kurz huschte ein Schmunzeln über Alverus Züge, als er daran dachte, wie er das Stadttor verlassen hatten. Die Wachen hatten ihn angesehen, als würde er eine Greueltat begehen. Irgendwas von Wölfen hatten sie gestammelt. Der erfahrene Jäger kannte sich im Wald aus, wusste, dass man einem Rudel Wölfe aus dem Weg gehen sollte, wenn sie hungrig waren. Aber hier hatten sie doch noch genug, die Wildbestände waren in Ordnung und keiner musste um Hungerneid beim anderen fürchten. Ein leises Lachen, ein Kopfschütteln erkeimte bei ihm, sich den Weg weiterbahnend. Er mochte diese morgendliche Ruhe, die Stille, in der er weder klingende Äxte von Handwerkern, noch das Knacken von Ästen durch andere Personen hören musste. Doch irgendwas war anders als sonst. Kaum den Gedanken aufgefangen, glitt sein Blick neben sich. Einige Äste waren zur Seite geknickt, die Büsche zum Teil zertrampelt. Ein schmaler Weg war so eingeschlagen worden. Er konnte sich nicht erklären, welche Tier so unvorsichtig seinen Weg sich suchen würde, als sein Blick auf die Blutspur fiel.
Ein Verletzter?
Rasch folgte nun ein Schritt nach dem anderen, den Bogen dabei abschulternd. Geradezu akribisch nahm der Blick die Umgebung auf, als er der Spur folgte; die Ohren gespitzt, als würden sie jederzeit ein Geräusch aufnehmen können. Nach einigen Metern dann die Erkenntnis: Ein Bär. Im Stand hätte er ihn sicher übertrumpft, doch jener war nur noch eine Mischung aus zerrissenem Fell und abgerissenen Fleischstücken. „Bei den Göttern, wer..?“, außerstande, die Frage zu vollenden, glitt Alverus Blick weiter, erkannte eine weitere Schneise und folgte jener.
Es war bereits früher Mittag, als der Jägersmann aus dem Wald wieder schritt. Die Miene besorgt, ungewohnt starr für den sonst so lebenslustigen Mann. Mindestens ein Dutzend Rehe hatte er ausmachen können, sowie noch einen weiteren Bären. Nein, gewöhnliche Tiere hatten kaum solchen Hunger und würden auch die Hälfte nicht so liegen lassen. Auf jeden Fall lief da draussen etwas, dass nicht nur aus der Not des Hungers heraus jagte.
Er würde sich noch einmal in der Stadt umhören...oder....wie war das nochmal mit den Wachen und ihren Gesichtern? Er würde es herausfinden, ganz sicher.
[Bei Informationsbedarf - Seer Aegir]