Ein Elexier wirkt nicht immer gleich

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Rafael von Arganta

Ein Elexier wirkt nicht immer gleich

Beitrag von Rafael von Arganta »

Gemütlich fast nahm er wie die letzte Nacht auch vor der Tür des Grafen Aufstellung.
Eigentlich hatte er den Tag noch etwas schlafen wollen sich Frisch machen ... aber dann kamen diese Wölfe dazwischen. Der Kampf war ebenso anstrengend gewesen, und jetzt, er hatte sich noch eine Tasse Tee gegönnt, nachdem er Rehya und Rahel ins Schloss in Sicherheit gebracht hatte, und dann das leichte Elixier Darnas getrunken das sie ihm gegeben hatte.
Zum ... wach bleiben, extra von Quarzenhagen für die Garde gemixt.
Schaden konnte es nicht.
So hatte er das Kleine Fläschchen entkorkt und in einem Zuge getrunken.
Wirklich Geschmackvoll war es nicht, aber gut, solange es half.

So war er dann die Treppe hinauf gegangen, hatte andere Wachen begrüßt, bevor er dann selber Aufstellung nahm.
Es machte ihm nicht viel aus, Wache zu stehen. Sollten die Leibwachen Eirensees ruhig sehen das Adrian unter dem Schutz des Kronritters stand.
Ruhig richtete er sich auf, die Linke Hand am Griff des Schwertes die Rechte an der Naht der Beinplatte.
Wie lange er so gestanden hatte vermochte er nicht zu sagen, doch das etwas gar nicht stimmte... mit ihm bemerkte er sofort.
Mit zusammengepressten Lippen versuchte er die eindeutigen Zeichen seines Körpers zu verdrängen, indem er einfach versuchte sich auf etwas anderes zu konzentrieren.
Die Schneeballschlacht letzten Winter... Schnee.. Schnee war doch was feines.

Schweiss rann seine Stirn hinab, und das nicht wenig... verstohlen wischte er ihn mit der Hand ab, unruhig von einem Bein auf das andere tretend.
Das durfte doch alles nicht wahr sein.
Sein Blick streifte unruhig durch den Korridor, am liebsten würde er den Platz verlassen aber, das ging nicht, das durfte er nicht...
Er ächzte leise und hätte am liebsten vor Wut gegen die Tür geschlagen oder gleich den Kopf genommen.... Irgendwer musste ihm etwas in den Tee getan haben, in den Tee oder ...
„Das Elexier“ schoss es Rafael durch den Kopf.
Kreidebleich wurde, er bei dem Gedanken daran. Was hatte Darna gesagt als sie es ihm gegeben hatte?
Er wusste es nicht mehr, konnte sich auch im Moment nicht darauf konzentrieren, alleinig der Gedanke das er jetzt eigentlich nicht hier weg wollte, doch die Nacht war noch so lang.
Er würde das nicht durchstehen, und die Platte die er am Körper trug, trug auch nicht gerade dazu bei das es ihm besser ging.
Bleich und sichtlich verstört versuchte er seine Selbstsicherheit wieder zu finden, seine Beherrschung, aber es gelang nicht wirklich. Verfluchter Trank ...
Er wusste nicht ob er schaffen würde die Nacht über hier zu stehen, man würde ihn für Krank halten... war er ja auch, irgendwie. Diese vermaledeite Trank...
Verbissen versuchte er sich mit Rachegedanken abzulenken.
„Oh.. Liebste, Darna das zahle ich dir heim.“
Darna von Hohenfels

Beitrag von Darna von Hohenfels »

Tag für Tag schien das Geflecht aus Intrigen und Bedrohung dichter zu werden. Im Kloster vor dem Altar kniend versuchte sie immer wieder, sich klar sämtliche Deutungsmöglichkeiten der Geschehnisse, gut wie schlecht, vor Augen zu halten.
Und in Momenten der Angst überrollte es sie wie eine immer wieder kehrende Welle am Strand - die Schlingen zogen sich dichter, auf dem Schachbrett der Politik fielen erst die Bauern, dann Springer und Läufer in Gefahr, Menschen fielen wie Korn unter einer Sense, bis sie Adrian in seinem Blut liegen sah wie einst Sir Degenhard, mitten im Schloß...
Es waren Momente, in denen sie in Panik hätte aufschreien mögen. "Rafael! Pass auf ihn auf!"

Zur Ruhe zwingen. Schatten vertreiben, nein - klarmachen, wo nicht einmal Schatten waren. Die Angst mit einem kalten Schaudern abschütteln. Selbst für den Fall, daß Adrian überhaupt Gefahr drohte, es waren sich genügend Leute über die Brisanz der Lage bewusst. Und Rafael vor seiner Tür zu wissen, beruhigte.
Sie wusste, wie sehr sowas schlauchte, und so war sie regelrecht froh gewesen, ihrem Freund eine der beiden Phiolen des versierten Alchemisten zustecken zu können. Was in diesem "Quatzenhagens Wy Agra" drin war, wusste sie mal wieder nicht sicher, aber der Alchemist hatte ihr erklärt, daß die Gardewachen vor ihrem Anwesen danach gefragt hatten. Ein Mittel für längeres Durchhaltevermögen beim Stehen.
Sie nickte zufrieden vor sich hin.
Es würde dem armen Sire sicher gute Dienste leisten, da verzichtete sie doch gerne auf die eine Phiole.
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