der lange weg nach hause

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Zoljana Steinbeis

der lange weg nach hause

Beitrag von Zoljana Steinbeis »

ihr kopf tat so weh, dass sie nicht mehr klar denken konnte. was war nur passiert? sie klammerte sich an der mähne ihres ponys fest um nicht runterzufallen. jeder schritt war wie ein hammerschalg in ihrem kopf. immer wieder fuhr sie sich über die augen um die spinnenweben wegzuwischen die ihre blicke trübten. oft kamen ihre finger dann blutverschmiert zurück, der verband war durchnässt.

wer war sie? und was sollte sie tun? wohin gehen? nach hause.. schlafen.. jepp, das hörte sich gut an. der mann hatte es ihr gesagt - wie war noch sein name? sie konnte sich nicht erinnern. alles war wie durch einen nebel.
gestalten traten daraus hervor, leute die sie geschlagen, aber auch welche die freundlich waren.

der mann der so freundlich war und sie verbunden hat, die frau die im hintergrund stand und lächelte...

eine andre frau, die ihr brot gab und ihr den weg zum boot zeigte

der mann in der stadt der ruhig sprach .. was sagte er noch? sie kann sich nicht erinnern

nur ein paar wörter waren klangen bekannt.. jepp.. war das ihr name?
ihr pony - scheinbar hieß es wirklich kleena - so sagte doch der schmied.. oder?

ein neues wort tauchte auf - meista.. jepp, meista den musste sie finden. vielelicht könnte der ihr sagen wo sie zuhause war..

sie war jetzt in sovielen häfen gewesen .. aber keiner war bekannt.. nirgendwo war der weg nach hause...

sie musste weiter ziehen, weiter suchen.. irgendwas wichtiges war abhandengekommen... das musste sie melden..
doch wem? und was?

sie wollte nur noch schlafen...
Zoljana Steinbeis

Beitrag von Zoljana Steinbeis »

die leute waren nett gewesen. sie hatten eine heilerin gerufen, die den schnitt an der stirn versorgt hatte. dann haben sie sie nach hause gebracht.

nur.. war das wirklich zuhause? sie schaute sich in dem völlig fremden raum um, nichts erinnerte sie an früher... ein paar betten standen hier nebeneinader, durch die tür konnte sie einen lagerraum sehen mit vielen truhen.

langsam richtete sie sich auf. jepp, die kopfschmerzen waren besser. sie versuchte sich an das geschehene zu erinnern. immer noch schien nebel in ihrem kopf zusein. unwillig machte sie eine scheuchende handbewegung.

jeh endlich wech dösiches zeuch murmelte sie leise: unwillkurlich schüttelte sie den kopf um klar zuwerde. ups, des wa wohl falsch..

bleib stehn sie presste die augen zusammen um die umherwirbelde welt anzuhalten.

langsam ließ der schwindel nach und sie erinnerte sich bruchstückhaft an die gespräche gestern. der eine mann sachte, dass er ihr meista wär wie war noch der name.. faz..fat.. ne faab. jenau. faab irjendwas hatte er sich jenannt. irjendwas wichtiges musste sie ihm sagn oder hatte sie's schon jetan..?
das abzeichn wa wech, es musste jefund'n werd'n. das wa wichtich. es war ihr gegeben worden..
sie erinnerte sich noch daran, wie stolz sie gewesen war als sie es bekam, an lächelnde gesichter um sich herum, an glückwünsche.. und jetz is's wech. sie musste es such'n und dem meista dann sag'n. dass alles wieda in ordnung wär..jepp...

kurz vorm nicken hielt sie rechtzeitig inne. nee, lieba den kopp ruhich haltn..

vorsichtig setzte sie die füße auf den boden. etwas misstrauisch schaute sie die löcher in den stiefeln an die vor dem bett standen. die konnte sie nicht mehr nutzen. aber barfuß laufen.. das kannte sie ja. kurz sah sie ein ein kleines mädchen lachend und barfuß über ein feld jagen mit vielen andren kindern .. dann war der fetzen schon wieder weg.

langsam ging sie zur tür, sich an der wand festhaltend. durch den offenen spalt hörte sie kein ton - das haus schien leer zusein. im neben raum ging eine treppe nach oben und hinter einer andren tür hörte sie wasser glucksen. sie leckte sich über ihre trockenen lippen und humpelte in die richtung.

ein bad.. im haus.. wo jabs denn sowas..? als sie ihre gestalt im wasser spiegeln sah erschrag sie doch. dreckig und blutverkrustet hingen die haare wild um ihre schulter. ein verband war geschickt um ihre stirn geschlungen unter denen ihr große noch etwas fiebrig glänzende augen entgegen schauten. sie nahm ein paar herumliegende tücher und versuchte den meisten dreck herunterzubekommen. eine relativ neue tunika lag auch da, die tauschte sie gegen die zerissenen fetzen die sie trug aus. an den haaren konnte sie nich viel machen - der kamm tat zuweh. also schlang sie sie nur zusammen mit einem band. das musste warten, es gab wichtigeres..

langsam hangelte sie sich die steilen stufen hinauf, immer lauschend auf stimmen oder geräusche.

hoffntlich is der kleene noch da sie meinte sich zu erinnern, dass sie gestern auf ihm geritten war.

sie hatte glück, es schien sie niemand zuhören. vorsichtig öffnete sie die haustür und schaute hinaus. hühner gackerten und schafe blökten - vertraute geräusche. hinterm stall sah sie pferde angebunden, auch ein kleines graues pony darunter - kleena. sie hangelte sich am zaun entlang in seine richtung, immer ein auge auf die beiden wachen, die an der hausecke standen und sich leise unterhielten. die umgebung machte sie nervös.. irgendwas schreckliches war hier passiert..

sie hatte mühe sich auf den rücken des ponys zuziehen, aber es ging. kleena ging dann auch langsam auf ihr zeichen los, als ob er merkte, dass es ihr nicht so gut ging. jepp, du bis der beste .. kleena

jetzt musste sie das abzeichen finden und dann es dem meister zurückgeben... ob er ihr wohl verzieh? sie hoffte es...
Zoljana Steinbeis

Beitrag von Zoljana Steinbeis »

das sprechen viel ihr schwer. nur einzelne worte, unzusammenhängend verließen ihre lippen. ihre gedanken überschlugen sich in dem nebel der in ihrem kopf herrschte. immer wieder tauchten einige bilder auf. auch sie wild durcheinander und zusammenhangslos.

das kleine mädchen bei der zerstörrten karre mit den beiden liebsten menschen die da schlafend lagen. das geheul von wölfen, die hitze des feuers..

dann der bauernhof mit den vielen kindern. die nette bäuerin die ihr die zöpfe band. das aufziehen der andren kinder weil sie nur das eine wort sprach..

ein älteres mädchen, fast schon eine junge frau im brautkranz. nebensich ein freundlichs gesicht, ein alter fahrender kesselschmied...

lange abende wo sie glücklich neben dem alten saß und mit dem metall arbeitet, gegenstände und kleine schmuckstücke herstelled..

dann eine lange bootsfahrt, ein junger mann an ihrer seite der ihr vertraut war... der mit langen gespräche und lachen verbunden war..

frohe gesichter als sie das abzeichen bekam, zum zeichen, dass sie dazugehöre.., stolz in der stimme des meistas..

angst und schrecken spiegelten sich in der miene der jungen frau. des abzeichn.. wech..

panik.. sie musste es wiederfinden.. ihre hände suchten fahrig ihre kleidung ab, die augen fuhren über den boden, welchen sie kaum sah durch den nebel

nebel? warum wars so nebelich? ihre hände fuhren über die stirn und augen au! sie schrie leicht auf und sah verwundert das blut an ihren fingern. was war geschehen..?

finster gestalten waren um sie herum, redeten unverständlich auf sie ein. griffen mit klauen und krallen nach ihr. nein, es waren leute. die was wollten. sie versuchte ihnen klarzumachen, dass das gildenabzeichen - ihr wertvollster besitz verschwunden war, aber die leute verstanden sie nicht. warum half ihr keiner? die krallen kamen wieder auf sie zu...

wech.. ich muss wech.. lauf kleena lauf... die räuba komm'n.. lauf..
Zuletzt geändert von Zoljana Steinbeis am Montag 11. August 2008, 17:13, insgesamt 1-mal geändert.
Zoljana Steinbeis

Beitrag von Zoljana Steinbeis »

etwas hatte der nebel nachgelassen in ihrem kopf. sich schaffte es ab und an sich etwas länger zu konzentrieren. aber die leute vom ko.. wie sachte noch der eene..kontos.. neee leise seufzend rieb sie sich die augen.

aber die leute waren nett gewesen - auch wenn sie sie nicht raus lassen wollten.. dabei hatte sie das 'abzeichn' immer noch nicht gefunden. nur der mann mit der rüstung.. er sprach so streng und drohte ihr.. richtisch angst hatte se da alsa se dann mit sein'n klaun packn wollte.. und dann wollt er se auch noch schlagn.. als ihr die bilder wieder vor die augen kamen, wie er sich in einen dämonen verwandelte und auf sie zukam zitterte sie immer noch.

aba der andre mann kam wien ritta ausm buch.. er vertrieb den dämon'n und beschützte se.. wieso konnte se sich nich an den nam'n erinnern.. jez.. jesa.. warum verschwand imma all's hintam nebl..

sie rieb sich über die augen und blieb mit dem finger am verband hängen

was.. jepp.. räuba..

abends waren dann 2 frauen noch bei ihr gewesen... li .. lis.. nee, an'nen nam'n konnt se sich nich erinnern, nur dass es 2 heila warn. und ein lauta mann, der was wollt.. die heila hattn den aba dann vertriebn. drachn.. irjendwas mit drachn wa da noch.. wars nen name?..

die fraun gabn ihr was zu trinkn. was half.. die koppschmerzn warn bessa und der nebl dünna..
sie konnte sich wieder an ein paar worte erinnern sie hatte den frauen erzählt wo es ihr weh tat. und die eene erlaubte ihr auch ausm stickichen gefängnis zu komm'n.. dann war er auch wieda da.. ihr retta..yez..jesa.. warum verschwand der name immer hinter dem nebl..? sie rieb sich über die augen und seufzte

aba es wa dann noch schön.. sein arm der ihr halt gab.. seine sanfte stimme.. seine augn die sie ansahn als obba sie verständ.. auch wennse nich die worte sagn konnt. sicha hatte se sich jefühlt. endlich sicha..

sie schaute sich suchend um, versuchte den nebel zu durchdringen. wo warse hier.. und wieso.. sie erinnerte sich an einen langen ritt. dann war sie in einem gebäude in einer stadt.. da wa ne andre frau, die jab ihr was zutrinkn und essn.. irjendwie hatte se das jefühl jehabt, dass se se kannte.. ai..ay..

sie rieb sich mit der hand über die augen und seufzte

zuers schien se auch nett. sie sachte, dass se wüsste wos abzeichn wär.. und wollte se hinbring'n... aba das warn fehla.. die frau brachte se zu dem haus, wose die nacht verbracht hatte - da wa das abzeichn bestimmt nich.. rein wollte se auch nich.. da wars wieda, das komische jefühl.. als ob was schlimm's da passiert wär..

da setzte se sich lieba nach draußn anne wand.. nur etwas ausruhn.. bevorse weitasuchn würd..


heftig zuckte sie zusammen als sie sich wieder erinnerte.. panisch schaute sie sich um. auf dem sprung weiter zurennen..

die frau, die vorja so sanft jeredet hatte.. verwandlte sich und schlug se.. nur wech.. wech..
Zuletzt geändert von Zoljana Steinbeis am Dienstag 12. August 2008, 13:45, insgesamt 1-mal geändert.
Zoljana Steinbeis

Beitrag von Zoljana Steinbeis »

lange schon saß sie hier auf dem balkon des handelkontors und genoss die sonne. der nebel in ihrm kopf war dünner geworden. die gesichter der freunde meist wieder das was sie waren - gesichter, nicht angsteinflößende dämonenfratzen. sie versuchte die ereignisse der letzten tage zuverstehn - was war albtaum, was realität..

sonntach abnd warn die kriegas ausjerittn zum banditenlaga . sie hatte se noch sich sammln jesehn vor den toren von berchgard. arc und lerano stand'n stolz bei den bognschützn, ein paa vonn'n reitas erkannte se auch. dann kam fabrizio, ihr meista, und sie ritten zum kontor. anna wa auch da, und sie 3 lachtn und scherztn wär'nd sie an den krüchn arbeit'te. ihr blick wandate imma wieda zum horizont.. wies wohl arc in seina erstn schlacht erging..

irjendwann kam eine einsamme jestalt anjehumplt - lerano, am bein verletzt. er sachte dass's laga wiedastand leist'te und er wegn seina verletzung nach haus jeschickt wordn is. irjendwelche jeräusche kam'n aussa richtung vonne ponys und sie rannte hin um nach kleena zusehn.

danach wa all's verschwommn.. waffnjeklirr, rufe.. der schuß von bögn.. dann fürchtaliche schmerzn und alls wa schwatt...

als sie wieda wach wurd stand'n fremde jestaltn drohnd um se rum und schrien auf se ein.. eina hob die hand und schlug se ins jesicht.. ihr kopp explodierte vor schmerzn und sie taumelte wech.. irjendwie saß sie denn aufm kleen'n und galoppierte wild. stimm'n dann die sie beruhigtn, eine übafahrt mitm boot..

dann eine gestalt inna rüstung.. herrisch auf sie einred'nd.. drohn'd... se versuchte wechzukomm'n aba wurd jehaltn...schmerz'n..dann ein ruck am arm.. ein schlach.. und wieda schärze..

irjendwann wurdse vonn'm stupsn jeweckt.. eine ponynase schuppate anna tasche.. sie griff nacha mähne und lies sich hochziehn.. lehnte sich an die einzich vertraute gestallt inn'm nebl. imma wieda fuhr se sich üba die augn um was sehn zukönn'n.. aba es nützte nichs..


die folgenden tage vergingen wie ein albtraum.. ständig auf der flucht.. gejagt.. und angst..

se wusste, wennse das abzeichn wiedafänd würd all's jut werdn.. und se musste dem meista sagn, dass's jestohln wa..

seufzend fingerte sie an ihrem leeren handgelenk. ob se es wohl wieda bekam? oder ob ihr meista oda die andan se für wert erachtet'n ein neues zu bekomm'n?

sie versuchte sich an gestern abend zuerinnern.

lerano wa dajewesn und irjendwas hatte den nebl teils vertriebn. sie erinnate sich an vieles.. dann saße mit yeza am tisch obn und quatschtn

ein leises lächeln huschte bei dem gedanken über ihr gesicht.

dann die schritte aufa treppe.. die gestalt ina rüstung die hochkam.. angst.. die herrische stimme, der fordande blick.. yezas und leranos stimme, die sie beruhichtn.. aba dann kama auf se zu... das wara.. der räuba.. ängstlich drückte se sich anna wand zur treppe.. aba da griff'n seine hände nach ihr.. sie stolpate die treppe runta , stürzte mehr als laufn.. raus..

doch dann war da yeza .. und arc..die würdn se beschützn..
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