Zu Gast im Kerker der Krähen

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Ileana Kostral
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Zu Gast im Kerker der Krähen

Beitrag von Ileana Kostral »

Gerade kam sie aus dem Bad, als Kyra besorgt meinte, das sich wohl draussen jemand vorm Haus aufhalten würde.
Vorsichtig schaute Ileana aus dem Fenster, als es plötzlich klingelte. Erschrocken zuckte sie zusammen, denn durch die Geschehnisse der Tage beunruhigte es sie immer wieder, wenn jemand an der Tür stand oder sich jemand Fremdes dem Haus näherte.
Gerade erst hatte sie die schreckliche Begegnung mit der Magierin vor dem Haus hinter sich und es ließ ihr noch immer keine Ruhe.
Trotzdem ging sie vorsichtig zur anderen Tür nach draussen und schaute sich eher nervös um. Alles was sie sah, war ein scheinbar verletztes Pferd.
Kurz überlegte sie, ging wieder ins Haus und sagte Kyra, sie solle hier warten.
Gleich darauf begab sie sich in den Laden und schaute auch hier noch einmal aus dem Fenster, doch sehen konnte sie nichts Auffälliges.
Zögernd trat sie aus der Tür raus – unten stand eine Frau, die sich scheinbar mit einem Mann unterhielt. Der Mann schien wohl kaum eine Gefahr zu sein, das wusste sie und ging zu den beiden.
Die Frau wirkte sehr freundlich und bat um Hilfe für ihr wohl lahmendes Pferd. Ileana gab ihr ein paar Bandagen und der Herr sollte die Frau zurück begleiten, falls ihr Pferd nicht durchhalten würde und sie ja schwer zu tragen hat.
Trotzdem blickte sie sich immer wieder unsicher um, aus Angst es könnte irgendwo jemand lauern.
Sie schien aber schon erleichtert, dass sie wohl diesmal nichts schlimmes vorm Haus erwartet hat und stieg – nachdem die beiden verschwunden waren, langsam die Stufen zum Hauseingang hoch. Gerade wollte sie zum Türgriff greifen, als plötzlich aus dem Nichts ein Mann vor ihr stand. Schnell wollte sie zurückweichen, doch um zu fliehen war es zu spät, denn auch hinter ihr stand einer, mit dem Schwert auf sie gerichtet. Ein dritter stand neben ihr. Man hielt ihr den Mund zu und verband ihr die Augen. Panisch versuchte sie sich zu wehren, als einer versuchte sie am Arm zu packen, doch als sie ein Messer an ihrem Hals spürte, gab sie schon fast starr vor Angst nach.
Unsanft zerrten sie sie mit sich. Krampfhaft versuchte sie die Richtung festzustellen, in welche sie liefen, doch so völlig blind konnte sie sich absolut nicht orientieren.
Irgendwann kamen sie zu einem Gebäude und grob wurde sie die Treppen in den Keller herunter gezerrt. Man schubste sie in eine Zelle und sie taumelte gegen die Wand, nahm ihr die Augenbinde ab und schloss sie ein.
Ziemlich verzweifelt und aufgelöst ließ sie sich auf den dreckigen Boden sinken, zitternd vor Angst. Resigniert stelle sie sich die Frage
Wo waren die Götter wenn man sie braucht? Warum halfen die nicht? Wie konnten die so etwas zulassen? Was hatte sie nur falsch gemacht? Sie begann zu zweifeln an ihrem Glauben.
Sie hoffte, dass ihr sehr bald irgendjemand helfen würde. Ob ihr überhaupt jemand helfen würde?
Ausserhalb der Zelle schienen sich die Entführer zu unterhalten, bis einer die Zelle betrat. Unauffällig suchte sie nach Merkmalen, die einen Hinweis darauf gaben, wer diese Leute waren, doch sie erkannte rein gar nichts – zudem waren alle maskiert.
Er kniete sich vor sie – und ängstlich drängte sie sich immer dichter an die Wand – Weg von ihm - Er sollte bloß verschwinden!
Natürlich wollte er irgendetwas signiertes von der Gefolgschaft, doch sie sträubte sich dagegen, ihm etwas zu geben. Erst als er ihr drohte, ihrem Gesicht ein paar Andenken mit einer Klinge zu verpassen, warf sie ihm ein Rüstungsteil hin. Sollte er sie doch haben die blöden Plattenhandschuhe! Sie hoffte er würde sie jetzt in Ruhe lassen, doch er wollte, das sie ihm Fragen beantwortet. Niemals würde sie etwas sagen - gar nichts! Auf die Antwort hin ging er auch. Am nächsten Morgen kam er zurück und fragte erneut ob sie jetzt bereit wäre, ein paar Fragen zu beantworten. Sie wollte nicht. Er sagte dann, so würde sie auch kein Essen und Wasser bekommen und verschwand.
Wie sollte sie das nur aushalten… Ihr Durst war nicht auszuhalten und sie war sehr hungrig.
Fies wie er war, stellte er ihr in etwas Entfernung ein Tablett voll mit Köstlichkeiten vor die Gittertür.
Resigniert gab sie nach.
Wenige Fragen beantwortete sie. Auf die Fragen zu Sire Thelor weigerte sie sich dann eine Antwort zu geben.
Das reicht! Mehr würde sie nicht sagen, niemals. Und wenn sie dort verhungern und verdursten müsste..
Weiterhin hoffte sie darauf, dass sie hier jemand rausholen würde….
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