Mit dem Dolch begann es, mit dem Dolch endet es.

Antworten
Ishaaq Masari

Mit dem Dolch begann es, mit dem Dolch endet es.

Beitrag von Ishaaq Masari »

Die großen Kleiderberge wurden wild durchwühlt und lose wurde die Kleidung im Raum verteilt. Es war ihm klar, dass er keine Zeit hatte, sich darum zu kümmer, hier wieder aufzuräumen. Immerhin hatte sich Raniya darum zu sorgen. Sie hatte die Aufgabe als Ehefrau übernommen und musste dieser gerecht werden, auch wenn er hier nicht mehr viel Hoffnung hatte. Sie würde doch genauso hart arbeiten wie er, deswegen sah er über ihre kleinen Schwächen hinweg. Auch, dass sie ihm nicht jeden Abend seine wohlverdiente Mahlzeit präsentierte, wie er es doch von einer Ehefrau erwarten würde. Sie liebten sich und darüber war er stets froh gewesen. Als er dann seine Handschuhe in dem Kleiderberg gefunden hatte, zog er sie sich über und verließ das Haus den Festland, um dort einen Händler für Edelsteine aufzusuchen.

Die Reise dauerte nicht ungewöhnlich lange und er hatte am Ende wieder einen ganzen Batzen Gewinn gemacht, so wie man es von ihm gewohnt war. Ishaaaq war nunmal überaus geschwätzig und charismatisch. Er konnte leicht Leute um den Finger wickeln und ihnen alles verkaufen, wie es ihm gefiel. Als er dann aber wieder zur Haustüre eintrat, war Raniya natürlich wieder nicht gegeben. Sie hatte das Haus so zurückgelassen, so wie auch er es zurückgelassen hatte. Es roch nicht nach frischem Essen und auch sonst strahlte das Haus eine leere Kälte aus. Er warf seinen Rucksack in die Ecke und schnappte sich aus einer der Obstschalen eine Banane, um sie zu zerkauen. Oft war es so, dass er sie lediglich neben sich spürte, wenn sie in der Nacht nach Hause kam und sich zu ihm legte. Allerdings geschah dies auch aus anderer Sicht. So konnte es allerdinsg wirklich nicht weitergehen, denn diese Abwesenheit und die Zurückhaltung der beiden zueinander, machte viele Gefühle kaputt, die vor der Hochzeit, während der Hochzeit und noch kurz danach so stark waren, dass Ishaaq niemals glaubte, dass sie versiegen würden.

Diese Nacht lag er noch lange auf der Terrasse, die so liebevoll von Raniya für beide eingerichtet worden war, wo sie es sich beide bequem machen konnten. Er war wieder allein und starrte nachdenklich zum Himmelszelt hoch, das er eingehend musterte. Die einzige Lösung, die sich hier bot, hatte er sich lange zurechtgelegt, um dann doch wieder davon abzusehen. Allerdings wich er diesem Plan dann doch wieder aus, um sich andere Möglichkeiten auszumalen, womit er sie nicht verletzen würde und auch seine eigene Ehre retten konnte. Diesen Abend sah er aber keine anderen Möglichkeiten und musste diesmal ausnahmsweise die harte Schiene fahren, die ihm sicherlich sonst keiner zugetraut hätte. Langsam schweifte sein Blick gen seiner Hand, wo er seinen Ehering betrachtete. Die Fingerkuppe fuhr die feine Gravur entlang und las den Text, den sie für ihn machen ließ. Sein Herz erweichte deutlich dabei und als hätte ihn etwas dort gestochen, hielt er sich seine Brust, um gleich darauf seine Gedanken daran abzuschütteln. Er musste diesmal hart bleiben, damit sich etwas änderte und sie vielleicht doch das Leben das sie lebten... in strikter Art und Weise trennten.

Mit glasigen Augen lag er und starrte die Decke an. Der Schmerz saß deutlich in seiner Brust und hatte sich tief in seinen Körper gebohrt, der körperlche Schmerz war jedoch deutlich schwächer, als der, der seinem Geiste zugefügt wurde. Er hätte es wissen müssen, dass er so nicht mit seiner Liebsten umspringen musste, auch, dass er dann mit den Konsequenzen leben musste. Leben, das war nun zu Ende. Er hatte es wirklich nicht geglaubt, aber es war doch immer schwer einzuschätzen, wie sie sich verhalten würde. Sie war für ihn unberechenbar und das war dies, was für ihn diesen besonderen Reiz ausmachte. Es begeisterte ihn. Als ihm das Leben ausgehaucht wurde, waren die Räume wieder kälter, lediglich Raniya hatte ihre alte Wärme wieder und hielt ihn fest, als würde sie ihn retten wollt. Dabei hatte er Hoffnung dass es vielleicht doch noch ein Traum war, oder Eluive selbst ihn ins Leben zurückholt. Als er dann die Trauer in den liebenden Augen Raniyas sah, wurde er eines Besseren belehrt und konnte nur noch in die warmen Hände Eluives gleiten....
Raniya Sahar

Beitrag von Raniya Sahar »

Die Nacht zog ein und bedeckte Menek'Ur mit seinem schwarzen Kleid. Am Himmel prangte der Mond und strahlte in seiner Gänze vor sich hin.
Ein jeder würde diese Nacht als eine wunderschöne einstufen. Man würde mit einem Lächeln hinauf zum Himmelszelt blicken und für einen Moment alle Sorgen und Kummer aus dem Sinn schieben.
Auch Raniya blickte zur späten Stunde hinauf an die dunkle Decke. Lies die strahlen des Mondes auf ihr Antlitz hinab rinnen, während ihre Hand schwankend in die Strahlen tauchte, um kurz danach wieder den Schatten aufzusuchen.
Ein Gerücht besagt, das Blut, in seiner ganzen Pracht, in seinem roten Glanz bei Mondlicht in ein tiefes schwarz taucht.
Wie hypnotisiert schweiften die dunklen Augen der jungen Menekanerin auf ihre Hand, die im Wechsel von blutrot, zu schwarz wie die Nacht wechselte.
Das Lächeln ob jenes Zustandes wich nicht von ihren Zügen. Es war ein seltsames Lächeln, ein Lächeln, was nicht zu definieren war.
Erst jetzt, nachdem ein Windböe die pechschwarzen Haare in ihr Gesicht fallen ließen, unterbrach ein Wimpernschlag das Starren.

Vorbei das Träumen in der Nacht.
Jetzt wurde ihr wieder bewusst wo sie war.
Was wenige Stunden zuvor in ihrem Heim geschah.
Was Ishaaq tat. Was sie tat.

Der Wüstenwind hüllte sie in seinen Bann ein. Er umspielte nicht nur ihren Leib, der leblose Körper ihres Mannes, wurde nach und nach mehr durch den Wüstensand bedeckt, welcher durch den Wind durch die Gegend getragen wurde.
Worte verließen ihre Lippen. Verließen die Lippen Ishaaqs. Vorwürfe, Unterstellungen wechselten den Besitzer wie ein Ballspiel. Einer sprach, der andere konterte. Ein nicht endender Kampf um das letzte Wort.
Hatte sie gewonnen?
War sie nun die Gewinnerin des Spieles?
Oder war sie der Verlierer ?
Vielleicht waren sie es beide am Ende?

Schlussendlich waren beide sich einig, ihre Ehe hatte verloren.
Verloren durch falsche Ziele und Erwartungen. Durch Hoffnungen die niemals eingetroffen waren, jedoch der Funke an Hoffnung diesen Gedanken nie aufgab.
Er war nicht der Ehemann, den sie sich wünschte. Sie nicht die Ehefrau, die er erhoffte zu gewinnen.
Er wusste, das sie keine von den Menekanerinnen war, die daheim blieben und nur das Wohle ihres Mannes im Sinn hatte.
So war Raniya nicht. Raniya konnte es nicht. Sie wollte es auch nicht. Aber das wusste er. Jenes war kein Geheimnis.
Manchmal verändert die Zeit die Menschen. Lenkt sie in eine Richtung, die sie selber nie in Erwägung zogen. Jedoch nicht die junge Menekanerin.
Anstelle das die beiden mehr und mehr aufeinander zu gingen, entfernten sie sich voneinander.
Zeit, die man gemeinsam nutzte gab es nicht mehr. Zeit um eine glückliche Ehe zu durchleben, war nicht vorhanden.
Sie lebten aneinander vorbei.
Es war nur die Frage des Zeitpunktes, wann jenes ausgesprochen werden sollte. Jedoch eines wusste Raniya. Sie wäre nie die Person gewesen, die ihre Ehe beendet hätte. Auch wenn sie nicht mehr glücklich war, wusste sie, das der Ruf, das Ansehen ihrer Familie darunter zu leiden hätte.
Mit gehangen mit gefangen, wie man so schön sagte.
War es Dankbarkeit als sie seine Worte vernahm?
War es Erleichterung, das auch er sich dieselben Gedanken machte?
Vielleicht sogar Ironie, das beide dasgleiche wollten, aber auch wieder nicht?
Seine Worte verletzten sie nicht. Es waren Gründe die sie nachvollziehen konnte. Ein jeder Menekaner hätte vermutlich so gehandelt. Ihr solche Dinge an den Kopf geworfen, das sie die Pflichten als Ehefrau, als Hausfrau nicht in dem Sinn nachging wie sie es von Kindheit an gelernt hatten. Jedoch wusste er, das sie so nie sein würde. Nie in ihrem Leben würde er in Raniya eine Menekanerin sehen, die nur Hausfrau und Eheweib sein wollte und das war der Punkt der verletzend war, der die Wut köcheln lies.

Angekommen am Punkt,
an dem die Füße nicht mehr tragen,
Angekommen am Punkt,
an dem kein Weitergehen sich lohnt.


Er wollte sie verlassen. Er hatte alles Hab und Gut was er besaß gepackt. Er war soweit. Sie standen im Flur und starrten sich an.
Ein Wort ergab wieder das andere, ehe Stille eintrat und beide sich nur betrachteten. Es war dieser Moment welcher schmerzhaft war, zu erkennen , das beide verloren hatten. Beide versagten.

Angekommen am Punkt,
wo alles was du je gesät,
angesichts der Größe in Vergessenheit gerät.

Angekommen am Punkt,
an dem sich alle Geister scheiden,
Angekommen am Punkt,
an dem der Tatendrang vergeht,


"Du gabst mir dein Wort, mich nie zu verletzen, mir nicht weh zu tun Ishaaq!
Du wusstest, das wenn mir jemand Schmerz zufügt, er es ebenso zu spüren bekommt!"


Ihre Worte tanzten durch die Stille des Raumes. Beide standen sich so dicht gegenüber das ein lautes sprechen nicht von Nöten war. Das Wispern ihrer Worte hatten den gewünschten Effekt in seinen Augen.
Verwunderung. Verblüffung. Einsicht. Erkenntnis.

Angekommen am Punkt,
wo jede Flucht ihr Ende findet
Angekommen am Punkt,
an dem sich Jagdlust in dir legt.

Angekommen am Punkt,
wo jeder ruhelose Träumer sich eingestehen müsste,
hier ist Schluss, hier ist die Küste.


Der zierliche Dolch, der Griff besetzt mit einigen kleinen Steinen, ein Geschenk von Ishaaq als die Zeit es noch gut mit ihnen meinte. Als Eluive es für richtig sah, beide zusammen zu führen, ruhte zwischen ihnen. Beide gefangen in einer Umarmung, die kein Schmerz und keine Wut zu brechen drohte.
"Mit ihm begonnen, durch ihn genommen!" hauchte Raniya ihrem Gatten entgegen.
Das kühle Metall drang mehr und mehr durch seine Haut, das warme Blut bedeckte ihre Hand, die Blicke der beiden ruhten noch immer fest aufeinander.

Der Abschied stand unmittelbar bevor. Eine gemeinsame Zeit, ein gemeinsames Band wurde getrennt.

An diesem Punkt verweil ich einen langen Augenblick,
dann dreh ich um und seh nach vorn,
muss weiter, muss zurück.


"Lebe wohl Ishaaq aus dem Hause der Bashir, Sohn der Masari.
Salam, Raniya aus dem Hause der Bashir, Kind des Schattens!"


[Lyric by Schandmaul]
Fuad Ifrey

Beitrag von Fuad Ifrey »

Er war gerade dabei den Weg zur Oase zu beschreiten, als er merkte wie ein Schwarm Aasfresser auffällig über der vor ihm befindlichen Düne kreisten.
Das Scarabäen in diesem Gebiet sehr häufig ihr Jagtgebiet pflgeten war Fuad wohlsten bekannt. Der Krieger nahm dies als Zeichen, fortan noch wachsamer zu sein.
Doch weiter beschritt er seinen Weg, galt es zu den Gründen der Jasmispflanze zu gelangen. Seine geliebte Schwester hatte shcon lange kein Geschenk der Liebe mehr erhalten.

So kam die Zeit als , dass Fuad sich jener Düne mehr udn mehr näherte und sie schlussendlich überquerte.
Das Ifreyoberhaupt hatte an diesem Tage nichts schlimmeres als die Stunden mit 2 Faruen udn einem kleinen Kind mehr befürchtet.
Doch dann fand er ein Bild vorsich, was er hätte gerne auf die Ewigkeit verschieben wollen.
Da fand er ihn...
Fuad erkennate Ishaaq gleich, war sein Tod noch nicht lange vergangen.
Die Aasfresser, er scheute sie weg.
So sank er erdrückt zu Boden. War Ishaaq ein Freund der auch in den dunklen Zeiten der Ifrey zu ihm stand.
Doch war es ein falscher Ort um ihn zu trauern. Der Trauer Eluives galt es wohl, dass die Scarabäen Ishaaq's Leichnahm noch nicht ausspähten.

Die Oase ward schon längst vergessen udn Fuad legte den Leichnahm auf den Sattel seiner Reitechse.
Sein Weg führte ihn wieder zurück in die Stadt. In den Tempel Eluives, um Ishaaq zu reinigen.

FUad Hatte es vor nicht lange im Tempel zu weilen. Doch als die Priester den Leichnahm sogleich besahen, stellten sie die Stichwunde fest.

Es war kein Tod, den die Wüste hervorbrachte.
Es war Mord. Erstochen durch eine schmale kleine Klinge.

Die Fäuste ballten sich. Doch wohin mit all dem Zorn.

Es würden sich zwei knapp verfasste Briefe, mit der Unterschrift Fuads in Menek'ur finden.

Den einen erhielt Raniya, dei Ehefrau Ishaaqs.

Salam Raniya.

In trauer teile ich dir mit, dass ich den Leichnahm Ishaaqs, deinem Ehemann auf den Weg zur Oase hin, fand.
Ermordet wurde er. Erstochen wohl durch einen Dolch.
Meine Trauer sitzt zu tief, als das ich dir am heutigen Tage noch unter die Augen treten kann.
Unser Streit sei für mich vergessen.
So lasse uns zusammen trauen und die Mörder Ishaaqs gemeinsam finden.

Fuad Ifrey


Der andere Brief ging offiziell an den Statthalter Menek'ur

Salam Zhenzrael, Statthalter Menek'ur

In Trauer sei dir aufgetragen den Tod, die Ermordung Ishaaq Bashirs zu verkünden.
Ich fand seinen Leichnahm auf dem Wege zur heiligen Oase. Erstochen durch einen Dolch fand ich ihn auf.
Mit ihm ging ein treuer Bürger unseren Volkes zu Grunde.
So bitte ich um deine Hilfe, zu Helfen, um die Mörder unseres Freundes ausfindig zu machen.

Fuad Ifrey
Antworten