Proloque
„Der Dämon im Inneren"
Es ist Lyta, und Lyta ist Es.
Man kann es wohl kaum anders ausdrücken, angesichts dessen, was Es mit Lyta gemeinsam erlebt hat, und selbst wenn dem nicht so wäre, so war jene Ursache grund genug, zu behaubten, dass Es mehr ein Teil von Lyta ist, als sie selbst wohl weiß oder vielmehr sich eingestehen möchte.
Es war schon da, als Lyta gezeugt wurde, bekam alles mit, was sie je in ihrem Leben empfand. Vermutlich versucht Es gerade deshalb, Lyta zu schützen, wo es nur möglich ist. Das ist vermutlich der Grund ihrer Anfälle, welche, zugegebenerweise, für außenstehende durchaus makaber wirken mag und langsam aber sicher, und Lyta spürt dieses deutlich, ihren Untergang bedeuten könnte.
Lyta ist zum Spielball geworden, und obgleich es ihr nicht passen mag, sie wird sich damit abfinden müssen, das hat Es ihr schon des Öfterem erklärt, auch wenn das kleine zarte zerbrechliche Ding es nicht wahrhaben möchte.
Wenn Es gefahr wittert, wird Es hervorkommen, um den Körper, welches Ihm Schutz bietet vor Unheil zu bewahren.
Doch Es spürte vor geraumer Zeit, dass die Zeit gekommen war, zu handeln, und zwar nicht mehr aus einfachen Gründen, aus Gründen der Neugierde oder um Lyta in Angstsituationen vor Schaden zu bewahren. Ein Ruf drang in ihren Geist - ein Ruf aus der Ferne.
An jenem Abend als Lyta das Geheimnis unterbreitet werden sollte, wusste Es, dass die Zeit da war - doch lyta durfte noch nichts darüber erfahren, sonst wäre es gut möglich geworden, dass Lyta sich aus Schreck oder Angst das Leben genommen hätte. Es kennt Lyta ziemlich gut.
Noch eine Tatsache war - schlichtweg interessant. Natürlich weiß Es um den Raben, und somit wollte Es, als der Ruf erklang um jeden Preis irgendwie aus diesem kleinen Körper befreit werden - eine Verbindung nach Außen herstellen - doch es blieb kaum mehr Zeit dazu als nötig. Der Rabenschrei erklang in Seinem Geist - und damit fing die Geschichte erst an.
Gerimor ist ein interessantes Fleckchen. Es hatte viele interessante Erfahrungen gemacht, auch mit den anderen Rabendienern. Die Zeit, da Es bekam, was Es wollte, nämlich Vergeltung und Rache rückte immer näher. Und um dies voranzutreiben sendet Es ihr Träume.
Simoen hatte recht als sie meinte, dass jener Fremdkörper in ihrem Geist in Seinem letzten Gedanken gefangen war. Lyta müsse sich endlich damit abfinden und verstehen. So kann Es nun langsam aber sicher mit ihr kommunizieren - und dies wird wohl das erste Mal sein, seit Es eigene Entscheidungen fällen konnte - eine lange lange Zeit seit....
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Als man sie zudeckte warf Eric Flinn einen letzten Blick auf seine tote Gemahlin.
Das Geschrei des Babys in seinen Armen erstarb langsam, sodass er endlich seine Augen schließen konnte und sich einen Moment der Trauer gönnen konnte. Großes war geschehen, das spürte er und war ihm sofort bewusst, doch was war schon Größe? Die Frau die er liebte war tot, doch das Kind, das er liebte und dem großes offenbart worden war lebte - vielleicht linderte das die Trauer etwas. Doch Selene war nunmal tot, und dieser Schmerz betäubte ihn förmlich.
Die Hand, welche sich auf seinen Rücken legte spürte er nicht. Doch wie aus weiter Stimme drang die Frauenstimme an sein Ohr, die versuchte, ihm tröstende Worte zuzusprechen.
"Ihr Tod war leider notwendig, eric. Ich weiß, du trauerst um sie, doch sie tat es freiwillig. Ihr tod war nicht umsonst, und die Aufgabe, die nun auf dich zukommt ist ganz in Selenes Sinne, glaube mir. Sie hat es mir gesagt."
Eric seufzte tief durch. "Ich weiß, Anne. Ich weiß..."
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Und während Lyta ganz langsam begreift, lernt und beginnt, die Kräfte, welche Es ihr mitgegeben hatte zu beherrschen, wartet Es - wartet darauf was kommt, wartet auf Seine Rache, darauf, dass der Blutdurst gestillt wird - und Kra'thor weiß, dass dieser Tag kommen möge, früher oder später - später wahrscheinlich, aber immerhin noch rechtzeitig.
es hatte begonnen...
LYTA FLINN - ZWEITER TEIL: DER ROTE DÄMON
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Lyta Flinn
LYTA FLINN - ZWEITER TEIL: DER ROTE DÄMON
Zuletzt geändert von Lyta Flinn am Montag 16. Juni 2008, 02:49, insgesamt 2-mal geändert.