Es war ein Tag wie viele andere zuvor.
Amelie ging ein wenig spazieren. Sie hatte sich das angewöhnt, da sie so gerne an der frischen Luft war und so ein wenig Bewegung machte. Zusätzlich hatte wohl Rondrian mal wieder vor lauter Arbeit vergessen nach Hause zu kommen. Herum marschieren taten ihr und dem Kind in ihrem Bauch sehr gut. Außerdem wollte sie wieder sehen, ob der große Felsen in Berchgard ganz hoch oben am Berg noch hielt.
Fabrizio al Cor hatte ihr erzählt, dass der Berg gesprengt werden würde, und da sie von Natur aus sehr neugierig war, führte ihr Weg sie auch heute wieder dorthin.
Und wie jeden Tag stand auch der Schmied wieder an der Mine und verrichtete seine Arbeit.
Freundlich begrüßten sie sich und wechselten ein paar Worte.
Aber Amelie wollte nicht gleich wieder zurück nach Hause. Sie wollte noch ein paar gute Freunde besuchen.
So machte sie sich auf den Weg zu Liliana, ihrer Freundin, die kurz vor Berchgard ihr Haus hatte, Haus und Heilerstube zugleich.
Als sie Liliana in ihrem Haus nicht antraf, ging sie langsam wieder zurück.
Doch bei der Nachbarin Liuma Leinenbach hörte sie ein Stimmengewirr. Als sie vorbeiging erkannte sie Liliana, Herrn Drachenfels und auch Frau Leinenbach.
Sogleich ging sie näher und begrüßte sie alle. Schnell wurde sie ins Gespräch miteinbezogen, und man ging die Stufen hoch um sich oben auf der großen Terrasse hinzusetzen.
Es wurde Wein getrunken, viel erzählt, geplaudert und gelacht, während Amelie an ihrer Bananenmilch nippte.
Schnell merkte Amelie, dass sie müde wurde, dass sie wirklich viel Zeit brauchte um sich zu schonen und auszuruhen.
So verabschiedete sie sich bei allen, als von unten eine Stimme zu hören war.
Eine tiefe Stimme rief immer wieder, "Ein paar Almosen bitte, eine milde Gabe. Bitte ein bisschen Brot für meine sieben Kinder…"
Es war wohl ein Bettler, der für sich und für seine Kinder um Essen und Trinken bat.
Sogleich eilten alle zusammen zum Eingang des Hauses.
Der Mann war in Fetzen gekleidet, er roch eigenartig, irgendwie nach Schnaps und sonst noch übel, hatte völlig zerzauste Haare. Amelie taxierte ihn genau, da fiel ihr Blick auf seine Hand.
Sie sah irgendwie schrecklich aus. Nicht wie eine Hand, sondern…… Amelie konnte es nicht beschreiben, ihr wurde schrecklich übel.
Schnell setzte sie sich auf die Stufe am Eingang und versuchte tief durchzuatmen.
Liliana schien das sogleich zu merken und Amelie stützend nahm sie sie sogleich ins Heilerhaus mit. Der Bettler und Herr Drachenfels folgten.
Amelie legte sich sogleich auf eines der Betten, und als Liliana sie versorgt hatte, schlief Amelie ein.
Doch Amelie wälzte sich im Bett hin und her, immer erschien ihr im Traum der Mann.
Es war schon einige Zeit nach Mitternacht, als Amelie aufwachte, weil sie ein komisches Ziehen und Schmerzen im Bauch verspürte. Erst wusste sie überhaupt nicht, wo sie eigentlich war. Sie sah sich um, rappelte sich vorsichtig auf, nahm die Kerze vom Nachttisch und tapste in Lilianas Heilerstube umher.
Da stieß sie leicht an ein Bett, und als Liliana wohl ziemlich erschrocken hochfuhr, sprach Amelie leise zu ihr und teilte ihr mit, dass sie Wehen hatte.
Sogleich war Liliana putzmunter. Schnell lag Amelie wieder auf dem Untersuchungsbett und es wurde alles für die Geburt vorbereitet. Amelie sah immer wieder in Lilis besorgtes Gesicht, und sie wusste, was in ihren Gedanken vorging. Das Kind würde wohl etwas zu früh kommen und dies bereitete ihr Sorgen.
Nun verlief alles in Windeseile und unter großen Schmerzen wurde die Geburt eingeleitet.
Da sonst niemand, außer Lili im Heilerhaus war, die sich wohl Sorgen um Amelies Zustand machte, blieb nicht einmal Zeit, Trutta oder Akarius zu wecken um Rondrian, Amelies Ehemann, zu holen.
Endlich konnte Liliana Amelie ihre kleine Tochter in den Arm legen.
Sehr müde und matt, aber glücklich blickte Amelie auf das Kind.
"Welches Glück, so ein wunderschönes Kind," flüsterte sie zu Liliana.
Alles war überstanden und nun lief Lili schnell um Akarius zu wecken, der sich eiligst aufmachte und Rondrian in Varuna aufsuchte, um ihm die frohe Nachricht zu überbringen.
Eine ereignisreiche Nacht
-
Rondrian Toberen
Von Akarius benachrichtigt, ließ er in der Nacht alles stehen und liegen und machte sich rasch auf, um zu seiner Ehefrau und seiner Tochter zu gelangen. Brynd wurde aus weitem schon zugerufen, dass er das Pferd bereit machen soll und so brauchte Rondrian nur sich nur noch rasch aufspringen. Am Stadttor rissen die Gardisten eilig das Tor. Selten hatten sie den Oberst in solcher Eile gesehen.
Nach einem wirklich kurzem Ritt kam er dann bei Lilianas Haus an und konnte sein Glück kaum fassen, als er Amelie und seine Tochter auf dem Bett liegen sah. Voller Stolz nahm er als frischgebackener Vater sein Kind hoch und betrachtete es. Es war wunderschön - ganz nach der Mutter - dachte er mit einem sachten Schmunzeln.
So verbrachte er den folgenden Tag an der Seite von Frau und Tochter bis er am Abend müde nach Hause ging und einschlief, bis er durch die Nachricht von der Belagerung geweckt wurde.
Nach einem wirklich kurzem Ritt kam er dann bei Lilianas Haus an und konnte sein Glück kaum fassen, als er Amelie und seine Tochter auf dem Bett liegen sah. Voller Stolz nahm er als frischgebackener Vater sein Kind hoch und betrachtete es. Es war wunderschön - ganz nach der Mutter - dachte er mit einem sachten Schmunzeln.
So verbrachte er den folgenden Tag an der Seite von Frau und Tochter bis er am Abend müde nach Hause ging und einschlief, bis er durch die Nachricht von der Belagerung geweckt wurde.
- Mia Mailinn Faris
- Beiträge: 17
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Eine kleine Falte machte sich ob dem bösen Gesicht von Mia bemerkbar. Mia hockte bei ihren Hasen und erzählte ihnen, was sie bewegte.
Dooof! Babykint ist langweilig!
Immer taten die Erwachsenen so, als wäre ein Babykind was ganz tolles und nun das…
Nichtmal pielen wollte das..lag nur da und slaft..langweilig!
Dann wollte ihr Tante Lili auch noch eine Decke aufzwingen..das war der Höhepunkt des Ärgernisses…immerhin war sie ja schon so groß..nicht so ein langweiliges Babykind..mit dem man nichts anfangen kann, außer es anzustarren…und in Decken einzuwickeln!
Nein nein…da waren ihr ihre Hasen viel lieber..die sprachen zwar auch nicht mit ihr, aber wenigstens konnte man die gut streicheln und man konnte spielen..also die wichtigsten Sachen erfüllten die Hasen um in Mias Welt einen wichtigen Platz einzunehmen.
Als sie an die Worte von Lili dachte, dass sie auch einmal so wie das Babykind gewesen sei, musste sie heftig den Kopf schütteln. Sie nahm einen ihrer Hasen auf und schaut ihm ins Gesicht, während dieser wie immer seine Nase auf und ab bewegte.
Nein Hasi…ich war nie so langweilig!
Es war ja gut und schön, dass Amelie sich über dieses Ding freute..aber Mia machte es keine Freude und so beschloss sie, dass Babykinder nichts wichtiges waren…Hasen streicheln, ihrer Puppe Sarah spielen oder mit Wolf Spinne jagen war da viel viel spannender…
Dooof! Babykint ist langweilig!
Immer taten die Erwachsenen so, als wäre ein Babykind was ganz tolles und nun das…
Nichtmal pielen wollte das..lag nur da und slaft..langweilig!
Dann wollte ihr Tante Lili auch noch eine Decke aufzwingen..das war der Höhepunkt des Ärgernisses…immerhin war sie ja schon so groß..nicht so ein langweiliges Babykind..mit dem man nichts anfangen kann, außer es anzustarren…und in Decken einzuwickeln!
Nein nein…da waren ihr ihre Hasen viel lieber..die sprachen zwar auch nicht mit ihr, aber wenigstens konnte man die gut streicheln und man konnte spielen..also die wichtigsten Sachen erfüllten die Hasen um in Mias Welt einen wichtigen Platz einzunehmen.
Als sie an die Worte von Lili dachte, dass sie auch einmal so wie das Babykind gewesen sei, musste sie heftig den Kopf schütteln. Sie nahm einen ihrer Hasen auf und schaut ihm ins Gesicht, während dieser wie immer seine Nase auf und ab bewegte.
Nein Hasi…ich war nie so langweilig!
Es war ja gut und schön, dass Amelie sich über dieses Ding freute..aber Mia machte es keine Freude und so beschloss sie, dass Babykinder nichts wichtiges waren…Hasen streicheln, ihrer Puppe Sarah spielen oder mit Wolf Spinne jagen war da viel viel spannender…
- Liliana van Drachenfels
- Beiträge: 723
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Es war nur so ein Gefühl... Die Geburt von Amelie's Kind sollte eigentlich erst in ungefähr 4 Wochen sein. Dennoch behielt sie Amelie lieber da und wachte diese Nacht auch bei ihr. Sorgen oder Gedanken machte sie sich eigentlich nicht, aber ein Gefühl sagte ihr es wäre besser die Nacht bei ihr zu sein. So kam es daß Amelie im Heilerhaus war, als ihr Kind zur Welt kam. Nachts kamen die Wehen und es ging recht schnell bis Liliana das kleine Wesen in Händen hielt. Es war noch winzig und so ordnete sie rund um die Uhr Betreuung für die kleine Nathalie Muna an. Zwar war glücklicherweise alles an ihr dran und gut entwickelt, doch Lili woltle kein Risiko eingehen. Daß sie vor einiger Zeit Felis Kind hatte abtreiben müßen um das Leben der Mutter zu retten, nagte doch sehr an ihr. Sie wußte es gab damals keine andere Möglichkeit, doch trotztdem war es das schlimmste, was sie je hatte tuen müssen.
Um so schöner war es mit erleben zu können wie die kleine wuchs und gedieh. Und so konnte Amelie nach dann endlich mit der Kleinen wieder heim. Für Lili und Trutta würde es wieder ruhiger werden, sie hatten abwechelnd Tag und Nacht bei Amelie und der kleinen gewacht. Doch Lili dachte auch ein wenig wehmütig daran daß es nun etwas einsam werden würde im Heilerhaus ohne Amelie und ihren Wonneproppen.
Um so schöner war es mit erleben zu können wie die kleine wuchs und gedieh. Und so konnte Amelie nach dann endlich mit der Kleinen wieder heim. Für Lili und Trutta würde es wieder ruhiger werden, sie hatten abwechelnd Tag und Nacht bei Amelie und der kleinen gewacht. Doch Lili dachte auch ein wenig wehmütig daran daß es nun etwas einsam werden würde im Heilerhaus ohne Amelie und ihren Wonneproppen.
