Die Intrigen der Wüstenkinder

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Raniya Sahar

Die Intrigen der Wüstenkinder

Beitrag von Raniya Sahar »

Nach und nach sank die Sonne hinab auf den warmen Wüstenboden um den Tag abzuschließen und die Nacht Einzug gewähren zu lassen.
Es war ein gewöhnlicher Tag. Jeder fleißige Menekaner vollzog seine Arbeit um am Abend in sein Heim zu kehren und den Rest des Abends ruhig und entspannt ausklingen zu lassen.
Die Dunkelheit spann sein Kleid über die Sonneninsel. Die Fackeln an den Häuserwänden, gar die Kerzen in den Zimmern spendeten das nötige Licht.
Stille durchfuhr die Gassen Menek'Urs.
Nur noch einzelne Bürger passierten die Gassen aus den verschiedensten Gründen.
Es war gleich welche Gasse man in Menek'Ur nahm, am Ende würde man immer am Kontor Menek'Urs vorbei kommen.
Er lag im Herzen der Stadt.
Daher war es weniger verwunderlich, das selbst zur späten Stund der Kontor im vollen Glanze strahlte. Im inneren schienen einige fleißige Menekaner noch nicht den Sinn zu verspüren die letzten Kerzen zu erlöschen, um in ihr Heim zu kehren.
Für einige Menekaner war dieses Bild kein neues. Es war auch keine Überraschung die junge Raniya zur späten Stunde im Kontor verweilen zu sehen.
Wahrlich ein fleißiges Kind der Wüste tuschelten einige vor sich hin. Andere Zungen zischelten von arbeitswütig, gar eine schlechte Ehefrau, schien sie mehr die Lust zu verspüren im Kontor zu ruhen als daheim zu sein.
Gut, es gab immer Gerüchte und willige Tratschweiber, selbst hier auf Menek'Ur, eine Gemeinsamkeit, die man mit dem Festland teilte.
Bei näherer Betrachtung, würde man einen Blick über die Schulter der jungen Menekanerin werfen, würde man alles andere als Briefwechsel mit Anfragen nach den kostbaren Tränen der Mutter erblicken.
Vielmehr offenbarte einem eine Sicht auf Häuserumrisse. Zeichnungen von Gassen mit kleinen Notizen am Rande verseht.
Sichtlich vertieft schien die junge Raniya über jene Schriften und Zeichnungen zu sein, seitlich neben ihr ruhten gestapelte Pergamente, jedoch schenken wir jenen nun keine Aufmerksamkeit, sondern lenken jene auf den Namen, welcher auf dem obersten Stück Papieres eingraviert ruht.
Fuad Ifrey
Ob dieser Wisch nun der Beginn eines Briefes war oder nur eine Notiz, würde man heute sicherlich nicht heraus bekommen. Es würde wohl an Zeit brauchen der Sache auf den Grund zu gehen, das Geheimnis um diesen Namen, dem Vorhaben und wieso ausgerechnet die junge Bashir ihn nun so eindringlich besah, zu lösen.
Die Zeit würde es zeigen und nur Eluive und ein Freund wussten, was zu dieser Stunde, in diesem Moment im Kopfe Raniyas herum spuckte.
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