Verbrannte Erde

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Tharon Anastra

Verbrannte Erde

Beitrag von Tharon Anastra »

Langsam trabte Tharon mit seinem Pferd den Weg entlang, wieder auf dem Rückweg vom Ritt um seinen Aufgaben nachzukommen. Die Wege zogen sich immer weiter durch die Lande, war er doch auf seinen Erkundungen weit vom Lager entfernt gewesen.

Die Stunden vergingen und die letzte Rast lag lange zurück, als er nach einer Biegung Rauchschwaden sehen konnte. Im ersten Moment dachte er lediglich an unbedachtes Lagerfeuer aus feuchtem Holz.
Doch wie ein Schlag ins Gesicht traf ihn die Erkenntnis, daß dort in etwa das Lager des Banners sein mußte. Dem erschöpften Pferd, trieb er die Hacken hart in die Seiten, entgegen seinem sonstigen Umgang mit ihm keine Rücksicht übend.

Hart trieb er das Tier zu einem schnellen Ritt an, um so schnell es ihm möglich war, zur Quelle des Rauches zu kommen. Ein dumpfes und sehr ungutes Gefühl stieg in ihm auf…

Noch ehe er ganz beim Lager angekommen war, sprang er schon fast vom Rücken des Pferdes, welches sichtlich erschöpft war.
Vor ihm lagen die Trümmer und verkohlten Reste des Lagers, schwelend und Zeugnis ablegend, das dies keine Unaufmerksamkeit gewesen sein konnte. Der Boden wies zu viele Hufspuren auf und auch das Blut auf dem zertrampelten Gras deutete darauf hin, daß dieser Ort überrannt worden war.

Aus seinen sonst eher ruhigen Zügen wurde eine Maske, und nur die Augen sprachen noch aus, was ihm durch den Kopf zog. Wer auch immer diese Tat begangen hatte, er würde dafür zahlen. Keinen Grund konnte es für eine solche Tat geben, der das hier geschehene rechtfertigen konnte.

Wie hatte er bei seinem letzten Besuch im Tempel noch Zweifel haben können, daß nur das Ziel als solches von Bedeutung wäre. Die vorherigen Gedanken schienen im nahezu kindisch zu sein und es dämmerte ihm nunmehr das Verstehen ob des ganzen Umfangs der Lehren, welche er bisher erfahren hatte.

Genau jenes würde er so gut er es vermochte, umsetzen. Doch hieß es zuerst, die anderen Brüder zu finden und sich mit ihnen auszutauschen, ehe er weitere Schritte einleitete… Doch würde er zur rechten Zeit jene entsprechend „entlohnen“, welche hier das so schändliche Verbrechen begannen hatten an dem Banner der Flammenden Greifen.

Einen Moment noch gedachte er jenen, welche in den Flammen und vielleicht im Kampfe ihren Tod gefunden hatten und nun auf dem Weg nach Nileth Azur waren. Doch auch wenn vielleicht einige Brüder des Banners nicht mehr zu hören sein würden, würde er alles daran setzen und den Rest des Banners suchen.

Schweigend nahm er die Zügel des Pferdes und machte sich auf, den Weg zur heiligen Stadt hinter sich zu bringen.
Zuletzt geändert von Tharon Anastra am Samstag 22. März 2008, 14:27, insgesamt 1-mal geändert.
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