Etwas, was man für Freunde einfach tut...oder nicht?

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Chaya Jane Clair

Etwas, was man für Freunde einfach tut...oder nicht?

Beitrag von Chaya Jane Clair »

Die Nacht war bitter kalt, aber sie würde durchhalten. Auch die harten Stufen würden sie nicht zum aufgeben bringen. Chaya Jane hielt Wache. Wache vor dem Haus jenes Mannes, den sie schätzte.

Solche Dinge tut man eben für Freunde.
Oder nicht?
Auch diese Frage, die sich selber stellte, verunsicherte
sie sehr.
Aber ja doch, das würde jeder tun!
Bist du dir da so sicher, Chaya Jane?

Noch mehr verunsichert hatten sie die Worte der Dame dann auch noch.

Weiß er davon?

Nein, sicher nicht und Ihr bitte sagt es keinem!

Flehend hatten die großen Augen sich auf sie
gerichtet und gewartet, bis die erlösende Antwort kam.

Nein das werde ich nicht tun, keine Bange.
Gut, sehr gut. Denn es war ungewiss wie er reagieren würde, wüsste er davon. Wobei, ahnen konnte sie es. Sein wütender Blick konnte Milch sauer werden lassen, und genau vor diesem fürchtete sie sich.Wobei so richtig Angst hatte sie nicht, es war ein wenig anders, aber sie wollte darüber nicht näher nachdenken. Manche Dinge muss man einfach beiseite schieben. Auch wenn sie es nicht gerade für vernünftig hielt, es war besser so, einfacher.

Sachte drückt sie sich an die Tür um ein wenig Schutz vor dem kalten Winde zu haben, der durch Bajard wehte. Auch der schwere, viel zu lange Umhang, den sie um ihre Gestalt gewickelt und über die Nase gezogen hatte, war da nicht sehr hilfreich.
Nunja, von schlafen konnte nicht viel die Rede sein. Dieser Mann, und der andere, der noch schrecklicher war, sie waren vor Stunden um das Haus geschlichen. Sie hatte die beiden beobachtet, wachsam und ruhig. Nun waren sie weg.
Es war still in Bajard um diese Zeit, eigentlich etwas worüber man sich freuen könnte. Nur hielt sich das bei ihr in Grenzen.
Ab und zu klapperten ihre Zähne vor Kälte, ein schreckliches Geräusch in dieser nächtlichen Ruhe. Hin und wieder zog einer der Straßenköder Bajards an ihr vorbei und Chaya Jane hätte wetten können, dass da
ein mitfühlender Blick in den Augen des Tieres stand, sobald er in ihre Richtung blickte.
Bald wird der Morgen anbrechen. Ein neuer Tag, ein warmer Kamin zum aufwärmen rasch und dann........dann würde sie wieder da sitzen und warten und über sein Heim wachen.
Was sich Chaya Jane einmal vorgenommen hatte, von dem war sie nicht so leicht abzubringen. Von keinem!
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