I. - Die Herkunft
Valgard wurde als Jüngster von fünf Söhnen eines hoch angesehenen Soldaten geboren. Eine Familie, welche herausragende Krieger, Ritter, Hauptmänner und Diplomaten hervorgebracht hat und daher bis hin zum König Ruhm und Ansehen genoss. Eine Familie, in der Ehre, Treue, Loyalität und Tapferkeit einen hohen Stellenwert einnehmen und schon im jüngsten Kindesalter gelehrt werden. Ohne Ehrgeiz und Durchhaltevermögen ist man schnell ein Niemand und gerät in Vergessenheit. Es würde schwer werden auch nur annähernd etwas zu erreichen...
Delarian Leniv, der Vater, hatte einen Werdegang hingelegt, der nach seines Gleichen sucht. Angefangen als kleine Söldner wurde er später Gardist im Dienste des Königreiches. Durch Hingabe, Aufopferung und Demut erhielt er den Schlage zum Ritter des dunklen Reiches vom König persönlich. Dieser ernannte Delarian dann auch zu seiner Leibgarde, wo er rasch die Oberhand gewann und schlussendlich die rechte Hand des Königs wurde.
Aldahar Leniv, der Älteste, war als Ritterssohn schon vom Knabenalter an angesehener als ein jeder Gardist. Er genoss eine besondere Ausbildung und wurde ein gefährlicher Krieger. Mit einer leichten Rüstung zusammen bevorzugte er flinke und ebenso tödliche Waffen, zum Teil exotische Waffen aus fernen Ländern. Seine Stärken waren Wortgewandtheit, Überzeugungskraft und Schläue, sodass er baldigst das Amt des Diplomaten bekleidete. Daher wechselte er auch vom Nahkampf in den Fernkampf und erlernte die Kunst zu Bogen und Armbrust, damit er im Kriegsfalle nicht gefährdet würde.
Thorian Leniv, der Zweitgeborene, zeigte schnell unglabliches Durchsetzungsvermögen und Führungsqualitäten. Er war impulsiv und bewies taktische Klugheit. Sein Wuchs war groß und stark, sodass er ein gefürchteter Gegner wurde. Den Ritterschlag erhielt er daher auch mit Leichtigkeit, erreichte später den Posten des Hauptmannes und wurde Führer und Ausbilder einer gewaltigen Armee. Er selbst liebte es eine Axt zu schwingen und war darin wahrlich ein Meister. Nicht umsonst durfte er den Kriegern und Rittern zeigen, wie man zu kämpfen hat, um im Kriege erfolgreich zu sein.
Eldohur Leniv, der merkwürdige Dritte, man könnte denken, er war im Geiste gestört, doch genau dies war nicht der Fall. Mag er ein wenig sehr aufgedreht und durchgeknallt gewesen sein, so beherbergte er doch Genialitäten, die man ihm so nie zugetraut hätte. Immer eine Spur zuviel Energie, jedoch einer der besten Schützen im Land. Am Bogen erreichte er eine Konzentration und eine Geschicklichkeit, die gegensätzlicher zu seiner Art nicht hätte sein können.
Dright Leniv, der stürmische Vierte, mehr ein Tier als ein Mann. Er hielt nie viel vom Rittersein, denkte praktisch und mochte es einfach. Viel stärker hätte ein Krieger nicht sein können und so wurde Dright ein beeindruckender Kämpfer. Seine Waffe war ein riesiger Kriegshammer, der so gewaltig geschwungen jedem Ritter trotz dickster Plattenrüstung die Knochen brach. Ihm fehlte die Wortgewandtheit, die Hinterlistigkeit und das gewisse Feingefühl, doch er war eindeutig der beste Krieger unter den Lenivs. Vielleicht war dies auch der Grund, warum der Hüne den Kampf und den Krieg so liebte und immer an vorderster Front für seine Familie und das Reich stand. Durch allerhand Länder reiste er, um die Besten der Besten zu fordern. Bis hoch in den Norden verschlug es ihn, und dort verbleibte er. Da er nie der Gläubigste war, wandte er sich bald zu den alten Göttern des Nordens und wurde ein Berserker. Ein Berserker im Zeichen fast vergessener Götter und sobald ein Leniv ihn um Hilfe bat, war Dright sofort zur Stelle, denn an Loyalität und Treue war dieser Sohn nicht zu übertreffen.
Alle glaubten sie an einen Gott, der Ordnung und Zerstörung verherrlichte, wie es sonst keiner tat. Ein Gott, dessen Paladine ihre Kraft durch Hass und Zorn, Zerstörung und Leid schöpften. Bis auf Dright waren sie alles treue Diener und führten Kriege in seinem Namen. Dright kämpfte eher aus Gründen der Familie und des Kampfes wegen, fehlte trotzdem bei keiner Schlacht und keinem Krieg.
Plündern, rauben, brandschatzen, foltern und morden war üblich für die Ritter und Paladine des Meisters. Skrupellos, brutal und rachsüchtig waren sie alle und der Erfolg bestätigte sie. Das Reich war ein großes, stark und gewaltig seine Ausmaße.
Dieses Leben wollte Valgard weiterführen. Treue zu einem Gott, der die wahre Stärke des Menschen erkannte und nur den Gläubigen, nur den Starken beistand und ihnen ein gutes Leben schenkte. Die Ungläubigen waren schwach und nur zum Nutze vorhanden. Zusammen mit einem Reich, das als Glaubensgemeinschaft gestärkt und zusammen mächtig is, könne man Herrschaft erlangen. Sanftmut und Gnade sind Zeichen von Schwäche und Steine im Pfade des Glaubens...
Leniv - Kriegerfamilie, hineingetragen in eine neue Welt
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Valgard Leniv
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Leniv - Kriegerfamilie, hineingetragen in eine neue Welt
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