Projekt: Lady von Elbenau

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Anveena Midame

Projekt: Lady von Elbenau

Beitrag von Anveena Midame »

Das Ziel war klar, immer öfters hat Sie die Augen auf die Zielperson gerichtet, doch wirkliche Informationen traten dabei leider nicht hervor.
Es war schwer, an Sie heranzukommen, ohne dabei sonderlich aufzufallen, ja, es musste einfach den Perfekten Moment geben.
So geschah es dann, dass die Fäden der Schicksalsdamen abermals ihr wohl gewonnen waren und Sie, nahe Berhcgard, am Heilerhaus der Dame von Drachenfels ihr Blick auf jene Darna von Elbenau fiel.
Jetzt oder nie hiess es.
Sie trat näher, schüchtern und orienturungslos und beobachtete die Dame, wie Sie mit einem Kind sprach.
Doch mehr, eine Elfe trat hinaus.
Der Blick traf sich, man grüßte sich höfflich und einige male wurde ein lächeln ausgetauscht, während jene Personen sich unterhielten.
Der Blick sollte auf die Elfendame gerichtet werden, man sollte vermuten, dass Ihr das größere Interesse gilt.
Ja, ansonsten würde es auffallen, denn nur selten bekommt man einen Elfen zu Gesicht.
Der Junge, welcher alle Aufmerksamkeit auf sich lenkte, schien ebenso fasziniert von jener elfischen Schönheit und man entrann sich ein schmunzeln, als plötzlich, ja, Anveena wollte gerade gehen, das Fruchtwasser der Elfin ihr entfloss.
Schwanger?
In der Tat, durch ihre Schönheit selber nahm Anveena es nicht war, doch die elfische Dame war im höchsten Masse Schwanger und das Kind schien kommen zu wollen.
So ergab sich vor ihr eine Gelegenheit, gleich mehrere Objekte der Begierde zu erreichen...sie musste es nur geschickt anstellen.
Darna von Hohenfels

Beitrag von Darna von Hohenfels »

"Warum ausgerechnet ich?", fragte sie sich wohl das zwanzigste bis dreißigste Mal, während sie unruhig vor dem Vorhang stand - außerhalb der Kammer, in der Elnesta in den Wehen lag, schrie und vor Schmerzen stöhnte.

"Welch wundervolles Ereignis!", moah, wenn sie das schon hörte... Was bitte war wundervoll daran, nach neun Monaten zunehmender Hilflosigkeit in Blut und Schweiß zu liegen, fremde oder gerade mal halb vertraute Hände, die an den intimsten Körperzonen herumfuhrwerkten, das ganze Umfeld halb verrückt zu machen, es gab genügend Mütter, die die Strapazen einer Geburt nicht mal überlebten... für eine schreiende, blutige handvoll Fleisch, so wehrlos und ausgeliefert wie nur irgendwas, das im Grunde erst ein Kind werden sollte...
Sie schüttelte sich. "Wo ist Darna?", hörte sie Elnesta, und sie antwortete rasch: "Ich bin hier" - nur um ja nicht durch den Vorhang zu müssen.

Kaum etwas an ihr konnte man als so zwiespältig beobachten wie ihr Verhältnis zu Kindern... erst war sie draußen Luca begegnet, und nach allem, was sie von dem Rotzbengel gehört hatte, war er überraschend kindlich-galant gewesen, die übliche Neugier, jedoch noch zurückhaltend; er hatte sie schlicht verwundert, angenehm überrascht.
Aber als reichte das nicht, musste es Elnesta ausgerechnet just diesen Abend einfallen - und dann auch noch hier! - ihr Kind zu bekommen. Wenigstens direkt bei Frau de Velgys Heilerstube, Liliana traf ebenso noch ein, und selten war sie so dankbar für die Anwesenheit von Heilern gewesen.
Schon bei dem blanken Gedanken, sie hätte mit Elnesta allein sonstwo sein können, während sie... schaudernd schüttelte sie sich und besann sich darauf, die Fassung zu wahren. Es waren Fremde anwesend, und die unbekannte Frau wechselte dauernd zwischen drinnen und draußen, beobachtete sie und erstattete vor der Haustür dem jungen Luca und Herrn Orm Bericht, was drinnen passierte.
"Sie quält sich, und keiner kann es ihr ersparen - das passiert", dachte Darna grimmig. Sie konnte es nicht ausstehen, wenn sie nicht helfen konnte, und Situationen wie diese überforderten sie heillos.

Plötzlich aber schien es doch etwas für sie zu tun geben, die Geburt schien überstanden. Das Neugeborene schrie aber gar nicht... "Gütige, es ist doch hoffentlich nicht...?" Sie steckte den Kopf durch den Vorhang, als Zoe nach ihr rief:
"Lady von Elbenau, würdet Ihr bitte?"
"Was denn?"
Da lag Elnesta. Da war eine Menge Blut. An sich nichts, was ein Kriegerherz erschüttern sollte. Dennoch schlug der Gesamteindruck völlig unerwartet auf sie ein. Zoe hielt das Neugeborene in Händen, und von diesem zu Elnestas Unterleib wand sich... ein schleimiger, blutiger Schlauch, Eingeweiden ähnlich, zwei Klemmen waren daran angebracht und Zoe hielt ihr eine Schere hin... Schere.
"Ich soll WAS?!?"

...
"Und weswegen war die Freifrau nun ohnmächtig umgefallen?"
"Achso... die Nabelschnur...", schmunzelte die Unbekannte verhalten und musterte die blasse Paladin unangenehm intensiv, doch Darna bekam kaum etwas mit. Als Elnesta kurz nach der Geburt wieder aufstehen konnte, schien es sogar fast, sie hätte das alles besser verkraftet als die Freifrau.
"Interessant...", murmelte jemand leise.
Zuletzt geändert von Darna von Hohenfels am Samstag 17. November 2007, 16:56, insgesamt 1-mal geändert.
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