Die Hufschläge auf dem Kopfsteinpflaster hallten durch die Nacht.
Mit einem tiefen Seufzer der Erleichterung schloss sie die Tür, und lehnte sich rücklings gegen sie. Was war das für ein Abend gewesen?
Stunden zuvor hatte sie noch in sehr angenehmer Gesellschaft in der Taverne verbracht, während der letzte Besuch eher von zwielichtiger Natur gewesen war. Doch von nun an war ihr Dasein nicht mehr unbedeutend oder Nichts sagend, von nun an hatte sie ein Ziel. Im Grunde und tief in ihrem Herzen hatte sie schon lange gespürt was sie so bedrängt hatte, was sie im Grunde aufzufressen drohte.
Jedoch nach der heutigen Begegnung, der wichtigsten in ihrem bisherigen Leben, wurde ihr ihre Bestimmung erst richtig bewusst. Ihre Augen verengten sich spitzbübisch, als sie sich erwischte, als sie sich erneut mit ihrer neuen Aufgabe befasste. Hatte sie Gefallen daran gefunden? Einen Stillen Dank sandte sie an ihre Verbündete.
Langsam ließ sie sich in ihrem Sessel fallen und nippte an dem Glas mit Wein. Die Burgunder farbene Flüssigkeit glitt langsam ihrer Kehle hinab und hinterließ eine wohlige vertraute Wärme. Alles war so schnell gegangen, doch im Nachhinein betrachtet hatte sie Zeit genug gehabt sich auf diese Begegnung vorzubereiten. Auch das das letzte Gespräch des Abends rief sie sich noch einmal ins Gedächtnis.
„Ohne aufsehen zu erregen haben wir uns dahingehend verstanden?“
„Gewiss. Wie besprochen werden wir alle nötigen Informationen beschaffen. Ganz wie ihr wünscht.“ Die dunkel gewandete Gestalt hatte ihre Worte mit einem Nicken unterstrichen.
Nachdem dann ein stattlicher Betrag Goldmünzen den Besitzer gewechselt hatte, machte sich ihr Zwielichter Besuch auch schon auf um den Auftrag auszuführen.
Der erste Schritt war getan, jetzt sollte es beginnen.
Zwielicht
-
Jyslen von Drakon
Fünfzehn Jahre zuvor
Was prägt und im Gedächtnis bleibt
Der lange dunkle Korridor ließ das kleine Mädchen frösteln.
Die Wände zu beiden Seiten waren aus altem Backstein der schon eine grün-braune Farbe angenommen hatte.
Angsterfüllt presste sie eine kleine Stoffpuppe an ihr Herz und atmete tief ein.
Solang die kleine Lucy bei ihr war konnte ihr nichts passieren.
Das aufflackern der Kerzen, die rechts und links des Ganges befestigt waren, ließ die Schatten tanzen.
Seltsame Fratzen erschienen auf der Wand und schienen nach ihr zu greifen. Das kleine Mädchen schluckte und stockte.
Hastig schloss sie die Augen. Wenn ich sie nicht sehe, sehen sie mich auch nicht.
Durch ein kräftiges schupsen taumelte die Kleine nach vorne.
Das Mädchen wirbelte herum und vergrub das Gesicht in dem Rock der Gestalt hinter ihr.
Sofort fing sie an zu wimmern und hielt nun in der einen Hand krampfhaft an der Puppe fest, während sich das andere Händchen im Rock festgekrallt hatte. Ein verärgertes Räuspern ließ sie aufblicken
„Nun geh schon.“ Erklang es barsch.
Schluchzend und sichtlich mit Widerwillen wendete sie sich um, langsam, mit schlurfenden Schritten ging sie nun weiter, bis sie das Ende des Ganges erreicht hatten.
Hoch über ihnen ragte eine Decke, mit filigran gezeichneten Bildern.
Mit weit geöffnetem Mund stand das Mädchen am Anfang einer riesigen Halle und hatte den Kopf in den Nacken geworfen.
Das riesige Bild zeigte ein großes Heer mit dunkel gerüsteten Kriegern welche ihre Schwerter gegen ein anderes Heer gerichtet hielten. Allein die Mitte dieses Gewaltigen Artefaktes hielt das Mädchen jedoch in ihrem Bann. Ein Ritter in dunkler Rüstung hielt ein Kind über einen grauen Steintisch. Um Ritter und Kind entfalteten sich Strahlen, wobei dem Kind Blut entrann welches in einer Schale auf dem Tisch tropfte.
Die Halle wurde gestützt von riesigen Säulen welche mit Ornamenten verziert waren.
Allein der Stein der Säulen zeugte von dem enormen Alter. Wenn sie hätten sprechen können wie viel hätten sie dann erzählt?
Eine raue Stimme holte sie in die Gegenwart zurück.
Vier dunkle Gestalten in weinroten Roben standen in einem Kreis.
Kohlebecken standen um sie herum, sie tauchten die Szene in ein schauriges dunkles Licht, dies ließ das kleine Mädchen erneut frösteln. Doch diese Gestalten kannte sie, ja nicht nur das, sie waren ihr sogar vertraut. Ihre Mutter hatte ihr schon einmal von ihnen erzählt, von den Hohen Templern. Priester welche geschmückt waren mit Zierrat zu Ehren des dunkeln Gottes. Des Gottes Alatar.
„ah ihr habt sie mitgebracht Euer Hochgeboren.“ sprach einer von ihnen.
„lasst uns beginnen Praetor.“ Erklang die ihr vertraute Gestalt.
Gesang durchbrach die Stille, die Zeremonie hatte begonnen.
Einer der Templer zog etwas aus dem Kohlebecken und schritt auf die beiden zu.
Verwirrt blickte sich das Mädchen um und sah hilflos zu ihrer Mutter.
Dann erkannte Jyslen was der Templer dort in Händen hielt, ein Brandeisen mit dem Zeichen des Herrn.
Der Pantherklaue.
Was prägt und im Gedächtnis bleibt
Der lange dunkle Korridor ließ das kleine Mädchen frösteln.
Die Wände zu beiden Seiten waren aus altem Backstein der schon eine grün-braune Farbe angenommen hatte.
Angsterfüllt presste sie eine kleine Stoffpuppe an ihr Herz und atmete tief ein.
Solang die kleine Lucy bei ihr war konnte ihr nichts passieren.
Das aufflackern der Kerzen, die rechts und links des Ganges befestigt waren, ließ die Schatten tanzen.
Seltsame Fratzen erschienen auf der Wand und schienen nach ihr zu greifen. Das kleine Mädchen schluckte und stockte.
Hastig schloss sie die Augen. Wenn ich sie nicht sehe, sehen sie mich auch nicht.
Durch ein kräftiges schupsen taumelte die Kleine nach vorne.
Das Mädchen wirbelte herum und vergrub das Gesicht in dem Rock der Gestalt hinter ihr.
Sofort fing sie an zu wimmern und hielt nun in der einen Hand krampfhaft an der Puppe fest, während sich das andere Händchen im Rock festgekrallt hatte. Ein verärgertes Räuspern ließ sie aufblicken
„Nun geh schon.“ Erklang es barsch.
Schluchzend und sichtlich mit Widerwillen wendete sie sich um, langsam, mit schlurfenden Schritten ging sie nun weiter, bis sie das Ende des Ganges erreicht hatten.
Hoch über ihnen ragte eine Decke, mit filigran gezeichneten Bildern.
Mit weit geöffnetem Mund stand das Mädchen am Anfang einer riesigen Halle und hatte den Kopf in den Nacken geworfen.
Das riesige Bild zeigte ein großes Heer mit dunkel gerüsteten Kriegern welche ihre Schwerter gegen ein anderes Heer gerichtet hielten. Allein die Mitte dieses Gewaltigen Artefaktes hielt das Mädchen jedoch in ihrem Bann. Ein Ritter in dunkler Rüstung hielt ein Kind über einen grauen Steintisch. Um Ritter und Kind entfalteten sich Strahlen, wobei dem Kind Blut entrann welches in einer Schale auf dem Tisch tropfte.
Die Halle wurde gestützt von riesigen Säulen welche mit Ornamenten verziert waren.
Allein der Stein der Säulen zeugte von dem enormen Alter. Wenn sie hätten sprechen können wie viel hätten sie dann erzählt?
Eine raue Stimme holte sie in die Gegenwart zurück.
Vier dunkle Gestalten in weinroten Roben standen in einem Kreis.
Kohlebecken standen um sie herum, sie tauchten die Szene in ein schauriges dunkles Licht, dies ließ das kleine Mädchen erneut frösteln. Doch diese Gestalten kannte sie, ja nicht nur das, sie waren ihr sogar vertraut. Ihre Mutter hatte ihr schon einmal von ihnen erzählt, von den Hohen Templern. Priester welche geschmückt waren mit Zierrat zu Ehren des dunkeln Gottes. Des Gottes Alatar.
„ah ihr habt sie mitgebracht Euer Hochgeboren.“ sprach einer von ihnen.
„lasst uns beginnen Praetor.“ Erklang die ihr vertraute Gestalt.
Gesang durchbrach die Stille, die Zeremonie hatte begonnen.
Einer der Templer zog etwas aus dem Kohlebecken und schritt auf die beiden zu.
Verwirrt blickte sich das Mädchen um und sah hilflos zu ihrer Mutter.
Dann erkannte Jyslen was der Templer dort in Händen hielt, ein Brandeisen mit dem Zeichen des Herrn.
Der Pantherklaue.