Aaaaaaaaaarti
Raaaaaaaaafi
Rafael fuhr aus dem Schlaf auf, meinte noch immer das aufdringliche Parfuem seiner Großtante Clarisse in der Nase zu haben.
Die Nachricht das sein Vater kam hatte ihn fast übereilig davonstürzen lassen, befand er sich doch gerade in einer Prekären Situation.
Emma und Salix Saldorian hatten ihn aus dem Brunnen gezogen, und ihn dann wohl in die Schlafstube Emmas gebracht.
Emma... ausgerechnet Emma.
Die Bäuerin mit der er seit eh und je immer irgendwie im Klinsch lag.
Was sein Vater jetzt wieder von ihm denken musste, wie sollte er das wieder erklären.
Er schob die ersten zwei Decken vom Bett, dann stand sein Vater bereits vor ihm, und es gab keine Ausflüchte mehr.
Die brauchte er aber auch nicht.
Der gestrenge Arthur de Arganta schien eher erleichtert das es ihm gut ging, sorgte er doch noch dafür das man die Heilerin Liliana von Drachenfels kommen lies.
Fast atmete er auf und war dann doch dankbar das Liliana erlaubte das er ins Schloss gehen durfte.
Doch auch da wurde er in die Krankenstube verbannt, doch Arthur setzte sich neben ihm auf das Bett.
Sein Blick war anders als sonst, und fast überlegte Rafael sich ob es ihm Angst machen sollte.
Nur langsam kam ein Gespräch zustande und dann war es Rafael der wie ein Elefant im Porzellanladen erneut meinte das es seinem Vater wohl lieber war wenn Michael der Ritter gewordne wäre und nicht er.
Arthur ging.
Und Rafael hätte irgendwo vor die Wand schlagen können vor Wut auf sich selber.
Endlich hatte er einmal die Chance den Streit mit seinem Vater bei zu legen, da machte er selber alles zunichte.
So stand er dann doch auf, ging die Treppen hinab und fand seinen Vater im großen Saal vor.
„Entschuldige.“ Meinte er einfach mit fester Stimme. „Das hatte ich so nicht sagen wollen.“
Und sein Vater akzeptierte, im Wissen das sie sich gemeinsam zusammen setzen mussten um das was war wahrlich aus dem Weg zu räumen.
Immer und immer wieder hatte Rafael geglaubt das Michael der Liebling gewesen war,
und sein Vater erklärte ihm das seine Mutter und er einfach zuviel Sorge um ihn hatten.
Wie lange sie sprachen, ... es musste mitten in der Nacht gewesen sein, wusste Rafael hinterher nicht mehr zu sagen. Nur das er als er hinauf gehen wollte, seinem Vater erst die Hand auf die Schulter legte, und sie sich dann kurz in den Arm nahmen.
Vater und Sohn.
So wie es sein sollte. So wie er es sich immer schon gewünscht hatte das es wieder werden sollte.
Mit Tränen in den Augen war er umgedreht und die Treppen hinaufgegangen, tief bewegt von dem gehörten.
Am nächsten Tag schlug Rafael, Arthur vor das er Rymis für seine Zucht nehmen könnte, er bot sich an seinem Vater den Hengst zu zeigen und gemeinsam waren sie die Treppe hinab gegangen um kurz erstaunt auf die Kofferberge zu starren die sich im Eingangbereich türmten.
Wer reiste hier denn an?
Sie überlegte nicht länger weiter und gingen hinaus wo sie dann erfuhren wer der Gast war der anreiste ... denn vor ihnen stand Clarisse de Arganta in voller gigantischer Brei... Größe.
Rafaels Großtante rief schon von weitem mit zuckersüßer Stimme nach ihm und seinem Vater.
„Aaaaaaaaaarti!!
Raaaaaaaaafi!!“
Und von weitem schon wehte ein impertinenter Gest.. ruch von Veilchen und Lilien heran.
Ein einfach umwerfender Geruch vor allem wenn er in solch Parfümnebel einen umhüllte.
Rafael ließ das Busendrücken das liebevolle Tätscheln der Wange, seiner Tante voller Ergebenheit einfach über sich ergehen, machte Gute Miene zum Spiel und freute sich eigentlich nur das es seinem Vater nicht anders erging.
Clarisse war einfach einzigartig, und ein jeder der sie einmal in Aktion erlebte dem würde sie in ewiger Erinnerung bleiben.
Vor allem jedoch, wenn es sich um die Verwandtschaft handelte. Rafael hatte ihre früheren Wangenkneifereien noch gut in Erinnerung.
Jeder ging ihr so gut es ging aus dem Wege, und als sie schließlich nicht mehr reisen wollte, das das Reisen ihr zu anstrengend wurde, atmete so mancher sicherlich auf.
Selbst die Briefe die sie einem Schrieb, konnte man schon Meilenweit riechen, noch bevor sie angekommen waren.
Nun jedoch war sie hier und irgendwie würden sie das schon überstehen.
Sie .. denn diesmal konnte er mit Fug und Recht behaupten das sein Vater und er im selben Boot saßen.
Und so schmiedeten sie später noch Pläne das liebe Tantchen mit einem Tagesbesuch bei einer Schneiderin oder beim Friseur abzulenken.
Was tat man nicht alles für die liebe Verwandschaft.