Die Sonne brutzelte heiß den Himmel hinunter, und Gracia musste schützend ihre Hand an die Stirn legen, um im Schatten richtung ferne über das Meer zu sehn. Nun war sie schon einige Wochen wieder zurück auf La Cabeza, und es hatte sich in den zwei Jahren die sie auf der See verbracht hatte nichts verändert, und dann doch wieder so viel.
Zum einen ging das Leben dort genauso einher wie immer. Lucabella und Ambrosio bewirteten die Taverne immer noch, und es war nach wie vor nicht selten das dort die wildesten Saufgelage mit vielen Flaschen Rum veranstalte wurden. Minfay war anhaltend die Chefin des Vergnügungs-Hauses, in dem jeden Tag die Kerle ein und aus gingen.
Doch blickte sie auf die Bewohner der Insel, bis auf die alt eingesessenen, so sah sie lauter neue Gesichter. Es waren so viele, dass Gracia nur wenige kennen lernte. Unter anderem Gabriel, Ludwigo, Kekisha und noch ein paar. Einige Traf sie öfters und verbrachte allerhand Zeit mit ihnen wie z.B. mit Ludwigo.
Ein Typ Mann der nur sehr schwer einzuschätzen war. Sie wusste nie wirklich, ob er er selbst war, oder nur eine Rolle, wie in einem Theaterstück spielte. Da sie seine Verwandlungskunst bereits kannte, die er ihr schon meisterlich demonstriert hatte, wusste sie dass es mit diesem Mann nie langweilig werden würde, aber genauso tückisch konnte das Ganze auch sein.
Gracias Vorliebe für kleine Spielchen teile er ebenso, wie um alles zu Wetten, ob nun um Gold oder was anderes, das war egal. Ein Überfall, wo er jene Fähigkeit einsetzen würde, war mit ihm auch schon geplant. Dennoch blieb es bei der Planung bis jetzt, denn jedes Mal wenn sich die beiden begegneten, verbrachten sie die Zeit eher damit sich gegenseitig zu kokettieren, und sich verheißungsvolle Blicke zu zu werfen. Auch eine Art Spiel der beiden, nur wie weit es noch gehen würde konnte Gracia nicht abschätzen. Sie war gewiss nicht so einfältig um zu glauben, das Ludwigo nicht versuchen würde, um seines selbst willen, sie früher oder Später in seine Bettlaken zu locken. Doch würde sie hierbei sicher nicht sein kleines Püppchen sein, mit der er alles machen konnte und für seine alleinige Unterhaltung sorgen. Ohh nein, da würde er sich gewaltig Irren. Sie würde ihren eigenen Nutzen daraus ziehen, und zwar so dass er es sogar nicht mal merken würde, wenn er sich selbst schadet. Nun blieb es abzuwarten, wie sich das Intermezzo weiter entwickelte…
El grande Intermezzo ?
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Gracia Orthez
El grande Intermezzo ?
Zuletzt geändert von Gracia Orthez am Samstag 1. September 2007, 02:33, insgesamt 1-mal geändert.