Sitka
Verfasst: Montag 20. August 2007, 16:55
Gerade 20 Jahre geworden, hielt sie es zu Hause nicht mehr aus. Ihr Vater war ein schlimmer Trinker, der seine Wut nicht zügeln konnte und sie an seiner Famile ausließ.
Als das soweit ging, das er Sitka's jüngeren Bruder Tajo zu Tode prügelte, ergriff sie die Flucht. Eine Woche lang lief sie durch die Wälder bis hin zum Hafen. Viele wilde Tiere verfolgten sie Unterwegs, nur ein halbstarker Wolf, den Sitka bereits einige Male beim Holzfällen gesehen hatte, half ihr. Sie wusste nicht, warum, aber dankbar war sie für seinen Bestand sehr. Er verscheuchte einige Tiere und blieb in ihrer Nähe. Am Hafen jedoch ließ Sitka ihn zurück, um als blinder Passagier auf Reise zu gehen. Nichtsahnend, wo dies' Schiff anlegen würde, versteckte sie sich unter Deck. Zu dem einzigen Gott betend, den sie kannte verharrte sie dort eineinhalb Wochen. Das meiste, was sie aß, waren Ratten. Von denen wimmelte es hier, so musste sie - trotz allen Ekels- diese Nager fangen und briet sie heimlich in einer kleinen Metallschüssel in der sie Feuer zündete.
Endlich angekommen schlich sie zum oberen Deck und belauschte die Matrosen. Sie hörte deutlich den Namen der Insel - Gerimor.
Weiter schlich sie sich hinunter auf das Achterdeck und sprang von da aus auf den Steg - verfehlte ihn und landete im Wasser. Fluchend schwamm sie zum Ufer. Etwas ängstlich blickte sie sich in der völlig neuen Umgebung um. Ein völlig neues Gefühl breitete sich nun in ihr aus -Einsamkeit-.
Sie hatte nur selten das Haus verlassen dürfen, nur zum Holzhacken oder Wäsche waschen. So waren immer Personen um sie herum, auch wenn sie vor ihrem Vater Angst gehabt hatte.
Langsam ging sie durch die Stadt. Am Ausgang spähte sie auf die Auhänge und las den Namen der Stadt: Bajard.
Ein völlig neuer Lebensabschnitt begann ...
___________________________________________________________
Schneller als erwartet jedoch lebte sie sich ein. Beobachtete das Leben in und um Bajard und lernte Leute kennen. Schnell fand sie Anschluss zu einer Bogenschützin und ihrer Schwester und war zusammen mit ihnen auf Jagd gegangen.
Sitkas erste Jagd.
Erstaunte sie erst noch die Größe der Zweiköpfe, so war es später ihre Zähheit, mit der sie sich ihrem Tod zu entwinden versuchten. Doch gegen die drei Schützen gab es in den hohen Bergen oder den engen Höhlen nirgendwohin ein Entrinnen für die Bestien.
Voller Stolz dachte Sitka nun wieder an diese Jagd - und freute sich auf die Nächste!
Doch im Hinterkopf schossen ihre Gedacnken nur so durcheinander. Sie hatte immer noch keine Ahnung von dieser Welt. Es schien ihr alles so fremdartig, die Kreaturen, Wälder und Städte, genauso wie die Religion. Es bereitete ihr Sorgen dem allen unwissend entgegenzutreten.
Die Angst war, zwar tief im Unterbewusstsein versteckt, aber doch da.
Erschöpft von der für sie doch sehr anstrengenden Jagd ließ sie sich in der Bank in Bajard nieder und putzte ihre Rüstung. Ihre erste eigene Rüstung. Dachte sie voll stolz. Als sie auch den Bogen pflegte dachte sie voller Dankbarkeit an Moira Liathar, die ihr doch diese Ausrüstung geschenkt hatte. Sie freute sich, endlich einmal Freunde zu haben. Keinen Gedanken mehr verschwendete sie an ihr altes zu Hause.
Nur der Wolf, der ihr geholfen hatte... Sie trauerte etwas um ihn. Sobald sie eine Möglichkeit fand, so nahm sie sich vor, wollte sie ihn zu sich holen. Doch nur selten sollte ein Schiff Gerimor in Richtung ihrer Heimat fahren.
Als das soweit ging, das er Sitka's jüngeren Bruder Tajo zu Tode prügelte, ergriff sie die Flucht. Eine Woche lang lief sie durch die Wälder bis hin zum Hafen. Viele wilde Tiere verfolgten sie Unterwegs, nur ein halbstarker Wolf, den Sitka bereits einige Male beim Holzfällen gesehen hatte, half ihr. Sie wusste nicht, warum, aber dankbar war sie für seinen Bestand sehr. Er verscheuchte einige Tiere und blieb in ihrer Nähe. Am Hafen jedoch ließ Sitka ihn zurück, um als blinder Passagier auf Reise zu gehen. Nichtsahnend, wo dies' Schiff anlegen würde, versteckte sie sich unter Deck. Zu dem einzigen Gott betend, den sie kannte verharrte sie dort eineinhalb Wochen. Das meiste, was sie aß, waren Ratten. Von denen wimmelte es hier, so musste sie - trotz allen Ekels- diese Nager fangen und briet sie heimlich in einer kleinen Metallschüssel in der sie Feuer zündete.
Endlich angekommen schlich sie zum oberen Deck und belauschte die Matrosen. Sie hörte deutlich den Namen der Insel - Gerimor.
Weiter schlich sie sich hinunter auf das Achterdeck und sprang von da aus auf den Steg - verfehlte ihn und landete im Wasser. Fluchend schwamm sie zum Ufer. Etwas ängstlich blickte sie sich in der völlig neuen Umgebung um. Ein völlig neues Gefühl breitete sich nun in ihr aus -Einsamkeit-.
Sie hatte nur selten das Haus verlassen dürfen, nur zum Holzhacken oder Wäsche waschen. So waren immer Personen um sie herum, auch wenn sie vor ihrem Vater Angst gehabt hatte.
Langsam ging sie durch die Stadt. Am Ausgang spähte sie auf die Auhänge und las den Namen der Stadt: Bajard.
Ein völlig neuer Lebensabschnitt begann ...
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Schneller als erwartet jedoch lebte sie sich ein. Beobachtete das Leben in und um Bajard und lernte Leute kennen. Schnell fand sie Anschluss zu einer Bogenschützin und ihrer Schwester und war zusammen mit ihnen auf Jagd gegangen.
Sitkas erste Jagd.
Erstaunte sie erst noch die Größe der Zweiköpfe, so war es später ihre Zähheit, mit der sie sich ihrem Tod zu entwinden versuchten. Doch gegen die drei Schützen gab es in den hohen Bergen oder den engen Höhlen nirgendwohin ein Entrinnen für die Bestien.
Voller Stolz dachte Sitka nun wieder an diese Jagd - und freute sich auf die Nächste!
Doch im Hinterkopf schossen ihre Gedacnken nur so durcheinander. Sie hatte immer noch keine Ahnung von dieser Welt. Es schien ihr alles so fremdartig, die Kreaturen, Wälder und Städte, genauso wie die Religion. Es bereitete ihr Sorgen dem allen unwissend entgegenzutreten.
Die Angst war, zwar tief im Unterbewusstsein versteckt, aber doch da.
Erschöpft von der für sie doch sehr anstrengenden Jagd ließ sie sich in der Bank in Bajard nieder und putzte ihre Rüstung. Ihre erste eigene Rüstung. Dachte sie voll stolz. Als sie auch den Bogen pflegte dachte sie voller Dankbarkeit an Moira Liathar, die ihr doch diese Ausrüstung geschenkt hatte. Sie freute sich, endlich einmal Freunde zu haben. Keinen Gedanken mehr verschwendete sie an ihr altes zu Hause.
Nur der Wolf, der ihr geholfen hatte... Sie trauerte etwas um ihn. Sobald sie eine Möglichkeit fand, so nahm sie sich vor, wollte sie ihn zu sich holen. Doch nur selten sollte ein Schiff Gerimor in Richtung ihrer Heimat fahren.