Elise war krank. Nicht eine kleine, vorrübergehende Krankheit, es war etwas anderes. Irgendwann brach sie wohl aus, und von dortan ging es immer mehr Bergab. Lynfair wollte ihr helfen, doch sie wusste nicht wie. Tag für Tag konnte sie sie nur besuchen, ihr etwas zu Essen und Trinken geben, und bangen. Heiler wurden gerufen, doch auch diese kamen nicht dahinter um was es sich denn hierbei handeln könnte. So lag Elise meistens nur in ihren Fellen und tat nichts, ausser schlafen. Mit der Zeit wurde Eli merklich dünner. Lyn bemerkte dies als sie sich an sie kuschelte. Hut und Knochen. Erschrocken dachten beide über Möglichkeiten und Lösungen nach. Schliesslich einigten sich beide darauf das Eli zu anderen Heilen fahren sollte. In der Hoffnung dort gäbe es eine Heilung. Bis ein geeignetes Ziel gefunden war und die Kosten der Reise gedeckt sein würden, vergingen noch einige Zeit. Diese verbrachten die beiden zusammen, so viel wie länger nicht mehr. Denn unternehmen konnte ELi nichts mehr.
Als es dann so weit war, betete Lyn zu allen ihr bekannten Göttern. Selbst dem rabe gebot sie, ihr Elise nicht aus dem Leben zu reissen. Lange blickte sie dem Schiff nach. Selbst als es nur noch ein kleiner unscheinbarer Punkt war, starrte sie auf die See. War ihr entschluss Richtig? Oder würde ELise nun irgendwo alleine sterben?
Die Zeit auf jeden Fall war quälend. Keine Nachricht wurde ihr gebracht. Über Elis verbleib oder, davor bangte ihr, ihrem Ableben. Die Zeit verging, aus Tagen wurden Wochen, und aus Wochen gar Monate. Lyn machte sich sorgen wie nie zuvor. Allerdings zweifeifelte sie mehr und mehr, das Elise jeh zurückkommen würde. Sie sprach sogar mit Xintrah darüber. Das Elise nie da sei, wie denn auch, und Lyn sich fragte ob es denn so weitergehen könnte. Doch sie konnte nicht von ihr loslassen. Vor allem nicht wenn es Elise nicht besser gehen würde. So harrte sie hoffend und bangend aus.
Doch dann kam sie wieder. Lyn ging mehrmals wöchentlich zu Elis Haus, in der Hoffnung das sie erwartet würde, und eines Tages brannte dort tatsächlich Licht. Schnell rannte sie zum Häuschen, fast die Türe ein. Im Schlafzimmer lag Eli wieder in den Fellen. Ihr Zustand schien gleich, oder gar noch schlechter. Sie hustete und röchelte und hatte ihren Aussagen nach überall Schmerzen. Besonders in der Lunge. So fiel die Begrüssung auch eher vorsichtig aus. Doch sie lebte noch. Nur das zählte. Die nächste Zeit traf man Lyn weniger im Lager an. Sie verbrachte die Zeit lieber bei Eli. Doch für beide war klar das es nicht lange so weitergehen würde. Fast täglich betete Lynfair an die Götter. Meistens richtete sie ihre Hoffnungen an Elivie. Dem Raben drohte sie in Gedanken. Über die Lippen wagte sie die Drohungen jedoch nicht zu bringen.
So verging einige Wochen. Doch das was sie befürchtet hatte trat ein. Eines Tages als sie sich mit einer ihrer Schwestern gestritten hatte, flüchtete sie zum Häuschen Elises. Das Licht brannte, der Kamin war an. Doch auf ihr rufen kam keine Antwort. Mit dem Gedanken, das sie wohl schlafe, trat Lyn ins Schlafzimmer ein um von ihrem Tag zu erzählen, und dem was gerade geschehen ist. Doch rufen, schreien, rütteln, drohungen, bitten... nichts brachte eine Reaktion. Die Augen waren geschlossen, sie wird wohl im Schlaf gestorben sein. Ein kleines lächeln lag auf ihrern Lippen.
Sollte sie traurig sein? Oder soch freuen das ihr Leid nun vorbei sei? Unfähig irgendetwas zu tun, sackte die kleine rote Gestallt in sich zusammen.
Lynfair hatte noch nie im Leben irgendeinen Feind. Keinen Menschen, und beleidigte er sie noch so sehr, tat er ihr noch so weh, sah sie jeh als Feind an. Doch Heute, verspührte sie schon zum zweiten male Hass und Wut. Sie würde es dem Raben heimzahlen. Er konnte sich auf etwas gefasst machen!!
Doch der Tag war zuviel für sie. Sie schaffte es noch mit der Hand nach Elis kaltem Gesicht zu tasten. Kalt.. . Sie erschauderte kurz, dann liess ihre Kraft vollendens nach. Die Welt schummerte kurz, dann wurd es dunkel um Lynfair herum.