- Bajard -
Fischerdorf in Gerimor.
Idyllisch, einfach, schlicht.
Das waren so die Informationen die Vince hatte als er Bajard betrat.
Es war wirklich nicht sonderlich spektakulär aber es hatte seinen ganz eingenen Flair wie er fand.
Ein ruhiges Dörfchen und die Menschen die hier herrum liefen waren wirklich von jedem erdenklichen Schlag.
Der Akoluth des Horteras fiel unter diesen Gestalten garnicht auf, so wie er es sonst tat. Die graue Robe, der Stab mit dem kunstvollen Stern an der Spitze. Das störte hier keinen und warf nichtmal wirklich Blicke auf ihn.
Irgendwie gefiel Vince das. Hier war er richtig frei.
Gemütlich schlenderte er durch die Straßen, sah einem Hund und einer Katze beim Tollen zu...sprach mit den Menschen.
Hund und Katze?...Moment da war doch was.
Achja..das nahm ja überhand. Eine Weile hatte Vince versucht die arme gejagte Katze zu retten. Mit mäßigem Erfolg.
Das ganze nahm seinen Höhepunkt in der Bank von Bajard. Als plötzlich Hund und Katze die Treppe hochstroben, einige Leute in das Gebäude kamen und den beiden hinterher.
Nur eine Gestalt fiel da aus dem Rahmen.
Eine junge Frau.
Gewandet in edle Kleider, mit feinem Geschmeide geziert, das Haar säuberlichst frisiert. Vielleicht eine Adlige oder ähnliches.
Nicht das Vince sowas groß stören würde. Für ihn waren Adlige auch nur Menschen mit mehr Aufgaben und Sitte und Regeln waren für ihn sowieso ein seeehr dehnbarer Begriff.
Arrogante, überhebliche Gesichtszüge aufgesetzt stand sie im Vorraum.
Das Blaue Kleid, das Schwarze Haar das ihr die Schultern und den Rücken hinab floss. Diese Saphirblauen Augen die so enorm aus ihrem hellen, feinen Gesicht herrausstachen.
"Ich will euch nicht im Weg stehen schönes Fräulein" hatte er gesagt und ihr die Tür zum Bankraum frei gemacht. Sie trat hinein und erst da eröffnete sie, dass sie garnicht in die Bank wollte.
Sie wollte hier Menschen kennenlernen. Welch interessantes und fast ungewöhnliches Unterfangen. Wenngleich Vince das gut verstehen konnte.
Ihm ging es ja nicht anders.
Man verabredete sich zu einem Treffen in der Taverne um zu Erzählen.
Die junge Frau, Lunet war ihr Name, wollte ihm ein wenig über die Umgebung hier erzählen.
Die Taverne in Bajard war um die Zeit noch nicht so gut besucht, so saß Vince eine Weile alleine herrum, genoss die Ruhe und lauschte den Geräuschen der Umgebung während er seinen Gedanken an den Göttervater nachging.
Auch das Beten musste einmal sein und er tat es gern. Gerade jetzt wo er sich so frei fühlte, sollte er seinem Herrn dafür danken.
Dies tat er auch, bis die Tür aufging.
Lunet stand darin. Immernoch zeichnete das hübsche Gesicht nur kühle, unnahbare Züge die Vince in keinerweise abschrecken konnten.
Er hatte Tolleranz gelernt. Sehr lange sogar. Wenn sie so leben wollte, war sogar das für ihn ganz hübsch. Denn sie lebte so wie sie es wollte, oder zumindest - wie sich im Gespräch ergabt - gab sie vor so leben zu wollen.
In dem laufenden Gespräch sah Vince noch mehr von der so arroganten, distanzierten Frau als nur das was ihr Gesicht vorgab. Ihr Lächeln war ganz niedlich wie er fand. Es gab da einige Ungereimtheiten was die Frau da vor ihm betraf, aber die Geheimnisse mit denen sie sich umgab weckten nur mehr die Neugier des jungen Priesters.
Auf einen kurzen Spaziergang liess sie sich noch ein, zeigte ihm ihr Haus kurz vor Varuna, direkt an der Stadtmauer. Ein schönes Häuschen, sicher gemütlich. Er sah es sich nicht von Innen an und Lunet bot es ihm auch nicht an.
Die Gespräche die sie beiden führten drehten sich um vielerlei Dinge.
Natürlich besonders darum was den jungen Priester permament bewegte.
Freiheit. Entscheidung. Sitte. Regeln. Gesetze.
All die Dinge mit denen er sich auseinander setzen musste.
Vielleicht konnte Vince noch etwas von Lunet lernen....
Auch wenn sich ihre Wege für heute trennten. Für Heute.
Schon wieder Bajard...
Nandi. Ein kleines Mädchen das er heute traf. Sie beschwerte sich darüber das die Händlerin ihr kein Buch geben wollte, die wiederrum bestand auf ihrem Gold. Eine einfache Sache. Vince hab ihr das Gold, die Kleine bekam das Buch.
Er erfuhr auch das die kleine Nandi wohl das Mündel eines gewissen Nevin oder Nevyn sein musste. Einem Anhänger der Temora wie sich herrausstellte. Der klare Verstand und die Liebe zu freier Entfaltung die das Kind zeigte machte Vince wirklich glücklich. Aber andererseits, waren nicht alle Kinder so? Oder zumindest wollten sie so sein.
Auf dem Weg zu ihrem Haus brach dann eine Diskusion aus, mit einem Kind , warum Nandi nicht den armen Hasen den sie in ihre Arme zwang mitnehmen konnte. Natürlich war es für Vince als angehender Priester des Gotts der Freiheit nicht leicht das mitanzusehen.
Ein glücklicher Umstand jedoch gab es das Lunet ihres Weges geritten kam und ihn tatkräftig unterstütze die kleine Nandi davon zu überzeugen, dass das was sie da tat falsch war.
Die Zwei hatten nur mäßig Erfolg aber am Ende war der Hase dann doch frei.
Man entschied sich einen Spaziergang zu machen und Lunet lies vermuten, dass ihr das letzte Gespräch doch sehr zugesagt hatte.
So brachte man ihr Pferd zum Haus und begann einen gemütlichen Spaziergang durch den Wald.
Lunet gewandet in einem edlen, feinen Kleid schien es nicht zu stören durch das Unterholz zu laufen und sie tat es mit einer Selbstverständlichkeit die Vince innerlich schmunzeln liess.
Vince führte sie zu seinem gestriegen Schlafplatz. Eine große Lichtung voller frischer Blumen. Ein schöner, ruhiger Ort mitten im Wald.
Gestern Nacht hatte er einen wunderbaren Ausblick auf die Sterne dort gehabt.
Die Beiden hatten viel gewitzelt und gelacht. Lunet liess eine sehr verspielte Seite von sich zeigen, die Vince unheimlich sympathisch fand.
Fast wie Kinder hatten sie sich mit Gras und Ästen beworfen, er hatte sie sich über die Schulter geworfen und auf einen Baum gesetzt.
Sie war sehr hübsch wenn sie endlich mal frei und offen lachte, scherzte und ihn schelmisch ansah. Eine wirklich hübsche Frau und obwohl Vince ein Diener Horteras war..war er nicht blind.
Doch vielleicht hatte er ein wenig zuviel getan als er ihr einen Kuss im günstigen Moment gestohlen hatte.
Ihre Flucht sagte nahezu alles. Dennoch...vielleicht war da trotzdem noch mehr hinter dieser Frau die sich Lunet Saraid nannte.
Er würde versuchen es zu erfahren...
Vincend & Horteras
-
Vincend Winterthal
Vince saß an "seinem" Baum auf der Lichtung und sah in den Sternenhimmel. Die Nacht war schon weiter vorran geschritten und sein Stab lehnte ruhig neben ihm am Baum, während der laue Abendwind sanft raschelnd an der Robe zog und Wellen darin warf.
Es war herrlich mild wie Vince feststellte. Ein angenehmer Abend.
Die Blumen um ihn herrum versprühten nurnoch einen leichten Duft den man am Tag viel besser wahrnehmen konnte.
Das Gras war angenehm kühl und die Sterne und der Mond warfen ein sanftes Licht auf die Erde hinab. Ein sehr friedlicher Augenblick.
Seine Gedanken gingen langsam den Tag entlang.
Einmal mehr hatte er Tithus getroffen. Eine wahrlich interessante Erscheinung, wie Vince fand. Ebenso ein Jünger des Horteras hatten die beiden Männer etwas gemeinsam. Sie stritten beide für die Freiheit und den Göttervater. Aber jenseits dessen schienen sie so verschieden wie man nur sein konnte und doch verstand man sich auf anhieb.
Tithus war fast wie zwei..oder drei...Männer. Sein Leib war wirklich eine Erscheinung. Aber er hatte das Herz am rechten Fleck.
Vielleicht sollte Vince wirklich einmal öffentlich predigen gehen, wie Tithus ihm angeraten hatte. Das würde sich zeigen. Wer weiss wieviel Zuspruch ein Priester des Horteras hier bekommen wird..wo alles durch starre Gesetze, Regeln und Sitten geregelt scheint.
Dann war da natürlich wieder Lunet...
Er hatte den halben Tag auf sie auf der Lichtung gewartet. Sie war nicht gekommen. Was sie wohl angehalten hatte? Vielleicht zuviel Kundschaft..oder sie wollte ihn nicht sehen. Vielleicht war er ja doch zuweit gegangen und hatte die junge Frau zu sehr verschreckt.
Er hatte sich jedoch ein Herz gefasst und war zu ihrem Haus gegangen, das ja garnicht soweit entfernt gelegen war. Die Abenddämmerung war bereits über das Land gezogen und schleichend trat die Nacht den Platz des Tages an.
Es würde wieder eine sternklare Nacht werden und in dem langsam dunkler werdenden Himmel traten die Lichtpunkte zum vorschein.
Er traf Lunet am Haus. Sie saß auf den Treppen vor ihrem Garten und sah zum Firmament hinauf. Wie stets gewandet in ihr teures, edles Kleid, das schwarze Haar schien in dem wenigen Licht das sein Stab spendete und die Sterne auf sie schien fast wie ein seidiger Schatten der ihr Gesicht und ihre Erscheinung umrahmte.
Die helle Haut stach deutlich in dem dunklen Blau und Schwarz hervor und liess ihre Augen, die im Licht so intensiv bläulich Funkelten dunkel wirken.
Vince blieb in einiger Entfernung stehen und betrachtete sie einen Moment ehe er auf sich aufmerksam gemacht hatte.
Warum sie nicht gekommen war, hatte er sie gefragt.
Und ihre Antwort war klar wie auch verwirrend gewesen. Sie hatte es nicht für gut erachtet, heute zu ihm zu kommen. Auf die Lichtung.
Es folgte ein sehr ernstes, wenn auch durchaus intimes Gespräch über sie beide.
Das sie nicht wolle das er mehr in ihr sah als sie zu geben bereit war.
Natürlich konnte er mehr in ihr sehen, aber er konnte nicht mehr bekommen als sie ihm geben würde und ein "Nein" hätte ausgereicht um den Horteras Priester auf Distanz zu bannen. Aber das Nein kam nicht.
Lunet war sehr...verwirrend. Ja, verwirrend war der richtige Ausdruck den Vince dafür benutzen musste.
In manchen Momenten die sie dort in der Dunkelheit der Nacht und dem Sternlicht standen hatte er durchaus das Bedürfniss gehabt sie in den Arm zu nehmen. Einmal mehr diese roten, samtigen Lippen zu kosten. Aber..er tat es nicht.
Stattdessen begann man sich wieder in jenem fast albernen Verhalten zu necken, das Vince so unheimlich anziehend an ihr fand. Das Lächeln auf ihren Lippen liess sie frei wirken und machte ihr sonst so distanziertes, porzellanartiges Gesicht wirklich hübsch.
Seine Robe hatte es ihr heute wohl besonders angetan, auch wenn Vince glaubte das das nur ein Vorwand gewesen war.
Langsam beschlich ihn das Gefühl das Lunet entweder nicht wusste was sie wollte, gerne spielte - besonders mit ihren Reizen - oder aber einfach Angst hatte. Angst vor dem was vielleicht passieren könnte, würde sie sich ihm ein klein wenig mehr nähern.
Er wusste es nicht genau und diese Frau war ihm ein Räzel wie es selten etwas für ihn war. Vielleicht würden die nächsten Treffen mehr Klarheit bringen, oder aber nur mehr verwirrung.
Er schloss seine Gedanken.
Es wurde Zeit das er etwas schlief und Kraft schöpfte für den kommenden Tag. Einen Moment noch versank er in andächtiges Gebet, unter den freien Sternen seines Gottes, Horteras. Dann legte er sich hin, in das Gras und die Blumen und schloss die Augen.
Es war herrlich mild wie Vince feststellte. Ein angenehmer Abend.
Die Blumen um ihn herrum versprühten nurnoch einen leichten Duft den man am Tag viel besser wahrnehmen konnte.
Das Gras war angenehm kühl und die Sterne und der Mond warfen ein sanftes Licht auf die Erde hinab. Ein sehr friedlicher Augenblick.
Seine Gedanken gingen langsam den Tag entlang.
Einmal mehr hatte er Tithus getroffen. Eine wahrlich interessante Erscheinung, wie Vince fand. Ebenso ein Jünger des Horteras hatten die beiden Männer etwas gemeinsam. Sie stritten beide für die Freiheit und den Göttervater. Aber jenseits dessen schienen sie so verschieden wie man nur sein konnte und doch verstand man sich auf anhieb.
Tithus war fast wie zwei..oder drei...Männer. Sein Leib war wirklich eine Erscheinung. Aber er hatte das Herz am rechten Fleck.
Vielleicht sollte Vince wirklich einmal öffentlich predigen gehen, wie Tithus ihm angeraten hatte. Das würde sich zeigen. Wer weiss wieviel Zuspruch ein Priester des Horteras hier bekommen wird..wo alles durch starre Gesetze, Regeln und Sitten geregelt scheint.
Dann war da natürlich wieder Lunet...
Er hatte den halben Tag auf sie auf der Lichtung gewartet. Sie war nicht gekommen. Was sie wohl angehalten hatte? Vielleicht zuviel Kundschaft..oder sie wollte ihn nicht sehen. Vielleicht war er ja doch zuweit gegangen und hatte die junge Frau zu sehr verschreckt.
Er hatte sich jedoch ein Herz gefasst und war zu ihrem Haus gegangen, das ja garnicht soweit entfernt gelegen war. Die Abenddämmerung war bereits über das Land gezogen und schleichend trat die Nacht den Platz des Tages an.
Es würde wieder eine sternklare Nacht werden und in dem langsam dunkler werdenden Himmel traten die Lichtpunkte zum vorschein.
Er traf Lunet am Haus. Sie saß auf den Treppen vor ihrem Garten und sah zum Firmament hinauf. Wie stets gewandet in ihr teures, edles Kleid, das schwarze Haar schien in dem wenigen Licht das sein Stab spendete und die Sterne auf sie schien fast wie ein seidiger Schatten der ihr Gesicht und ihre Erscheinung umrahmte.
Die helle Haut stach deutlich in dem dunklen Blau und Schwarz hervor und liess ihre Augen, die im Licht so intensiv bläulich Funkelten dunkel wirken.
Vince blieb in einiger Entfernung stehen und betrachtete sie einen Moment ehe er auf sich aufmerksam gemacht hatte.
Warum sie nicht gekommen war, hatte er sie gefragt.
Und ihre Antwort war klar wie auch verwirrend gewesen. Sie hatte es nicht für gut erachtet, heute zu ihm zu kommen. Auf die Lichtung.
Es folgte ein sehr ernstes, wenn auch durchaus intimes Gespräch über sie beide.
Das sie nicht wolle das er mehr in ihr sah als sie zu geben bereit war.
Natürlich konnte er mehr in ihr sehen, aber er konnte nicht mehr bekommen als sie ihm geben würde und ein "Nein" hätte ausgereicht um den Horteras Priester auf Distanz zu bannen. Aber das Nein kam nicht.
Lunet war sehr...verwirrend. Ja, verwirrend war der richtige Ausdruck den Vince dafür benutzen musste.
In manchen Momenten die sie dort in der Dunkelheit der Nacht und dem Sternlicht standen hatte er durchaus das Bedürfniss gehabt sie in den Arm zu nehmen. Einmal mehr diese roten, samtigen Lippen zu kosten. Aber..er tat es nicht.
Stattdessen begann man sich wieder in jenem fast albernen Verhalten zu necken, das Vince so unheimlich anziehend an ihr fand. Das Lächeln auf ihren Lippen liess sie frei wirken und machte ihr sonst so distanziertes, porzellanartiges Gesicht wirklich hübsch.
Seine Robe hatte es ihr heute wohl besonders angetan, auch wenn Vince glaubte das das nur ein Vorwand gewesen war.
Langsam beschlich ihn das Gefühl das Lunet entweder nicht wusste was sie wollte, gerne spielte - besonders mit ihren Reizen - oder aber einfach Angst hatte. Angst vor dem was vielleicht passieren könnte, würde sie sich ihm ein klein wenig mehr nähern.
Er wusste es nicht genau und diese Frau war ihm ein Räzel wie es selten etwas für ihn war. Vielleicht würden die nächsten Treffen mehr Klarheit bringen, oder aber nur mehr verwirrung.
Er schloss seine Gedanken.
Es wurde Zeit das er etwas schlief und Kraft schöpfte für den kommenden Tag. Einen Moment noch versank er in andächtiges Gebet, unter den freien Sternen seines Gottes, Horteras. Dann legte er sich hin, in das Gras und die Blumen und schloss die Augen.
-
Vincend Winterthal
Vince nahm auf der Bank platz und sah auf den kleinen Fischerhafen hinaus. Der Blick irgendwo in die Ferne des blauen Meeres gerichtet.
Seine Gedanken kreisten gleich um mehrere Dinge gleichzeitig.
Die Warnung Thelors die er eben erfahren hatte. Die Anhänger des Panthers hatten es wohl auf Tithus abgesehen. Wohl wegen seines gewichtigen Glaubeneinsatzes als er sich auf die Dunkle Templerin gesetzt hatte um diese gefechtsunfähig zu machen.
Die Rahaler und die Pantherjünger würden das nicht auf sich sitzen lassen.
Alleine der Gedanke ob des Wortwitzes liess ihn kurz lachen.
Aber dennoch war die Warnung ernst zu nehmen. Die Pantherjünger waren nun auf die Jünger des Horteras aufmerksam geworden. Also sollte auch Vince nun etwas vorsichtiger sein.
Auch wenn er der festen Überzeugung war das Horteras es niemals dulden würde seine Jünger in Gefangenschaft zu sehen.
Dann gingen seine Gedanken zu Lunet und sein sonst so freundlich, sanftmütiger Blick starb.
Nachdenklich nüchtern richteten sich die tiefen, meerblauen Augen des jungen Priesters auf den Horizont.
Da war das "Nein".
Es kam unerwarteter als er es vermutet hatte. Was hatte das zu bedeuten? Hatte Lunet mit ihm gespielt? Hatte sie desshalb nichts davon erwähnt?
"Mitbewohner..."
Hallte es in seinem Kopf und für einen Moment wurde sein Blick düster.
Dann jedoch hellten sich seine Züge wieder auf. Da war nichts dran zu ändern. Das musste er akzeptieren auch wenn er ständig den Eindruck hatte das Lunet eben das nicht wollte.
Was wollte sie denn überhaupt? Hatte sie ihn angelogen? Nein, das nicht.
Aber sie hatte dieses wichtige Detail verschwiegen. Was wollte sie?
Priesterlichen Beistand wollte sie nicht. Das hatte sie deutlich gemacht.
Seine Zuneigung...nicht so wie er sie ihr hätte geben wollen wohl.
Langsam glitten seine Augen den Horizont entlang. Beobachteten die kleinen Fischerboote die sich auf dem Meer tummelten.
Wollte sie nur einen Freund?
Warum hatte er dann das Gefühl das sie trotz allem mit ihm flirtete?
Wollte sie ein Abenteuer weg aus ihrem Alltag mit jenem Mann?
Er wusste es nicht. Aber sie wollte sich erklären...
Was es da wohl für eine Erklärung für gab?
Vince wusste nicht ob er enttäuscht sein sollte...oder wütend oder einfach garnichts.
Natürlich hatte ihn das irgendwie getroffen als er das offensichtliche um die Ohren geschlagen bekam und er hätte es sich vermutlich wahrlich anders gewünscht aber auch das gehörte zu dem Leben dazu das er in Freiheit beschritt. An diesen Dingen wuchs man ebenso.
Und mehr als eine Vernarrtheit war es sowieso nicht.
Vielleicht lag es auch einfach daran, dass er schon so lange keiner anderen Frau mehr so nahe gekommen war.
Er wusste es nicht aber er betete inständig der Göttervater möge ihm eine Erleuchtung beschenken. Aber diese blieb natürlich aus.
Diese Dinge musste er selbst erfahren.
Seine Gedanken kreisten gleich um mehrere Dinge gleichzeitig.
Die Warnung Thelors die er eben erfahren hatte. Die Anhänger des Panthers hatten es wohl auf Tithus abgesehen. Wohl wegen seines gewichtigen Glaubeneinsatzes als er sich auf die Dunkle Templerin gesetzt hatte um diese gefechtsunfähig zu machen.
Die Rahaler und die Pantherjünger würden das nicht auf sich sitzen lassen.
Alleine der Gedanke ob des Wortwitzes liess ihn kurz lachen.
Aber dennoch war die Warnung ernst zu nehmen. Die Pantherjünger waren nun auf die Jünger des Horteras aufmerksam geworden. Also sollte auch Vince nun etwas vorsichtiger sein.
Auch wenn er der festen Überzeugung war das Horteras es niemals dulden würde seine Jünger in Gefangenschaft zu sehen.
Dann gingen seine Gedanken zu Lunet und sein sonst so freundlich, sanftmütiger Blick starb.
Nachdenklich nüchtern richteten sich die tiefen, meerblauen Augen des jungen Priesters auf den Horizont.
Da war das "Nein".
Es kam unerwarteter als er es vermutet hatte. Was hatte das zu bedeuten? Hatte Lunet mit ihm gespielt? Hatte sie desshalb nichts davon erwähnt?
"Mitbewohner..."
Hallte es in seinem Kopf und für einen Moment wurde sein Blick düster.
Dann jedoch hellten sich seine Züge wieder auf. Da war nichts dran zu ändern. Das musste er akzeptieren auch wenn er ständig den Eindruck hatte das Lunet eben das nicht wollte.
Was wollte sie denn überhaupt? Hatte sie ihn angelogen? Nein, das nicht.
Aber sie hatte dieses wichtige Detail verschwiegen. Was wollte sie?
Priesterlichen Beistand wollte sie nicht. Das hatte sie deutlich gemacht.
Seine Zuneigung...nicht so wie er sie ihr hätte geben wollen wohl.
Langsam glitten seine Augen den Horizont entlang. Beobachteten die kleinen Fischerboote die sich auf dem Meer tummelten.
Wollte sie nur einen Freund?
Warum hatte er dann das Gefühl das sie trotz allem mit ihm flirtete?
Wollte sie ein Abenteuer weg aus ihrem Alltag mit jenem Mann?
Er wusste es nicht. Aber sie wollte sich erklären...
Was es da wohl für eine Erklärung für gab?
Vince wusste nicht ob er enttäuscht sein sollte...oder wütend oder einfach garnichts.
Natürlich hatte ihn das irgendwie getroffen als er das offensichtliche um die Ohren geschlagen bekam und er hätte es sich vermutlich wahrlich anders gewünscht aber auch das gehörte zu dem Leben dazu das er in Freiheit beschritt. An diesen Dingen wuchs man ebenso.
Und mehr als eine Vernarrtheit war es sowieso nicht.
Vielleicht lag es auch einfach daran, dass er schon so lange keiner anderen Frau mehr so nahe gekommen war.
Er wusste es nicht aber er betete inständig der Göttervater möge ihm eine Erleuchtung beschenken. Aber diese blieb natürlich aus.
Diese Dinge musste er selbst erfahren.
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Vincend Winterthal
Der Morgen graute langsam und Vince erwachte aus seinem ruhigen, tiefen Schlaf. Der Abend gestern war interessant gewesen...falls man das so nennen wollte.
Lunet und er hatten jedenfalls eine eigenwillige Beziehung zueinander, wenngleich er schon daran glaubte, dass sie Freunde waren. Er jedoch hatte einiges von ihr lernen können. Warum Menschen Dinge taten. Warum sie sich Zwängen ergaben. Warum sie unfrei waren und das willentlich.
Es war Angst.
Angst vor Vielem. Andersheit machte schnelle einsam und Unverständniss konnte starke Wogen schlagen. Ein tollerranter Mensch inmitten von inakzeptanz und ignoranz, ein Freier Mensch inmitten von Käfigen, Zwängen, Sitten, Ordnung...
Er hatte es "gegen den Strom schwimmen" genannt und es traf die bezeichnung sehr gut.
Was jedoch weiter würde, das wusste er auch nicht. In die Zukunft konnte er nicht sehen. Vielleicht irgendwann einmal wenn Horteras ihn etwas sehen lassen musste, aber im Moment war dem nicht so.
Nachdem er Lunet an ihrem Haus abgesetzt hatte und sie hinter der Tür verschwunden war, war er durch den Wald spaziert.
Die Nacht war schon fortgeschritten und der Mond stand hell am Firmament. Die Sterne funkelten auf ihn herrab und die Düsterniss die ihn umgab war nicht bedrohlich oder erschreckend. Es war die Zeit des Sternenherrns. Dann wenn seine Sterne am hellsten strahlten.
Sein Weg führte ihn zu einer hohen Klippe am Meer. Er wusste nicht genau wie er dorthin gelang war, das war aber auch nicht wichtig. Seine Eigenschaft nicht zurück zu blicken sondern nur nach Vorn, links und rechts liess ihn selten einen weiteren Schritt bereuen.
Die Brandung toste gegen die Klippen und warf feinen Wasserstaub in die Luft. Es roch nach Meer.
Vince trat nah an die Klippen herran und setzte sich hin. Langsam bettete er den Stab auf seinen Beinen und das Glimmen des kunstvollen Sterns an der Spitze erstarb in langsamen Pulsieren. Ein paar Handgriffe und der Brustteil der Robe war offen und wehte im starken Wind den die Brandung mit sich trug. Sein Haar wirbelete um sein Haupt und seine Schultern aber das störte ihn nicht. Einige Minuten richtete er den Blick gen Himmel. Besah die Sterne bei ihrem Glanz.
Es war friedlich hier. Hier inmitten der ungezügelten Kraft des Wassers, des Windes, des Himmels und der Erde.
Er hatte heute zu Lunet gesagt: "Ich bin gesegnet..ich habe mir das nicht ausgesucht..es ist einfach so."
Dieser Satz traf durchaus zu und es sollte keine Undankbarkeit darstellen. Er liebte den Sternenherr. Für alles das er symbolisierte. Das war seine Bestimmung, sein Weg und er ging ihn gerne. Er fühlte sich frei und ungebunden, jenseits aller Grenzen die die "normalen" Menschen durchschritten oder vor denen sie stehen blieben und verzweifelten.
Tithus hatte teils andere Ansichten über das was sie tun mussten. Das war gut so. Jeder Diener des Horteras ging ein wenig anders mit den Aufgaben und den Tugenden um die er darstellen sollte und was währen sie sonst für Vorbilder währe das nicht so.
Die Diener des Horteras konnte man nicht in Schubladen verpacken, das war bestandteil des Glaubens an den Sternenherr.
Vince schloss die Augen.
Langsam beruhigte sich seine Atmung und er konzentierte sich ganz auf die Gefühle und Eindrücke die ihn umgaben.
Der Wind der über seinen Körper striff, das Tosen des Meeres wie es den Stein erklomm und wieder hinab brach, der Geruch von Salzwasser, Gras und Blättern, das Prickeln auf der Haut wenn winzige Wassertröpfchen ihn trafen die der Wind die Klippe hinauf trug.
Langsam versank er mehr in der Meditation. Einfach nur da sitzen und den Geist öffnen. Öffnen für die Eindrücke die ihn erreichten und öffnen für die Kraft die Horteras ihm schenkte. Das war wichtig. Wichtig um zu begreifen das er ihm näher stand als die anderen Menschen. Das hob ihn zwar ab, liess ihn aber nicht eitel werden. Im Gegenteil.
Er sah sich als ein Diener der Menschheit, der Freiheit, der Völker an. Ein Diener der sich selbst dazu verpflichtet hatte seinen Weg zum Wohle der Freiheit zu gehen.
Die Macht die er erfahren hatte war noch schwach ihn ihm. Aber er wusste das sie mit der Zeit wachsen würde.
Das er dem Sternenherr näher kommen würde, so er sich dem ergab und erkannte wo er stand. Wenn er begriff was er war und was er zu tun hatte. Lernen, Erkennen und Handeln war der Weg den man auf Horteras Pfad gehen sollte so man eines Tages dem Gott der Freiheit wahrlich dienen wollte.
Seine Ausbildung war vorbei, zumindest jene die Günther ihn hatte angedeihen lassen, doch er spührte das dies nicht das Ende war. Es war erst der Anfang. Da war noch soviel mehr und soviel Tieferes das er erfahren konnte und er musste seinen Geist von all den Zweifeln und den Ängsten befreien.
Denn wie Lunet ihm gezeigt hatte, war es vor allem Angst das die Menschen band. Das die Menschen in jenen Zwängen leben liess um jener Angst zu entfliehen. Angst vor sovielem. Vor dem Ungewissen, vor der Zukunft, vor Schlechtem, vor Schmerz, Gewalt oder einfach die Angst davor enttäuscht zu werden oder erkannt.
Dies war der Grund warum man Vince so oft sagte, dass Gesetze, Regeln und Sitten nötig seien. Das sie das Zusammenleben sicherten. Natürlich brauchte man Richtlinen, das wusste Vincend auch.
Aber sie mussten sich wandeln, sich verändern mit den Menschen die sie leben sollten. Aber das passierte nicht.
Starre Gefängnisse um die Menschen vor ihren eigenen Ängsten zu blenden.
Blenden...
Wollten die Menschen das wirklich? Vincend war sich nicht sicher.
Und während ihn all diese Eindrücke, diese Gedanken durchströmten fühlte er sich unheimlich leicht. Er spührte den Segen der auf ihm lag, den Schutz den Horteras ihm angedeihen liess um seine Jünger dazu zu befähigen zu tun was sie tun sollten.
Dieser warme Glanz der in seinem Herz strahlte und ihn jene Verbindung zum Sternenherr spühren liess, das leise Säuseln eines niemals endenen Liedes dessen Harmonie so schön war, das kaum menschliches Ohr es je beschreiben konnte.
Und er inmitten all diesem.
Es war ein erhabenes Gefühl, ein stolzes Gefühl...Teil dessen zu sein.
Und so lauschte er den Klängen die leise an sein Bewusstsein drangen und jene zauberhafte Melodie in ihm produzierten.
Lunet und er hatten jedenfalls eine eigenwillige Beziehung zueinander, wenngleich er schon daran glaubte, dass sie Freunde waren. Er jedoch hatte einiges von ihr lernen können. Warum Menschen Dinge taten. Warum sie sich Zwängen ergaben. Warum sie unfrei waren und das willentlich.
Es war Angst.
Angst vor Vielem. Andersheit machte schnelle einsam und Unverständniss konnte starke Wogen schlagen. Ein tollerranter Mensch inmitten von inakzeptanz und ignoranz, ein Freier Mensch inmitten von Käfigen, Zwängen, Sitten, Ordnung...
Er hatte es "gegen den Strom schwimmen" genannt und es traf die bezeichnung sehr gut.
Was jedoch weiter würde, das wusste er auch nicht. In die Zukunft konnte er nicht sehen. Vielleicht irgendwann einmal wenn Horteras ihn etwas sehen lassen musste, aber im Moment war dem nicht so.
Nachdem er Lunet an ihrem Haus abgesetzt hatte und sie hinter der Tür verschwunden war, war er durch den Wald spaziert.
Die Nacht war schon fortgeschritten und der Mond stand hell am Firmament. Die Sterne funkelten auf ihn herrab und die Düsterniss die ihn umgab war nicht bedrohlich oder erschreckend. Es war die Zeit des Sternenherrns. Dann wenn seine Sterne am hellsten strahlten.
Sein Weg führte ihn zu einer hohen Klippe am Meer. Er wusste nicht genau wie er dorthin gelang war, das war aber auch nicht wichtig. Seine Eigenschaft nicht zurück zu blicken sondern nur nach Vorn, links und rechts liess ihn selten einen weiteren Schritt bereuen.
Die Brandung toste gegen die Klippen und warf feinen Wasserstaub in die Luft. Es roch nach Meer.
Vince trat nah an die Klippen herran und setzte sich hin. Langsam bettete er den Stab auf seinen Beinen und das Glimmen des kunstvollen Sterns an der Spitze erstarb in langsamen Pulsieren. Ein paar Handgriffe und der Brustteil der Robe war offen und wehte im starken Wind den die Brandung mit sich trug. Sein Haar wirbelete um sein Haupt und seine Schultern aber das störte ihn nicht. Einige Minuten richtete er den Blick gen Himmel. Besah die Sterne bei ihrem Glanz.
Es war friedlich hier. Hier inmitten der ungezügelten Kraft des Wassers, des Windes, des Himmels und der Erde.
Er hatte heute zu Lunet gesagt: "Ich bin gesegnet..ich habe mir das nicht ausgesucht..es ist einfach so."
Dieser Satz traf durchaus zu und es sollte keine Undankbarkeit darstellen. Er liebte den Sternenherr. Für alles das er symbolisierte. Das war seine Bestimmung, sein Weg und er ging ihn gerne. Er fühlte sich frei und ungebunden, jenseits aller Grenzen die die "normalen" Menschen durchschritten oder vor denen sie stehen blieben und verzweifelten.
Tithus hatte teils andere Ansichten über das was sie tun mussten. Das war gut so. Jeder Diener des Horteras ging ein wenig anders mit den Aufgaben und den Tugenden um die er darstellen sollte und was währen sie sonst für Vorbilder währe das nicht so.
Die Diener des Horteras konnte man nicht in Schubladen verpacken, das war bestandteil des Glaubens an den Sternenherr.
Vince schloss die Augen.
Langsam beruhigte sich seine Atmung und er konzentierte sich ganz auf die Gefühle und Eindrücke die ihn umgaben.
Der Wind der über seinen Körper striff, das Tosen des Meeres wie es den Stein erklomm und wieder hinab brach, der Geruch von Salzwasser, Gras und Blättern, das Prickeln auf der Haut wenn winzige Wassertröpfchen ihn trafen die der Wind die Klippe hinauf trug.
Langsam versank er mehr in der Meditation. Einfach nur da sitzen und den Geist öffnen. Öffnen für die Eindrücke die ihn erreichten und öffnen für die Kraft die Horteras ihm schenkte. Das war wichtig. Wichtig um zu begreifen das er ihm näher stand als die anderen Menschen. Das hob ihn zwar ab, liess ihn aber nicht eitel werden. Im Gegenteil.
Er sah sich als ein Diener der Menschheit, der Freiheit, der Völker an. Ein Diener der sich selbst dazu verpflichtet hatte seinen Weg zum Wohle der Freiheit zu gehen.
Die Macht die er erfahren hatte war noch schwach ihn ihm. Aber er wusste das sie mit der Zeit wachsen würde.
Das er dem Sternenherr näher kommen würde, so er sich dem ergab und erkannte wo er stand. Wenn er begriff was er war und was er zu tun hatte. Lernen, Erkennen und Handeln war der Weg den man auf Horteras Pfad gehen sollte so man eines Tages dem Gott der Freiheit wahrlich dienen wollte.
Seine Ausbildung war vorbei, zumindest jene die Günther ihn hatte angedeihen lassen, doch er spührte das dies nicht das Ende war. Es war erst der Anfang. Da war noch soviel mehr und soviel Tieferes das er erfahren konnte und er musste seinen Geist von all den Zweifeln und den Ängsten befreien.
Denn wie Lunet ihm gezeigt hatte, war es vor allem Angst das die Menschen band. Das die Menschen in jenen Zwängen leben liess um jener Angst zu entfliehen. Angst vor sovielem. Vor dem Ungewissen, vor der Zukunft, vor Schlechtem, vor Schmerz, Gewalt oder einfach die Angst davor enttäuscht zu werden oder erkannt.
Dies war der Grund warum man Vince so oft sagte, dass Gesetze, Regeln und Sitten nötig seien. Das sie das Zusammenleben sicherten. Natürlich brauchte man Richtlinen, das wusste Vincend auch.
Aber sie mussten sich wandeln, sich verändern mit den Menschen die sie leben sollten. Aber das passierte nicht.
Starre Gefängnisse um die Menschen vor ihren eigenen Ängsten zu blenden.
Blenden...
Wollten die Menschen das wirklich? Vincend war sich nicht sicher.
Und während ihn all diese Eindrücke, diese Gedanken durchströmten fühlte er sich unheimlich leicht. Er spührte den Segen der auf ihm lag, den Schutz den Horteras ihm angedeihen liess um seine Jünger dazu zu befähigen zu tun was sie tun sollten.
Dieser warme Glanz der in seinem Herz strahlte und ihn jene Verbindung zum Sternenherr spühren liess, das leise Säuseln eines niemals endenen Liedes dessen Harmonie so schön war, das kaum menschliches Ohr es je beschreiben konnte.
Und er inmitten all diesem.
Es war ein erhabenes Gefühl, ein stolzes Gefühl...Teil dessen zu sein.
Und so lauschte er den Klängen die leise an sein Bewusstsein drangen und jene zauberhafte Melodie in ihm produzierten.
Zuletzt geändert von Vincend Winterthal am Donnerstag 5. Juli 2007, 12:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Vincend Winterthal
Rache eines Priesters - Die Strafe
Der Morgen war noch jung und die ersten jungfräulichen Sonnenstrahlen traten gerade über den Horizont, als Vince sein bescheidenes Heim in Varuna verliess und den Weg zu seinem üblichen Platz an der Küste antrat.
Die Gardisten am Tor langweilten ihn wieder mit den Gesetzen, was sie so oft taten und er hatte sich die Gesetzestafel nicht einmal angesehen, egal wie oft sie ihn darauf hingewiesen hatten.
Gesetze..
Sitte...
Regeln...
Das alles war nur ein Käfig in den man sich sperrte. Ein Gefängnis für den Geist der das eigene Handeln beschränkte. Soviele Menschen denen es noch galt die Augen zu öffnen. Seine Arbeit hier hatte gerade erst angefangen. Es war wohl gut das er und Tithus die Reviere gut abgesteckt hatten. Tithus passte perfekt nach Bajard und auch auf Lameriast würde er sicher hervorragende Arbeit für den Sternenherrn leisten.
Während sich Vince ganz auf Varuna, Berchgard und die Grafschaft Hohenfels konzentierte die ein Bollwerk von Temoras verblendenden Tugenden und Sitten war. Hier gab es sehr viel Arbeit.
Der Gottesdienst gestern war ein Anfang gewesen. Er hatte den Menschen die gekommen waren gezeigt das es nicht nur Temora und Eluive unter ihnen gab, nein. Auch der Sternenherr, der Göttervater war unter ihnen in Form seiner Jünger und in Form der Freiheit mit denen er sie tagtäglich wie selbstverständlich beschenkte. So selbstverständlich wohl, dass viele das garnicht mehr wahrnahmen.
Wahrnehmen.....
Da echote doch etwas in Vincend`s Gedanken. Der Grund warum er heute, mal wieder, so früh das Haus verliess.
Seine Schritte führten ihn zu dem kleinen Platou wo er oft saß und seinen Gedanken an den Sternenherr nachging oder einfach dem Lied lauschte das ihn ständig umgab. Heute ging eine sehr steife Briese vom Meer aus und zerrte an seiner Robe und wirbelte ihm das Haar ins Gesicht.
Die Luft roch nach frischem Gras, Meer, Salz und Freiheit. Ein wunderbarer Ort, vermutlich der Grund warum er so oft hier war. Warum er sich gerade diesen Ort für seine Meditation ausgesucht hatte.
In fast schon ritueller Manier öffnete er die ersten beiden Knöpfe der Robe, sodass der Wind in das Gefand fahren konnte und jenes um seinen Körper wirbeln liess, während er langsam im seichten, taunassen Gras platz nahm.
Den Stab steckte er neben sich in den lockeren Boden, sodass der Stern an der Spitze über dem Platou trohnte.
Dann nahm er eine Hand vor die Brust, zwei Finger der anderen Hand legten sich auf die Tätowierung auf seiner Stirn, dort wo er den Stern des Horteras trug.
Dann begann er sein Gebet an den Göttervater, diesmal mit einer ganz besonderen Bitte.
Rafael de Arganta...
"Horteras, Göttervater, Sternenherr, Herr über den Freien Geist und die Freiheit der gesamten Schöpfung. Du weisst, dass ich dir ein treuer Diener bin und dein Wort zu jenen tragen versuche die in ihren Ketten und Fesseln leben. Die ihre Käfige nicht erkennen und Weisung brauchen um deinen Segen zu begreifen. Manche brauchen auch die Erkenntnis einzusehen das sie überhaupt von dir gesegnet worden sind, jeden Tag.
In Freiheit von Körper und Geiste. Denn so wünscht sich jedes Lebewesen zu exsistieren.
Heute jedoch, trete ich mit einer besonderen Bitte in meinem Gebet an dich, Sternenherr. Es gibt einen Mann der deiner Belehrung bedarf.
Ein Mann der deinen Segen nicht begreifen will und stattdessen deine Jünger aus reiner Freude in Käfige sperrt. In ein Gefängnis. Dem es scheinbar große Genugtunung in seiner Intollerranz und seiner Ignoranz sein mag seiner Wut in diesem Maße Luft zu machen.
Ich bitte dich, belehre diesen Mann. Sein Name ist Rafael de Arganta. Ein Ritter dieses Reiches in dem ich im Moment für dich wirke.
Ich bitte dich darum, ihn zu belehren was es heisst mit jenen Dingen deine Jünger freveln zu wollen.
Manchmal müssen auch wir, deine Jünger, den engstirnigen Menschen in ihren strengen Regeln und Sitten aufzeigen welche Fehler sie begehen und desshalb bitte ich dich:
Nimm deinen Segen des Freien Schrittes für einige Tage von ihm. Zeige ihm was es heisst ohne deinen Segen, ohne deine Freiheit zu wandeln. Aufdass er erkennen mag, welch Frevel er begeht und welch Geschenk er von dir erhält.
Ich danke dir Sternenherr, Göttervater. Für dein Verständniss und meine Anhörung in meinen Bitten.
Deine Sterne mögen ewig als Zeichen der wahren Freiheit über dieser Welt wachen....."
Für einen Moment erklang ein veränderter Ton in dem Lied der Welt, als Vince die Augen wieder öffnete und die Hände senkte und er nickte sofort verstehend. Der Göttervater hatte seine Bitte erhöhrt....
"Lass dich davon lehren, Rafael de Arganta...." sann er in den Wind hinein und blieb noch eine Weile sitzen um sich seiner Meditation hinzugeben, wenn er sowieso schon hier war.
Der Morgen war noch jung und die ersten jungfräulichen Sonnenstrahlen traten gerade über den Horizont, als Vince sein bescheidenes Heim in Varuna verliess und den Weg zu seinem üblichen Platz an der Küste antrat.
Die Gardisten am Tor langweilten ihn wieder mit den Gesetzen, was sie so oft taten und er hatte sich die Gesetzestafel nicht einmal angesehen, egal wie oft sie ihn darauf hingewiesen hatten.
Gesetze..
Sitte...
Regeln...
Das alles war nur ein Käfig in den man sich sperrte. Ein Gefängnis für den Geist der das eigene Handeln beschränkte. Soviele Menschen denen es noch galt die Augen zu öffnen. Seine Arbeit hier hatte gerade erst angefangen. Es war wohl gut das er und Tithus die Reviere gut abgesteckt hatten. Tithus passte perfekt nach Bajard und auch auf Lameriast würde er sicher hervorragende Arbeit für den Sternenherrn leisten.
Während sich Vince ganz auf Varuna, Berchgard und die Grafschaft Hohenfels konzentierte die ein Bollwerk von Temoras verblendenden Tugenden und Sitten war. Hier gab es sehr viel Arbeit.
Der Gottesdienst gestern war ein Anfang gewesen. Er hatte den Menschen die gekommen waren gezeigt das es nicht nur Temora und Eluive unter ihnen gab, nein. Auch der Sternenherr, der Göttervater war unter ihnen in Form seiner Jünger und in Form der Freiheit mit denen er sie tagtäglich wie selbstverständlich beschenkte. So selbstverständlich wohl, dass viele das garnicht mehr wahrnahmen.
Wahrnehmen.....
Da echote doch etwas in Vincend`s Gedanken. Der Grund warum er heute, mal wieder, so früh das Haus verliess.
Seine Schritte führten ihn zu dem kleinen Platou wo er oft saß und seinen Gedanken an den Sternenherr nachging oder einfach dem Lied lauschte das ihn ständig umgab. Heute ging eine sehr steife Briese vom Meer aus und zerrte an seiner Robe und wirbelte ihm das Haar ins Gesicht.
Die Luft roch nach frischem Gras, Meer, Salz und Freiheit. Ein wunderbarer Ort, vermutlich der Grund warum er so oft hier war. Warum er sich gerade diesen Ort für seine Meditation ausgesucht hatte.
In fast schon ritueller Manier öffnete er die ersten beiden Knöpfe der Robe, sodass der Wind in das Gefand fahren konnte und jenes um seinen Körper wirbeln liess, während er langsam im seichten, taunassen Gras platz nahm.
Den Stab steckte er neben sich in den lockeren Boden, sodass der Stern an der Spitze über dem Platou trohnte.
Dann nahm er eine Hand vor die Brust, zwei Finger der anderen Hand legten sich auf die Tätowierung auf seiner Stirn, dort wo er den Stern des Horteras trug.
Dann begann er sein Gebet an den Göttervater, diesmal mit einer ganz besonderen Bitte.
Rafael de Arganta...
"Horteras, Göttervater, Sternenherr, Herr über den Freien Geist und die Freiheit der gesamten Schöpfung. Du weisst, dass ich dir ein treuer Diener bin und dein Wort zu jenen tragen versuche die in ihren Ketten und Fesseln leben. Die ihre Käfige nicht erkennen und Weisung brauchen um deinen Segen zu begreifen. Manche brauchen auch die Erkenntnis einzusehen das sie überhaupt von dir gesegnet worden sind, jeden Tag.
In Freiheit von Körper und Geiste. Denn so wünscht sich jedes Lebewesen zu exsistieren.
Heute jedoch, trete ich mit einer besonderen Bitte in meinem Gebet an dich, Sternenherr. Es gibt einen Mann der deiner Belehrung bedarf.
Ein Mann der deinen Segen nicht begreifen will und stattdessen deine Jünger aus reiner Freude in Käfige sperrt. In ein Gefängnis. Dem es scheinbar große Genugtunung in seiner Intollerranz und seiner Ignoranz sein mag seiner Wut in diesem Maße Luft zu machen.
Ich bitte dich, belehre diesen Mann. Sein Name ist Rafael de Arganta. Ein Ritter dieses Reiches in dem ich im Moment für dich wirke.
Ich bitte dich darum, ihn zu belehren was es heisst mit jenen Dingen deine Jünger freveln zu wollen.
Manchmal müssen auch wir, deine Jünger, den engstirnigen Menschen in ihren strengen Regeln und Sitten aufzeigen welche Fehler sie begehen und desshalb bitte ich dich:
Nimm deinen Segen des Freien Schrittes für einige Tage von ihm. Zeige ihm was es heisst ohne deinen Segen, ohne deine Freiheit zu wandeln. Aufdass er erkennen mag, welch Frevel er begeht und welch Geschenk er von dir erhält.
Ich danke dir Sternenherr, Göttervater. Für dein Verständniss und meine Anhörung in meinen Bitten.
Deine Sterne mögen ewig als Zeichen der wahren Freiheit über dieser Welt wachen....."
Für einen Moment erklang ein veränderter Ton in dem Lied der Welt, als Vince die Augen wieder öffnete und die Hände senkte und er nickte sofort verstehend. Der Göttervater hatte seine Bitte erhöhrt....
"Lass dich davon lehren, Rafael de Arganta...." sann er in den Wind hinein und blieb noch eine Weile sitzen um sich seiner Meditation hinzugeben, wenn er sowieso schon hier war.
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Rafael de Arganta
Der Tag hatte eigentlich gut begonnen und so verlief er auch bis zu dem Zeitpunkt da er in die Kirche Varunas ging.
Es war nichts ungewöhnliches das er hier betete, doch dieses mal kam er nicht dazu, denn auf dem Alatar lag ein zerbrochener Akoriterdolch.
Rafael stockte der Atem und als er auf den Ritter Ian traf zeigte er ihm diesen um dann jedoch zu stocken als ihm siedentheiß einfiel das die Heiligkeit in der Kirche wohnte.
Die Sorge um sie ließ ihn herumfahren. „Die Heiligkeit.“ Stieß er nur hervor und Ian schloss ich ihm an. Als er den Turm hinauf stürmte um heftigst an der abgeschlossenen Tür zu pochen.
Nichts. Gar nichts. Die Angst um die alte Dame spornte ihn an so nahm er Anlauf und versuchte mit Ians Hilfe die Tür auf zu brechen, was ihm schließlich auch gelang ...
Doch nur um fest zu stellen das es der falsche Turm war.
Die Heiligkeit wohnte in dem anderen Turm.
Schon rannten sie hinüber erneut versuchend die Tür zu öffnen die Abgeschlossen war.
Sie pochten daran dann nahm Rafael voller Sorge erneut anlauf, doch noch bevor er die Tür erreichte wurde diese von Alys Arnis geöffnet, und Rafael noch voll im Schwung, rauschte an ihr vorbei bis ein Tisch seinen Lauf unsanft stoppte und er mitten drauf landete.
„Tolle Tischgarnitur.“ Fluchte er innerlich froh darüber das die Heiligkeit blind war und diese wohl doch arg groteske Bild, das er wohl bot, nicht mitbekam.
Rafael war mehr als nur froh als er die Kirche, verlassen konnte. Laut der Heiligkeit war sie nicht entweiht worden.
Doch hatte Rafael gehofft es würde ab jetzt ruhiger zugehen, so hatte er sich getäuscht.
Bei dem anschließenden Gottesdienst waren so viele Fremde um den Grafen herum, dazu eine Festnahme einer Alatargläubigen, das Rafael sich eng beim Truchsess aufhielt, immer die Umgebung im Blick, aus Angst das man diese Möglichkeit ausnutzen wollte.
Doch es geschah nichts weiter als das der Horteras Priester Vincend Winterthal noch das Gespräch mit dem Grafen suchte.
Nichts weiter wäre gut gewesen, doch Bruder Vincend sprach in einem derartigen Ton mit dem Grafen das Rafael mühe hatte ruhig zu bleiben.
Freiheit für die Straftäter, das der Graf es nicht wagen solle jemanden an den Pranger zu stellen und als Adrian ihm schließlich befahl den Priester Horteras das Gefängnis im Kastell zu zeigen, hätte er am liebsten abgesagt.
So jedoch nahm er sich zusammen, geleitete Vincend hinüber und zeigte ihm den Zellentrakt.
Als der Bruder näher an eine herantrat schloss Rafael sie auf öffnete die Tür und Vincend trat hinein.
Was Rafael genau ritt vermochte er nicht einmal zusagen, aber er schloss die Tür nicht nur hinter dem Priester, er schloss auch voller Genugtuung ab.
Natürlich begehrte der Mann sofort auf, und Rafael tat erstaunt.
Er erklärte das er dachte das Vincend einmal wissen wollte wie es ist eingesperrt zu sein, doch der Mann durchschaute ihn wohl obwohl sich Rafael, wie er selber fand, gut rausredete.
Die Worte das es ihm noch leid tun würde, die Vincend sprach nahm er jedenfalls nicht wirklich ernst.
So ging er zurück zum Grafen, erzählte ihm von dem was geschehen war um dann endlich, den Heimweg an zu treten.
Das Schlachtross ließ er stehen, stattdessen ließ er Rymis satteln, und ritte aus der Statt um an Emmas Hof an zu halten als er sah das das Tor weit aufstand.
Emma hatte noch niemals das Tor offengelassen.
Leise und achtsam stieg er ab als er auch schon eine Gestalt sah die sich an der Tür zu schaffen machte.
„HALT!“ brüllte er und rannte auf den Mann zu, der sein Heil sofort in der Flucht suchte, über den Zaun hetzte, und während Rafael noch ihm nach zu setzen versuchte übersah er die Hacke die am Boden lag.
Er trat darauf, worauf der Stiel sich vom Boden abhob, ihm gegen den Kopf schlug und er so aus dem Konzept gebracht, weiterstolperte, dann dabei einer Wurzel am Boden übersah, an ihr hängenblieb, um dann haltlos rudernd nach dem zu greifen was sich ihm bot um nicht hin zu stürzen.
Das Seil des Brunneneimers.
Er hielt sich daran fest im sicheren Glauben, doch das Seil gab nach, er stolperte gen Brunnen, wollte ich noch mal am Seil hochziehen doch die morsche Holzkonstruktion, an dem das Seil hing, gab nach und er stürzte über die nicht sehr hohe Mauer in den Brunnen hinab, um mit einem lauten Platzen im hüfthohem Wasser zu landen.
Für den Moment nahm es ihm den Atem, und die Besinnung und als er wieder zu sich kam, war es mitten in der Nacht.
Rymis hatte ob des Kraches und des offensichtlichen Fehlens seines Herrn bereits das Weite gesucht so das er ihm keine Hilfe war.
Rafael lag bis zum Hals im Wasser als er sich erhob.
Klatschnass und frierend sah er sich um, tastete die Wände ab, aber nichts, keine Leiter kein Seil das ihm helfen konnte.
So blieb ihm nichts übrig als zu rufen, auch wenn diese Situation auch zu Peinlich für ihn war.
„Heeeeeeeeedaaaaa? HILFEEE!!!!!“
Irgendwann musste Emma doch mal aufstehen, oder man nach ihm suchen, aber auch als die Sonne längst aufgegangen war, war von der Bäuerin nichts zu hören und zu sehen und Rafael wurde langsam heiser.
So langsam begann er zu glauben das das alles nicht mit rechten Dingen zugehen könnte ... und mit schaudern dachte er an die Worte Bruder Vincend.
Man sollte wohl doch nicht die Götter verärgern... oder ihre Diener.
Es war nichts ungewöhnliches das er hier betete, doch dieses mal kam er nicht dazu, denn auf dem Alatar lag ein zerbrochener Akoriterdolch.
Rafael stockte der Atem und als er auf den Ritter Ian traf zeigte er ihm diesen um dann jedoch zu stocken als ihm siedentheiß einfiel das die Heiligkeit in der Kirche wohnte.
Die Sorge um sie ließ ihn herumfahren. „Die Heiligkeit.“ Stieß er nur hervor und Ian schloss ich ihm an. Als er den Turm hinauf stürmte um heftigst an der abgeschlossenen Tür zu pochen.
Nichts. Gar nichts. Die Angst um die alte Dame spornte ihn an so nahm er Anlauf und versuchte mit Ians Hilfe die Tür auf zu brechen, was ihm schließlich auch gelang ...
Doch nur um fest zu stellen das es der falsche Turm war.
Die Heiligkeit wohnte in dem anderen Turm.
Schon rannten sie hinüber erneut versuchend die Tür zu öffnen die Abgeschlossen war.
Sie pochten daran dann nahm Rafael voller Sorge erneut anlauf, doch noch bevor er die Tür erreichte wurde diese von Alys Arnis geöffnet, und Rafael noch voll im Schwung, rauschte an ihr vorbei bis ein Tisch seinen Lauf unsanft stoppte und er mitten drauf landete.
„Tolle Tischgarnitur.“ Fluchte er innerlich froh darüber das die Heiligkeit blind war und diese wohl doch arg groteske Bild, das er wohl bot, nicht mitbekam.
Rafael war mehr als nur froh als er die Kirche, verlassen konnte. Laut der Heiligkeit war sie nicht entweiht worden.
Doch hatte Rafael gehofft es würde ab jetzt ruhiger zugehen, so hatte er sich getäuscht.
Bei dem anschließenden Gottesdienst waren so viele Fremde um den Grafen herum, dazu eine Festnahme einer Alatargläubigen, das Rafael sich eng beim Truchsess aufhielt, immer die Umgebung im Blick, aus Angst das man diese Möglichkeit ausnutzen wollte.
Doch es geschah nichts weiter als das der Horteras Priester Vincend Winterthal noch das Gespräch mit dem Grafen suchte.
Nichts weiter wäre gut gewesen, doch Bruder Vincend sprach in einem derartigen Ton mit dem Grafen das Rafael mühe hatte ruhig zu bleiben.
Freiheit für die Straftäter, das der Graf es nicht wagen solle jemanden an den Pranger zu stellen und als Adrian ihm schließlich befahl den Priester Horteras das Gefängnis im Kastell zu zeigen, hätte er am liebsten abgesagt.
So jedoch nahm er sich zusammen, geleitete Vincend hinüber und zeigte ihm den Zellentrakt.
Als der Bruder näher an eine herantrat schloss Rafael sie auf öffnete die Tür und Vincend trat hinein.
Was Rafael genau ritt vermochte er nicht einmal zusagen, aber er schloss die Tür nicht nur hinter dem Priester, er schloss auch voller Genugtuung ab.
Natürlich begehrte der Mann sofort auf, und Rafael tat erstaunt.
Er erklärte das er dachte das Vincend einmal wissen wollte wie es ist eingesperrt zu sein, doch der Mann durchschaute ihn wohl obwohl sich Rafael, wie er selber fand, gut rausredete.
Die Worte das es ihm noch leid tun würde, die Vincend sprach nahm er jedenfalls nicht wirklich ernst.
So ging er zurück zum Grafen, erzählte ihm von dem was geschehen war um dann endlich, den Heimweg an zu treten.
Das Schlachtross ließ er stehen, stattdessen ließ er Rymis satteln, und ritte aus der Statt um an Emmas Hof an zu halten als er sah das das Tor weit aufstand.
Emma hatte noch niemals das Tor offengelassen.
Leise und achtsam stieg er ab als er auch schon eine Gestalt sah die sich an der Tür zu schaffen machte.
„HALT!“ brüllte er und rannte auf den Mann zu, der sein Heil sofort in der Flucht suchte, über den Zaun hetzte, und während Rafael noch ihm nach zu setzen versuchte übersah er die Hacke die am Boden lag.
Er trat darauf, worauf der Stiel sich vom Boden abhob, ihm gegen den Kopf schlug und er so aus dem Konzept gebracht, weiterstolperte, dann dabei einer Wurzel am Boden übersah, an ihr hängenblieb, um dann haltlos rudernd nach dem zu greifen was sich ihm bot um nicht hin zu stürzen.
Das Seil des Brunneneimers.
Er hielt sich daran fest im sicheren Glauben, doch das Seil gab nach, er stolperte gen Brunnen, wollte ich noch mal am Seil hochziehen doch die morsche Holzkonstruktion, an dem das Seil hing, gab nach und er stürzte über die nicht sehr hohe Mauer in den Brunnen hinab, um mit einem lauten Platzen im hüfthohem Wasser zu landen.
Für den Moment nahm es ihm den Atem, und die Besinnung und als er wieder zu sich kam, war es mitten in der Nacht.
Rymis hatte ob des Kraches und des offensichtlichen Fehlens seines Herrn bereits das Weite gesucht so das er ihm keine Hilfe war.
Rafael lag bis zum Hals im Wasser als er sich erhob.
Klatschnass und frierend sah er sich um, tastete die Wände ab, aber nichts, keine Leiter kein Seil das ihm helfen konnte.
So blieb ihm nichts übrig als zu rufen, auch wenn diese Situation auch zu Peinlich für ihn war.
„Heeeeeeeeedaaaaa? HILFEEE!!!!!“
Irgendwann musste Emma doch mal aufstehen, oder man nach ihm suchen, aber auch als die Sonne längst aufgegangen war, war von der Bäuerin nichts zu hören und zu sehen und Rafael wurde langsam heiser.
So langsam begann er zu glauben das das alles nicht mit rechten Dingen zugehen könnte ... und mit schaudern dachte er an die Worte Bruder Vincend.
Man sollte wohl doch nicht die Götter verärgern... oder ihre Diener.
Zuletzt geändert von Rafael de Arganta am Montag 10. September 2007, 15:48, insgesamt 1-mal geändert.