Wenn der Wind sich dreht
Verfasst: Dienstag 26. Juni 2007, 23:17
Die Augen offen starrte sie zur Decke als würde sie die Balken zählen. Ruhig hob und senkte sich die Brust und man durfte durchaus annehmen das sie überaus entspannt war. Die Wahrheit jedoch sah anders aus. Schmerzen durchzogen ihren Kopf, Erinnerungen, Gefühle – es gab kein Entkommen. Noch immer lag sie da wie eine Tote. Konnte sich nicht wehren und ließ es über sich ergehen. Sekunden verstrichen wurden zu Minuten und schließlich zu Stunden. Dann endlich ging sie dem entgegen. Fassungslos, getroffen und wütend. Der Hass in ihrem Inneren war unbeschreiblich. Wie konnte er nur? Was dachte er sich? Ein jeder der schon einmal vertraut hat wird diesen Hass kennen der auf bittere Enttäuschung folgt. Stark, mächtig und keinesfalls so rasch vergänglich wie er sollte. Nein, hier gab es keine Vergebung. Hier musste man handeln.
Sie setzte sich auf den Schmerz hinter ihren Schläfen ignorierend. Oh nein, so einfach würde sie es ihm nicht machen. Alte Traditionen hatte der Herr also aufgenommen. Hatte beseitigt was im Weg stand um an die Spitze zu gelangen und nun? Nun brach er damit und flüchtete, lief fort erschrocken von dem was er war, was er getan hatte. Unheilvoll wurden die eisblauen Augen zusammen gekniffen. Sie sah in jenem Moment aus wie ein Falke der seine Beute ins Auge gefasst hatte. Ihre Macht reichte nicht aus ihm über das Band zu zusetzen jenes sie noch immer verband. Doch ihre Meinung würde sie ihm wohl überaus deutlich vermitteln ehe es barst.
Immer wachsam!
Eines seiner Lieblingszitate. Warum bei den Göttern vermochte er nicht die nötige, innere Stärke aufzubringen. Nein wahrlich, sie verstand ihn nicht. Er war es gewesen der ihren Herzen Grundsätze und Regeln eingeimpft hatte. Er war es gewesen der sie gefordert, gelobt und getadelt hatte und nun war er es der sich abwendetet. Das war nicht akzeptabel. Unruhig ging sie durch den Raum. Eins, zwei, drei, vier und wieder zurück eins, zwei... groß war er nicht. Überaus beengend und keinesfalls für das geeignet was folgen würde. Ohne sich die Mühe zu machen an eine ordentliche Überkleidung zu denken wurde die Türe beim Verlassen des Häuschens zugeknallt. Was sie so mühsam zu erlangen gesucht hatte war nun kaum zu bändigen. Emotionen – ein Schicksal das man wohl keinem zweiten wünschte. Das Brennen in der Brust wurde stärker. Sie hätte schreien wollen, töten und es an irgend jemandem auslassen. Doch je länger sie zögerte desto weiter würde er fort sein. Tatsächlich entfernte er sich, hatte versucht das Band zu zerreißen und war zu ihrer Überraschung gescheitert. Hatte er es nur halbherzig versucht? Fehlte ihm die Macht dazu? War er gestraft worden? So viele Fragen und nie mehr würde er eine Antwort geben.
So entschlossen das gleich beide Türen auf schwangen zog sie die Großrune des Ordens vor diesen. Geraume Zeit war es her seit das Pentagramm gezogen worden war. Im Grunde hatte es einem anderen Zweck dienen sollen doch war es gleich. Das Nachthemd ablegend nahm sie sich die Zeit sich vorzubereiten. Eine der Ritualroben überstreifend trat sie dann hinein. Nutzte die Energien die bereits an jenem Ort vorzufinden waren und ließ das Band alles andere als sanft aufpeitschen. Mit allem Hass, aller Kraft ließ sie ihn wissen das sie darum wusste. Wusste was er getan hatte, verachtete was er tun würde. Doch noch ehe sie gefährlich werden konnte brach der Kontakt ab. So akut das sie sich sicher sein durfte das er sich dem Bestehen wohl schlichtweg noch nicht angenommen hatte. Unvorbereitet sank sie zusammen. Der Boden war ein überaus gnädiges Opfer das die wütenden Faustschläge stumm hin nahm. Mochten ihm die Götter gnädig sein so er jemals wieder unter die Augen eines Arkorithers kommen sollte. Es gab nur einen Weg des Ordens. Jener führte hinein. Niemals aber hinaus. Sein Tod war unabänderlich und es würde die Zeit kommen da sie sich gegenüberstanden. Im Moment jedoch waren alle Gedanken überaus unklar. Schmerz, Hass und Verzweiflung trieben sie schließlich dazu zu dieser späten Stunde an Ort und Stelle einzuschlafen.
Sie setzte sich auf den Schmerz hinter ihren Schläfen ignorierend. Oh nein, so einfach würde sie es ihm nicht machen. Alte Traditionen hatte der Herr also aufgenommen. Hatte beseitigt was im Weg stand um an die Spitze zu gelangen und nun? Nun brach er damit und flüchtete, lief fort erschrocken von dem was er war, was er getan hatte. Unheilvoll wurden die eisblauen Augen zusammen gekniffen. Sie sah in jenem Moment aus wie ein Falke der seine Beute ins Auge gefasst hatte. Ihre Macht reichte nicht aus ihm über das Band zu zusetzen jenes sie noch immer verband. Doch ihre Meinung würde sie ihm wohl überaus deutlich vermitteln ehe es barst.
Immer wachsam!
Eines seiner Lieblingszitate. Warum bei den Göttern vermochte er nicht die nötige, innere Stärke aufzubringen. Nein wahrlich, sie verstand ihn nicht. Er war es gewesen der ihren Herzen Grundsätze und Regeln eingeimpft hatte. Er war es gewesen der sie gefordert, gelobt und getadelt hatte und nun war er es der sich abwendetet. Das war nicht akzeptabel. Unruhig ging sie durch den Raum. Eins, zwei, drei, vier und wieder zurück eins, zwei... groß war er nicht. Überaus beengend und keinesfalls für das geeignet was folgen würde. Ohne sich die Mühe zu machen an eine ordentliche Überkleidung zu denken wurde die Türe beim Verlassen des Häuschens zugeknallt. Was sie so mühsam zu erlangen gesucht hatte war nun kaum zu bändigen. Emotionen – ein Schicksal das man wohl keinem zweiten wünschte. Das Brennen in der Brust wurde stärker. Sie hätte schreien wollen, töten und es an irgend jemandem auslassen. Doch je länger sie zögerte desto weiter würde er fort sein. Tatsächlich entfernte er sich, hatte versucht das Band zu zerreißen und war zu ihrer Überraschung gescheitert. Hatte er es nur halbherzig versucht? Fehlte ihm die Macht dazu? War er gestraft worden? So viele Fragen und nie mehr würde er eine Antwort geben.
So entschlossen das gleich beide Türen auf schwangen zog sie die Großrune des Ordens vor diesen. Geraume Zeit war es her seit das Pentagramm gezogen worden war. Im Grunde hatte es einem anderen Zweck dienen sollen doch war es gleich. Das Nachthemd ablegend nahm sie sich die Zeit sich vorzubereiten. Eine der Ritualroben überstreifend trat sie dann hinein. Nutzte die Energien die bereits an jenem Ort vorzufinden waren und ließ das Band alles andere als sanft aufpeitschen. Mit allem Hass, aller Kraft ließ sie ihn wissen das sie darum wusste. Wusste was er getan hatte, verachtete was er tun würde. Doch noch ehe sie gefährlich werden konnte brach der Kontakt ab. So akut das sie sich sicher sein durfte das er sich dem Bestehen wohl schlichtweg noch nicht angenommen hatte. Unvorbereitet sank sie zusammen. Der Boden war ein überaus gnädiges Opfer das die wütenden Faustschläge stumm hin nahm. Mochten ihm die Götter gnädig sein so er jemals wieder unter die Augen eines Arkorithers kommen sollte. Es gab nur einen Weg des Ordens. Jener führte hinein. Niemals aber hinaus. Sein Tod war unabänderlich und es würde die Zeit kommen da sie sich gegenüberstanden. Im Moment jedoch waren alle Gedanken überaus unklar. Schmerz, Hass und Verzweiflung trieben sie schließlich dazu zu dieser späten Stunde an Ort und Stelle einzuschlafen.