Liber Necromantis
Verfasst: Mittwoch 25. April 2007, 14:22
Mit gewisser Eleganz schritt Amon, gehüllt in seinen schwarzen Mantel und gestützt von dem Stab in seiner rechten Hand, die gewundene Treppe in die Kypta hinab. Die Holztreppen waren alt und brüchig, der Schein der Fackeln warf den verzerrte Schatten Amons an die aus Bruchstein bestehende Wand und an den Türbögen fanden sich Spinnenweben, welche Amon beiläufig mit der freien Hand beiseite wischte.
Dann war er am Ziel, eine schwere Eichentür am Ende der Treppe. Aus der Tasche des abgewetzten Mantel zog Amon einen verrosteten Schlüssel mit welchem er die Tür entriegelte und sich Zugang zu dem dahinter liegenden Raum verschaffte.
Ursprünglich wohl eine Grabkammer, wurde die Gruft schon vor einigen Jahrzehnten in ein Laboratorium mit angeschlossener Bibliothek umfunktioniert, lediglich der Sarkophag in der Mitte des Raumes erinnerte noch an die ursprüngliche Nutzung.
Heute diente eben dieser Sarkophag als Schreibtisch, auf dem sich eine Vielzahl von losen Blättern, verstaubten Pergamentrollen und Büchern stapelt. Die Mitte des umgestalteten Sarkophags nahm ein in schwarzes Leder gebunden Buch ein, es war aufgeschlagen und erlaubt Einsicht in abstruse Zeichnungen von menschlichen Körpern, den Verlauf von Muskeln, als auch Aufzeichnungen von scheinbaren Transplantationen in welchen, soweit auf den stellenweise stark mit Blut verschmierten Seiten, man versuchte menschliche Extremitäten mit denen von Tieren und Monstrositäten zu erweitern oder zu ersetzen, hierbei schien der Verfasser des Buches wohl besonderes Interesse an den Flügeln der Gargylen und dessen Auswirkungen am menschlichen Körper entwickelt zu haben.
Der übrige Raum bot einen ähnlich düsteren Anblick, auf der rechten Seite finden sich einige Käfige welche Skelette und Knochen enthalten, die man weder einem Tier noch einem menschlichen Wesen eindeutig zuordnen könnte. An den Wänden befinden sich in die Mauer eingelassene Hand und Fußfesseln. Die linke Seite der Grabkammer wird ganz und gar von Bücherregalen eingenommen in denen sich neben dem eigentlichen Schriftwerk auch die ein oder andere Phiole mit verschiedensten Substanzen, einige Schädel, abgebrannte Kerzen, Ringe und Amulette.
Amon betrat die Kypta, aus der ledernen Umhängetasche zog er ein in, mit frischem blutbesudelten Leinen gehülltes Bündel hervor. Das Bündel in der Hand haltend, legte er den Inhalt frei und betrachtete das Herz des Ochsen, welches er eben vom Schlachter im Nahe gelegenen Dorf erworben hatte.
Mit einem zufriedenen nicken umwickelte er das Herz wieder und verstaute es sorgfältig in einer kleinen verzierten Kiste. Danach wendete er sich wieder der Türe zu, stellte seinen Stab beiseite und Griff stattdessen zu der Schaufel die hinter der Türe an der Wand lehnte.
Ein kurzer Gedanke schoss durch Amons Kopf:„Der Körper für die Arbeit muss frisch sein, ansonsten hat die Verwesung bereits eingesetzt und das Konstrukt wäre Instabil.“
...
Dann war er am Ziel, eine schwere Eichentür am Ende der Treppe. Aus der Tasche des abgewetzten Mantel zog Amon einen verrosteten Schlüssel mit welchem er die Tür entriegelte und sich Zugang zu dem dahinter liegenden Raum verschaffte.
Ursprünglich wohl eine Grabkammer, wurde die Gruft schon vor einigen Jahrzehnten in ein Laboratorium mit angeschlossener Bibliothek umfunktioniert, lediglich der Sarkophag in der Mitte des Raumes erinnerte noch an die ursprüngliche Nutzung.
Heute diente eben dieser Sarkophag als Schreibtisch, auf dem sich eine Vielzahl von losen Blättern, verstaubten Pergamentrollen und Büchern stapelt. Die Mitte des umgestalteten Sarkophags nahm ein in schwarzes Leder gebunden Buch ein, es war aufgeschlagen und erlaubt Einsicht in abstruse Zeichnungen von menschlichen Körpern, den Verlauf von Muskeln, als auch Aufzeichnungen von scheinbaren Transplantationen in welchen, soweit auf den stellenweise stark mit Blut verschmierten Seiten, man versuchte menschliche Extremitäten mit denen von Tieren und Monstrositäten zu erweitern oder zu ersetzen, hierbei schien der Verfasser des Buches wohl besonderes Interesse an den Flügeln der Gargylen und dessen Auswirkungen am menschlichen Körper entwickelt zu haben.
Der übrige Raum bot einen ähnlich düsteren Anblick, auf der rechten Seite finden sich einige Käfige welche Skelette und Knochen enthalten, die man weder einem Tier noch einem menschlichen Wesen eindeutig zuordnen könnte. An den Wänden befinden sich in die Mauer eingelassene Hand und Fußfesseln. Die linke Seite der Grabkammer wird ganz und gar von Bücherregalen eingenommen in denen sich neben dem eigentlichen Schriftwerk auch die ein oder andere Phiole mit verschiedensten Substanzen, einige Schädel, abgebrannte Kerzen, Ringe und Amulette.
Amon betrat die Kypta, aus der ledernen Umhängetasche zog er ein in, mit frischem blutbesudelten Leinen gehülltes Bündel hervor. Das Bündel in der Hand haltend, legte er den Inhalt frei und betrachtete das Herz des Ochsen, welches er eben vom Schlachter im Nahe gelegenen Dorf erworben hatte.
Mit einem zufriedenen nicken umwickelte er das Herz wieder und verstaute es sorgfältig in einer kleinen verzierten Kiste. Danach wendete er sich wieder der Türe zu, stellte seinen Stab beiseite und Griff stattdessen zu der Schaufel die hinter der Türe an der Wand lehnte.
Ein kurzer Gedanke schoss durch Amons Kopf:„Der Körper für die Arbeit muss frisch sein, ansonsten hat die Verwesung bereits eingesetzt und das Konstrukt wäre Instabil.“
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