Mit gewisser Eleganz schritt Amon, gehüllt in seinen schwarzen Mantel und gestützt von dem Stab in seiner rechten Hand, die gewundene Treppe in die Kypta hinab. Die Holztreppen waren alt und brüchig, der Schein der Fackeln warf den verzerrte Schatten Amons an die aus Bruchstein bestehende Wand und an den Türbögen fanden sich Spinnenweben, welche Amon beiläufig mit der freien Hand beiseite wischte.
Dann war er am Ziel, eine schwere Eichentür am Ende der Treppe. Aus der Tasche des abgewetzten Mantel zog Amon einen verrosteten Schlüssel mit welchem er die Tür entriegelte und sich Zugang zu dem dahinter liegenden Raum verschaffte.
Ursprünglich wohl eine Grabkammer, wurde die Gruft schon vor einigen Jahrzehnten in ein Laboratorium mit angeschlossener Bibliothek umfunktioniert, lediglich der Sarkophag in der Mitte des Raumes erinnerte noch an die ursprüngliche Nutzung.
Heute diente eben dieser Sarkophag als Schreibtisch, auf dem sich eine Vielzahl von losen Blättern, verstaubten Pergamentrollen und Büchern stapelt. Die Mitte des umgestalteten Sarkophags nahm ein in schwarzes Leder gebunden Buch ein, es war aufgeschlagen und erlaubt Einsicht in abstruse Zeichnungen von menschlichen Körpern, den Verlauf von Muskeln, als auch Aufzeichnungen von scheinbaren Transplantationen in welchen, soweit auf den stellenweise stark mit Blut verschmierten Seiten, man versuchte menschliche Extremitäten mit denen von Tieren und Monstrositäten zu erweitern oder zu ersetzen, hierbei schien der Verfasser des Buches wohl besonderes Interesse an den Flügeln der Gargylen und dessen Auswirkungen am menschlichen Körper entwickelt zu haben.
Der übrige Raum bot einen ähnlich düsteren Anblick, auf der rechten Seite finden sich einige Käfige welche Skelette und Knochen enthalten, die man weder einem Tier noch einem menschlichen Wesen eindeutig zuordnen könnte. An den Wänden befinden sich in die Mauer eingelassene Hand und Fußfesseln. Die linke Seite der Grabkammer wird ganz und gar von Bücherregalen eingenommen in denen sich neben dem eigentlichen Schriftwerk auch die ein oder andere Phiole mit verschiedensten Substanzen, einige Schädel, abgebrannte Kerzen, Ringe und Amulette.
Amon betrat die Kypta, aus der ledernen Umhängetasche zog er ein in, mit frischem blutbesudelten Leinen gehülltes Bündel hervor. Das Bündel in der Hand haltend, legte er den Inhalt frei und betrachtete das Herz des Ochsen, welches er eben vom Schlachter im Nahe gelegenen Dorf erworben hatte.
Mit einem zufriedenen nicken umwickelte er das Herz wieder und verstaute es sorgfältig in einer kleinen verzierten Kiste. Danach wendete er sich wieder der Türe zu, stellte seinen Stab beiseite und Griff stattdessen zu der Schaufel die hinter der Türe an der Wand lehnte.
Ein kurzer Gedanke schoss durch Amons Kopf:„Der Körper für die Arbeit muss frisch sein, ansonsten hat die Verwesung bereits eingesetzt und das Konstrukt wäre Instabil.“
...
Liber Necromantis
-
Amon Riebenhof
...
Das letzte Experiment hatte Amons Erwartungen nicht erfüllen können, er war zornig.
Die Handschuhe, offensichtlich gefertigt aus den Schuppen eines Drachen, landeten auf dem Schreibtisch. Eilig griff er sich Eine der unzähligen Federn die überall auf seinem Arbeitsplatz verteilt lagen. Sie umgehend in das daneben stehende Tintenfass getunkt um anschließend einige Zeilen in das große, schwarz eingebundene Buch vor sich niederzuschreiben.
Die Orks aus den Grotten bei den Bajarder Sümpfen haben sich nicht als derartig Widerstandsfähig erwiesen wie zunächst gehofft.
Zwar wies das Obejekt nach dem Transport in das Laboratorium leichte Beschädigungen auf, doch waren diese bist zum Testbeginn wieder behoben.
Während der Operation stellte sich heraus,m das der Brustkorb dieses Wesen nicht genügend Platz bot um das Untertassen-Große Ochsenherz aufzunehmen. Es kostete mich einiges an Bemühungen um dieses Problem zu beheben.
Dabei sei folgendes kurz angemerkt: Handelsübliche Schmiedezangen eignen sich hervorragend zum aufbrechen des Brustkorbs von robusten Wesen wie Orks und Ogern.
Das nächste Hindernis stellte der hohe Blutverlust da, welchem ich jedoch mit einer Lösung von menekanischen Salzgestein und abgekochten Wasser entgegenwirken konnte.
Nachdem das Herz erfolgreich eingebaut werden konnte, gelang es mir das Konstrukt wieder ins Leben zurück zu rufen.
Trotz des augenscheinlichen Gelingen der Operation stellte sich bald heraus das während des Eingriffs einige Arterien und Organe verletzt wurden, sprudelte dem Konstrukt doch schon nach wenigen Augenblicken das Blut aus der Kehle was wohl zum baldigen Exitus führen wird, welcher bis jetzt noch nicht eingetreten ist.
In der Zeit nach meiner Rückkehr von Lameriast, wo ich mich Feldstudien betreffen der neulich entdeckten Ureinwohner zuwende, werde ich ein größeres, viel bedeutenderes Projekt in Angriff nehmen.
Mit diesen Worten endete der Eintrag des heutigen Tages.
Amon klappte das Buch zusammen, legte den Federkiel beiseite und griff im Anschluss nach der bereits gepackten Reisetasche, löschte die Fackeln welche die dunkle Krypta zumindest etwas beleuchtete und wendete sich gen Ausgang.
Die schwere Eichentür fiel ins Schloss und lediglich der noch immer in der Ecke liegende, japsende und blutspuckende Ork blieb in der verriegelten, dunklen Krypa zurück.
Das letzte Experiment hatte Amons Erwartungen nicht erfüllen können, er war zornig.
Die Handschuhe, offensichtlich gefertigt aus den Schuppen eines Drachen, landeten auf dem Schreibtisch. Eilig griff er sich Eine der unzähligen Federn die überall auf seinem Arbeitsplatz verteilt lagen. Sie umgehend in das daneben stehende Tintenfass getunkt um anschließend einige Zeilen in das große, schwarz eingebundene Buch vor sich niederzuschreiben.
Die Orks aus den Grotten bei den Bajarder Sümpfen haben sich nicht als derartig Widerstandsfähig erwiesen wie zunächst gehofft.
Zwar wies das Obejekt nach dem Transport in das Laboratorium leichte Beschädigungen auf, doch waren diese bist zum Testbeginn wieder behoben.
Während der Operation stellte sich heraus,m das der Brustkorb dieses Wesen nicht genügend Platz bot um das Untertassen-Große Ochsenherz aufzunehmen. Es kostete mich einiges an Bemühungen um dieses Problem zu beheben.
Dabei sei folgendes kurz angemerkt: Handelsübliche Schmiedezangen eignen sich hervorragend zum aufbrechen des Brustkorbs von robusten Wesen wie Orks und Ogern.
Das nächste Hindernis stellte der hohe Blutverlust da, welchem ich jedoch mit einer Lösung von menekanischen Salzgestein und abgekochten Wasser entgegenwirken konnte.
Nachdem das Herz erfolgreich eingebaut werden konnte, gelang es mir das Konstrukt wieder ins Leben zurück zu rufen.
Trotz des augenscheinlichen Gelingen der Operation stellte sich bald heraus das während des Eingriffs einige Arterien und Organe verletzt wurden, sprudelte dem Konstrukt doch schon nach wenigen Augenblicken das Blut aus der Kehle was wohl zum baldigen Exitus führen wird, welcher bis jetzt noch nicht eingetreten ist.
In der Zeit nach meiner Rückkehr von Lameriast, wo ich mich Feldstudien betreffen der neulich entdeckten Ureinwohner zuwende, werde ich ein größeres, viel bedeutenderes Projekt in Angriff nehmen.
Mit diesen Worten endete der Eintrag des heutigen Tages.
Amon klappte das Buch zusammen, legte den Federkiel beiseite und griff im Anschluss nach der bereits gepackten Reisetasche, löschte die Fackeln welche die dunkle Krypta zumindest etwas beleuchtete und wendete sich gen Ausgang.
Die schwere Eichentür fiel ins Schloss und lediglich der noch immer in der Ecke liegende, japsende und blutspuckende Ork blieb in der verriegelten, dunklen Krypa zurück.
Zuletzt geändert von Amon Riebenhof am Sonntag 7. Oktober 2007, 13:45, insgesamt 1-mal geändert.