Abschied

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Sharay Lessard

Abschied

Beitrag von Sharay Lessard »

Spät Nachts führten müde Schritte sie zum Ritterturm an der Küste Rahals. Dort angekommen stolperte sie beinahe über etwas - kaum sichtbar ausserhalb des Fackelscheins stehend, eine Kiste. Eine der beiden Wachen kam herbei, fragend was geschehen sei, Sharay wiegelte ab und begann die Wache danach zu fragen, woher diese Kiste käme.
Lediglich ein wortloses Schulterzucken kam erst als Antwort, auf ihren Blick hin folgte jedoch eine hastige Erklärung, das keiner etwas gesehen hätte, auch seien nur die üblichen Nachtgeräusche zu hören gewesen. Mit einer kurzen Antwort entließ sie den Gardisten und schaffte die Truhe nach einiger Zeit in den Turm.
Im Licht erkannte man eine Holztruhe mit massiven Beschlägen und starkem Schloss - welches aber nach einigen Schlägen mit dem Rabenschnabel den Widerstand aufgab. Sharay öffnete die Kiste, zum Vorschein kamen etliche persönliche Gegenstände und Kleidung, vieles gefärbt in den Farben des Bundes des Handwerks.
Sich nicht durch irgend etwas ablenken lassend durchsuchte sie die Truhe nach Anzeichen, wer der Besitzer sei, vielleicht 5 Minuten vergingen und sie knallte die Truhe zu, so schnell es ging eilte sie zum Haupttor.
Sämtliche Wachen wurden fast angebrüllt, ob sie den Besitzer der Truhe gesehen haben, keiner der Wachhabenden jedoch erinnere sich, ihre Schicht habe gerade erst angefangen; nur jene am vordersten Tor seien noch nicht abgelöst worden, Sharay solle es dort versuchen.
Jene Wachen brachten endlich etwas zum Vorschein.
Ja, sie haben den Besitzer gesehen, er sei grußlos aus der Stadt hinaus, dann zur Kutsche und gen Süden.
Ihre Schritte führten Sharay noch zur Kutsche, der Kutscher ließ verlauten, er habe den Besitzer irgendwo mitten im Wald rauslassen sollen, dann sei er zwischen den Bäumen weiter Richtung Süden verschwunden.
An jener Stelle, die sie sich zeigen ließ, verlor sich die Spur irgendwo im Wald, wohl wird man sie selbst bei Tage nicht ausfindig machen können.

Ein letzter Gedanke schoss ihr durch den Kopf: Rukus, guter Freund, der Vater sei mit dir, wo immer du nun auch sein mögest...
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