Die Gaukler
Verfasst: Donnerstag 19. April 2007, 22:34
Eluvan ließ sich auf einen zum Hocker umfunktionierten Baumstumpf fallen und nahm einen kräftigen Atemzug von der Lagerfeuerluft und versuchte sich zu entspannen. In den letzten paar Tagen hatte sich in Eluvans Leben mehr getan als in den letzten 3 Jahren. Er versuchte sich an den Abend in der Taverne zu erinnern, ihm fielen allerdings nur vage Gesprächsfetzen wieder ein. Er sollte wieder weniger trinken, stellte er bei diesem Gedanken schmunzelnd fest.
Er hatte einige fremde Personen in der Taverne getroffen und sich sofort mit ihnen verstanden. Sie waren wie er Vagabunden und Heimatlose. Wahrsager, Gaukler, Sänger, Geschichtenschreiber fanden sich unter ihnen und Eluvan fühlte sich stark an seine Jugend bei der Spielmannsgruppe Abax Baldini erinnert. Erst an diesem Abend, als er in die lebensfrohen Gesichter der Unbekannten blickte fiel ihm auf, dass er die letzten Jahre vertan hatte. Nachdem er Abax Baldini verlassen hatte, wollte er auf eigene Faust eine Gruppe um sich sammeln und weiter Erfahrungen im unbeschwerten Leben finden, doch irgendwo zwischen Nirgendwo und Bajard muss dieser Lebenstraum auf der Strecke geblieben sein. Und nun hat der Traum Eluvan in Form dieser Gaukler und Lebenskünstler wieder eingeholt. Als ihm bewusst wurde, dass er die letzten Monate wahrscheinlich nur in Bajard verbrachte, weil er im Stillen auf diese Gelegenheit wartete, sprach er das Thema, wenn auch etwas lallend, am Tische an.
Er sprach von Auftritten auf riesigen Bühnen vor Publikum, von kleinen Spielchen mit Kindern und von dem Traum die ganze Welt mit Lautenklang und Schauspiel zu unterhalten und zum Lächeln zu bringen. Er versicherte, dass er in über 15 Jahren viele Erfahrungen gesammelt hat und gut mit den meisten Problemen zurecht käme, auch wenn er hier und da seine Erzählungen etwas ausschmückte.
Und nun saß er hier. Ein kleiner Fußmarsch trennte ihn von Bajard, doch zum ersten Mal zog es ihn nicht mehr so sehr dahin zurück wie sonst. Um ihn herum sammelten sich langsam alle Arten von Personen an, die wohl mit dem letzten Schiff gekommen waren. Er hatte bis jetzt noch überhaupt keinen Überblick, wieviele es überhaupt waren und woher sie alle kamen, aber gerade deswegen musste er wahrscheinlich zufrieden lächeln.
Er sah sich um.
Hinter ihm lagen Zeltplanen und Seile auf dem Boden verteilt. Einige kleine, abgedeckte Karren beherbergten die Vorräte der kleinen Truppe und überall lagen Schlafmatten oder Decken. Vor ihm prasselte das Lagerfeuer und ließ ihn Gesichter in der Dunkelheit erkennen. Vernarbte und alte Gesichter waren darunter, aber auch in kindliche, junge Augen blickte er. Einige waren hünenhaft groß oder auch klein wie Zwerge. Manche hatten Muskeln und hatten sich beim Schleppen der Karren bewiesen, andere zeigten Geschick und hatten die Zeltplanen vernäht und vorbereitet. Allesamt hatten etwas gemeinsam. Ein fröhliches Lächeln auf den Lippen.
Eluvan blickte nun auch wieder ins Feuer und grinste.
Er war wieder zu Hause.
Er hatte einige fremde Personen in der Taverne getroffen und sich sofort mit ihnen verstanden. Sie waren wie er Vagabunden und Heimatlose. Wahrsager, Gaukler, Sänger, Geschichtenschreiber fanden sich unter ihnen und Eluvan fühlte sich stark an seine Jugend bei der Spielmannsgruppe Abax Baldini erinnert. Erst an diesem Abend, als er in die lebensfrohen Gesichter der Unbekannten blickte fiel ihm auf, dass er die letzten Jahre vertan hatte. Nachdem er Abax Baldini verlassen hatte, wollte er auf eigene Faust eine Gruppe um sich sammeln und weiter Erfahrungen im unbeschwerten Leben finden, doch irgendwo zwischen Nirgendwo und Bajard muss dieser Lebenstraum auf der Strecke geblieben sein. Und nun hat der Traum Eluvan in Form dieser Gaukler und Lebenskünstler wieder eingeholt. Als ihm bewusst wurde, dass er die letzten Monate wahrscheinlich nur in Bajard verbrachte, weil er im Stillen auf diese Gelegenheit wartete, sprach er das Thema, wenn auch etwas lallend, am Tische an.
Er sprach von Auftritten auf riesigen Bühnen vor Publikum, von kleinen Spielchen mit Kindern und von dem Traum die ganze Welt mit Lautenklang und Schauspiel zu unterhalten und zum Lächeln zu bringen. Er versicherte, dass er in über 15 Jahren viele Erfahrungen gesammelt hat und gut mit den meisten Problemen zurecht käme, auch wenn er hier und da seine Erzählungen etwas ausschmückte.
Und nun saß er hier. Ein kleiner Fußmarsch trennte ihn von Bajard, doch zum ersten Mal zog es ihn nicht mehr so sehr dahin zurück wie sonst. Um ihn herum sammelten sich langsam alle Arten von Personen an, die wohl mit dem letzten Schiff gekommen waren. Er hatte bis jetzt noch überhaupt keinen Überblick, wieviele es überhaupt waren und woher sie alle kamen, aber gerade deswegen musste er wahrscheinlich zufrieden lächeln.
Er sah sich um.
Hinter ihm lagen Zeltplanen und Seile auf dem Boden verteilt. Einige kleine, abgedeckte Karren beherbergten die Vorräte der kleinen Truppe und überall lagen Schlafmatten oder Decken. Vor ihm prasselte das Lagerfeuer und ließ ihn Gesichter in der Dunkelheit erkennen. Vernarbte und alte Gesichter waren darunter, aber auch in kindliche, junge Augen blickte er. Einige waren hünenhaft groß oder auch klein wie Zwerge. Manche hatten Muskeln und hatten sich beim Schleppen der Karren bewiesen, andere zeigten Geschick und hatten die Zeltplanen vernäht und vorbereitet. Allesamt hatten etwas gemeinsam. Ein fröhliches Lächeln auf den Lippen.
Eluvan blickte nun auch wieder ins Feuer und grinste.
Er war wieder zu Hause.