Aller Anfang ist Schwer ( Geburt der Akademie)

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Selina Talmar
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Aller Anfang ist Schwer ( Geburt der Akademie)

Beitrag von Selina Talmar »

Wieder legte sie ein Holzscheit in das prasselnde Feuer des Kamins, ihres Kamins, und streckte sich gemütlich davor aus, das heißt so gemütlich wie es ihr schmerzender Rücken zuließ. Sie hasste die Viecher, die sie so schmerzhaft gegen die Wand geschleudert hatten.

Aber sie konnte sich dennoch nicht beschweren. Sie hatte eine Aufgabe und sie hatte ein Heim, auch wenn ihr noch die kalten Nächte am Lagerfeuer gut in Erinnerung waren. Zusammen gekauert hatten sie dagesessen, versucht sich gegenseitig aufzumuntern, sich Hoffnung zu machen. Einen Teil taten ihre Träume um die Nächte durchzuhalten, aber da sich Edwin alle erdenkliche Mühe beim Kochen gab, trug auch das Essen dazu bei, dass die jungen Leute durchhielten. Sie hatten sich vorgenommen eine Akademie aufzubauen. Einen Ort an dem jeder der wollte lernen konnte. Sie wollten nicht mehr in Mitten eines immer währenden Krieges sein. Viele waren Richard gefolgt, weil sie Ruhe wollten, sie sehnten sich nach etwas beständigen. Die Akademie sollte nie in diesen Krieg hineingeraten.
Sie wollten mit ihrer Idee Leuten die Möglichkeit geben, sich sicher zu fühlen. Sie wollten Helfen, für die da sein die allein waren. Helfen in eine Gesellschaft hinein zu kommen und doch keine Verpflichtungen gegenüber glauben oder Herrschaft zu haben.
Doch die härteste Probe stand ihnen jetzt bevor. Die Idee allein genügte nicht, um in dieser Winterlandschaft zu bestehen. Es war mit Nichten ein ruhiger Ort. Aber sie wollten ja leeren dazu gehörte auch das Kämpfen. Wie konnte man das besser als an einem Ort, wo die Praxis der Theorie schnell folgen konnte und dennoch ungefährlich war es nicht, sie mussten schnell arbeiten, um sich zu schützen.
So kalt wie die Nächte waren, so hart waren die Tage. Sie brauchten schnell eine Unterkunft. Holz gab es genug. Zusammen schafften sie es nach unzähligen Stunden, nach etlichen Blessuren, zerstörtem Werkzeug und dem widrigstem Wetter. Doch sie konnten stolz auf sich sein. Das Haus der Akademie stand. Später sollten weitere folgen.
Sie hatten ein Dach über dem Kopf. Doch sie waren zerschlagen und die Motivation und die Träume waren recht zerschlagen. Jetzt hieß es die Akademie aufzubauen und das stellte sich als schwieriger heraus, als das Dach über dem Kopf. Neugierde war geweckt worden, aber noch nicht genug. Zu viel stand noch am Anfang und mit den Wochen kehrte die Niedergeschlagenheit zurück, die sie zuvor verdrängt hatten.
Doch auch das verging. Sie rafften sich auf und versuchten das Beste zu machen. Sie hatten den Grundstein gelegt, nun musste das Gerüst folgen und alles was noch dazu gehörte. Ruhe würden sie so schnell wohl nicht mehr bekommen.

Selina seufzte, als ihr auffiel, wie wackelig das Gerüst noch war. Hätten sie erst versuchen sollen, mit den anderen Gilden auf Lameriast zu reden? Nein es war richtig erst einen Grundstein zu haben. Nun hatten sie angefangen sich ihre Nachbarn näher anzusehen und wer weiß, was sich daraus ergeben konnte. Fröstelnd wickelte sie sich trotz des Feuers in eine Decke. Wie hatte sie in den ersten Wochen auf der Insel gefroren. So sehr, dass sie die Kälte wieder spürte als sie zurück dachte. Nein diesen Platz wollte sie nicht mehr verlieren, auch wenn ihr die Orks nahe der Akademie sorgen machten. Sie hatten Glück gehabt bisher und die junge Frau hoffte inständig, dass dies so bliebe. Sie wusste, der Teil der jetzt vor ihnen lag, war schwieriger als der erste. Nun hieß es für Annerkennung der Akademie zu sorgen. Tausende Ideen schwebten im Kopf der jungen Frau herum, doch wenige waren jetzt umsetzbar. Aber wie hieß es so schön, kommt Zeit kommt Rat. Sie würde erst einmal abwarten was geschieht, wenn sie sich den anderen Gilden näherten.
Etwas anderes blieb ihr kaum übrig.
Wer wusste schon, was auf einem zu kam, doch eines wusste sie, leicht wird es nicht.
Richard Tarid

Beitrag von Richard Tarid »

Der späte Abend brach an und ein etwas dunkler Schatten schlich um die Akademie. Wenn man sich diesen Schatten etwas genauer anschauen würde, dann würde man sehen das es eine Person mit einer Fackel in der Hand ist. Die Stunden vergingen trotzdem war es die Aufgaben des Oberhauptes für den Schutz der Akademie zu sorgen, deswegen sah man diesen jeden Abend seine Streife durch die Gegend um das Gelände laufen. In der einen Hand trug dieser jene Fackel die man etwas weiter weg sah, aber in der anderen Hand sein Schwert immer griffbereit, falls sich ein Ork in ihre Richtung verlaufen würde…
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Selina Talmar
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Selina Talmar »

Sie waren zusammen gewachsen in den langen Nächten und anstrengenden Tagen. Dies Zeigte sich beim Gildentreffen. Schnell waren sie sich einig, was getan werden musste und was zu überlegen war. Selbst bei als die Meinungen auseinander gingen, fand sich dennoch eine Lösung. Doch soviel Ideen wie sie hatten, konnten sie erst einmal gar nicht umsetzen. Ihnen fehlte etwas. Zum einen brauchten sie Handelspartner. Sie konnten nicht alles Allein herstellen oder gewinnen. So war schnell beschlossen, sich den anderen Gilden anzunähern, vielleicht ergaben sich ja gleiche Interessen, die man abdecken konnte, womit man sich helfen konnte oder sich gar austauschen konnte. Aber nicht nur das beschäftigte die junge Frau. Ihr spukte ein Wort im Kopf herum: Brücken.
Man konnte versuchen Brücken zu schlagen, sicher der Weg dahin war schwer und sicher würde es eine Zeit dauern, aber eine massive Brücke entstand auch nicht an einem Tag.
Zu erst war in der Regel ein schmaler Steg da, der nach einiger Zeit durch Bretter verbreitert und verstärkt wurde. Irgendwann kommt dann auch ein Geländer und Stützpfeiler hinzu. Noch ist alles aus Holz und dem Wetter schutzlos ausgeliefert. Doch nach und nach wird der einstige Steg, zu einem Massiven Brückenbau, der standhaft Wetter und Menschen trotzte, es sei denn die Menschen zerstörten ihn mit Absicht, aber selbst das dauerte lange.
Aber wahrscheinlich noch länger würde der Aufbau einer solchen Brücke dauern. Doch Zeit war eher das geringste Problem, eher die Bereitschaft dafür. Sicher der Akademie würde so etwas nützen und Vorteile bringen, genau was sie brauchten. Doch auch die anderen sollten nicht ohne Vorteile daraus hervorgehen.
Sie seufzte auf, als sie die Tür ihres Hauses hinter sich Schloss. Sie hatte es den anderen kurz erläutert, doch so ganz überzeugt hatte sie die anderen noch nicht so richtig, glaubte sie zumindest. Aber wer langsam ging, kam auch ans Ziel. Sie würden Schritt für Schritt machen, keinen zu groß keinen zu klein und immer einen nach dem anderen. Sie planten schon wieder viel zu viel. Zum einen war da der Laden, den sie erbauen wollten um die Produkte der Akademie anzupreisen und Neugierde für ihre Arbeit zu wecken. Ebenfalls ein großes Vorhaben und nicht leicht umzusetzen, doch hatten sich alle bereits an Schwierigkeiten gewöhnt und nahmen sie in Kauf, so lange sie dennoch ans Ziel kamen.
Edwin Beorn

Beitrag von Edwin Beorn »

Nunmehr drei wochen waren vergangen als sie das Schild der Akademie in den Boden rammten, den sie für sich beanspruchten. Drei wochen voller Anstrengung und Entbehrung. Es war schwer anfangs Fuss zu fassen und die Begeisterung über den gewählten platz schlug schon bald in Missmut bei vielen um. Sie hatten das nahe Orklager nicht bedacht, dass nun eine gefahr darstellte, auch zeigte sich die Gegend weniger fruchtbar als erwartet. Dennoch hatten sie ein paar Häuser aufgebaut und wollten nun nicht wieder das Feld räumen. Denn irgendwie war dieser Ort trotz allem den Meisten in dieser Zeit zu soetwas wie ihr zu Hause geworden und alle waren Entschlossen es auch zu Verteidigen.
Doch die Zeit brachte auch erfolge mit sich. Allmählich wurden mehr und mehr neue Gesichter in dr Akademie gesehen und man empfing inzwischen gelegentlich Besuch. Auch wurde und das war noch wichtiger, inzwischen mit den anderen ansässigen Vereinigungen von Lameriast mehr oder weniger Intensiv verhandelt. Vor allem in den Gefährtinnen hate die Akademie mehr als nur einen Handelspartner gefunden. Bereits nach dem ersten treffen War klar, dass beide Gruppierungen auch wenn sie vom Gedanken her verschiedener nicht sein konnten, doch in ihrer Situation recht ähnlich waren. Es wurden Bündnise geschlossen und Pläne entwickelt wie man Ansehen und Einfluss beider Gruppierungen vergrößern konnte, und Pläne geschmiedet von denen man paar Tage zuvor noch nichteinmal zu Träumen gewagt hatte.

Der Anfang war hart und Ungewiss, doch der weitere Weg begann sich allmählich abzuzeichnen und die Akademie nahm allmählich gestallt an.
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