Lagus Abschied

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Lagus Holopainen

Lagus Abschied

Beitrag von Lagus Holopainen »

Tage verflogen und quälten den Hauptmann. Eine Entscheidung stand bevor, welche er lange vor sich hinschob.
Der Tag an dem er zum Hauptmann ernannt wurde brachte einen Fluch mit sich so glaubt er, denn es ging kein Tag vorbei andem er nicht von Träumen geplagt aus der Bettruhe gerufen wurde und von Schlaflosigkeit verfolgt seinem Trupp entgegnete. Die Augenringe in seinem Antlitz zogen sich jeden vergangenen Tag weiter ins Gesicht.
Die Obacht im Kampfe schwand und er fühlte sich wie ein alter Mann, dürr, träge und müde. In seinen Träumen begegnet er einer längst vergangenen Liebe an die er immernoch festhält. Jene Träume schildern jede Nacht aufs Neue ihren Tod und wie er sie in den Armen hielt als sie ihre letzten Worte hauchte. Er verlor viele Freunde und Gefährten welchen er immernoch stätige Trauer nachwirft. Es war Zeit- er hatte alles erreicht was er mit den Söldnern vorhatte und beschloss seinen Treuen Männern eine Abschiedsrede zu halten und fortzuziehen. Sich über einiges Klar werdend versucht er letztendlich eine Rede Schriftlich auf ein Stück Pergament zu bringen.


Liebe Freunde...

Ich danke euch....
Ich danke euch dafür das ihr mir vertraut habt und mich als euren Anführer akzeptiert habt.
Doch habe ich euer Vertrauen missbraucht. Ich bin eine Schande für die Gemeinschaft und nicht würdig weiterhin euer Hauptmann zu sein. Es gibt einige Dinge die ihr über mich wissen solltet, welche ich jedoch nicht durch ein Stück Pergament euch mitteilen möchte.

Ein neuer Hauptmann wird nun bestimmt, und ich hoffe er macht seine Arbeit besser als ich, auch wenn ich jene Ziele die ich für uns Sölnder hatte alle erreicht habe, sei es nun an der Zeit euch treuen Kumpanen zu verlassen und meinen eigenen Weg zu ersuchen. Meinen jetzigen Zustand zu Folge glaube ich nicht an ein langes Leben das ich das meine ernennen kann. Viel Zeit habe ich nichtmehr. Ich wünsche euch auf euren weiteren Wegen viel Glück und eine erfolgreiche Auftragslage.

Mein Nachfolger wird sein mein treuer Freund und Saufkumpan Lupas. Ich bin mir sicher er wird jene Arbeit gut machen. Plert moege seinen Posten beibehalten, denn ich moechte seinen Namen nicht allzu sehr gefärden. Und Khoga wird den Posten als Offizier einnehmen. Alle weiteren Entscheidungen unterliegen in Zukunft euch.

Entschuldigt meinen Abgang, ich habe euch alle sehr Liebgewonnen und sehr gemocht. Ich wünsche ich werde trotz all dem was ich euch sagen werde, in guter Erinnerung verweilen. Auch wenn die Entäuschung groß sein wird.
Ich danke euch für die wunderschöne Zeit... ich glaube nicht an ein Wiedersehen.




Er unterschreibt jenes Pergament sorgfältig mit schwungvollen Linien und hängt es ans Schwarze Brett. Dann sucht er seine Kumpanen auf und teilt ihnen mit welch Grund sein Verlassen hat. Leise und voller Trauer spricht er seine gedämpften Worte zu ihnen, in jenen er beschreibt das er nicht derjenige ist für den sie ihn halten.
Als er seinen eigentlichen Namen ausspricht und ihnen somit klar macht, dass er der letzte einer fast ausgestorbener Adelsfamilie ist, senkt er sein Haupt und lässt ihnen einen kurzen Moment um über die ausgesprochenen Worte nachzudenken. Er sollte Graf Lagus Maximilius Theodor von Lichtenau sein, doch hat er seinen Adelstitel von Geburt an verabscheut und im Alter verließ er seine Familie um den Weg als Söldner einzuschlagen. Er versucht ihnen deutlich zu machen das er einer von ihnen ist, auch wenn ein anderes Blut ihn durchfließt.

"So ihr mir dies nicht verzeihen könnt so tötet mich nun..." spricht er dann etwas lauter und kehrt ihnen betrübten blickes den Rücken zu. Dann reicht er Khoga und Lupas jeweils eine kleine Kiste und nickt ihnen nurnoch kurz und knapp zu ehe er das Lager verlässt.

In jenen Kisten vermögen sie einen Schlüssel zu einer weiteren finden, und Zettel die auf sein Zimmer im Haupthaus hinweisen.

Ohne weitere Worte verlässt Lagus das Lager und geht seinen eigenen Weg ohne auch nur einmal zurück zu blicken. Doch nicht weit kommt er, denn seine starken Hustenanfälle rauben ihm die Luft und er Fällt keuchend auf die Knie und mit einem Schmunzeln folgt er seiner Liebsten. Seine letzten Worte waren:
„Macht es gut meine Freunde, wir werden uns irgendwann wieder sehen....“ Wieder keucht er und schließt langsam die Augen. Dabei fällt er wie ein schwerer Sack in den kalten Schnee. Langsam versinkt er in den ewigen Schlaf und auch sein Körper vermag keine Regung mehr zu zeigen.
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