Ein guter Tag hätte es werden sollen, eine Jagd auf Zweiköpfe, hinein in den Unheilsberg, das Abenteuer suchen, den Nervenkitzel des Kampfes. Doch wurde der Unheilsberg seinem Namen mehr als gerecht... zuerst scheiterte sie kläglich an einem der Zweiköpfe und als sie nach kurzer Benommenheit wieder hoch blickte, schaute sie in die Gesichter, nein viel mehr in die Augenhöhlen zweier Orkmasken. Es waren die gleichen Kämpfer die ihr auch schon auf dem Passweg begegnet waren.
Zuerst glaube sie noch daran, dass die Beiden ihr helfen wollten, doch alles kam ganz anders, entpuppten sich ihre vermeintlichen Reiter doch als gemeine Wegelagerer und Banditen. Immer noch Benommen von dem gescheiterten Angriff hatte sie keine Chance sich gegen sie zur Wehr zu setzen ihre kläglichen Versuche wurden mit Schlägen von gepanzerten Handschuhe und einem Bolzen in ihren linken Oberschenkel beantwortet.
Zweimal geschlagen und nun vollends entkräftet konnte sie den Schurken nun nichts mehr entgegensetzen. Sie packten sie an Armen und Beinen und schleppten sie so über den Pass und marschierten dann in Richtung Elfenwald - alle Hilferufe waren vergebens und nachdem das Raubgesindel sie mit Hilfe eines Knebels zum schweigen brachte, ergab sie sich wimmernd ihrem Schicksal. An Rande dieses 'unheimlichen' Waldes machen sie Halt, befragten Sie nach Herkunft, Arbeit und vor allem wär sie aus ihrer misslichen Lage befreien könnte. Da ihr nichts mehr anderes übrig blieb, zog sie die Kette, die sie von Thancred, einem väterlichen Freund, geschenkt bekommen hatte heraus und reichte sie dem Anführer der beiden. Dieser machte sich auch schnurstracks auf nach Berchgard um das Lösegeld einzufordern, sie blieb mit dem zweiten Peiniger zurück der sie mit seiner Armbrust bedrohte und keinen Zweifel aufkommen ließ, dass er nicht lange zögern würde sie einzusetzen.
Nach bangen Stunden, sie hatte alles Zeitgefühl verloren, kam der Anführer, anscheind bestens gelaunt zurück - Thancred musste also bezahlt haben... die beiden wurden nun sogar ausgesprochen freundlich und halfen ihr sich zur Kutsche nach Berchgard zu schleppen. Der Kutscher wohl über alle Maßen betrunken stellte keine Fragen, vielleicht hatte sie ihn ja auch bestochen...
In Berchgard angekommen warfen die Menschenräuber sie in den Schnee und suchten dann das weite als Sir de Arganta durchs Stadttor geritten kam. Er brachte sie in die Burg der Allianz und ließ nach einem Heiler schicken. Liliana von Drachenfels nahm sich ihrer an und behandelte mit allerlei Mittelchen und "unsanften" Methoden ihre zahllosen Blessuren und Wunden. Entkräftet aber gut versorgt viel sie in einen tiefen Schlaf, in dem sie von Albträume geplagt wurdeen, in denen das Zeichen der Bajarder Bürgerwehr, das sie an einem ihrer beiden Peiniger entdeckt hatte, eine besondere Rolle spielte.