Abgründe
Verfasst: Freitag 19. Januar 2007, 06:53
Während draussen der Wintersturm tobte gab es nichts schöneres, als sich in der anheimelnden Stube an Cyrion zu kuscheln und dem Knistern des Buchenfeuers zu lauschen.
Nun stand Enghwyn in einem lichterfüllten Wald und verschwendete keinen Gedanken mehr daran, dass sie eben noch vor dem Kamin auf den Fellen gelegen hatten.
Sonne durchflutete das Blätterdach der uralten efeuberankten Baumriesen und lies den weichen Boden unter ihren blanken Füssen golden schimmern soweit der Morgendunst den Blick gewährte.
Sie kannte den Ort und augenblicklich schlug ihr Herz höher. Der Anflug von Freude setzte gleichsam mit der Trauer darüber ein, wie lange sie nicht mehr hier gewesen war.
Wo war sie ?
Einmal im Kreis gedreht wurde sie der Gestalt, deren Konturen langsam schärfer wurden, zwischen den Bäumen gewahr.
Mutter ?
Atemlos tat sie ein paar Schritte bevor sie vor der Gestalt auf die Knie sank, und ihre Worte nunmehr nur noch so hervor sprudelten.[/i]
Es tut mir so leid. Aber es ging nicht anders ! Du hast gesehen was geschehen war, dass es einfach nicht mehr ging. Sie wollten nicht begreifen was du mit mir vorhast, was du mir gesagt hast. Ich musste sie verlassen, sie haben mir einfach zu weh getan !
Verzweiflung mischt sich ein, aber die Hoffnung nun endlich wieder von Ihr gehalten zu werden war übergross.
Irgendwann nachdem sie ihre Geschichte, einer Eingebung folgend, hervorgebracht hatte, hob sie den Blick und blickte in das gütige Gesicht einer reifen Frau.
Sie lächelte Enghwyn verständnisvoll an und sprach mit der sachten beruhigenden Stimme wie sie sie kannte.
Ich verstehe dich nicht, mein Kind ...
Schlagartig wurde Enghwyn wach. Zuerst stellte sie fest, dass Cyrion nicht mehr da war, und sie allein auf den Fellen ruhte, ein Kissen nun unter ihrem Kopf. Als zweites bemerkte sie, dass ihr Herz raste.
Dann brach die Erkenntnis über ihr zusammen.
"...ich verstehe dich nicht ...".
Es hätte alles sein können. Dass sie sich irre, dummes Zeug rede, sich nicht zu sorgen brauche, aber nicht "ich verstehe dich nicht"
Verblüffung und Angst. Wie jemand am Abgrund der den Boden bröckeln fühlte.
Was sollte das, sie verstand dich nicht ? Enghwyn war Teil von allem, Teil von ihr selbst, es war nicht möglich, dass sie sie nicht verstand.
Das Gefühl etwas gänzlichst missverstanden, oder sehr lange einem Bären aufgesessen zu haben, schlich langsam den Nacken empor.
Auch wenn Enghwyn in diesen Momenten den Traum nicht recht einordnen konnte, hatte es schon begonnen.
Die Perspektive verschob sich bereits.
... sie war es nie gewesen, oder kennt dich nicht ...
Nun stand Enghwyn in einem lichterfüllten Wald und verschwendete keinen Gedanken mehr daran, dass sie eben noch vor dem Kamin auf den Fellen gelegen hatten.
Sonne durchflutete das Blätterdach der uralten efeuberankten Baumriesen und lies den weichen Boden unter ihren blanken Füssen golden schimmern soweit der Morgendunst den Blick gewährte.
Sie kannte den Ort und augenblicklich schlug ihr Herz höher. Der Anflug von Freude setzte gleichsam mit der Trauer darüber ein, wie lange sie nicht mehr hier gewesen war.
Wo war sie ?
Einmal im Kreis gedreht wurde sie der Gestalt, deren Konturen langsam schärfer wurden, zwischen den Bäumen gewahr.
Mutter ?
Atemlos tat sie ein paar Schritte bevor sie vor der Gestalt auf die Knie sank, und ihre Worte nunmehr nur noch so hervor sprudelten.[/i]
Es tut mir so leid. Aber es ging nicht anders ! Du hast gesehen was geschehen war, dass es einfach nicht mehr ging. Sie wollten nicht begreifen was du mit mir vorhast, was du mir gesagt hast. Ich musste sie verlassen, sie haben mir einfach zu weh getan !
Verzweiflung mischt sich ein, aber die Hoffnung nun endlich wieder von Ihr gehalten zu werden war übergross.
Irgendwann nachdem sie ihre Geschichte, einer Eingebung folgend, hervorgebracht hatte, hob sie den Blick und blickte in das gütige Gesicht einer reifen Frau.
Sie lächelte Enghwyn verständnisvoll an und sprach mit der sachten beruhigenden Stimme wie sie sie kannte.
Ich verstehe dich nicht, mein Kind ...
Schlagartig wurde Enghwyn wach. Zuerst stellte sie fest, dass Cyrion nicht mehr da war, und sie allein auf den Fellen ruhte, ein Kissen nun unter ihrem Kopf. Als zweites bemerkte sie, dass ihr Herz raste.
Dann brach die Erkenntnis über ihr zusammen.
"...ich verstehe dich nicht ...".
Es hätte alles sein können. Dass sie sich irre, dummes Zeug rede, sich nicht zu sorgen brauche, aber nicht "ich verstehe dich nicht"
Verblüffung und Angst. Wie jemand am Abgrund der den Boden bröckeln fühlte.
Was sollte das, sie verstand dich nicht ? Enghwyn war Teil von allem, Teil von ihr selbst, es war nicht möglich, dass sie sie nicht verstand.
Das Gefühl etwas gänzlichst missverstanden, oder sehr lange einem Bären aufgesessen zu haben, schlich langsam den Nacken empor.
Auch wenn Enghwyn in diesen Momenten den Traum nicht recht einordnen konnte, hatte es schon begonnen.
Die Perspektive verschob sich bereits.
... sie war es nie gewesen, oder kennt dich nicht ...