Auf Reisen

Antworten
Juliette de Bourgo

Auf Reisen

Beitrag von Juliette de Bourgo »

[ooc: bin rl nurn tag oder 1 1/2 weg, aber werds trotzdem so ausspielen als ob ich länger weg gewesen wär]

Schon seit langem hatte sie alles vorbereitet für ihre Reise, Briefe geschrieben, sich fast komplett neu ausstatten lassen von Laurence, feine Kleider bei einer anderen Schneiderin gekauft, stundenlang mit ihrem Vater und ihrem Onkel diskutiert.. und nun.. nun war es endlich soweit.. Sie würde ihn wiedersehen. Vor sich hin träumend lag sie auf dem neuen Himmelbett, in ihrem gerade frisch eingerichteten Zimmer. Ihre Gedanken schweiften ab, zurück zu der Zeit in der sie auf der Suche nach Adrienne war.

Sie erinnerte sich noch sehr genau wie sie eines Abends in der Gaststätte in der sie sich ein Zimmer genommen hatte Aris und seine beiden Schwestern kennen lernte. Er war etwas älter als sie, so um die Mitte 20, während seine beiden Schwestern, mit 19 und 20 Jahren, eher in ihrem Alter waren. Juliette hatte sich mit den drein von Anfang an gut verstanden und Aris..

Mhh.. ja.. Aris.. wie sehr sie ihn vermisste. Mit einem Seufzer drehte sich auf ihrem Bett und kuschelte sich an eines der Kissen und ließ die Gedanken weiter schweifen.

Ja auch Aris war ihr von Anfang an sympathisch gewesen. Sie unterhielt sich mit den dreien den Rest des Abends und erzählte ihnen unter anderem auch von ihrer Suche nach Adrienne. Irgendwann kam die Idee der drei Geschwister auf sie doch bei der Suche zu begleiten und ihr zu helfen. Die drei waren in der selben Richtung als reisende Händler unterwegs.
Im Laufe der Suche kamen sich Aris und Juliette näher. Juliette war endlich glücklich, trotz der anhaltenden Sorge um ihre verschollene Schwester.
In regelmäßigen Abständen schickte sie Briefe an ihren Vater um ihm ihren Aufenthaltsort mitzuteilen und zu sagen, wohin er Boten schicken sollte wenn es Neues von Adrienne gäbe. Als sie dann wirklich ein Bote erreichte nahm sie die Nachricht mit gemischten Gefühlen entgegen. Sie würde Adrienne wiedersehen, aber auch von Aris fortgehen müssen. Er konnte nicht mitkommen, nicht einfach seine beiden Schwestern allein lassen wo sie doch gerade einen geeigneten Standort für ein Geschäft suchten. Und Bastien, Juliettes Vater, würde einen fahrenden Händler niemals als Ehemann für Juliette akzeptieren, wo er doch ständig auf der Suche nach einem Baron oder einem Grafen war der eine seiner Töchter heiratet.
So saß sie an dem Abend des Tages an dem der Bote sie erreichte mit Aris auf dem Bett, das sie sich teilten, eng aneinander geschmiegt und versprach ihm wieder zu kommen und irgendwann, irgendwie ihren Vater zu überzeugen, das auch ein Händler gut genug für Juliette sei.


Und nun war es endlich soweit. Am Nachmittag würde sie endlich das Schiff besteigen und zu ihm fahren. Ihren Vater hatte sie mit Mühe und Not überzeugen können. Er war voller Sorge das sie ebenso verschwinden würde wie Adrienne damals, doch sie konnte ihn mit viel Einreden überzeugen das ihr nichts passieren würde.
Das Schiff legte planmäßig ab und die Überfahrt erfolgte ohne Tourbulenzen. Am Ziel angekommen fiel sie Aris, der am Kai auf sie gewartet hatte, um den Hals.
Wieder einmal verbrachten sie eine wunderbare Zeit. Romantische Abende zu Zweit sowie auch lustige Abende mit Aris, seinen Schwestern und Freunden liessen sie kaum merken wie schnell die Zeit verging. Hier war sie einfach richtig ausgelassen ohne ständig sich irgendwas oder irgendwem verpflichtet zu fühlen, ohne ständig daran zu denken das sie eine Edle war und sich so und so zu benehmen hatte.
Doch auch diesmal musste sie wieder zurück zu ihrer Familie, und Aris den Geschäften nachgehen. Der Laden war nun eröffnet und Aris hatte vor sich demnächst auf den Weg in eine andere Stadt zu machen um dort einige größere mengen an Gütern zu begutachten und eventuell zu erwerben.
So ging auch diesmal diese schöne Zeit, die sie zusammen waren, zu Ende. Juliette musste zurück zu ihrer Familie, rechtzeitig zu Adrienne und Dantians Hochzeit zurück sein. Schon auf der Überfahrt verspürte sie, die sonst eigentlich nicht Seekrank war, eine ungewohnte Übelkeit, die sie aber auf den heftigen Wellengang schob.

Zuhause wieder angekommen ging alles wie gehabt weiter. Adriennes Kind war schon wieder ein ganzes Stückchen gewachsen und die Hochzeit mit Dantian stand kurz bevor.
Juliette hatte nur einen Gedanken.. Möglichst bald wieder mit Aris zusammen zu sein
Antworten