Der Verlust eines Lebens

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Ahmalie Lanur

Der Verlust eines Lebens

Beitrag von Ahmalie Lanur »

Es dämmerte als sie die Augen langsam aufschlug. Sie brauchte einen Moment um ihre Umgebung wahrzunehmen. Alles hier war ihr so fremd. Sie versuchte aufzustehen, der erste Versuch missglückte. Sie hatte schreckliche Kopfschmerzen, sie griff sich an die Stirn, sie war feucht.
Was war bloß geschehen? Und wo war sie?
Sie unternahm einen zweiten Versuch, diesmal langsamer und es glückte. Im schwachem Licht schaute sie sich um. Nichts hier kam ihr bekannt vor. Sie ging den Raum ab, er war möbliert. Vielleicht so hoffte sie würde sie hier irgendwo eine Kerze finden. Sie hatte Glück, nicht nur eine Kerze nein auch die Zündhölzer lagen in einem Schrank. Schnell entzündete sie diese und schaute sich noch einmal um. Eigentlich war es hier recht hübsch, beschloss sie während sie durch den Raum wanderte. Da war eine Treppe, sie ging hinab und kam in einem recht kahlen Raum. Als sie die Küche fand, beschloss sie erstmal ihren Hunger und Durst zu stillen. Es war alles so seltsam und die ganze Zeit suchte sie nach einem Grund, warum sie hier war. Das Haus war leer doch sah es bewohnt aus. Wer hier wohl wohnte?
Sie ging zur Tür und betete sie möge offen sein, und sie wurde erhört. Die Tür lies sich öffnen und sie ging ins freie. Sie schaute sich auf den Straßen um, auch hier war alles fremd. Sie suchte am Haus ein Schild, vielleicht war dort ein Name zu finden. Neben der Tür stand tatsächlich ein Name, Ahmalie Lanur. Wer das wohl war? Wenn sie für die Räume oben verantwortlich war, so hatte sie zumindest Geschmack. Doch warum zum Henker war sie im Haus einer Fremden?
Sie hatte keine Ahnung und suchte nun auf der Straße nach antworten. Mit jedem Schritt verzweifelte sie ein Stück mehr, sie hatte nicht den blassesten Schimmer wo sie war.
Sie irrte durch die Straßen, doch half es nichts. Die Leute die ihr entgegen kamen sahen sie erschrocken an, das ängstigte sie nur noch mehr. Sie tuschelten und sie konnte nur immer wieder etwas von Blut aufschnappen. Langsam dämmerte es ihr, ihre Schlafe es war dort feucht gewesen.
Sie schaute auf ihre Hand und tatsächlich sie war blutverschmiert. Sie musste im Haus lauter Blutspuren zurück gelassen haben. Aber das war ihr egal, sie wollte nicht zurück. Sie wusste nicht mal warum sie dort aufgewacht war, geschweige denn warum sie blutete. Sie liess sich in einer Gasse auf den Boden nieder, es war kalt und sie hatte schreckliche Angst. Was sollte sie tun?
Ahmalie Lanur

Beitrag von Ahmalie Lanur »

Nach einer Weile, sie wusste nicht wie lang sie dort gehockt hatte, erhob sie sie wieder. Durch die Kälte zitterte sie am ganzen Leib. Es war mittlerweile stockdunkel und sie versuchte sich in den Gassen zu orientieren. Nicht kam ihr auch nur im Ansatz bekannt vor. Also irrte sie weiter umher und kam an ein Tor. Die Gardisten dort beäugten sie kritisch und sie huschte schnell an ihnen vorbei. Ganz in der Nähe war ein Wald, sollte sie dort Schutz suchen? Unschlüssig ging sie ein Schritt darauf zu, doch dort war es noch dunkler und sie machte wieder kehrt. Aber wo sollte sie sonst hin? Im dunklen Wald könnte sie sich wenigstens verstecken. Abermals machte sie ein paar Schritte darauf zu, und jedes mal liess sie die Furcht wieder kehrt machen. Es muss eine ganze Weile so gewesen sein, als plötzlich ein Mann da stand und sie musterte. Erschrocken blieb sie wie angewurzelt stehen und musterte ihn ihrerseits. Er trug eine Robe, die fast dieselbe Farbe hatte wie sein Haar. Sie wich zurück, wusste nicht was sie tun sollte. Er sprach sie an, nannte sie Lady Ahmalie, sie war verwirrt. Warum nannte er sie so? Es war der gleiche Name, den sie am Haus gelesen hatte. Verängstigt stand sie da, die Gedanken liessen ihren Kopf schwirren. Wollte er sie zurück zu diesem Haus bringen? Was wollte er von ihr? Wenn sie doch nur wüsste, was passiert war. Als er langsam auf sie zuging, wich sie wieder zurück. Doch irgendwie hatte er etwas an sich, etwas das ihr die Panik langsam nahm. Er sprach sie auf ihr Kopfwunde und meinte sie müssen behandelt werden. Sie griff sich an die Stelle wo sie Stunden zuvor Blut bemerkt hatte. Die Blutung hatte mittlerweile aufgehört, doch er lies nicht locker. Langsam kam er immer näher, sanft sprach er dabei mit ihr. Doch langsam kroch die Verzweiflung wieder in ihr hoch, wo sollte sie sich denn behandeln lassen, sie wusste ja nicht einmal wo sie war. Sie fing an zu weinen und barg ihr Gesicht in die noch Blutverschmierten Hände. Tröstend legte er ihr eine Hand auf die Schulter, versuchte ihr Schutz zu vermitteln. „ich werde euch zu einem Heiler bringen“ versprach er ihr. In kindlicher Furcht klammerte sie sich an seinen Arm und lies sich zum Heilerhaus führen. Dort gab man ihr einen Trank zur Beruhigung und wusch ihr erstmal das völlig verdreckte Gesicht ab. Während man sich um ihre Wunde kümmerte blieb der Mann an ihrer Seite. Der Trank verfehlte seine Wirkung nicht, völlig erschöpft schlief sie irgendwann ein.
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Liliana van Drachenfels
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Beitrag von Liliana van Drachenfels »

Liliana war zufällig bei dem ansässigen Heiler, als Farion eine verletzte Dame brachte. Auf Nachfrage versicherte sie, daß sie gern bei der Versorgung der Verletzen helfen würde und verabreichte ihr zunächst einen Trank der sie beruhigen und ihre Schmerzen stillen sollte. Sie wartete ein wenig bis der Trank seine Wirkung tat und sprach sie dann an: "Das wird jetzt ein wenig wehtuen aber es muß leider sein." Sie wartete bis Ahmalie leicht nickte und machte sich an die Arbeit. Die Platzwunde an der Schläfe sah nicht gut aus. Sehr sanft und behutsam wusch sie ihre Wunde aus. Es wird jetzt etwas brennen sagte sie noch, nahm dann eine saubere Bandage und träufelte einige Tropfen einer hellen Flüssigkeit auf diese. Dann desinfizierte sie die Wunde damit. Viel merkte Ahmalie zum Glück wegen dem Trank nicht, dieser wirkte auch sehr gut gegen Schmerzen. Die Wunde mußte allerdings genäht werden, da gab es keinen Zweifel. Sie informierte Ahmalie darüber auch daß wahrscheinlich eine kleine Narbe zurückbleiben würde. Als diese abermals apathisch nur leicht nickte, machte Liliana sich an die Arbeit. Sie nahm ihr Nähzeug aus der Tasche und desinfizierte dieses mit Hilfe von heißem Wasser. Anschließend vernähte sie mit einigen Stichen die Wunde. Darauf gab sie dann einen brei aus zermahlenen Heilkräutern und verband anschließend die Wunde.

"Sie braucht jetzt erst ein mal viel Ruhe und sollte schlafen" erklärte sie, halft ihr dann in eines der freien Betten und deckte sie zu. Ahmalie schlief daraufhin sofort erschöpft ein und Liliana versprach am nächsten Tag wieder zukommen und nach ihr zu schauen.
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Quarius Lore
Beiträge: 73
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Beitrag von Quarius Lore »

*del*
Zuletzt geändert von Quarius Lore am Donnerstag 4. Januar 2007, 19:45, insgesamt 1-mal geändert.
Die Augen der Göttin liegt auf uns allen...
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Marye Larou
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Beitrag von Marye Larou »

bitte löschen.. falscher Thread *brummel*
Alle sind gleich.. aber ein paar sind gleicher!
Die Realität ist beschissen genug, da muß ein Fantasy Online-Rollenspiel nicht auch noch realistisch sein!
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Liliana van Drachenfels
Beiträge: 723
Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Liliana van Drachenfels »

Am Tage danach kam Liliana zurück um sich die Verletzung der jungen Frau anzuschauen. Diese hatte sich zum Glück nicht entzündet. Sie verband die Wunde anschließend nue und unterhielt sich mit ihr. Im Gespräch erfuhr Liliana daß sie eine totale Amnesie hatte. An alles was geschah bevor sie aufgewacht war, hatte sie keinerlei Erinnerungen mehr, ausser an einen "Blauschopf" der sie wohl her gebracht hatte. Sie bat Liliana darum diesen zu suchen und Lili sagte lächelnd zu. Dann besorgte sie noch eine kräftige Mahlzeit für ihre Patientin und machte sich auf den Weg zum Kloster der Temora, da dieser Blauschopf etwas von einem Orden erzählt hatte.

Überall wo sie hinkam fragte sie nach dem "Blauschopf" in der Hoffnung diesen zu finden. Viel wußte sie ja nicht, nicht einmal den Namen der Frau nur daß sie etwas über 20 Jahre alt war, recht groß gewachsen mit kräftiger Statur und bersteinfarbenen Augen und lange schwarzen Locken hatte. Mit dieser Beschreibung frage sie überall und fing sogleich beim hiesigen Wirt an. Dort saß schon eine illustre Gesellschaft und sie hatte Glück. Nachdem sie die Frau beschrieben hatte, meinte Rafael de Arganta daß er mehrere Frauen kennen würde, auf die diese Beschreibung zutreffen würde und auf Bitten Liliana's kam er mit. Dort erkannte er sie auch sogleich. Nach kurzem Gespräch machte er sich dann auf um Farion zu suchen und auch einen gewissen Quarius, wohl der Lebensgefährtin. Im weiteren Gespräch erfuhr Liliana auch noch den Namen der Frau und blieb noch ein Weilchen bei ihr , bis sie einschlief.
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Farion Lefar
Beiträge: 189
Registriert: Donnerstag 16. Dezember 2010, 04:43

Beitrag von Farion Lefar »

Matt Funkelte das Blaue Glaubens-Dach, der Klosterkirche Temoras. Ein Spiegel des Himmels, welcher klar über dem Kloster stand. Die Sterne, jeder einzelne ein Licht am Himmelszelt welcher Hoffnung tragen sollte. Der Abend besaß viele Gedanken, welche in dem Blauschopf vorgingen. Eine junge Dame, welche sich ihm vor langen, am Orden vorstellte um ihren Verlobten zu sehen war das Gesicht was er wieder fand umher irrend vor dem Westtor Varuna’s. Ihre Haare von Blut verklebt das Gesicht wie auch ihre schlanken Finger von dem Roten Lebenssaft getränkt schien sie nicht mehr die selbe zu sein welche der Gläubige einst in das Kloster führte.

Die Spürbare Verzweiflung in ihren Augen, in ihrer Bewegung. Als würde man in einem dunklen Raum stehen, und das Licht hätte ein verlassen. Nichts wissend wohin man sollte, wo sein Platz war.
Ruhige Worte welche die blassen Lippen des Paladins streiften, wie den drang der Dame zu helfen. Ihr die Zweifel an ihrem Tun zu nehmen, welches sie schreckliches zeigen ließ, nahm er als seine Aufgabe da. So brühte er sie nur sanft an der Schulter, dabei vermochte die stille Sprache Amyra’s zusprechen um das Mitgefühl zuzeigen, welches ihr widerfahren sollte und die Angst hinfort heben würde, für diesen Augenblick.

Langsamen und Tapfern Schrittes näherten sie sich dem Heilerhaus in Varuna. Die Türen wurden vorsichtig aufgezogen, und trotz der Späten Zeit nährte sich schon eine junge Frau mit hüftlangem Haar, ihre Grünen Augen zeugten von Vertrauen, und Zuversicht dass sie sich Ahmalie annehmen würde. Nicht lange genug konnte sich der Gläubige an diesem Ort aufhalten, und verließ das Haus in dem nächsten Moment schon wieder. Um das Kloster der Templer Temoras aufzusuchen, dort ihren Verlobten vermutend. Jedoch berichtet Cassian der Torwächter des Klosters das dieser das Kloster verlassen habe, um vielleicht wieder nachhause heimzukehren oder jedes gleichen. So würde der Blauschopf die restliche Nacht im Kloster verbringen, und noch vor der Bett Ruhe Gedanken an diesem Passierten weilen lassen, welche er dann mit einen sanften Gebet beenden würde. Und sich der Tage wieder nach der Dame Ahmalie zu erkundigen...




Oh Barmherzige Temora,
so bitte dich inständig um deinen Beistand an.
Nicht für mich selbst,
sondern für eine Dame,
dies ist die Zeit ihrer Not.
Halte deine Schützenden Schwingen über sie,
während dieser Schweren Prüfung.

Zeige ihr das Licht im Dunkel,
trage ihr die Tapferkeit ins Herz,
welches sie wieder erkennen lässt,
wer sie ist.
Ahmalie Lanur

Beitrag von Ahmalie Lanur »

Als sie aufwachte, war dort diese Heilerin, dunkel konnte sie sich an sie erinnern. Als dieser Blauschopf sie hergebracht hatte, hatte sie sie versorgt. Nun war sie wieder da, versorgte sie abermals. Sie warnte Ahmalie vor, dass eine Narbe zurückbleiben könnte. Das war Ahmalie im Grunde ganz egal. Dann fragte Liliana sie aus. Wer sie war? Was geschehen ist? Lauter Frage auf die Ahmalie keine Antwort geben konnte. Sie schämte sich und wieder kroch die Verzweiflung langsam hoch. Liliana versuchte sie zu beruhigen, und verschwand kurz darauf um Ahmalie ein kraftspendende Mahlzeit zu bringen. Das tat gut, erst jetzt merkte Ahmalie, wie hungrig und durstig sie gewesen war. Liliana verabschiedete sich, und Ahmalie legte sich noch etwas hin um zu ruhen.
Es verging eine Zeit bis Lilianer überraschender Weise wieder kam, im Schlepptau einen Mann. Es war Rafael. Liliana war wohl unterwegs gewesen, um mehr über ihr Patientin zu erfahren und stieß dabei auf ihn. Ahmalie jedoch erkannte ihn nicht und als Rafael sich zu ihr setzen wollte, wich sie ängstlich an die Wand zurück. Er sprach sie an, schon wieder dieser Name, langsam versuchte er sich ihr etwas zu nähern. Warum sprachen sie alle mit Ahmalie an? Sie war verwirrt und ihre Verzweiflung gewann die Oberhand. Liliana versuchte Rafael zu erklären das Ahmalie wohl eine Amnesie hatte, die durch durch die Wunde am Kopf hervor gerufen wurde. „Ahmalie ich bin es, Rafael, dein Freund“, sprach er ruhig auf sie ein. „Wie kannst du mein Freund sein, wenn ich dich nicht mal kenne?“ Fragte sie leisen und fing wieder zu schluchzen an. „Bitte vertrau mir, du hast mir immer vertraut“ gab er ihr zur Antwort und schaute sie besorgt, fast schon flehentlich. Er unterhielt sich noch kurz mit der Heilerin, meinte er wolle jemanden suchen und verließ das Haus. Auch Liliana verabschiedete sich nun wieder. Ahmalie blieb zurück, lauter Fragen in ihren Kopf, auf die sie keine Antwort hatte. Die Gedanken schwirrten nur so und krampfhaft versuchte sie herauszufinden woher sie diesen Rafael kennen sollte. Es gelang ihr nicht. Und es wurden immer mehr Fragen, denn sie wusste ja nicht wie es weiter gehen sollte. Lange konnte sie bestimmt nicht in dem Heilerhaus verweilen. Doch wo sollte sie dann hin, es war ihr doch alles so fremd. Immer weiter kreisten all diese Gedanken in ihrem Kopf, bis sie vor Erschöpfung wieder einschlief.
Rafael de Arganta

Beitrag von Rafael de Arganta »

Liliana beschrieb ihm eine Frau, doch Rafael vermochte nicht wirklich zu sagen ob er sie kannte... er musste sie sehen.
So begleitete er die Heilerin ins Heilhaus und blieb fast wie angwurzelt stehen.
"Ahmalie." entfuhr es ihm, doch die Freundin vermochte sich nicht an ihn noch an ihren Namen zu erinnern.
"Amnesie." erklärte Liliane ihm und Rafael trat näher an das Bett.
Ahmalie jedoch vermochte sich an nichts zu erinnern.
Sie wollte nur den Mann mit den blauen Haaren sprechen.
Nicht Quarius, nicht ihn.
Und so machte sich Rafael auf zum Orden und als er dort niemanden fand zum Kloster.
Irgendjemand musste Ahmalie helfen. Was immer ihr geschehen war.
Zumindest sollte sie den Faden zu ihrem alten Leben zurück finden.
Und Rafael wollte ihr so gut es ging helfen.
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Quarius Lore
Beiträge: 73
Registriert: Montag 31. Dezember 2007, 03:38

Beitrag von Quarius Lore »

*del*
Die Augen der Göttin liegt auf uns allen...
Ahmalie Lanur

Beitrag von Ahmalie Lanur »

Sie verbrachte die Tage damit, sich den Kopf zu zermartern. Wie konnte so etwas überhaupt sein?
Alle sprachen immer von einer Amnesie, einem Gedächtnisverlust. Krampfhaft versuchte sie an irgendetwas zu erinnern. Wer all die Leute waren, die sie kennen sollte und wer sie überhaupt war. Doch es wollte ihr nicht glücken. Zoe versuchte sie jedes mal zu beruhigen, wenn Ahmalie dadurch wiedereinmal den Tränen nahe war. Es würde mit der Zeit wiederkommen, sie solle es ruhig angehen. Dies hörte sie jedes mal. Sie hatten leicht reden, sie wussten ja nicht wie es war, nichts zu wissen. Sie hatten keinen blassen Schimmer wie es war, nicht zu wissen wer man ist und wer all die Leute waren, die so selbstverständlich auf sie zu kamen. Sie sollte diesen Leuten vertrauen, doch wie sollte es gehen, wenn sie ihr so fremd waren? Um sich abzulenken, bekam sie von Zoe ein Buch zum lesen. Aber auch das funktionierte nicht wirklich. Zu viel schwirrte in ihrem Kopf umher. Lange konnte sie nicht im Heilerhaus bleiben, die Wunde verheilte gut. Aber was dann? Wo sollte sie hin? Sie kannte sich in dieser Stadt nicht einmal aus.

Ruhelos blätterte sie in dem Buch herum, versuchte auf all ihre Fragen eine Antwort zu bekommen.
Doch sie fand keine, als plötzlich zwei, ihr fremde, Männer in der Tür standen. Auch diese begrüßten sie wieder mit Ahmalie Lanur. Es musste doch etwas dran sein, vielleicht war dies wirklich ihr Name. Die beiden wollten sie abholen, mit ihr einige Kleider abholen und sie dann zur ADL- Feste bringen. Der Ritter habe ihnen den Auftrag gegeben, weil er hoffte die gewohnte Umgebung würde ihr helfen. Kurz versicherte sie sich bei Zoe, ob sie mitgehen solle und den beiden vertrauen konnte. Als Zoe ihr Mut machend zunickte kam auch schon Rafael dazu um sie ebenfalls zu begleiten. Die vier machten sich auf den Weg, und gingen zuerst zu dem Haus in dem sie aufgewacht war. Als sie es erkannte welches es war, wurde sie kreidebleich. Sie stockte, war sich nicht sicher ob sie da rein wollte. Doch ihre Begleiter versuchten sie zu beruhigen, es sei das Haus in dem sie gewohnt hatte. Mit weichen knien folgte sie den beiden hinein, schaute sich unsicher um. Sie gingen nach oben und holten ein paar Kleider. Irgendwie war ihr nicht wohl dabei. Denn auch wenn man ihr sagte, es seien ihre Kleider, fühlte sie sich wie eine Diebin. Sie schaute sich noch einmal um und entdeckte die Blutspur. Nun war der Zeitpunkt gekommen, keine Sekunde Länger wollte sie in dem fremden Haus bleiben. Ihre Begleiter verstanden es sofort und brachten sie dann zur Feste, damit sie sich ausruhen konnte. Sie war von der Größe dieser Feste beeindruckt, und auch wenn sie ihr ebenfalls fremd war, wäre ihr kein anderer Ort eingefallen an dem sie sicherer sein konnte. Rafael zeigte ihr das Zimmer in dem sie fortan bleiben konnte. Es war schlicht doch versprühte es Gemütlichkeit. Sie legte ihr Kleider aufs Bett und ging wieder zu den anderen. Rafael fragte sie, ob sie sich den an so gar nichts erinnern konnte, und sie verneinte. Sie wüsste nichts von dem, was vor ihrem erwachen vorgefallen war. Sie schämte sich, denn diese Leute waren so freundlich und besorgt. Doch sie konnte sich nicht ein mal an deren Namen erinnern, geschweige denn ihnen bei ihren Bemühungen unterstützen. Sie fing wieder an nachzudenken, sie wäre einmal Mitglied dieser Vereinigung gewesen. Vielleicht konnte sie ja bei diesen Leuten mehr über sich erfahren. Doch so viel konnten sie ihr auch nicht erzählen, jedoch bekam sie von Thelor ein Buch. In diesem Buch waren einige Notizen zur Person Ahmalie Lanur geschrieben. Sie ging in ihr Zimmer und las darin. Sie verschlang jeden Buchstaben, lass alles drei vier mal durch. Es war ihr alles fremd, aber dennoch war es beruhigend etwas über die Person zu lesen, die die anderen wohl kannten. Doch eines machte sie stutzig, in dem Buch stand sie sei verlobt. Sie schaute auf den Ring an ihrem Finger. Es konnte ein Verlobungsring sein, doch warum war dann ihr Verlobter noch nicht gekommen. Sie wollte die Tage einmal Rafael zur rate ziehen, denn das war schon wieder sehr verwirrend für sie.
Ahmalie Lanur

Beitrag von Ahmalie Lanur »

Seit Tagen lebte sie nun schon in der Feste der Allianz, hatte diese so gut wie nie Verlassen. Ab und an mal ging sie im Hof spazieren, doch die Welt außerhalb der Feste ängstigte sie. Zu fremd war ihr noch alles. Der Ritter Rafael schien viel zu tun zu haben, nur selten bekam sie ihn zu Gesicht und wenn dann nur sehr kurz. Es war aber nicht sehr schlimm, denn sie genoss die Ruhe die sie hier hatte und die anderen Mitglieder der Allianz kümmerten sich rührend. Oft fragten sie Ahmalie, ob sie sich denn endlich an etwas erinnern würde, doch zeigten sie keine Enttäuschung, wenn Ahmalie dies verneinen musste. Nie gaben sie ihr das Gefühl, sie würde ihnen zur Last fallen. Besonders Thelor war ihr ein guter und treuer Freund geworden. Ahmalie wusste, dass sie sich auf ihn verlassen konnte. Das Buch, welches er ihr gab, trug sie immer bei sich. Es war ihr eine große Hilfe und Stütze. Sie hatte das Gefühl sie wäre der Person in dem Buch nahe, wenn sie es bei sich hatte. Auch fing sie an, wann immer sie etwas über sich erfuhr, es in dem Buch nieder zu schreiben. Es tat ihr gut, denn so wusste sie meist beim, für sie, zweiten Treffen, ob sie diese Person schon länger kennen sollte. Sie musste ja auch jeden Menschen wieder neu kennen lernen, auch wenn sie das oft sehr interessant fand. Trotzdem war es manchmal ein seltsames Gefühl, Leute gar Freunde neu kennen zu lernen, die sie schon länger zu kennen schien. Lange hatte sie sich schon in ihrer Kammer verkrochen, zu lange so beschloss sie. Auch wenn es sie ängstigte, sie wollte sich hinaus wagen. Es war Markttag und sie schlenderte ein wenig über den Marktplatz. Doch es waren ihr zu viele Menschen da. Sie traf kurz auf Liliana die Heilerin, Diese schien sich zu freuen, das wenigstens die Wunde verheilt war, auch wenn eine Narbe geblieben war. Nachdem Ahmalie sich verabschiedet hatte, ging sie in die Schenke. Diese war zum Glück fast leer, also setzte sie sich mit einem Wein an einen Tisch und hing ihren Gedanken nach. Doch sollte sie nicht lang alleine sitzen. Nach kurzer Zeit kam ein Herr an den Tisch und fragte, ob er sich setzen dürfe. Ahmalie war kurz unsicher und fragte erstmal, ob sie sich schon kennen würden. Er verneinte die und gesellte sich zu ihr. Sie kamen ins Gespräch und huschten von einem Thema zum nächsten. Auch über ihre derzeitige Situation und den ominösen Verlobten sprachen sie. Nach einer Weile gesellte sich auch Thelor zu ihnen. Ahmalie freute sich sehr darüber, sie möchte ihn sehr gern. Man merkte sofort das er sich um sie sorgte, so wie er Merjan skeptisch beäugte. Ahmalie war froh, denn auch sie hatte ihre Ängste, bezüglich des Fremden. Einmal mehr bewies Thelor so, dass sie sich auf ihn verlassen konnte. Kurzerhand beschloss sie nun, Thelor zu bitten, ihren Ring an den eigentlichen Besitzer zurück zugeben. Sie glaubte schon seit Tagen nicht mehr das sie ihn je zu Gesicht bekommen würde, denn wenn er sich sorgen würde, wäre er bestimmt schon bei ihr gewesen. Und Ahmalie wollte sich keine Gedanken mehr über einem Menschen machen, der nicht so viel für sie übrig hatte. Es verging eine Zeit, als Thelor sie plötzlich zu sich einlud, beide, Ahmalie und Merjan nahmen dies gerne an. Also gingen sie zu seinem Haus und unterhielten sich weiter. In Gedanken musste Ahmalie schmunzeln, kannte sie Thelor inzwischen so gut,, um zu wissen warum er dies tat. Der Abend rückte immer näher und Ahmalie erschöpfte mehr und mehr. Merjan verabschiedete sich und Thelos brauchte Ahmalie zurück in die schützende Feste. Sie nutzte die Zeit um ihn um einen Gefallen zu bitten. Er sollte Merjan einmal unter die Lupe nehmen, denn sie war sich unsicher. Sie mochte den Herren doch hatte sie Angst, er könnte ein Feind sein. Ahmalie wusste nur zu gut das sie ein gutes Opfer darstellte. Doch wollte sie Merjan wieder treffen, da sie seine Gesellschaft so genossen hatte. Thelor willigte ein und sie wartete auf ein paar antworten, die sie ruhiger schlafen liessen.
Thelor von Reensdorf

Beitrag von Thelor von Reensdorf »

Einige Tage gingen ins Land ehe Thelor jene Nachrichten übberbrachte.

>> Ahmelie ich glaube kaum das Herr Merjan böses im schilde fürt.
er ist bisher nirgends Negativ aufgefallen und auch mir erscheint er Höflich wenn auch ein wenig verschlossen.
Ich denke das man in seiner Gegenwart keine Angst um euch haben müsste und ich denke ebenso das ihr mehr erfahren werdet wenn Ihr euch ein weiteres mal trefft.

Ihr wisst auch das ich wenn ihr doch einmal Hilfe benötigt , ihr einfach zu Fragen braucht.<<

noch eine weile unterhielten sie sich über dies und das ehe Thelor wieder in ungewisse aufbrach.
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