Das verlassene Dorf
Den Mantelkragen immer wieder enger ziehen, blickte Calan sich um. Mit zusammen gekniffenen Augen versuchte er etwas in der Umgebung zu erkennen. Seinen Augenbrauen schienen nur noch aus gefrorenem Schnee zu bestehen, eben so sein Bart. Nur noch direkt unter der Nase, wo der warme Atem in kleinen Rauchwölkchen hinaus in die eisige Winterluft gestoßen wurde, waren einzelne Haare dessen zu sehen. Immer noch nicht eine Spur zu entdecken. Calan fluchte laut, doch ging seine raue Stimme im Pfeifen und Gebrüll des Windes, über den eisigen Hochebenen Fuachteros verloren.
Er konnte es immer noch nicht fassen, dass die Ahnen ihm und den MacDraig ein solches Schicksal vorgesehen hatten. Warum nur? Fragte er sich schon seit nun mehr zwei Wochen. Als er von einer längeren Jagd ins immer verschneite Machad zurück kehrte und Keiner der Seinen ihn ihrem Dorf anzutreffen war. Machad war wie ausgestorben gewesen, was ihm gleich ungewöhnlich vorkam. Sonst war immer jemand da und ging seinen Aufgaben im Dorf nach. Doch an diesem Nachmittag im Spätherbst war dies anders gewesen. Und auch am Abend, als die Dämmerung schon einige Zeit herein gebrochen war, hatte er noch immer kein anderes Mitglied der MacDraig gesehen. Also hatte er sich von seinem wärmenden Feuer erhoben und auf den Weg gemacht, zu sehen, wo denn nun alle bleiben würden. Auf Nachtmahres Rücken ritt er den Pass hinunter Richtung Tal und auch hier befiel ihn ein seltsames Gefühl, das etwas nicht in Ordnung sein konnte. Hatte er doch erwartet, dass wenigstens die kleine Zoe ihm nun entgegen kommen würde um ins Dorf zurück zu kehren. Als er die Hälfte des Passes hinter sich gelassen hatte schwang er sich aus dem Sattel, um den Schnee genauer zu untersuchen. Seit der letzten Nacht waren kein Neuschnee mehr gefallen und doch waren keine Spuren zu finden. Also hatte an diesem Tag weder jemand das Dorf Richtung Tal verlassen, noch hatte jemand versucht Machad über den Pass zu erreichen. Calan war verwirrt, er sprang aus der hockenden Position auf und blickte sich in der Dunkelheit um. Alles in ihm war alarmiert, seine Sinne arbeiteten von einer auf die andere Sekunde messerscharf. Seine Gedanken überschlugen sich rasend schnell, doch konnte er sich aus dem ganzen hier, keinen Reim machen. Schnell schwang er sich wieder auf den Rücken des schwarzen Hengstes und jagte in schnellem Galopp in Richtung Andraste. Die Mine war sein nächstes Ziel gewesen, doch auch dort, wie er schon erwartet hatte, gab es keinen Hinweis darauf, dass ein MacDraig in letzter Zeit hier gewesen sein könnte…
Suche nach dem verschwundenen Clan
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Tairneach MacFarlainn
Der Schnee, vom Wind getrieben, hatte kleine Anhäufungen auf den Wegen gebildet. Schweigend waren Tairneach und Ryan nach Machad eingeritten, um nach dem Besten zu sehen - tagelang hatte sich keiner der MacDraigs blicken lassen. Sie hatten kurz angehalten, und Tairnach hatte "He ! MacDraigs!" Gebrüllt, bevor sie Machad betreten hatten. Es hatte niemand geantwortet.
Das Pferd scheute ein wenig. Tairneach beruhigte den weißen Hengst, dem sie den Namen "Fionnrach" gegeben hatten. Das junge Tier war nervös, und Tairneach war noch kein wirklich guter Reiter, bereits nach ein paar Stunden tat ihm der Hintern weh. Es herrschte Stille.
Nachdem sie durch die vereisten Scheiben des verlassenen Clanshauses gespäht und eine Runde durch und um Machad gedreht hatten, ritten sie langsam zurück. "Da hol mich doch..." fluchte Tairneach leise, fast knurrend, während Ryan bekräftigtend nickte : "Da stimmt was nicht. Sagen wir Thomas bescheid."
Ryan hatte noch auf dem Hof zu tun und würde dort nächtigen, deshalb begab sich Tairneach allein auf den Weg nach Ith. Er ritt in leichtem Trab an Andraste vorbei und in den Wald hinein, es wurde bereits dunkel. In Gedanken versunken durchquerte er den Wald, bis er plötzlich ein Brummen aus dem Dickicht vernahm. Der Hengst zog tief die Luft durch die Nüstern, wieherte, und sprang plötzlich los. Tairneach hatte Mühe, sich oben zu halten. Er krallte sich in die Zügel um das Tier irgendwie zu beruhigen, was ihm auch trotz seiner noch unzureichenden Reitkünste - Ryan hatte es vorzüglich eingeritten - beinahe gelungen wäre, wenn nicht in just diesem Augenblick der Bär aus dem Gebüsch und auf den Weg getappt wäre, um sich bedrohlich auf beide hintertatzen zu stellen.
Abgesehen von der Witterung, war dieser Anblick wohl zu viel für den Schimmel. Ohne zu zögern schoß er in die andere Richtung, den zappelnden Tairneach auf dem Rücken.
Das nächste, woran er sich erinnern konnte, war der Knall, als der heransausende Ast seinen Helm traf. Der schwer gepanzerte Angure war wie ein Stein vom Rücken des fliehenden Hengstes gekracht und hatte für einen kurzen Moment Sterne gesehen. Ächzend erhob er sich in eine sitzende Position, versuchte das Klingeln aus seinen Ohren zu schütteln und betrachtete die ansehnliche Schneewolke, welche sich - den rasant davongaloppierenden Hengst an der Spitze - in der Ferne erhob. Das Brummen hinter ihm ließ ihn für einen Moment erstarren - wobei seine gepanzerte Hand langsam zum Griff der Axt wanderte und sich darum schloß. "Wenn ich mich nicht schnell bewege, sieht er mich vielleicht nicht einmal als Bedrohung", ging es Tairneach durch den Kopf. Als er selbigen leicht drehte, um sich ein Bild von seiner Situation zu machen, stellte er fest daß der kleine Schwarzbär etwa zwanzig Fuß hinter ihm auf dem Weg saß.
Schmatzend und schnaufend, die Nase bei seinem Rucksack, welcher anscheinend mit dem Schild zuerst von seinen Schultern gefallen war, als er auf höchst unansehnliche Weise den Ast gerammt hatte.
Tairneach stand langsam auf. Der Bär hatte wohl die Jagdbeute gewittert und... Tairneach stutzte.
Das Tier hatte sich für das Fleisch überhaupt nicht interessiert. Wie auch immer, das vermaledeite Vieh hatte es geschafft, die Verschlüsse beider Krüge aufzubekommen, und leckte nun genüßlich die auslaufende Flüssigkeit. Es war einfach unfaßbar - Zuerst hatte das Biest sein Pferd scheu gemacht und nun schlabberte es auch noch sein Bier !
Das war entschieden zu viel. Entschlossen zog Tairneach die zweihändige Axt aus dem Wehrgehänge, und stürmte mit einem Urschrei, welcher selbst schwerhörige, neunzig Sommer zählende Urgroßtanten mit Kerzenwachs in den Ohren und purem Baldrian in den Adern geweckt hätte, auf den verblüfften Bären zu.
Nachdem der Schrei in den Wäldern verhallt und auch das darauffolgende kurze Getümmel verstummt war, stemmte Tairneach befriedigt einen Stiefel in den Nacken des noch leicht zuckenden Bären und zog seine Axt aus dessen Genick, welches fast völlig durchtrennt war. Er hob schnell seinen Rucksack auf bevor die dampfende rote Lache, welche sich schnell ausbreitete, selbigen versauen konnte. Ein Gurt war gerissen, wurde jedoch schnell wieder zusammengeknotet. Er band den Bären an ein kurzes Stück Seil, dann wischte er sorgfältig mit einem Lappen die Blutspritzer von Axt und Rüstung.
Das Pferd würden sie morgen suchen müssen, der fallende Schnee verdeckte die Spuren schnell, und bei dem Tempo war der Hengst garantiert schon über ale Berge. Tairneach grunzte und stemmte sich in das Seil, es war kein besonders kurzer Weg nach Ith und der Bär war, trotz daß er kaum ausgewachsen gewesen sein mochte, ziemlich schwer.
Er legte die Stirn nachdenklich in Falten und dachte nach, was die MacDraigs zum Verschwinden gebracht haben könnte, während er durch den Schnee stapfte.
Das Pferd scheute ein wenig. Tairneach beruhigte den weißen Hengst, dem sie den Namen "Fionnrach" gegeben hatten. Das junge Tier war nervös, und Tairneach war noch kein wirklich guter Reiter, bereits nach ein paar Stunden tat ihm der Hintern weh. Es herrschte Stille.
Nachdem sie durch die vereisten Scheiben des verlassenen Clanshauses gespäht und eine Runde durch und um Machad gedreht hatten, ritten sie langsam zurück. "Da hol mich doch..." fluchte Tairneach leise, fast knurrend, während Ryan bekräftigtend nickte : "Da stimmt was nicht. Sagen wir Thomas bescheid."
Ryan hatte noch auf dem Hof zu tun und würde dort nächtigen, deshalb begab sich Tairneach allein auf den Weg nach Ith. Er ritt in leichtem Trab an Andraste vorbei und in den Wald hinein, es wurde bereits dunkel. In Gedanken versunken durchquerte er den Wald, bis er plötzlich ein Brummen aus dem Dickicht vernahm. Der Hengst zog tief die Luft durch die Nüstern, wieherte, und sprang plötzlich los. Tairneach hatte Mühe, sich oben zu halten. Er krallte sich in die Zügel um das Tier irgendwie zu beruhigen, was ihm auch trotz seiner noch unzureichenden Reitkünste - Ryan hatte es vorzüglich eingeritten - beinahe gelungen wäre, wenn nicht in just diesem Augenblick der Bär aus dem Gebüsch und auf den Weg getappt wäre, um sich bedrohlich auf beide hintertatzen zu stellen.
Abgesehen von der Witterung, war dieser Anblick wohl zu viel für den Schimmel. Ohne zu zögern schoß er in die andere Richtung, den zappelnden Tairneach auf dem Rücken.
Das nächste, woran er sich erinnern konnte, war der Knall, als der heransausende Ast seinen Helm traf. Der schwer gepanzerte Angure war wie ein Stein vom Rücken des fliehenden Hengstes gekracht und hatte für einen kurzen Moment Sterne gesehen. Ächzend erhob er sich in eine sitzende Position, versuchte das Klingeln aus seinen Ohren zu schütteln und betrachtete die ansehnliche Schneewolke, welche sich - den rasant davongaloppierenden Hengst an der Spitze - in der Ferne erhob. Das Brummen hinter ihm ließ ihn für einen Moment erstarren - wobei seine gepanzerte Hand langsam zum Griff der Axt wanderte und sich darum schloß. "Wenn ich mich nicht schnell bewege, sieht er mich vielleicht nicht einmal als Bedrohung", ging es Tairneach durch den Kopf. Als er selbigen leicht drehte, um sich ein Bild von seiner Situation zu machen, stellte er fest daß der kleine Schwarzbär etwa zwanzig Fuß hinter ihm auf dem Weg saß.
Schmatzend und schnaufend, die Nase bei seinem Rucksack, welcher anscheinend mit dem Schild zuerst von seinen Schultern gefallen war, als er auf höchst unansehnliche Weise den Ast gerammt hatte.
Tairneach stand langsam auf. Der Bär hatte wohl die Jagdbeute gewittert und... Tairneach stutzte.
Das Tier hatte sich für das Fleisch überhaupt nicht interessiert. Wie auch immer, das vermaledeite Vieh hatte es geschafft, die Verschlüsse beider Krüge aufzubekommen, und leckte nun genüßlich die auslaufende Flüssigkeit. Es war einfach unfaßbar - Zuerst hatte das Biest sein Pferd scheu gemacht und nun schlabberte es auch noch sein Bier !
Das war entschieden zu viel. Entschlossen zog Tairneach die zweihändige Axt aus dem Wehrgehänge, und stürmte mit einem Urschrei, welcher selbst schwerhörige, neunzig Sommer zählende Urgroßtanten mit Kerzenwachs in den Ohren und purem Baldrian in den Adern geweckt hätte, auf den verblüfften Bären zu.
Nachdem der Schrei in den Wäldern verhallt und auch das darauffolgende kurze Getümmel verstummt war, stemmte Tairneach befriedigt einen Stiefel in den Nacken des noch leicht zuckenden Bären und zog seine Axt aus dessen Genick, welches fast völlig durchtrennt war. Er hob schnell seinen Rucksack auf bevor die dampfende rote Lache, welche sich schnell ausbreitete, selbigen versauen konnte. Ein Gurt war gerissen, wurde jedoch schnell wieder zusammengeknotet. Er band den Bären an ein kurzes Stück Seil, dann wischte er sorgfältig mit einem Lappen die Blutspritzer von Axt und Rüstung.
Das Pferd würden sie morgen suchen müssen, der fallende Schnee verdeckte die Spuren schnell, und bei dem Tempo war der Hengst garantiert schon über ale Berge. Tairneach grunzte und stemmte sich in das Seil, es war kein besonders kurzer Weg nach Ith und der Bär war, trotz daß er kaum ausgewachsen gewesen sein mochte, ziemlich schwer.
Er legte die Stirn nachdenklich in Falten und dachte nach, was die MacDraigs zum Verschwinden gebracht haben könnte, während er durch den Schnee stapfte.
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Ryan MacFarlainn
Ein leises Fluchen entglitt Ryan als er sich aus dem Lager aus Fellen aufrichtete. Schon wieder soviel zu tun, diese Arbeit hier auf dem Hof war einfach nichts für ihn, doch Thorfins Trunksucht zwang ihn dazu sie verrichten. Er sehnte sich zurück nach dem abgeschiedenen Ith, er vermisste das Meer und die mit dem Beruf des Fischers einhergehende Ruhe.
Er begab sich aus dem Hof um die Tiere zu versorgen, seine Gedanken hingen aber weiterhin an dem gestrigen Besuch mit Tairneach in Machad. Was im Namen Angurs ging dort vor sich? Kein Mac Draig liess sich dort erblicken, etwas das wohl nichts Gutes verheissen konnte. Geistesabwesend fütterte er die Pferde aus der Zucht des Clans, nichtmal die kleine Zoe hatte sich blicken lassen, jene war doch sonst so oft hier unten im Süden der Insel.
Ein lautes Geräusch liess Ryan aufhorchen, er blickte zurück zum Hof, dort, war dies nicht das Pferd welches er Tairneach gegeben hatte? Er begab sich sofort zu jenem, völlig verschwitzt und verängstigt stand es dort, der Sattel hing völlig schief herunter was Ryan zu einem Stirnrunzeln und zu einem Kratzen am Hinterkopf veranlasste. Er konnte keine Spuren von Blut an dem Tier erkennen, vermutlich hatte Tairneach es völlig übertrieben mit seinen ersten Reitversuchen. Kopfschüttelnd begann er das Tier zu beruhigen und es zu versorgen.
Er begab sich aus dem Hof um die Tiere zu versorgen, seine Gedanken hingen aber weiterhin an dem gestrigen Besuch mit Tairneach in Machad. Was im Namen Angurs ging dort vor sich? Kein Mac Draig liess sich dort erblicken, etwas das wohl nichts Gutes verheissen konnte. Geistesabwesend fütterte er die Pferde aus der Zucht des Clans, nichtmal die kleine Zoe hatte sich blicken lassen, jene war doch sonst so oft hier unten im Süden der Insel.
Ein lautes Geräusch liess Ryan aufhorchen, er blickte zurück zum Hof, dort, war dies nicht das Pferd welches er Tairneach gegeben hatte? Er begab sich sofort zu jenem, völlig verschwitzt und verängstigt stand es dort, der Sattel hing völlig schief herunter was Ryan zu einem Stirnrunzeln und zu einem Kratzen am Hinterkopf veranlasste. Er konnte keine Spuren von Blut an dem Tier erkennen, vermutlich hatte Tairneach es völlig übertrieben mit seinen ersten Reitversuchen. Kopfschüttelnd begann er das Tier zu beruhigen und es zu versorgen.
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Calan MacDraig
Keine Spuren
… auch in Andraste war kein Erfolg abzusehen und selbst die Wachen der Stadt könnten keine genauen Angaben dazu machen, wann sie das letzte Mal einen der MacDraig gesehen hatten. Also war er weiter zur heiligen Eiche geeilt, aber auch dort NICHTS. Also sprengte er auf Nachtmahrs Rücken den verschneiten Pass hoch Richtung Ith. Sicher, das war es … Sie saßen alle gemütlich mit den Farlainn am Feuer, wahrscheinlich waren sie eingeschneit gewesen und hatten noch keine Möglichkeit gesehen zurück ins Tal oder nach Machad zu kehren … Aber auch das erwies sich als vergebe Hoffnung … Der Pass war alles andere als unzugänglich und als er in die Taverne oben in Ith mehr gehetzt hineinstolperte als das er sie betrat, wurde ihm klar, dass er auch hier keinen MacDraig finden würde. Denn in der Taverne saßen keine Besucher, nur Donald stand hinter der Theke und blickte verwirrt von seiner Arbeit auf als Calan sprichwörtlich mit der Tür in die Taverne fiel. Doch schon war Calan auch wieder durch die Tür verschwunden und Donald konnte sich nur ungläubig am Kopf kratzen. In Miellyns Hütte brannte Licht, der Schein des Kaminfeuers war durch das Fenster zu sehen und strahlte Wärme aus. Doch stand Calan gerade nicht der Kopf danach diese Wärme zu suchen, aber wohl eher seinen verschwundenen Clan ...
… also klopfte Calan an der Tür. Als seine Verlobte diese geöffnet hatte, blieb ihr nicht mehr Zeit, als für ein knappes „Hoi Calan“, ehe dieser sie mit seinen Fragen bezüglich der anderen MacDraig löcherte. Nach einiger Zeit gelang es ihr Calan einigermaßen zu beruhigen und er berichtete ihr, was geschehen war, oder viel mehr das er nicht wusste was geschehen war. Mit den Worten, das er wohl nur Zoe, Sullivan und die anderen verpasst hätte und sie wohl schon längst wieder in Machad zurück seien, versuchte Miellyn weiter beruhigend auf Calan einzuwirken. Doch das seltsame Gefühl blieb …
Nach einiger Zeit verabschiedeten sie sich und Calan machte sich auf, zurück ins immer eingeschneite Machad, das Dorf der MacDraig … das noch vor Stunden wie ausgestorben da lag … Still und ruhig im ewigen Eis … und je näher Calan dem Pass und damit auch dem Dorf kam, wurde aus seiner stillen Hoffnung, die anderen zurückgekehrt, eine drückende Gewissheit tief in seinem Inneren, dass er wieder niemand in Machad antreffen würde. Und so kam es auch. Calan erreichte das Dorf und sah es immer noch in dieser drückenden Ruhe vor sich. Das Lagerfeuer war schon längst erloschen und die Glut war nur noch als ein schwacher Schimmer zu erkennen. Die Hütten waren im schwachen Sternen- und Mondlicht, das vom Schnee reflektiert wurde, nur als verschwommene Umrisse war zu nehmen. Hinter keinem Fenster war Kerzenlicht oder Kaminfeuer zu erkennen. Kein Fackellicht war weit und breit zu erblicken. Eine große Leere breitete sich langsam aber beständig in Calans Herzen aus. Und selbst als er das Feuer in seiner Hütte wieder angefacht, noch Stunden lang davor gesessen und gewartet hatte, oder unruhig von einer zur anderen Wand gewandert war, konnte die mollige Wärme nicht diese reißende Kälte aus seinen Knochen vertreiben
… War er wieder an einem Punkt angelangt, an dem es galt von Null an zu fangen … War er gescheitert, an der Aufgabe, die ihm seine Ahnen gestellt hatten … War das nun das endgültige Ende der MacDraig… ihr Untergang???
… auch in Andraste war kein Erfolg abzusehen und selbst die Wachen der Stadt könnten keine genauen Angaben dazu machen, wann sie das letzte Mal einen der MacDraig gesehen hatten. Also war er weiter zur heiligen Eiche geeilt, aber auch dort NICHTS. Also sprengte er auf Nachtmahrs Rücken den verschneiten Pass hoch Richtung Ith. Sicher, das war es … Sie saßen alle gemütlich mit den Farlainn am Feuer, wahrscheinlich waren sie eingeschneit gewesen und hatten noch keine Möglichkeit gesehen zurück ins Tal oder nach Machad zu kehren … Aber auch das erwies sich als vergebe Hoffnung … Der Pass war alles andere als unzugänglich und als er in die Taverne oben in Ith mehr gehetzt hineinstolperte als das er sie betrat, wurde ihm klar, dass er auch hier keinen MacDraig finden würde. Denn in der Taverne saßen keine Besucher, nur Donald stand hinter der Theke und blickte verwirrt von seiner Arbeit auf als Calan sprichwörtlich mit der Tür in die Taverne fiel. Doch schon war Calan auch wieder durch die Tür verschwunden und Donald konnte sich nur ungläubig am Kopf kratzen. In Miellyns Hütte brannte Licht, der Schein des Kaminfeuers war durch das Fenster zu sehen und strahlte Wärme aus. Doch stand Calan gerade nicht der Kopf danach diese Wärme zu suchen, aber wohl eher seinen verschwundenen Clan ...
… also klopfte Calan an der Tür. Als seine Verlobte diese geöffnet hatte, blieb ihr nicht mehr Zeit, als für ein knappes „Hoi Calan“, ehe dieser sie mit seinen Fragen bezüglich der anderen MacDraig löcherte. Nach einiger Zeit gelang es ihr Calan einigermaßen zu beruhigen und er berichtete ihr, was geschehen war, oder viel mehr das er nicht wusste was geschehen war. Mit den Worten, das er wohl nur Zoe, Sullivan und die anderen verpasst hätte und sie wohl schon längst wieder in Machad zurück seien, versuchte Miellyn weiter beruhigend auf Calan einzuwirken. Doch das seltsame Gefühl blieb …
Nach einiger Zeit verabschiedeten sie sich und Calan machte sich auf, zurück ins immer eingeschneite Machad, das Dorf der MacDraig … das noch vor Stunden wie ausgestorben da lag … Still und ruhig im ewigen Eis … und je näher Calan dem Pass und damit auch dem Dorf kam, wurde aus seiner stillen Hoffnung, die anderen zurückgekehrt, eine drückende Gewissheit tief in seinem Inneren, dass er wieder niemand in Machad antreffen würde. Und so kam es auch. Calan erreichte das Dorf und sah es immer noch in dieser drückenden Ruhe vor sich. Das Lagerfeuer war schon längst erloschen und die Glut war nur noch als ein schwacher Schimmer zu erkennen. Die Hütten waren im schwachen Sternen- und Mondlicht, das vom Schnee reflektiert wurde, nur als verschwommene Umrisse war zu nehmen. Hinter keinem Fenster war Kerzenlicht oder Kaminfeuer zu erkennen. Kein Fackellicht war weit und breit zu erblicken. Eine große Leere breitete sich langsam aber beständig in Calans Herzen aus. Und selbst als er das Feuer in seiner Hütte wieder angefacht, noch Stunden lang davor gesessen und gewartet hatte, oder unruhig von einer zur anderen Wand gewandert war, konnte die mollige Wärme nicht diese reißende Kälte aus seinen Knochen vertreiben
… War er wieder an einem Punkt angelangt, an dem es galt von Null an zu fangen … War er gescheitert, an der Aufgabe, die ihm seine Ahnen gestellt hatten … War das nun das endgültige Ende der MacDraig… ihr Untergang???