"Wertes Tagebuch, treuer Freund.
Jetzt bin ich schon bald eine Woche im neuem Lande und ich kann sagen, dass die Entscheidung, hierher zu reisen, die richtige war.
Auch neue Bekanntschaften macht man hier, eine merkwürdiger als die andere, doch sicherlich auch unterhaltsam und jede Person reizvoll auf ihre Weise.
Angefangen mit einem vermummten Manne, welcher wohl ein Meister des Schaches war.
Eher zufällig begegnete ich jenem in der Taverne, als ich einen Schneider suchte und mir sein exzentrischer, aggressiver und geheimnisvoller Kleidungsstil auffiel.
Er saß mit einem anderen Vermummten am Tische. Sein Freund schien nicht gerade einer der schlauesten, ich vermummte sogar, er hätte zu oft etwas mit der Keule auf den Kopf bekommen, denn wenn er einmal sprach, war es sinnloses gestammel, womit, wie ich vermute, er sich versuchte aufzuspielen.
Vielleicht hat jener Probleme, eine Frau zu finden, wäre denkbar, so wie er sich benimmt.
Doch jener andere, dunkel Vermummte war anders davor.
Ich fragte ihn, ob er einen Schneider kenne, der in der Nähe seie. Er sagte nein, doch fügte an, er hätte einiges, ungebrauchtes und fragte, bei Interesse, was ich dafür zahlen wolle.
Ich gab ihm keine Antwort und liess ihn den ersten Schritt machen, er nannte mir einen Preis und ich fiel aus den Latschen.
Sehr teuer, mehr als Teuer, doch es schien sein Ernst zu sein.
Er bot an, ihn in irgendetwas zu schlagen, dann würde ich die Kleidung für einen viel billigeren Preis kriegen.
Selbstsicher war er und ich wählte das falsche Spiel.
In 2 Zügen war ich Schachmatt, macht nichts, war mir eh klar und es war dennoch amüsant. So gewann ich an Erfahrung und verlor nichts.
Wir unterhielten uns noch, sein Gegenüber stammelte weiter nur unwichtiges dazu bei, nicht beachtenswert und so ignorierte ich ihn.
Eine Situation, die er wohl in seinem Leben gewohnt seie.
Wieder zurück zum dunkel Vermummten.
Er fragte mich, was ich wohl für jene Kleidung alles tun würde. Nun...eigendlich viel, solange er nichts bestimmtes von mir wollte.
Ich gab ihm gleich zu verstehen, dass ich keine Frau bin, die sich verkaufen würde und er schien es auch zu verstehen.
Er wollte eher eine andere Doienstleistung von mir haben.
Er bot mir an, wenn ich das Vertrauen eines Mannes gewinnen könnte, sodass jener alles für mich tun würde und jenen Manne zu ihm bringen würde, würde er mir die Kleidung geben.
Ein leichtes Spiel. Männer sind zu berechenbar und was interessiert mich das Leben eines Menschen.
Ich ging darauf ein, sollte jener wohl die erste Seele sein, die ich dem Gott des Todes zur Verfügung stellte.
Der Vermummte erklärte mir, unter schlechtem und unglaubwürdigem Vorwarnd, dass er einen Gräber kenne, der für ihn Leichen wegschaffen würde und er jenen Testen wollte.
Mir egal, soll er meinetwegen die Leiche essen, solange ich das kriege, was ich will.
Er gab mir einen Umhang, als Vorrauszahlung könnte man sagen und so trennten sich erst einmal unsere Wege.
So liebes Tagebuch, so melde ich mich morgen wieder, dann schauen wir einmal, was noch so passiert ist.
-Auszug Ende-