Ein böses Erwachen
Verfasst: Mittwoch 29. November 2006, 18:54
Gut gelaunt wie sie in letzter Zeit wohl immer anzutreffen war, öffnete sie in aller Herrgottsfrühe die Haustür, bereit, sich ihren geliebten Falken zu widmen. Viel musste noch für die endgültige Erziehung dieser getan werden, doch stand erst einmal das Füttern und die Pflege der Tiere auf dem Plan. So zumindest waren ihre Pläne für die kommenden Augenblicke. Doch weit gefehlt. Ein Kreischen zog durch die Straße des Adelsviertels in Varuna. Der Gardist, sofort alarmiert, drehte sich direkt zum Tor, durch sein Rufen sich bemerkbar machend, um zu erfahren, was die junge Baroness so in Schrecken versetzte. Flo unterdes starrte mit offenem Mund und quellenden Tränen auf einen ihrer Lieblinge. Der Hals umgedreht, die Federn halb gerupft, baumelte der leblose kleine Körper des Falken vor ihrer Tür. Es dauerte einige Momente, ehe sie sich wieder regen konnte und dann hatte der Gardist wohl seine schlimmsten Minuten des noch frühen Tages vor sich. Er kam gar nicht dazu, sich irgendwie rechtfertigen zu wollen, Flo überfuhr ihn mit einer Tirade der wüstesten Flüche, die ihr wohl in den Sinn kamen. Mit offenem Mund starrte der Gardist sie an, völlig überrumpelt, war er doch so ein Benehmen von Flo nun wirklich nicht gewohnt. Lud sie die Gardisten, die vor ihrem Haus Wache zu halten hatten, doch sonst zu einem Trunk in ihr Haus, die wohlverdiente Pause zu genießen, wurde dieser jedoch regelrecht zusammen gefaltet. Wie konnte es passieren, dass einer ihrer liebsten Weggefährten elendig sterben musste? Wer war dafür verantwortlich? Was war da geschehen… und vor allem warum?
Der Gardist, selbst wenn er eine Antwort parat hatte, kam gar nicht dazu, diese in irgendeiner Weise kundzutun. Flo stürmte ins Haus, die Tür hinter sich zu knallend, so dass die Angeln noch eine Weile danach vibrierten. Sie kauerte auf den Fellen vor ihrem Kamin, die Arme um die angezogenen Beine geschlungen. Stumm rannen Tränenbäche ihre Wangen hinab. Bis ihr Zukünftiger sie so fand….
Der Gardist, selbst wenn er eine Antwort parat hatte, kam gar nicht dazu, diese in irgendeiner Weise kundzutun. Flo stürmte ins Haus, die Tür hinter sich zu knallend, so dass die Angeln noch eine Weile danach vibrierten. Sie kauerte auf den Fellen vor ihrem Kamin, die Arme um die angezogenen Beine geschlungen. Stumm rannen Tränenbäche ihre Wangen hinab. Bis ihr Zukünftiger sie so fand….