Mit großer Neugierde ließ er sich von dem Kadetten in das Zimmer des Hauptmannes bringen. Er wollte wissen, wie es um die Sicherheit der Grafschaft und des Reiches bestellt ward, hausierten doch die letzten Tage nur zuviele Gerüchte in manchen Kreisen darum. Auch hatte er vor nicht allzu langer Zeit selbst mit einem Unglaeubigen gesprochen, der den Einmarsch von Rahaler Truppen prophezeite. Er wollte sich sicher sein, dass an den Gerüchten nichts dran war, und er konnte nicht anders als dem nachzugehen, hegte er doch Sorge um mehr als nur seine Glaubensbrüder und Schwestern.
Auch der Hauptmann glaubte an einen Funken Wahrheit auf dem brodelnden Herd der Gerüchte. Und alleine dieser Funke reichte schon aus um in Sorge zu geraten. Man wusste aus der Vergangenheit nur zu gut, was die Truppen anrichten können, wenn man nicht gewappnet ist. Großzügig schenkte der Hauptmann dem Glaeubigen sein Vertrauen und übergab in dessen Befehlsgewalt zwei tüchtige Mannen, die er im Gegenzug lehren würde. Diese beiden Angehörigen der Garde hatten eine durchaus wichtige Aufgabe, die sie noch zur vierten Stunde des späteren Mittags erfahren sollten. Die ersten Schritte zum Schutz des Reiches, aber vor allem zum Schutz der Menschen, um die sich der Ordensbruder die meisten Sorgen machte, sollte schon gegen Abend eingeleitet werden.