Den Krieg verloren und doch gewonnen?
Verfasst: Mittwoch 11. Oktober 2006, 12:23
Den Krieg verloren und doch gewonnen?
Khazkal ritt mit seinen Mannen mit geradem Rücken zur Feste zurück. Noch eben hatte er vor den Hinrah gekniet. Durch ehrlose Gesten den Goldtribut gesenkt. Ihre Ehre war beschmutzt. Verraten das, für was sie standen. Rahal war nicht da gewesen. Keiner war da gewesen. Nur Feindvolk um sie herum. Das hatte ihnen die Augen geöffnet. Die Fäuste geballt trafen sie an der Burg ein.
Das Tor wurde weit gemacht und sie ritten hinein.
Oben, hinter den Zinnen, versammelten sie sich. Diese tapferen Streiter, die man in diesen Tagen so schlecht eingeschätzt hatte. Der Burgherr wusste eins; es waren die besten Männer, die er sich wünschen konnte. Sie hielten zu ihm, obwohl alles verloren war. Die Ehre, der Respekt, das Ziel war fern gerückt.
Und doch..
Als sie so in der Runde saßen wollten die Männer ihren Burgherren nicht allein lassen. Sie hielten zu ihm. Mehr den je war die Kameradschaft zu spüren. Und das erfüllte Khazkal mit neuer Energie.
Fern mochte man noch das Gebrüll der Männer vernehmen. Ihr Ruf verhallte zwischen den Bäumen.
„EISENWART ERWACHE!“
Khazkal fühlte sich wie ein alter Mann und doch erinnerte er sich jetzt daran, wie es damals war. Er kannte den Elan der Männer nur zu gut. Er kannte es aus den Tagen, als Eisenwart aufgebaut wurde. Die Disziplin, die erbrachte Arbeit.. all dies zeigte ihm auf, das es wieder an der Zeit war, sein Werk erneut aufzubauen. Geschwächt zwar nun würden sie erneut auferstehen. Stärker den je.
Manche der Soldaten jedoch waren gegangen. Saldor, einst guter Offizier der Burgwache. Er war gegangen.. mit ihm ein Teil Eisenwarts. Seine Rückkehr wurde erwartet. Malachai war gegangen. Er wollte die Waffe nicht mehr für die Burg erheben. Er wollte zu Inara und sie beschützen. Seine Rückkehr wurde nicht erwartet. Khazkal glaubte nicht, das er dazu bereits im Stande war.
Kajol Kalveron und Mikhail Kalveron waren gegangen. Wohin sie gingen, wusste keiner. Sie waren zu schnell im Nebel entschwunden .. an diesem einen, dunklen Tag. Es war der Tag des Geschwisterverlustes. Khazkal wusste, das sie nicht wiederkommen würden.
Khazkal selbst schien in den Mauern der Burg den Verstand gelassen zu haben. Jedenfalls kam dies ab und zu zum Vorschein, und seine Mannen wussten es. Denoch war sein Glauben an den Herrn unverwüstlich.
Theradil und Armoran waren Waffenbrüder geworden. Sie zusammen waren Stark und standen für die Burg ein.
Tander stand in seinem Eifer was den Neuaufbau der Burg belangte Armoran in nichts nach.
Taskia stand dieser Tage am Amboss und schwang den Schmiedehammer, um neues Eisen für ehrvolle Zeiten zu Schmieden.
Estin war dieser Tage nicht mehr anzutreffen. Wohin er gegangen war, wusste keiner so genau.
Regado, der neue Rekrut, schien sich nicht alzu gut zu machen. Er war dem Burgherren noch immer suspekt.
Was Inara anbelangte, wurde sie nicht in den Konflikt mit einbezogen. Sie hatte sich die Tage von dem Hof zurückgezogen.
Cyrion Sha'Ar. Er war kein Mitglied der Burg und glaubte an die Ahnen. Er wäre der Wiedersacher der Burg gewesen, wäre er nicht mit Khazkal verbunden durch einen traurigen Dienst, den der Burgherr dem rechtschaffenen Mann erwiesen hatte. Er war dieser Tage ein gern gesehener Gast und auch seine Stimme wurde in der Runde gefragt. Khazkal stellte ihn vor die Wahl ob Cyrion ihn zu den Hinrah begleiten wollte. Cyrion ließ die Burg in dieser Stunde nicht im Stich und folgte ihnen. Er würde weiterhin ein gern gesehener Gast sein.
Leonore war die Geliebte Theradils. Sie ging verkleidet als Mitglied der Burg zu den Hinrah um zu verhandeln. Ohne das sie sich an die Burg gebunden hatte riskierte sie Leben und Ansehen ohne mit der Wimper zu zucken. Ihre Taten waren nicht übersehen.
Sefa Hinrah, wohl in dem Wissen das sie zu der Feindpartei gehörte, war ein Teil des Krieges gewesen. Ihre Tat, ihre Aufopferung hatten zu einem rascheren Ende des Krieges geführt. Sie hatte dem Burgherren ein so viel besseres Bild der Tiefländer vermittelt.
All diese Menschen waren Helden.
Rahal blieb fern. Kauerten sie hinter ihren Mauern ohne ihren Verbündeten zu helfen. Verbündete waren sie die meiste Zeit gewesen.
Die Gefährtinnen halfen ihnen nicht. Doch sie halfen den Hinrah ebenfalls keinen Deut. Dies sah Khazkal. Die Befürchtung, die er hatte, als er den ersten Krieg gegen diese Frauen ausrief, blieb weiterhin unbestätigt.
So war der Krieg vorbei.
Khazkal ritt mit seinen Mannen mit geradem Rücken zur Feste zurück. Noch eben hatte er vor den Hinrah gekniet. Durch ehrlose Gesten den Goldtribut gesenkt. Ihre Ehre war beschmutzt. Verraten das, für was sie standen. Rahal war nicht da gewesen. Keiner war da gewesen. Nur Feindvolk um sie herum. Das hatte ihnen die Augen geöffnet. Die Fäuste geballt trafen sie an der Burg ein.
Das Tor wurde weit gemacht und sie ritten hinein.
Oben, hinter den Zinnen, versammelten sie sich. Diese tapferen Streiter, die man in diesen Tagen so schlecht eingeschätzt hatte. Der Burgherr wusste eins; es waren die besten Männer, die er sich wünschen konnte. Sie hielten zu ihm, obwohl alles verloren war. Die Ehre, der Respekt, das Ziel war fern gerückt.
Und doch..
Als sie so in der Runde saßen wollten die Männer ihren Burgherren nicht allein lassen. Sie hielten zu ihm. Mehr den je war die Kameradschaft zu spüren. Und das erfüllte Khazkal mit neuer Energie.
Fern mochte man noch das Gebrüll der Männer vernehmen. Ihr Ruf verhallte zwischen den Bäumen.
„EISENWART ERWACHE!“
Khazkal fühlte sich wie ein alter Mann und doch erinnerte er sich jetzt daran, wie es damals war. Er kannte den Elan der Männer nur zu gut. Er kannte es aus den Tagen, als Eisenwart aufgebaut wurde. Die Disziplin, die erbrachte Arbeit.. all dies zeigte ihm auf, das es wieder an der Zeit war, sein Werk erneut aufzubauen. Geschwächt zwar nun würden sie erneut auferstehen. Stärker den je.
Manche der Soldaten jedoch waren gegangen. Saldor, einst guter Offizier der Burgwache. Er war gegangen.. mit ihm ein Teil Eisenwarts. Seine Rückkehr wurde erwartet. Malachai war gegangen. Er wollte die Waffe nicht mehr für die Burg erheben. Er wollte zu Inara und sie beschützen. Seine Rückkehr wurde nicht erwartet. Khazkal glaubte nicht, das er dazu bereits im Stande war.
Kajol Kalveron und Mikhail Kalveron waren gegangen. Wohin sie gingen, wusste keiner. Sie waren zu schnell im Nebel entschwunden .. an diesem einen, dunklen Tag. Es war der Tag des Geschwisterverlustes. Khazkal wusste, das sie nicht wiederkommen würden.
Khazkal selbst schien in den Mauern der Burg den Verstand gelassen zu haben. Jedenfalls kam dies ab und zu zum Vorschein, und seine Mannen wussten es. Denoch war sein Glauben an den Herrn unverwüstlich.
Theradil und Armoran waren Waffenbrüder geworden. Sie zusammen waren Stark und standen für die Burg ein.
Tander stand in seinem Eifer was den Neuaufbau der Burg belangte Armoran in nichts nach.
Taskia stand dieser Tage am Amboss und schwang den Schmiedehammer, um neues Eisen für ehrvolle Zeiten zu Schmieden.
Estin war dieser Tage nicht mehr anzutreffen. Wohin er gegangen war, wusste keiner so genau.
Regado, der neue Rekrut, schien sich nicht alzu gut zu machen. Er war dem Burgherren noch immer suspekt.
Was Inara anbelangte, wurde sie nicht in den Konflikt mit einbezogen. Sie hatte sich die Tage von dem Hof zurückgezogen.
Cyrion Sha'Ar. Er war kein Mitglied der Burg und glaubte an die Ahnen. Er wäre der Wiedersacher der Burg gewesen, wäre er nicht mit Khazkal verbunden durch einen traurigen Dienst, den der Burgherr dem rechtschaffenen Mann erwiesen hatte. Er war dieser Tage ein gern gesehener Gast und auch seine Stimme wurde in der Runde gefragt. Khazkal stellte ihn vor die Wahl ob Cyrion ihn zu den Hinrah begleiten wollte. Cyrion ließ die Burg in dieser Stunde nicht im Stich und folgte ihnen. Er würde weiterhin ein gern gesehener Gast sein.
Leonore war die Geliebte Theradils. Sie ging verkleidet als Mitglied der Burg zu den Hinrah um zu verhandeln. Ohne das sie sich an die Burg gebunden hatte riskierte sie Leben und Ansehen ohne mit der Wimper zu zucken. Ihre Taten waren nicht übersehen.
Sefa Hinrah, wohl in dem Wissen das sie zu der Feindpartei gehörte, war ein Teil des Krieges gewesen. Ihre Tat, ihre Aufopferung hatten zu einem rascheren Ende des Krieges geführt. Sie hatte dem Burgherren ein so viel besseres Bild der Tiefländer vermittelt.
All diese Menschen waren Helden.
Rahal blieb fern. Kauerten sie hinter ihren Mauern ohne ihren Verbündeten zu helfen. Verbündete waren sie die meiste Zeit gewesen.
Die Gefährtinnen halfen ihnen nicht. Doch sie halfen den Hinrah ebenfalls keinen Deut. Dies sah Khazkal. Die Befürchtung, die er hatte, als er den ersten Krieg gegen diese Frauen ausrief, blieb weiterhin unbestätigt.
So war der Krieg vorbei.